Schwanger werden

Der richtige Zeitpunkt, um schwanger zu werden, ist sehr schwer zu bestimmen. Zuerst ist man jung und will das Leben genießen. Dann konzentriert man sich auf die Ausbildung, das erste Fußfassen in einem Job, dann auf die Fortsetzung der Karriere. Ein Kind ist ein einschneidendes, lebensveränderndes Ereignis. Es stellt den Alltag, das Denken, die Gefühle und überhaupt alles auf den Kopf.

Wann dachte ich, der richtige Zeitpunkt wäre gekommen? Ich hatte einen Job in einer Forschungsabteilung. Ein Mikrobiologielabor sollte eingerichtet werden und dort Grundlagen erforscht und neue, aufregende Produkte entwickelt werden. Voller Enthusiasmus trat ich den Job an und wollte die Ideen nur so sprühen lassen. Mein Chef war ein selbstgefälliger Angeber mit Oberlippenbart – einem von jener Sorte, die tatsächlich nur ein gewisser Menschenschlag trägt – ich hätte es vorher wissen müssen, wollte aber nicht vorurteilsbehaftet sein gegenüber jemanden, der mir eine Chance gab.

Er hielt sich selbst für den Größten und duldete niemanden neben sich. Er machte ein Geheimnis ausseiner Forschung und besorgte die erforderlichen Genehmigungen für das Labor nicht. Ich war unglücklich in meinem Job. Das ist der richtige Zeitpunkt, schwanger zu werden, dachte ich und setzte die Pille ab.

Drei Monate probierten wir erfolglos, schwanger zu werden, dann fing ich an nachzudenken. Warum sollte ich mich weiter von diesem unmöglichen Chef unterdrücken lassen, jeden Tag noch frustrierter zur Arbeit gehen und auf die Launen der Natur hoffen? Manche Paare brauchten Jahre, bevor sie ein Kind bekamen, oder schafften es nie.

Ich fing an, mich bei anderen Firmen zu bewerben. Auf Anhieb wurde ich zu einigen Bewerbungsgesprächen eingeladen. Auch zu einer Firma, die fast 90 km vom unserem Wohnort entfernt war. Dort, dachte ich, hatte ich keinen besonders guten Eindruck gemacht, weil ich mich nicht mit den Geräten auskannte und weil ich meinte, man würde deutlich sehen, dass der Anfahrtsweg aufgrund meiner Autoangst ein beinahe unüberwindliches Hindernis darstellen würde.

Eine Woche nach dem Gespräch bekam ich einen Anruf von dieser Firma. So schnell kann nur eine Absage kommen, für ein zweites Interview müssen sie länger planen, dachte ich. Meine zukünftige Chefin sagte aber nur zu mir: „Frau Koller, Sie passen so gut zu uns, ich habe ein gutes Gefühl, sie haben den Job. Wann können Sie anfangen?“

Ich sagte sofort zu, kündigte meinen Job und fürchtete mich. Vor dem Autofahren. Vor den Maschinen. Vor den Geschäftsreisen. Und davor, als Nichtskönner enttarnt zu werden, weil ich noch nie etwas Ähnliches gemacht hatte.

Zwei Monate später trat ich den Job an. Anfangs hatte ich Berührungsängste mit den Maschinen. Ich konnte keine Fehlfunktion einordnen und musste die Kunden bei jedem Problem vertrösten, bis ich jemanden in der Firma gefunden hatte, der mir erklärte, was zu tun war. Aber im Lauf der Wochen wurde ich besser. Die ersten Geschäftsreisen führten nach Australien, nach England und Deutschland. Ich fühlte mich wohl in der Firma und konnte meine Aufgaben zunehmend besser bewältigen. Am tollsten fand ich aber, dass ich so viele Ängste überwunden hatte. Das gab mir enormen Antrieb.

Ich war froh über die Entscheidung, den Job zu wechseln, anstatt unglücklich auf ein Kind zu warten. An Verhütungsmittel dachte ich gar nicht mehr. Drei Monate, nachdem ich den Job angetreten hatte, merkte ich, dass ich schwanger war.

Das schien genau der falsche Zeitpunkt zu sein. Es war aber genau der Richtige. Ich wurde Mutter zu einem Zeitpunkt, an dem ich beruflichen Erfolg hatte, an mich glaubte und einer Arbeit nachging, die man auch von zu Hause aus machen konnte.

Wäre ich schwanger geworden, als ich es aktiv versuchte, hätte ich mein Arbeitsleben in einer Phase beruflichen Misserfolgs unterbrochen, und das wäre desaströs für mein Selbstbewusstsein geworden.

Der richtige Zeitpunkt ist also nicht immer der, den man sich vorher dafür ausgedacht hat.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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14 Antworten zu Schwanger werden

  1. Eine Schwangerschaft ist, wie vieles im Leben, nur bedingt planbar. Und manchmal ist gerade die Planung kontraproduktiv, weil der Druck, den man durch eine solche Planung aufbaut, gerade die Erfpüllung des Planes behindert oder gar verunmöglicht.

  2. Traurig karin schreibt:

    Da hast Du wohl recht, als Mutter von drei Kindern und einem Sternenkind kann ich Dir da nur zustimmen.
    Geplant war nur unser erstes Kind und auf diese Schwangerschaft wartete ich 3 Jahre. Zu diesem Zeitpunkt war ich in einer sehr wichtigen Phase meines Berufslebens und dachte, ich könnte unmöglich zuhause bleiben. 8 Wochen nach der Geburt ging ich wieder arbeiten und gab meinen Sphn tagtäglich bei meiner Schwiegermutter ( die sich sehr darüber freute) ab. Zügig entwickelte ich mich im Beruf weiter und war schier entsetzt als ich nach 6 Monaten merkte, daß ich ein 2. Mal schwanger war– diesmal musste ich zuhause bleiben da meine Schwiegermutter im Rollstuhl mit 2 Kleinkindern total überfordert gewesen wäre. Zuerst haderte ich mit mir selbst um dann aber zunehmend im meine Rolle als Mutter und vorallem als Hausfrau hineinzuwachsen, Zu diesem Zeitpunkt wurden innerhalb kürzester Zeit meine beiden Großmütter und mein Großvater pflegebedürftig– ich nahm alle 3 in mein Haus und pflegte sie bis zu ihrem Tod.
    Nach wiederum 7 Monaten merkte ich, daß ich ein drittes Mal schwanger war und war nun wirklich mehr als entsetzt– 2 Kleinkinder, 3 Großeltern, Mann und nun noch 1 Kind?? ( Ich muss dazu sagen, daß ich nach unserem 1. Kind dreimal!!! samt Pille schwanger wurde, es lag also nicht an mir). Trotzdem freute ich mich nach Bekanntwerden der SS auf das Kind– Bei dieser Schwangerschaft ging es mir sehr gut bis zur 20 SSW- da bekam ich fürchterliche Bauchkrämpfe, die Fruchtblase platzte, und ich musste ein totes Kind zu Welt bringen– für mich eine fürchterliche Erfahrung. Dazu kam, daß ich bei der Entbindung 40 Grad Fieber hatte und eigentlich nur sehr schemenhaft mitbekam was eigentlich vor sich ging, nachdem das Fieber gesunken war und 5 Stunden nach der Entbindung wollte ich mich gemeinsam mit meinem Mann von meinem Kind verabschieden nur um mir lapidar mitteilen zu lassen, daß hätte ich mir früher überlegen sollen, das Kind wäre schon mit dem Klinikmüll „entsorgt“– das habe ich bis heute nicht verarbeitet.
    Nach weiteren 13 Monaten wurde ich nochmals schwanger und war die gesamte Schwangerschaft übervorsichtig um dann freudestrahlend von meiner Tochter zu entbinden.
    Rückblickend muss ich sagen, ich bin froh, daß bei mir die Pille ihren Dienst versagte, da ich keines meiner Kinder missen möchte.

    • „5 Stunden nach der Entbindung wollte ich mich gemeinsam mit meinem Mann von meinem Kind verabschieden nur um mir lapidar mitteilen zu lassen, daß hätte ich mir früher überlegen sollen, das Kind wäre schon mit dem Klinikmüll „entsorgt“– das habe ich bis heute nicht verarbeitet.“

      Unglaublich. Wie bist du damit umgegangen? Ich glaube, ich hätte die verklagt.

