Amazone

Die sagenhaften Amazonen lebten ohne Männer, verteidigten sich selbst und bestritten ihren Lebensunterhalt. In den verschiedenen Mythen lebten sie in Kleinasien, in Nordafrika oder sogar in Südamerika (der Amazonas soll seinen Namen erhalten haben, weil an seinen Ufern auch Frauen kämpften).

Es ist nicht sicher, ob ihr Name von dem griechischen Wort für „ohne Brust“ abstammt (was zu der Annahme führte, dass sich Amazonen eine Brust amputierten, um besser mit dem Bogen schießen zu können) oder von dem Sanskritwort für Tochter der Mondgöttin. In der griechischen Mythologie werden sie auch mit Artemis, der Göttin der Jagd und des Mondes in Verbindung gebracht. Oft werden sie mit mondförmigen Schildern dargestellt.

Ob die Amazonen tatsächlich existierten, ist historisch nicht eindeutig belegt. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass es im Lauf der Jahrtausende immer wieder Frauen gegeben hat, die sich nicht in klassische Rollenbilder pressen ließen. Die ihr Leben trotz allem gesellschaftlichen Widerstand selbständig in die Hand nahmen, ihre Ansichten eigenständig vertraten und ihre Sexualität selbst bestimmten.

   

In dieser Schmuckkolumne stelle ich meine Brustschilder vor. Beide Brustschilder haben einen Durchmesser von 4 cm. Sie bedecken die Aureole, die Brustwarze bleibt frei. Festgehalten werden sie durch den Stecker des Brustpiercings. Zum Anlegen schiebe ich die Brustwarze durch die Öffnung in der Mitte und fädle zuerst die eine Kugel des Steckers durch die Öffnung und dann die andere. Dann drehe ich das Brustschild so, dass der Stecker genau in den dafür vorgesehenen Vertiefungen zu liegen kommt. Es ist wichtig, dass man einen Stecker verwendet, der lang genug ist, sonst hält das Schild nicht gut.

Das goldene Schild hat ein Muster aus ineinandergelegten Kreisen, das einerseits an antiken Schmuck erinnert, andererseits an Schaum, an ein Überschäumen. Das silberne Schild hat ein Wellenmuster, das beinahe keltisch anmutet. Beide zusammen sind wie Sonne und Mond

Wenn ich meine Brustschilde trage, habe ich das Gefühl, auch ein bisschen wie eine Amazone zu sein.

 

P.S. Wegen einem Kurzurlaub erscheinen am Donnerstag und Freitag keine neuen Posts.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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92 Antworten zu Amazone

  1. ravenna schreibt:

    Sehr mutig, aber toll

    • Kerstin schreibt:

      hallo, tolles blog, tolle piercings, ich interessiere mich auch sehr für nippelpiercings, habe aber bammel vor dem stechen, wie läuft denn das ab, und wieschmerzhaft/erträglich ist das alles; was hälst du davon, das in narkose von einem arzt machen zu lassen, wie ich schon angeboten gesehen habe?

      • Karin Koller schreibt:

        Ich habe alle drei Nipplepiercings bei einem Arzt machen lassen. Ich empfand sie als die schmerzhaftesten Piercings, trotz Narkose (wobei ich nicht weiß, ob nicht das mehrmalige Einstechen in die Brustwarze für die Betäubung nicht fast genauso schmerzhaft ist wie das Stechen selbst). Das Stechen läuft ansonsten so ab wie bei allen anderen Piercings. Das Piercing braucht recht lange, bis es ganz verheilt ist, für viele fühlt es sich aber schon nach einer Woche sehr toll an. Für Details kannst du auch hier schauen (das finde ich ein recht gutes Blog zum Thema Piercings) http://entdeckungderschwerkraft.wordpress.com/2014/05/19/faq-brustpiercings/

  2. Karin Koller schreibt:

    Zum ersten Mal habe ich einige Kommentare gelöscht, weil sie nichts zur Sache taten und weil zwei Kommentatoren begonnen haben, einander zu beschimpfen.
    Ich mache das nicht gerne, aber das ist eine Schmuckkolumne und keine Plattform für persönliche Vendettas.

