Diese Woche konsumiert: Rassismus in den Medien – Versehen oder Absicht?

Am 30. März dieses Jahres wurde in Vorarlberg ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Jahr zuvor hatte er das Kind seiner Lebensgefährtin geprügelt, bis es an den Verletzungen starb. Diese schreckliche Tat löste eine Welle der Empörung aus, das ganze Land sprach von kaum etwas anderem. In den Vorarlberger Nachrichten wurde täglich berichtet. Das assoziierte Internetportal Vol.at lieferte kontinuierlich Updates zu dem Fall. Die Leute kommentierten mit Eifer (http://www.vol.at/news/tp:vol:cain).

Während der gesamten Zeit wurde der Mann als „der Serbe Milosav M.“ tituliert. Das erhitzte die Gemüter noch mehr und führte zu einem Sturm rassistischer Ausbrüche bei den Leserkommentaren. Wenn ein Ausländer die Tat verübt hat, kommentieren die Einheimischen anscheinend gleich um vieles enthemmter.

Kurz nachdem das Kind starb, rief mich eine Bekannte an und sagte: „Hast du gehört, was jetzt schon wieder mit dem Serben ist?“.

„Welcher Serbe?“ fragte ich und bekam zur Antwort: „Ja, DER Serbe. Schaust du denn nie in die Medien? Der das Kind erschlagen hat.“

Als ich ihr sagte, ich hätte schon davon gehört, aber nicht gewusst, dass der Mann Serbe ist, sagte sie: „Alle sagen nur „der Serbe“ und dann weiß jeder, wer gemeint ist.“

Ist es wichtig zu wissen, welcher Nationalität der Täter eines Verbrechens ist? Nein, das Verbrechen bleibt da gleiche, ob es sich nun um einen Österreicher, einen Serben oder einen Schweizer gehandelt hätte.

Warum fühlen sich die Medien genötigt, immer und immer wieder die Nationalität von Personen, die einer Straftat verdächtigt werden, anzuführen? Vielleicht beabsichtigen viele Journalisten dabei nicht einmal etwas Schlechtes. Sie haben nur in der Volksschule oder bei der Journalistenausbildung gelernt, möglichst viele W-Fragen zu beantworten. Aber spätestens nach den ersten rassistischen Kommentaren hätten sie umdenken müssen. Auffällig ist auch, dass es nur sehr selten ausdrücklich erwähnt wird, wenn der mutmaßliche Täter ein Österreicher ist.

Erst vor einigen Tagen wurde in Feldkirch der Prozess eines Mannes vertagt, der seine Tochter sexuell belästigt haben soll. Der Artikel hatte wenig Aussagekraft und war sehr kurz und belanglos (http://www.vol.at/prozess-sex-mit-eigener-tochter/3220602). Der Mann wurde als „Familienvater“ bezeichnet, seine Nationalität nicht angegeben, weil es sich um einen Vorarlberger handelte.

Im ersten Kommentar (der später gelöscht wurde) fragte jemand, warum denn nicht erwähnt sei, dass der Mann Türke sei. Dies löste eine Diskussion darüber aus, ob seine Nationalität eine Rolle spiele, ob Türken im Allgemeinen schlechtere Menschen sind, und dass „abscheuliche Taten keine Phänomene einer bestimmten Rasse“ sind. Einem Kommentator fiel dazu ein: „Lieber a Schnitzl im Teller statt bim Fritzl im Keller.“ Zehn Leute fanden das so gut, dass sie den Like-Button gedrückt haben.

Die Nennung der Nationalität (auch wenn sie tatsächlich ohne Hintergedanken erfolgen sollte) erweckt immer den Eindruck, dass ein signifikanter Teil aller Ausländer Straftaten begeht. Es wird auch zwischen „guten“ (Deutscher, Schweizer) und „schlechten“ (der Tschetschene, der Serbe, der Türke) Nationalitäten unterschieden und letztere wesentlich häufiger genannt.

Der Leser lehnt sich mit wohligem Schauer bei der Lektüre zurück und sagt sich selbstzufrieden: „Einer von uns hätte das nie gemacht“, oder empört: „Warum müssen die denn solche ins Land lassen?“

Das führt zu einem ständig bestätigten unterschwelligen Überlegenheitsgefühl und zur Vertiefung und Legitimierung von rassistischen Gedanken und Äußerungen. Im oben beschriebenen Fall wird die gesamte Gruppe der aus Serbien stammenden Ausländer diskreditiert. Natürlich überlegen sich die Leute das nicht kognitiv, es geschieht einfach unterbewusst. Jeder explizit erwähnte straffällige Ausländer ist ein Mosaiksteinchen in einem rassistischen Mindset, eine zusätzliche Bestätigung aller Vorurteile, die man sich im Lauf der Zeit akquiriert hat. Das ständige Schüren von Vorurteilen führt dazu, dass Rassismus für weite Teile ganz normal ist und sie es nicht einmal merken.