      • Traurig karin schreibt:

        Naja, da ist mehr schief gelaufen– als ich morgens um 9 in der Klinik ankam, war das Fruchtwasser weg aber das Kind lebte noch, also volles Programm um das Leben des Kindes zu erhalten.
        Da ich 1984 am Herz operiert worden bin, bin ich sehr anfällig was Infektionen betrifft und bekam dann auf die Medikamente eben so hoch Fieber– alles was danach kam habe ich nur wie durch einen Nebel erlebt.
        Ich lag in einem 4 Bettzimmer wo 3 frisch entbunden hatten– bei der Untersuchung mittags war das Kind dann tot und mir wurde mitgeteilt, daß ich normal entbinden muss da das Kind schon zu groß sei um es anderweitig zu „entfernen“- ich kam mir vor wie in einem schlechten Film.
        Nach 2 Stunden Wehenmittel lag das Kind dann nach einer einzigen Presswehe ( immerhin hatte ich ja kurz vorher erst 2x entbunden) das Kind bei mir im Bett– und ich immer noch im Zimmer… Die haben dann einfach die anderen 3 Frauen rausgelotst und holen die Hebamme- die hat dann das Kind abgenabelt und in eine Bettpfanne gelegt– dann waren alle wieder weg. Da ich nicht aufhörte zu bluten wurde dann der Arzt gerufen der mich dann eine Stunde später noch ausschabte. Erst danach ging mein Fieber runter und ich wurde klarer.
        Ich lag zu dem Zeitpunkt immer noch in diesem Zimmer – als mein Mann kam hat er dann Tacheles mit denen geredet und ihnen verklickert, daß es unmenschlich ist mich nach einer Totgeburt mit den neuen Müttern in ein Zimmer zu legen. Außerdem möchten wir nun gerne unseren Sohn sehen um und verabschieden zu können. Daraufhin bekamen wir dann diese Antwort. Ich habe mich ( obwohls mir echt besch… ging) angezogen und bin mit meinem Mann nach Hause gefahren.
        Bei der Nachuntersuchung meinte der Arzt dann nur, daß wäre alles suboptimal gelaufen und es wäre nicht immer so……r

      • Karin Koller schreibt:

        Unfassbar, wie unsensibel es manchmal in einem Krankenhaus zugeht. Ein paar Leute machen einige unbedachte Handlungen und du musst den Schmerz jahrelang aufarbeiten. Ich hoffe, es ist dir gelungen.

  3. Astrid schreibt:

    Ich bin sehr jung schwanger geworden und wäre damals froh gewesen, hätte ich besser geplant.
    Aber, wenn man grundsätzlich Kinder haben möchte, dann freut man sich über das Kind, wann immer es kommt, geplant oder ungeplant.

  4. Hofnarr schreibt:

    Liebe Traurig Karin Es tut mir wirklich leid, was Dir geschehen ist, zumal ich zutiefst nachfühlen kann, wie Dir zumute ist. Ach ja, Karin, auch ich hatte im Jahre 1984 in der 21. Woche vorzeitige Wehen bei 39.5 Grad Fieber und das kleine Mädelchen (mein 2. Kind, welchem später im Jahre 1985 noch ein gesundes 3. Mädchen folgte) verstarb 8 Stunden nach dem Kaiserschnitt (es wäre wohl auch verstorben vor der Geburt, hätte man es nach 3 Wochen vergeblicher Untersuchungen nach der Krankheitursache des Fiebers in einer Uniklinik in Zürich nicht per Kaiserschnitt geholt und dabei aus dem Fruchtwasser bei Kaiserschnitt die Krankheitsursache zweifelsfrei ersehen können). Hat man Dir je gesagt, an was Dein 20-wöchiges Kindchen bei 40 Grad Fieber von Dir und gleichzeitigen, vorzeitigen Wehen verstorben ist? Oder hat man auch das seitens des Spital unterlassen? Das Vorgehen Deines gewählten Spitals ist als ausgesprochen stümperhaft und brutal gegenüber trauernden Eltern bei Todgeburten zu bezeichnen, wusste man doch schon vor mehr als 30 Jahren, dass es jedenfalls für die Hinterbliebenen von bereits vollständig lebensfähigen 5-Monatsföten besser ist, wenn sie ihr verstorbenen, vorher durch deutliche Bewegungen des Ungeborenen wahrgenommenen Kindchens nach Möglichkeit noch sehen dürfen oder zumindest seine Ueberreste kremieren lassen können und so persönlich genug Zeit haben, sich vom Todgeborenen verabschieden zu können inklusive entprechender Beerdigung der Urne/des verstorbenen Kindchens.
    Wir hier in der Schweiz konnten unser Verstorbenes noch sehen und durften unser im Geburtsschein eingetragenes Kindchen kremieren lassen und in der Urne unter einem neu gepflanzten Baum auf dem eigenen Grund und Boden begraben. Meine Krankheit während der Schwangerschaft, die auf das Ungeborene überging, hiess Listeriose, eine Virus-Erkrankung, die in der Natur sehr häufig bei allen Säugetieren (Nutz- und Wildtieren) vorkommt, allerdings pro Säugetier nur einmalig, da danach eine langjährige Immunität besteht. Diese Krankheit ist in der Erde in der Natur vorhanden und wird stets von der Erde über das Gras, bzw. Futter auf die Tiere übertragen und von da über Körperflüssigkeiten, zB. ungekochte Milch/Rahm oder unpasteurisierten Weichkäse auf Menschen übertragen (siehe Internet-Informationen über Listeriose). Ich war eine der ersten schwangeren, erkrankten Patienten, bei welchen man erkannte, dass die vorzeitigen Wehen bei 40 Grad Fieber auf eine Infektion durch die in der Natur bei Tieren längst bekannte Krankheit Listeriose (ähnlich der früher chon bekannten Krankheit Bang, welche auch zu Aborten bei Tier und Mensch führte, aber bei den Nutztieren durch Impfung der Tiere fast vollumfänglich ausgemerzt werden konnte) zurückzuführen war, bei welchen sich die Krankheit der Mutter direkt über den Mutterkuchen vollumfänglich auf das ungeborene Kind überträgt und zu einer schweren und in diesem Alter irreparablen Gehirnhautentzündung führt, die schwerste Schädigungen des Gehirns und schliesslich zum Abort des abgestorbenen Ungeborenen führt, wenn das Kindchen nicht frühzeitig über Kaiserschnitt aus dieser lebensbedrohlichen Situation von der kranken Mutter entfernt wird. Nach Kaiserschnitt könnten dann beide, Mutter und Kind mittels Antibiotika mit gutem Erfolg intensiv behandelt werden und könnten damit auch überleben. Wenn das Kind aber im Mutterleib verstirbt und von der Mutter bereits tot ausgestossen wird, hat es die Krankheit der kranken Mutter vollumfänglich abgenommen und ihr damit vollumfänglich das Leben gerettet und sie gleichzeitig für lange Zeit immunisiert, sodass eine nächste Schwangerschaft nicht mehr an dieser Krankheit vorzeitig scheitert, sondern als gesund und problemlos erfolgen kann. Dies läuft auch bei den Nutztieren bezüglich trächtigen Muttertieren und ihren ungeborenen Föten und in der Natur so ab. Unbehandelte, unträchtige Tiere versterben aber jedenfalls oder müssen im Spätstadium der Krankheit durch den Tierarzt getötet werden, weil auch bei ihnen die Gehirnhautentzündung zur schweren Gehirnschädigung und schliesslich zum Tod führt, welche aber sehr häufig wesentlich früher über Antibiotika-Gaben behandelt werden, sodass ihr frühes Krankheitbild (eine Lungenenzündung mit leichtem Husten und Fieber wie bei den Menschen) oftmals jedenfalls nicht eindeutig dieser Krankheit zugeordnet werden kann, sondern unerkannt abheilt. Die Milch eines kranken Tieres vor dessen Behandlung durch den Tierarzt wird deshalb vom Bauern ahnunglos gemolken und zuammen mit der übrigen Milch der anderen, gesunden Tiere der Käserei abgegeben, ohne dass diese erkennen kann, dass damit die Weichkäse-Herstellung ohne das Pateurisieren der Milch bei 80 Grad die Listeriose nicht abtöten kann und damit weitverbreitet über den Verkauf der Weichkäse auch Menschen durch schwere Lungenentzündungen bis hin zu schwersten Gehirnhautentzündungen und irreparablen Gehirnschädigungen gefährden kann, die zu schweren körperlichen Schädigungen und zum Tod (vorallem von Ungeborenen und ohnehin geschwächten, auch erwachsenen Menschen) führen können.
    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es ohnehin sehr schwer ist, sich von einem erst gerade oder sogar ungeborenen Kindchen, welches man in sich trug und auch deutlich gespürt hat und mit dem man als Mutter jedenfalls zutiefst verbunden war, zu verabschieden. Dein Erlebtes muss für Dich oder Euch beide als Elternpaar deshalb umso härter zu verarbeiten sein, wenn eine Verabschiedung zufolge schwerer Versäumnisse und herzlosem und jedenfalls verständnislosem Vorgehen seitens eines Spitals gegenüber den Hinterbliebenen nie wirklich erfolgen konnte. Ich wünsche Dir/Euch deshalb jedenfalls viel Kraft, wenngleich ich durch Dein Geschriebenes weiss, dass auch Eure teilweise schon vorhandenen und teilweise nachfolgenden, gesunden Kinder Euch über vieles an Trauer über das frühzeitig Verstorbene hinwegzutrösten vermochten. Aber Trauer muss irgendwann von Angehörigen verarbeitet werden können, damit das Leben der Hinterbliebenen weitergehen kann. Ich hoffe, ich oder andere, die hier noch schreiben, können Dir helfen dabei…

    • Traurig karin schreibt:

      Vielen Dank für Deinen wirklich tollen Beitrag– ja ich weiß, woran mein Sohn verstorben ist. Damals hatte eine meiner Großmütter die ich pflegte Gesichtsrose– ich habe mich nicht angesteckt, aber leider wurde mein kleiner Zwerg infiziert.
      Ich habe mir Jahre danach einen kleinen Porzellanengel gekauft, den ich mit meinen Kindern zu unserem Familiengrab gebracht habe und der nun immer auf dem Grab steht. Mit diesem „Akt“ haben wir alle etwas was für uns greifbar ist und auch der Name meines Kindes wurde auf meinen Wunsch auf den Grabstein geschrieben

      • Hofnarr schreibt:

        Da ist gut, Karin, man muss sich von liebgewordenen Angehörigen verabschieden können, so oder so… Auch ich habe für das Verarbeiten dieses Todes meines Kindleins lange Zeit gebraucht, aber ich sage mir heute, offenbar hat jedes Menschenleben tatsächlich eine vorbestimmte Zeitbemessung für seine Lebensaufgabe in unserem Dasein zugeteilt bekommen, der eine länger und der andere kürzer. Mein Sternenkind hat mir wohl vollumfänglich das Leben gerettet, damit ich noch für andere da sein kann, um ihnen umfassend helfen zu können und Verantwortung, wo auch immer, mitzutragen, wenn’s nötig wird und niemand sonst mehr Hilfe bringen kann.

  5. Hallo,

    ich kann mich Clara nur anschließen. Der Druck unbedingt schwanger zu werden führt bei vielen Frauen dazu, dass es einfach nicht klappt. Ich denke wenn man Schwanger werden möchte, sollte man sich Zeit nehmen und sich sagen: Ok, ich möchte in den nächsten 3 Jahren schwanger werden. Die große Zeitraum sorgt dafür, dass auf einem nicht so ein hoher Druck lastet. Dann klappt das auch…

    Liebe Grüße, Simone

  6. Daniela schreibt:

    Hallo,

    ich kann das, was Clara sagt, wirklich nur bestätigen. Eine Freundin von mir nervte mich mit ihren Planspielen so dermassen, dass ich schon kurz davor stand, die Freundschaft aufzukündigen.

    Erst wollte Sie ihr Studium beenden, klar nachvollziehbar, dann wollte Sie unbedingt 3 Jahre im Beruf arbeiten, bei einer Bank;. Anschließend 2 Kinder haben und später auf jeden Fall wieder ins Berufsleben einsteigen. De eKinder sollten im Alter von etwa 30-32 Jahre gezeugt werden.

    Wie gesagt es war nervig ohne Ende. Später heulte sie mir immer wieder die Ohren voll, dass sie nicht schwanger würde, obwohl sie alles versuchen würde. Sie war zu dem Zeitpunkt schon 33.

    Auf den Rat einer anderen Freundin hin, besuchte sie, zuerst widerwillig, aber später mit Begeisterung Yogakurse. Ich merkte förmlich, wie sie entspannter wurde. Ihr Mann unterstützte sie dabei. Da er gut verdiente, entschloss sich meine Freundin dann, entgegen ihrer ursprünglichen Planung, beruflich kürzer zu treten.

    Zwei Jahre später, kurz vor ihrem 35. Geburtstag bekam sie Zwillinge. Inzwischen sind die Kinder aus dem „Gröbsten“ heraus. Meine Freundin hat einen Teilzeitjob gefunden und wirkt sehr ausgegelichen.

    Ich denke wirklich, Druck, vor allem selbstgemachter kann ein großes Hindernis sein, um schwanger zu werden.

    Liebe Grüße

    Daniela

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