  3. Fantastischer Schmuck, fantastische Brüste. Und ich finde, diese sich kreuzenden Piercings sehen unglaublich aufregend aus. Wie bist du auf die Idee gekommen? Und muß mann dabei auf etwas besonderes achten?

    • Karin Koller schreibt:

      Danke.
      Horizontale und vertikale Piercings zusammen sind ziemlich häufig. So weit ich weiß, muss man auf nichts Spezielles achten, außer, dass man sie nicht in einer Sitzung machen soll. Das erste Piercing muss vollständig verheilt sein, bevor man das zweite machen lässt, sonst könnte die Heilung verzögert werden (weil die Stichkanäle sich kreuzen).

  4. Balisto schreibt:

    Mmhmmmmm. Was würde ich geben, wenn ich meine Freundin auch zu sowas bringen könnte. Supererotisch!!!!!!

    • Berni schreibt:

      kann mich dem nur anschliessen, dein mann ist ein lucky guy!

      • Hofnarr schreibt:

        Schöner Schmuck! Aber Amazonen wollten doch keine Männer gemäss dem Text hier… Ist doch schade…

      • Karin Koller schreibt:

        Ich sehe das Bild der Amazone und deren heutige Relevanz eher in der Selbstbestimmtheit der Frau als im allgemeinen Ausschließen von Männern.

      • Hofnarr schreibt:

        Okay, Karin, das find‘ ich gut! Wehrhaft und selbstbewusst waren sie jedenfalls, wenn auch eben gerade auch schön geschmückt und diese Kombination von Eigenschaften für eine Frau ist durchaus sinnvoll…

  5. S.Blue schreibt:

    Wunderschön. Wie schmerzhaft ist denn das Piercing? Und wie lange tut´s weh?

  6. PaulPogba schreibt:

    Sieht genial aus

  7. M schreibt:

    Toll, sind die Schilder nicht unangenehm zu tragen?

    • Karin Koller schreibt:

      Ich würde sie nicht als Alltagsschmuck verwenden, aber für einen besonderen Anlass, zu zweit oder – wenn man sehr mutig ist – unter einer transparenten Bluse, sind sie durchaus nicht unangenehm. Wichtig ist nur, dass der Stecker zum Fixieren die richtige Größe hat, sonst rutscht er aus dem Schild heraus.

  8. joansanders schreibt:

    Always so well written. I love to use barbells with my shields. Always getting the correct amount of attention…… 😉

    Best regards

  9. alicedelrosario schreibt:

    Immer wieder feine Anregungen…

  10. Laura schreibt:

    Wow, sehr schön. Hat das einen Grund, dass du nur einen Nippel doppelt gepierct hast?

    • Karin Koller schreibt:

      Ja, ich habe die Piercings in Wien beim Arzt machen lassen. Beim ersten Mal nur einen. Beim zweiten Mal war ich mutiger und habe zwei machen lassen. Aber auf einer Seite gleichzeitig horizontal und vertikal kann man nicht piercen, deshalb fehlt das eine Piercing noch.

  11. joansanders schreibt:

    We find her nipple-chains especially intriguing:
    http://chainedbycarrion.tumblr.com/tagged/chains/page/2

    Br.

  12. Paule schreibt:

    Amazonen = Kampflesben ?

    • Hofnarr schreibt:

      Nun, Paule, im Fall der Karin kann dies wohl nicht gesagt werden, sonst hätte sie nicht 3 Kinder… aber sie nimmt dazu schon weiter oben detailliert Stellung auf meinen Kommentar (und natürlich auch andernorts!). Ein allgemeines Ausschliessen von Männern befürwortet sie nicht!