Ich will niemanden etwas unterstellen, aber wenn ich mir ansehe, welche Art von Kommentaren Vol.at zulässt, kann ich mir kaum vorstellen, dass das ohne Zustimmung des Portalbetreibers geschieht. Vielmehr bekomme ich den Eindruck, diese Art von Diskussion ist nicht unerwünscht, weil sie viele Menschen dazu animiert, mitzureden und oft die Site aufzurufen.

Die meisten Leser dieses Blogs sind keine Vorarlberger und werden sagen, sie hätten mit Vol.at nichts zu tun. Ich gebe aber zu bedenken, dass bei Krone.at mit ähnlichen Mitteln gearbeitet wird (dort auch noch zu recherchieren wäre mir zu harter Tobak gewesen).

Man darf auch nicht vergessen, dass selbst „Qualitätsmedien“ (aktuell abschreckendes Beispiel: die Weltwoche) nicht müde werden, die Nationalität von ausländischen mutmaßlichen Verbrechern zu erwähnen. Was man damit anrichten kann, zeigt Vol.at, und das kann nicht der Sinn medialer Berichterstattung sein.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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41 Antworten zu Diese Woche konsumiert: Rassismus in den Medien – Versehen oder Absicht?

  1. kerstinmerk schreibt:

    Danke für diesen wichtigen Artikel.

  2. Marie schreibt:

    Ich finde das auch unerträglich, und leider ist es, wie du ausführst, nicht auf Revolve- und Schundblättchen beschränkt.

    Wenn man sieht, was die Weltwoche, die einmal DIE Schweizer Qualitätszeitung war, vor kurzem auf das Cover gesetzt hat, kann man nicht mehr davon sprechen, dass unterschwellig Ressentiments bedient werden, sondern hier wird schon glasklar Hetze betrieben.

    • berniebr schreibt:

      Aber seit der Machtübernahme des Zwergblochers Köppel kann man die Weltwoche wirklich nicht mehr als Qualitätszeitung bewerten. Das ist jetzt die Parteizeitung des rechten SVP-Flügels.

      • Karin Koller schreibt:

        In ihrer Eigenwahrnehmung ist sie es schon. Gibt es im deutschsprachigen Raum überhaupt noch eine echte Qualitätszeitung?

      • berniebr schreibt:

        Ich würde jetzt zB die SZ schon noch als relativ qualitätsvoll bezeichnen. Dass einem nicht alles gefällt, geschenkt.

  3. oksanawasiliev schreibt:

    als – abstammungsmässig – angehörige einer „schlechten“ ausländergruppe: danke, beruhigend zu sehen, dass es auch nicht direkt betroffene gibt, denen diese ständige, meist unterschwellige, hetze auffällt; und, wenn die medienm ihr vorgehen damit rechtfertigen, dass sie nur korrekte informationen wiedergäben: warum versuchen sie dann nicht zur abwechslung mal ein paar jahre, mutmaßliche verbrecher nach anderen willkürlichen kriterien zu ordnen, so im sinne von, „blondine, 33, vergiftet nach gewalttätiger auseinandersetzung ehemann (schnauzbartträger)

    • melikeyol schreibt:

      “blondine, 33, vergiftet nach gewalttätiger auseinandersetzung ehemann (schnauzbartträger):

      Gleiche Schlagzeile, momentane Medienlandschaft: „Letzter Ausweg für junge Berlinerin (33) aus Ehehölle: gewalttätiger türkischer Ehemann vergiftet.“

  4. melikeyol schreibt:

    Leider gibt es nicht viele Leute, gerade in den Medien, die diese unterschwellige Diskriminierung, und was damit angerichtet wird, insbesondere bei den einfacher gestrickten Leuten, als ernstes Problem sehen.

    • Selina schreibt:

      Ja, umso wichtiger ist eine Bewusstseinsbildung, weil vielen ja gar nicht auffällt, wie unterworfen sie selbst irgendwelchen Stereotypen sind.

  5. solala schreibt:

    Interessant… in Deutschland ist die Nennung der Nationalität ein Verstoß gegen den Pressekodex: „Der Hinweis auf die Nationalität ist nach Richtlinie 12.1 nur dann gerechtfertigt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorganges ein begründbarer Sachbezug besteht.“
    –> http://www.presserat.info/inhalt/beschwerde/faelle/fall/article/keine-frage-der-nationalitaet.html

    Was ich natürlich nicht weiß ist, wie bindend der Pressekodex ist.

    • