Klassische Konditionierung

Vor kurzem wollten wir uns einen schönen Abend machen. Frank hatte gekocht. Ich zog mir meine Lederhose und eine Seidenbluse an und schminkte mich.

Dann wollte ich die Kinder ins Bett bringen. Anna saß in ihrem Bett und sah blass aus. Sie sagte, ihr wäre so komisch. Ihre Stirn fühlte sich heiß an, sie hatte aber weder Bauchweh noch eine Verkühlung. Schnell holte ich das Fieberthermometer. Sie hatte hohes Fieber. Schon war die altbekannte und in den letzten beiden Jahren unendlich verstärkte Maschinerie bei mir in Gang gekommen.

Als Anna als Baby zum ersten Mal Fieber bekam, war ich verunsichert. Wie konnte ich wissen, ob es sich um eine ganz herkömmliche Erkrankung handelt, oder ob dieses Fieber gefährlich war für mein Baby? Ich spürte die Mutterinstinkte, die mich dazu veranlassten, sie genau zu beobachten und auf jede kleine Veränderung zu achten. Ich spürte auch eine beinahe lähmende Angst um sie, die anhielt, bis es ihr wieder besser ging. Die Krankheit dauerte nicht lange, es war nur ein ganz normalesFieber. Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran, dass die Kinder manchmal krank sind und wusste eine kleine Verkühlung oder Magenverstimmung als harmlos zu deuten und konnte angstfrei damit umgehen.

Dann wurde Katharina krank. Sie hatte nur ein bisschen Fieber. Ich hatte keine Angst, auch nicht, als ihr Bauch mit roten Punkten übersät war. Die Angst kam erst, als ich mit ihr im Krankenwagen saß und die Diagnose Leukämie verarbeiten musste.

Die Angst ging lange nicht weg. Sehr langsam lernte ich einzuschätzen, welche Symptome gefährlich und welche nicht so schlimm waren. „Da müsst ihr keine Angst haben“, sagte die Ärztin immer wieder. Das war ein Trost, vertrieb die Angst aber nicht vollständig.

Jede unvorhergesehene Situation, jedes neue Symptom ließ die Angst wieder aufleben. Nachdem das Schlimmste überstanden war, blieb Katharina in der Erhaltungstherapie eineinhalb Jahre lang immunsupprimiert. Wir mussten aufpassen, dass sie keine Infektionen bekam. Weil sie zu Hause war, klappte das ganz gut.

Im Sommer brach die EHEC-Epidemie aus. Ein Kind in der Schule von Lukas und Anna wurde mit hohem Fieber und Durchfall ins Krankenhaus eingeliefert. Die Angst war wieder da. Ich wurde panisch, weil diesmal die Gefahr überhaupt nicht abschätzbar war, und schickte die Kinder nicht mehr in die Schule. Es passierte nichts, auch bei dem anderen Kind war es nur ein Fehlalarm.

Die Sommerferien verliefen komplikationslos. Es wurde auch Zeit, dass die Normalität wieder einkehrte. Wir gewöhnten uns daran.

Und dann bekam Anna Fieber, ein Fieber ohne andere Symptome. Sofort wurde die Angst wie ein konditionierter Automatismus aktiviert. Die Phantasie spielte verrückt. War es ein ganz normales Fieber, oder etwas Ernsthaftes? Gibt es nicht tausende schreckliche Krankheiten, die mit einem Fieber beginnen? Erst als das Fieber nach zwei Tagen abgeklungen war, beruhigte ich mich wieder.

Ich hatte gespürt, dass es nur ein ganz normales Fieber war, und alle Indizien sprachen auch dafür. Dennoch hatte ich diese Angst. Sie kam trotz aller gegenteiligen Empfindungen und Beobachtungen, als wäre sie ein von meinem Bewusstsein unabhängiger Mechanismus.

Diese Angst ist lähmend. Jedes Mal, wenn sie entsteht, fühle ich mich ein bisschen zermürbter, als ob es ein Fass gäbe, das mit einem letzten Tropfen überlaufen würde. Ich muss dieser konditionierten Angst aktiv entgegentreten, mir vorsagen, dass alles in Ordnung ist, besonders jetzt, wo alles nicht mehr so schlimm ist. Das ist mühsam, aber nur so werde ich es schaffen, den Angstautomatismus wieder auszuschalten.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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20 Antworten zu Klassische Konditionierung

  1. Hofnarr schreibt:

    Hallo Karin Hier ein ganz ungewöhnlicher Rat, Karin, weil ich weiss, dass er Dir helfen könnte: Kauf Dir ein schönes, kleines Pendel und ein kleines Buch zur Erlernung des Umgangs mit dem Pendel (zB bei http://www.noeastro.de ). Studiere das Anleitungsbuch in all seinen Details, versuche mit dem Pendel nach Anleitung selber zu pendeln. Je mehr Uebung damit, desto sicherer wirst Du. Nachdem Du gesehen hast, welche Bewegungen für Deine Person ein Ja und welche ein Nein bedeuten, kannst Du dem Pendel immer wieder Fragen bezüglich Gesundheit von Dir oder Deinen Liebsten stellen, auf die ein Nein oder ein Ja die Antwort ist. Kreuze die Fragen auch, dh. stelle die Fragen so um, dass die gegenteilige Antwort fällig wird, aber der gleiche Sinn der Antwort auf die gleiche Fragethematik entsteht.
    Bevor Du Dich unnötig in eine Angst hinein steigert, stelle dem Pendel demnach immer die Frage: Stellt das Fieber meines Kindes von heute eine schlimme Gefahr für das Kind dar? Wird das Kind selber wieder gesund werden? Braucht es zwingend Medikamente, um gesund zu werden? Muss ich den Arzt konsultieren, damit das Kind wieder gesund wird? Aengstige ich mich unnötig? Damit Du sicher wirst, Dich auf die Pendel-Antworten verlassen zu können, musst Du dies vor der Konsultation des Arztes immer erneut fragen und Dir die Antworten des Pendel durch die Diagnose des Arztes bestätigen lassen, so lange, bis Du die Sicherheit hast, dass das Pendel Dir auch verlässliche Antorten gibt ohne den Aengsten, die Du hineinprojezierst. Wisse, dass die Antworten aus den unbewussten Schwingungen in Dir selbst kommen und vollkommen andere sein können, als Dir dein Bewusstsein vermitteln könnte, denn das Bewusstsein ist unter anderem von Lebenserfahrungswerten und Vorurteilen und unnötigen Aengsten geprägt, während das Unbewusste in Dir drin keinerlei Vorurteile kennt. Mit der Zeit wirst Du lernen, sehr, sehr detaillierte Fragen zu stellen, denn das Pendel könnte Dir auch jede Diagnose detailliert beantworten, sofern Deine Fragen detaillierter werden und von Dir auch durch Ueberprüfung mittels anderer Methoden oder Antworten durch Dritte etc. bestätigt werden können… Pendeln kann grundsätzlich jedermann lernen… Die Uebung ist es, die einen sicher macht…

    • Balisto schreibt:

      @Hofnarr: glaubst du den Humbug, den du das schreibst wirklich? Weshalb nicht gleich die Zukunft aus einer Kristallkugel vorhersagen? Oder Kaffeesud lesen?

      • Hofnarr schreibt:

        He, was soll das?!? Kennst Du die Materie überhaupt?!? Kannst es ja selber ausprobieren, dann wirst Du sehen, von was die Rede ist!!! Ich rede nicht von Zukunft im Zusammenhang mit dem Pendel. Der Pendel ist nicht geeignet, um damit die Zukunft vorauszusagen… Es geht unter anderem um gesundheitliche Themen, die damit eruiert werden können und es geht um den Ist-Zutand oder die Vergangenheit darüber…

    • Laura schreibt:

      Das Problem, für das Pendeln die Lösung ist, wurde noch nicht erfunden. Da kannst du genausogut die Auspizien aus Tierkutteln lesen.

      • Hofnarr schreibt:

        Nein, dies trifft nicht zu!!! Bitte Anleitung detailliert lesen, selber ausprobieren, erfreut feststellen, dass jede einzelne der Angaben zutrifft, aber selber, nicht ich!!! Ich weiss, wie treffsicher der Pendel ist!!!

        Aber es geht hier darum, ob eine Automation wie von Karin geschildert, durchbrochen werden kann oder eben nicht und dies könnte schon allein dadurch geschehen, dass Karin eine völlig neue Abfolge von Reaktionen auf die Meldung ihrer Kinder, mir geht’s nicht gut, selber aufbaut oder eben nicht in der Lage ist, anders als immer gleich zu reagieren oder besser immer automatisch in Panik zu kommen, mehr oder weniger immer gleich… genau wie dies auch bei den hier beschriebenen automatisierten Problemen mit Müttern geschieht. Wenn einer von 2 nicht exakt gleich reagiert wie immer, sondern völlig anders, dann ist die Spirale ums Thema eine andere!!! Wenn nun über den Pendel durch richtige, gezielte Fragen für ich selber erfahren werden kann, was die Beweggründe für die Aktion des anderen sind (auch dies ist über das Pendel möglich!), dann beschäftigt man sich anders mit dem Thema als vorher mittels der ausschliesslichen, bewussten Ebene, die Selbstsicherheit nimmt zu und es wird möglich, eben völlig anders zu reagieren, als zuvor, selbst dann, wenn man trotzdem mit dem kranken Kind zum Arzt geht und dort die krankheitsspezifischen Medikamente fasst. Karin, nimm’s mal einfach nur neugierig, ob’s wohl klappen könnte, wenn Du Dich zuerst bei Krankheitmeldung durch die Kinder hinsetzt mit dem Pendel in der Hand und dem Pendel solche Fragen vorgängig vor Arztbeuch und Aengste-Hysterie stellst, anstatt Dich bezüglich Krankheiten von Dir oder Deinen Kindern in Aengste zu steigern, nur das, als wär’s eine gedankliche Meditation oder irgendeine Yoga-Uebung oder autogenes Training… Angst verspannt, Spannungen steigern die Angst bis zu groen chmerzen und zur völligen Blockade… Es sind nämlich diese paar Sekunden des anders Handeln als vordem, die Deine Aengste nicht mehr in diesem Ausmass entstehen lassen… aber natürlich könnte ich Dir auch das Buch „Sorge Dich nicht!!! Lebe!!!“ von Dale Carnegie empfehlen oder gar den Besuch eine vollständigen Kurses für teuer Geld desselben und Du fändest mit Sicherheit irgendwo in all den Fallbeispielen und Zeilen den richtigen Ansatz um Dich weniger zu sorgen und besser zu leben. Auch Autogene Training könnte den gleichen Effekt erzielen… aber all dies braucht eben länger, als das simple Training mit dem Pendel über ein paar Fragestellungen, neugierig genug zu allererst einmal, ob’s wohl zutrifft oder eben nicht… Warum alo nicht verpannende Aengste mit gefreuter Neugier ersetzen?!? Um das ging’s mir bei meiner Empfehlung, um nichts anderes, Ihr Leute von heute!!!

    • Karin Koller schreibt:

      Ich kann verstehen, dass man Trost in ungewöhnlichen Methoden, im Aberglauben, im Übersinnlichen, im noch nicht Erklärten oder auch im Glauben sucht und findet. Aber für mich ist das alles nichts. Ich versuche lieber, mich meinen Ängsten zu stellen.

      • Hofnarr schreibt:

        Ich rede nicht von Aberglauben, nicht von Ueberinnlichem, im noch nicht Erklärten und nicht von Glauben oder jedelcher Religion jeder Couleur. Ein Pendel ist ein Messinstrument wie jedes andere, ein Werkzeug nämlich wie eine Mistgabel zum Ausmisten eines Stalles oder ein Kugelchreiber zum Schreiben, nichts weiter!!! Vergesst Eure Vorurteile jeder Art!!! Ich selber und alle umliegenden Gemeinden inklusive grosser, bekannter Getränkeindustrien in der Umgebung haben ihre einstigen, erschlossenen Wasserfassungen, die heute noch für Trinkwasser in Betrieb sind, zufolge eines Wasserader-Pendlers (auch Wünschelrutengängers) an eben jenem Standort erhalten, wo sie heute in Betrieb sind, weil er mit dem Pendel eruieren konnte, wie nah an der Oberfläche das Grundwasser vorbeifliesst. Ich selber war bei unserer Wasser-Fassung, die durchaus nun schon mehr als 40 Jahre in Betrieb ist, beim Pendeln anwesend.
        Ich chreibe aber: Pendeln kann grundätzlich jedermann lernen… Die Uebung ist es, die einen (von mir auch selbst-) sicher macht…
        Es geht demnach um die Selbstsicherheit, nicht um den Kontakt zum Uebersinnlichen, esoterischen Hokuspokus von dem Ihr da, armseelig genug, pauchalisierend, redet oder schreibt… Vorurteile, Aengste, Wünsche und negative Lebenserfahrungen verbauen der Menschheit das Leben und die Welt!!! Es ist halt so… Warum brauchen wir das als Automationen?!?

  2. Das Phänomen mit der klassischen Konditionierung, dass du beschreibst, ist ganz allgemein. Ich erlebe das bei mir dauernd, und bekämpfe es mit wechselndem Erfolg. Beispiel: ich bin lesbisch, hatte mein Coming-Out schon vor Jahren, und habe in den vergangenen 5 Jahren fast durchgehend in einer Beziehung gelebt. Trotzdem fängt meine Mutter, die etwa, 2, 3 mal die Woche mit mir telefoniert regelmäßig, fast wie in der Sitcom, sobald in ihrer Umgebung ein Mann, der etwa in der gleichen Altersklasse wie ich ist (give or take 10 Jahre), auftaucht, der Single ist, sich scheiden läßt und kein ortsbekannter Meuchelmörder ist, jedes Telefonat damit an, dass sie mich über die Existenz dieses Mannes informiert, seine Vorzüge schildert, und mich fragt, ob sie ihn nicht, wenn ich das nächste Mal auf Besuch bin, zur Jause einladen soll. Darauf reagiere ich, klassisch bkonditioniert, mit Entrüstung, schreie sie an, dass sie mich und meinen jeweiligen Partner nicht respektiert, ergehe mich in Fäkalausdrücken über den mir – meist vollkommen unbekannten – Angepriesenen, und hänge ihr das Telefon auf. Sie ruft dann eine Stunde später wieder an, sagt, sie habe das alles nicht so gemeint, aber wenn ich vielleicht doch einmal ….., worauf ich mich entschuldige, wir uns versöhnen, bis das Kasperltheater einige Wochen später von vorne losgeht. Ich weiß, wie sie reagieren wird, sie weiß wie ich reagieren wird, und trotzdem spielen wir das immer wieder durch. Inzwischen bin ich soweit, dass ich jedes zweite Mal nicht explodiere, aber in 50% der Fälle kann ich mir wider besseres Wissen doch nicht helfen.

    Eintrainierte Muster wird man also schwer wieder los.

    • BarbK schreibt:

      LoL

    • Karin Koller schreibt:

      Merkwürdige Verhaltensmuster mit meiner Mutter habe ich auch. Manchmal denke ich, wir sollten uns einfach von einem Streit ein Tonband machen und dieses dann jedesmal abspielen, wenn eine von uns in Streitlaune kommt. Dann würden wir uns eine Menge Luft und Ärger ersparen.

      • Elke Lahartinger schreibt:

        Gute Idee. Meine Mutter (gut80kg) greift mir (knapp 65kg) bei jedem ihrer Besuche an den Bauch und auf den Hintern, verzieht das Gesicht, und sagt mir (Kleidergröße) „38 passt nicht mehr, oder.“ Worauf ich explodiere, ihr einen Vortrag über Körpergefühl, die Gefahren der Magersucht und ihren Verrat am Feminismus halte. Sie ist dann beleidigt, wir drehen uns eine Stunde ostentativ den Rücken zu. Dann sagt sie, sie meine es doch nur gut, stellt mir ein Schmalzbrot oder was ähnlich Nahrhaftes hin, und wir essen das gemeinsam. Friede, bis zum nächsten Mal. Sinnvoll wäre ja, ohne den Umweg über den Streit gleich das Schmalzbrot zu essen, aber soweit sind wir noch nicht.

      • Ich glaube, wir sollten eine Selbshilfegruppe gründen 🙂

      • Kann ich mich anschliessen?

      • Hofnarr schreibt:

        Wir müssen uns nicht einbilden, dass unser Gegenüber sich vollumfänglich ändern kann, nie… wir müssen verstehen lernen und dazu braucht es Fragen, viele Fragen, an unser Gegenüber, aber auch an uns selbst… Nur so können sich Automationen grundlegend ändern: Wenn aber jener Gegenüber keine Antwort geben kann oder nur eine unvollständige, den es betrifft, dann könnte die gleiche Frage dem Pendel, sprich sich selber, gestellt werden und die Antwort ist auf jede einzelne Frage ja oder nein, nicht nichts… Dies ist die grundlegende Funktion des Pendelns…

    • Hofnarr schreibt:

      Ja, die von Dir, @Brigitte Wohlgenannt geschilderte Gechichte ist tatsächlich lustig, finde ich auch! Ich bin nämlich der Ansicht, dass bei Anpreisungen von potentiellen Heirats-Kandidaten, ob nun für Lesben oder für sogenannt „Normalgestrickte“ durch nahestehende Leute wie Mütter, Freunde oder andere ja von uns langjährige Single-Leute oder aus Ansicht dieser Vermittler offenbar auch „Falsch-Verkuppelte“ damit reagiert werden kann, wie man ja auch im Zusammenhang mit anderen Menschen reagieren würde. Man kann ja die Menschen als Menschen im Einzelnen mal näher ansehen, sich natürlich jenem Betroffenen, der da ohne sein Wissen angeboten/verkuppelt werden soll gegenüber sofort outen und vielleicht gemeinsam herausfinden, ob’s allenfalls für irgend was anderes als zukünftige Heirat gemeinsame Nenner gäbe… könnte ja sein! Warum denn nicht?!? Aber dann kann man den gutmeinenden Vermittlern zumindest in Details aufzeigen, warum’s denn beideitig nicht klappte, nämlich weil’s ja den beiden Betroffenen alleine obliegt, zu wissen, in welchem Moment ein neuer Partner für eine Heirat in Frage käme und ann eben blo für eine gute Bekanntschaft… Man kann schliesslich nicht jeden/jede mit ins Bett nehmen!!! Menschen sind schliesslich keine Teddy-Bären oder Puppen!!! Alles was recht ist…

  3. anniefee schreibt:

    Nunja, mit den Krankheiten ist es ja nochmal eine besondere Dimension der Beunruhigung. Da wäre es wirklich schön, wenn man sofort beim ersten Symptom wissen könnte (woher auch immer), was „es“ ist.
    Schon um den richtigen Grad der Beunruhigung parat zu haben..
    Zu beachten ist auch, dass die innere Haltung den Verlauf (zumindest von kleinen Infekten, manche sagen „auch bei Schlimmeren Sachen“) beeinflusst, sodass man auch nicht übertreiben möchte und somit selbst verschlimmern – Kinder und Tiere spüren oft, wie besorgt man ist und lassen sich dann extra gehen oder sind eben unbesorgter, jenachdem.

    • Karin Koller schreibt:

      „Der richtige Grad der Beunruhigung“: Ich stimme mit beinahe allem überein, aber die innere Beunruhigung sollte man gerade bei schlimmen Sachen nicht nach außen transportieren (gelingt aber leider nicht immer). Je entspannter man das Kind machen kann, desto besser.

      • Hofnarr schreibt:

        Darum mein ungewöhnlicher Ratschlag mit dem Pendel! Weisst Du, ich habe mehr als 150 verschiedene Tiere auf meinem Bauernhof, alles lebende Wesen, die auch krank oder verletzt oder sonst unpässlich werden können wie wir Menchen. Die Verantwortung von mir fürs Leben/für Lebeeen ist daher naturgemäss aus beruflichen Gründen sehr gross!!! Käme ich bei jeder gesundheitlichen Beschwerde meiner Tiere sofort in Panik, ohne dass es nötig ist, wäre ich wohl als Bäuerin vollkommen ungeeignet und könnte auch nicht mehr mit ihnen allen junges Leben aufziehen oder hätte wohl derart hohe tierärztliche Kosten, dass ich bankrott ginge oder zufolge psychischem Stress in die Klapse käme. Es ist daher immer der Pendel, ob nun für meine Tiere oder für mich selbst oder mir nahestehende Menschen,der mich darüber informiert, ob’s nötig ist, dass ich als Verantwortliche wirklich zB. durch tierärztliche Betreuung eingreife in die normalen, alltäglichen Abläufe der Natur, wie Gesundheit und soziale Strukturen meiner stets freilaufenden Tiergruppen usw. Als Tochter von einem Apotheken-Ehepaar weiss ich aber längst, dass es wirklich ernstzunehmende Krankheiten gibt, wo man mit geeigneten medizinischen Massnahmen sofort reagieren muss, um Schlimmeres zu verhindern.
        Es geht hier bloss ums ruhige Management des Verantwortlichen bei Meldung von allfälligen Krankheiten oder anderen Krisen der Schutzbedürftigen, anstatt dem sich als Verantwortlicher in irreale Aengste steigern… Ruhige Selbsteinkehr mit Hilfe eines kleinen Pendels anstatt Panik demnach… nur das!

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