  13. Hofnarr schreibt:

    Karin, ist Dir etwas geschehen oder warum hören wir heute ganztägig nichts von Dir und auch von keinem einzigen Blogger? Gibt’s Probleme?

  14. Beatrice schreibt:

    Toller Schmuck und wunderschöne Brüste. Sowas wünsche ich mir auch. Hat das durchstechen der Brustwarzen eigentlich sehr weh getan? Bestimmt mehr wie bei meinen selbstgestochenen Ohrlöchern. Aber wie ich schon damals gesagt habe: „Schönheit muss leiden“. Trotzdem habe ich ziemliche Angst davor.

    • Karin Koller schreibt:

      Danke. Das Piercen der Brustwarzen ist ziemlich schmerzhaft. Aber der Schmerz ist auszuhalten und geht schnell vorbei und dann ist fühlt es sich sehr gut an. Ich würde das aber keinesfalls selbst machen.

      • Beatrice schreibt:

        Hallo Karin.
        Deine Fotos haben mich total begeistert und ich habe mich entschlossen mir auch die Nippel piercen zu lassen. Nach den ganzen selbstgestochenen Ohrlöchern und meinem Nasenpiercing werde ich mir jetzt zum ersten mal Piercings von einem Prrofi stechen lassen. Nächste Woche ist es so weit und ich muss dir sagen, dass ich eine Höllenangst habe. Trotzdem freue ich mich sehr auf das Ergebnis. Alle meine Bekanten sagen, dass ich verrückt bin, in meinem Alter mit solchen Spielereien anzufangen. Aber ich finde, dass das nichts mit dem Alter zu tun hat.
        Wenn es geschafft ist, werde ich dir auf jeden Fall wieder schreiben.
        Ich habe übrigens jetzt auch angefangen, meine unteren Ohrlöcher zu dehnen. Das sieht bei dir auch total super aus. Ich mache es, wie beim Stechen der Ohrlöcher auch: Reichlich Spucke auf die Löcher und dann langsam den Dehnstab reinstecken. Das tut zwar ziemlich weh, aber das Ergebnis kann sich jetzt schon sehen lassen, genau so wie bei dir auch.
        Bis bald und liebe Grüsse, Beatrice.

      • Karin Koller schreibt:

        Piercing ist sicher keine Frage des Alters. Ich würde eher ein Desinfektionsmittel statt der Spucke verwenden. In der Mundhöhle sind naturgemäß viele Bakterien und deshalb wirkt Spucke nicht desinfizierend. Etwas weniger schmerzhaft ist das Dehnen, wenn man das Ohrläppchen vorher mit einem heißen feuchten Tuch einige Minuten einweicht und den Taper mit Creme enfettet.
        Viel Spaß beim Piercer!

      • Hofnarr schreibt:

        Das tönt gewiss nicht nach Spass, sondern nach ziemlich viel Schmerzen und Umstände…

      • Balisto schreibt:

        Beatrice, viel Spaß, und informiere uns über dein Erlebnis. Wieweit hast du die Ohrlöcher gedehnt? Und wie weit planst du zu gehen?

      • astridleregger schreibt:

        Beatrice, ich bin gespannt auf deinen Bericht

  15. Stoeri schreibt:

    ist das denn auch sexuell stimulierend?

    • Hofnarr schreibt:

      Mein lieber Mann, oder bist Du eine Frau, warum wollt Ihr bloss immer Schmerzen mit sexueller Stimulation verbinden während des Anbringens von neuen Piercings oder danach?! Gerade Piercings im Brustbereich sind doch echte Operationen, wenngleich kein Zunähen der Operationswunde nötig wird. Mein Gott, als wären da alles mindestens „Ritzer“ am Werk, welche sich selber immer wieder die Arme mit Rasierklingen aufschneiden, der Freude an Schmerzen wegen, wenn nicht gar Frauen mit Freude an Maso-Sex und andere Formen von Gewalt-Sex…

      Da hab ich ziemlich Mühe, echt!!!

      Für mich ist Liebe und Sex niemals mit Schmerzen und Gewalt jeder Form verbindbar oder sexuell stimulierend, ob man sich das nun durch andere beifügen lässt oder sich selber freiwillig zufügt. Das Anbringen von Piercings (nicht das Dehnen von Ohrlöchern) sind demnach echte OP-Wunden und auch als solche hygienisch einwandfrei vorzunehmen. Das Anbringen von Piercings durch Milchkanäle von Brüsten sind überdies noch etwas anfälliger für Komplikationen und es kann danach jedenfalls nicht mehr ein Baby gestillt werden, darum macht es Sinn, jedenfalls einen (Piercing-)Arzt beizuziehen und eine Narkose zu erhalten vor Vornahme des Piercens.

      • Karin Koller schreibt:

        Piercer sind dafür ausgebildet, Piercings hygienisch einwandfrei durchzuführen. Auch nachdem man ein Brustpiercing machen hat lassen, kann man ein Kind stillen (man muss dafür nur den Schmuck entfernen).
        Dass Du keine Piercings möchtest und diese auch nicht gut findest hast du in unzähligen Kommentaren klargestellt. Ich möchte dich ersuchen, Piercings nicht immer mit psychotischen Phänomenen gleichzusetzen, sie haben damit nichts zu tun.

  16. Hofnarr schreibt:

    Ich setze nicht psychotische Phänomene mit der Vornahme von Piercings gleich, Karin! Nicht grundsätzlich, denn dies masse ich mir durchaus nicht an! Psychotische Phänomene sind sehr differenzierte Krankheiten, deren Diagnose ich der mangelnden Ausbildung wegen keinesfalls vornehmen kann. Es trifft nicht zu, dass jeder, der mit einem Piercing herumläuft automatisch psychisch gestört ist! Ich war es demnach nicht, der auch nur psychische Fachausdrücke für irgendwas oder irgendwen verwendete…

    Dennoch gibt es offenbar Leute, die sich Piercings auch selber stechen, wie oben geschrieben… ausgebildete Piercer sowie auch Juweliere und Piercing-Mediziner sind durchaus Fachleute für dasjenige Piercing-Thema, für das sie ausgebildet wurden und deshalb okay, insbesondere, weil sie auch hygienisch richtig und mit teilweisen, örtliche Betäubungen arbeiten. Dagegen ist nichts zu sagen…

    • Laura schreibt:

      Hofnarr, was du, glaube ich, nicht verstehst, ist , dass Schmerz – und seine Überwindung – auch etwas Positives, Lustbringendes, Spassmachendes sein kann, dass weder im Widerspruch zu Liebe noch gar im Widerspruch zu Sex steht. Schmerz bedeutet ja im Prinzip nur, dass man etwas besonders intensiv spürt. Das kann man durch ein Piercing herbeiführen oder durch Sport (jeder, der sportliche Leistungen erbringt oder den Körper dabei anstrengt, fügt sich ja auch Schmerz zu), oder durch körperliche Arbeit, oder durch bestimmte Sexspiele. Und was daran, ein solches verstärktes, intensiveres Spüren kontrolliert herbeizuführen, negativ sein soll, entzieht sich meinem Verständnis.

      • Hofnarr schreibt:

        Ich gehe seit Jahren mit verschiedensten Formen von Schmerz um. Dies nicht nur zufolge eigener Lebenserfahrungen, sondern auch im Gespräch mit anderen Menschen/Patienten und mit Physiotherapeuten, Aerzten und anderen Fachleuten. Schmerz ist immer ein Indikator dafür, dass etwas mit Körper oder Seele nicht stimmt. Es lässt sich immer fragen, was es ist, was den Schmerz auslöst. Natürlich gibt es sehr viele Leute, die heute Schmerzen ebenso wie darausfolgende Schlaflosigkeit in keiner Form, nicht mal den simplen Muskelkater, mehr aushalten können und daher sehr schnell zu allen Formen von Medikamenten zur Schmerzlinderung und Schlafförderung greifen und sich damit den Körper sehr schnell vollumfänglich kaputt machen, weil dann auch Unverträglichkeitsprobleme von solch starken Medikamenten dazu kommen und sehr schnell nicht mehr eruiert werden kann, von wo und weshalb ein Schmerz überhaupt kommt.

        Laura, Du gehst vom gesunden Menschen aus und hast notabene vermutlich, solange gesund, die gleiche unbeschwerte Sorglosigkeit/Unbekümmertheit zum Leben/zur Gesundheit wie ich einstmals hatte, nämlich diese: Man weiss nicht was man hat, wenn man nichts hat!!!

        Da ich vor nunmehr nahezu 15 Jahren einen ausserordentlich schweren Verkehrsunfall hatte, an welchem unbeweglichere als ich wohl zweifellos gestorben wären oder mindestens eine Tetraplegie daraus erhalten hätten, muss ich Dir sagen, dass ich vermutlich ausserordentlich Glück hatte, mittels einstiger Judo- und Jiu-Ausbildung in meiner Jugend und täglicher vielseitiger, körperlicher Betätigung zufolge meines Berufes als Bäuerin/Landwirtin das Schlimmste durch Abrollen über die rechte Schulter verhindern zu können. Dennoch aber habe ich bis heute und wohl durchaus lebenslänglich schwere gesundheitliche, körperliche Folgen aus eben jenem Unfall zu gewärtigen, die insbesondere neurologischer Natur sind, da die Wirbelsäule im Halsbereich inklusive beider Arme bis in die Hände und Fingerspitzen davon betroffen ist und deshalb Nerven nicht mehr wie vordem arbeiten können und nun auch der Rest der Wirbelsäule immer gravierendere Spätfolgen (Bandscheibenschäden, die die nervliche Arbeit beeinträchtigen, mit Ausstrahlung in alle Extremitäten) hat, was wiederum seit Jahren physiotherapeutische Behandlungen nach sich zieht. Schmerzen bin ich daher gewohnt, weigere mich aber bis heute, regelmässig Schmerzmittel oder Schlafmittel einzunehmen, eben gerade der zusätzlichen Körperschäden wegen, die damit verbunden wären…

        Dass Schädigungen des Nervensystems wie auch Schädigungen von Bändern und Sehnen, wo auch immer bis hinaus in den kleinsten Finger, aber keinesfalls zu unterschätzen sind und daher bezüglich Gesundheit und Erhaltung derselben noch intensiverem Augenmerk bedürfen als etwa Knochenbrüche oder Muskelschäden, wird wohl meist unterschätzt und kommt erst dann zum Bewusstsein, wenn man selber betroffen ist.

        Nun, Laura, wer sich selber oder anderen aus Spass am Ueberwinden von Schmerz oder am Zusehenkönnen, wie andere leiden, Schmerzen zufügt, weiss entweder nicht, dass es unendliche Formen von Schmerzen des Körpers oder der Seele gibt, die lebenslänglich niemals mehr überwindbar sind oder, nun ja, ist ein Masochist in seiner schlimmsten Form…

        Piercing-Stechen ist zwar schmerzhaft, wie hier überall zum Ausdruck kommt, aber die Schmerzen gehen normalerweise vorbei, wenn das Piercing-Stechen sauber ausgeführt wurde und wenn die zugefügte Wunde verheilt ist und dient letztlich dem sich selber Schmücken und sich Wohl-/Schönfühlen, sofern man dies will und nicht anderweitig erreichen will oder kann. Die Lust an zugefügtem Schmerz an sich selbst oder andern aber scheint mir doch nach wie vor nicht eigentlich der Zweck des Piercens und ist wohl doch, dort wo sie vorhanden ist, als abartig zu bezeichnen, allenfalls vergleichbar mit dem krankhaften Wunsch zu „ritzen“, wie ich oben schon erwähnte oder sich herunterzumagern bis aufs Knochengerüst, also der „Bulimie“ solcher Menschen, die ebenfalls sich zuallererst einmal einfach nur einfach „wohler“ und „schöner“ fühlen wollen wie jeder normale, gepiercte Mensch…

  17. Hofnarr schreibt:

    Aber noch etwas: Es ist richtig, dass das kontrollierte Herbeiführen von verstärkterem, intensiverem Spüren die Grundlage jeder Physiotherapie, Massage, Akupunktur, Dry needling (käme wohl dem Piercen am nähesten und ist auch schmerzhaft, wirkngsvoll) und vermutlich auch Psychotherapie ist…

  18. ariane81 schreibt:

    Faszinierend. Könntest du für eine ahnungslose Anfängerin, die gerne mal in das Abenteuer eintauchen würde, irgendwie auf einer Skala die Schmerzen schildern, die mit den einzelnen Piercings verbunden sind? Und empfehlen, wie man einsteigen sollte?

    • Karin Koller schreibt:

      Zum Einstieg wuerde ich empfehlen, die Ohrlaeppchen piercen oder durchschießen zu lassen. Einfach weil das unproblematisch ist, die Hemmschwelle gering ist und man trotzdem ein Gefühl dafür bekommt. Danach sollte man nch Lust und Laune weitermachen.
      Von den Schmerzen: wenig schmerzhaft: Ohrläppchen, innere Schamlippen, angeblich Zunge.
      Ziemlich schmerzhaft: Conch, Brust, Nase
      Alles andere liegt dazwischen würde ich sagen.

  19. ariane81 schreibt:

    Ich habe mir jetzt überlegt, ich hätte für den Anfang gerne auf 10mm gedehnte Ohrlöcher, beide Tragusse, ein, zwei Ohrlöcher direkt an das gedehnte Loch angrenzend, oben am Ohr ein Ringchen auf der einen Seite, eines in die Ohrmuschel auf der anderen Seite, Bauchnabel, eine Brust vertzikal und eine horizontal. In welchem Tempo und in welcher Reihenfolge sollte ich das machen, wenn ich dich nochmals belästigen darf?

    • Karin Koller schreibt:

      Ich würde Abstände von 14 Tagen zwischen den Piercings empfehlen (vielleicht verbunden mit einer kleinen Feierlichkeit danach, wie Essengehen oder ähnliches).
      Die Ohrläppchen bieten sich an zum Anfangen, dann vielleicht Orhrrand, Bauchnabel, Tragus, Brust, Conch. Du wirst sehen, dass Du sehr schnell ein Gefühl bekommen wirst dafür, wann Du was und in welcher Reihenfolge machen willst. Für das Dehnen musst Du Dir übelegen, ob Du das mit der im Blog vorgestellten Methode machen willst oder beim Piercer.

      • ariane81 schreibt:

        Danke für deine Mühe, dann werde ich das so machen. Ist es besser, zuerst zu dehnen und dann die Löcher im Ohrläppchen zu machen, oder umgekehrt?

      • Karin Koller schreibt:

        Das weiß ich leider nicht. Es kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie du dehnen willst.

      • ariane81 schreibt:

        Das verstehe ich jetzt leider nicht ganz. Aber ich würde schon gerne versuchen, meinen Freund zu überzeugen, den beschriebenen Dehnprozess mal auszuprobieren.

      • Karin Koller schreibt:

        Bm Piercer könntest du gleich auf 10mm dehnen (da weiß ich aber nciht, wie schmerzhaft das ist). Mit Deinem Freund würdest Du das langsam in etwa 4-5 Etappen machen. Dan ist es besser, zuerst die Löcher zu stechen. Erstens weil es effektvoller ist als die ersten beiden Dehnetappen und zweitens weil du ein Gefühl für den (kurzen) Schmerz im Ohrläppchen bekommst.

      • ariane81 schreibt:

        Danke, also zuerst Löcher, und dann nebeneinander Löcher und Dehnen?

  20. ariane81 schreibt:

    Ich habe vergessen, Nase anzuführen. Das möchte ich auch unbedingt. Da ich das Ganze am Wochenende angehen will, könntest du mir sagen, an welcher Stelle die Nase drankommen soll ?

  21. Beatrice schreibt:

    Vor zwei Wochen habe ich es auch endlich getan. Ich habe mir meine Nippel piercen lassen. Beim ersten Termin bin ich kurz vor der Tür des Studios wieder umgedreht. Jetzt habe ich mich endlich getraut. Du hattest recht. Es hat schon höllisch weh getan aber das Ergebnis ist toll. Es sieht nicht nur toll aus, es ist auch sehr erotisch. Obwohl die Stichstellen noch sehr frisch sind, geniieße ich es schon sehr. Danke dass du mich ermutigt hast. Erotische Piercings sind wirklich keine Frage des Alters.
    Liebe Grüße, Bea:

  22. idontneedtoneedyou schreibt:

    Sehr hübsch. Wie groß ist der Tiefenabstand zwischen horizontalem und vertikalem Piercing?

  23. stephaniebueskens schreibt:

    Hallo,

    toll, deine geschmückten Nippel. Ich denke auch schon eine ganze Weile daran, mir meine Nippel piercen zu lassen, konnte mich aber irgendwie bisher nie dazu durchringen. Wie sind denn deine Erfahrungen, sowohl beim Stechen als auch danach? Tritt denn dieser mythisch durchs Internet geisternde Gefühlsverlust tatsächlich ein?

    Ich würde mich über eine Antwort freuen, lg

    Stephanie

    • Karin Koller schreibt:

      Ich empfand Nippelpiercings als die schmerzhaftesten von allen (ich war sogar bei Dr. Obereder http://www.art-of-piercing.at/ in Wien und habe das mit örtlicher Betäubung machen lassen. Die Betäubungsspritze allein tut schon ziemlich weh). Aber der Schmerz ist nur kurz und dann hatte ich einige Tage lang ein ungutes Gefühl. Danach war meine Erfahrung beide Male, dass die Brustwarzen etwa 2 Wochen dauererregt waren und das war ein unglaublich tolles Gefühl (zusammen mit meinem Partner). Danach war alles back to normal. Ich habe den Schmuck nicht gespürt, konnte auch keine Desensibilisierung feststellen. Für erotische Spiele sind Nippelpiercings auch fantastisch.

  24. Dolu schreibt:

    Das sieht so wahnsinnig schön aus. Was gäbe ich dafür, wenn ich mich das auch trauen würde.

  25. Dolu schreibt:

    Wie?

  26. HL schreibt:

    Wird der Schmuck in der Brustwarze befestigt? Und diese vorher durchbohrt?

    • Karin Koller schreibt:

      Die Brustwarze wird vorher durchbohrt und ein Stab mit 2 Verschlusskugeln eingesetzt. Die Brustschilder haben zwei kleine Vertiefungen, in denen der Stab zu liegen kommt. So halten sie.

  27. HL schreibt:

    Oder viermal, wie in deinem Fall. Sieht unglaublich aus

  28. Marlene schreibt:

    Du siehst göttlich aus mit deinen Piercings. Hast du schon daran gedacht, das noch mit einem Tattoo zu perfektionieren?

  29. Pingback: Mailbox: Piercing | Karin Koller

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  31. nashi schreibt:

    Hallöchen; wunderschön deine Nippelshields. Wo kann ich die denn zum Verkauf finden? 🙂

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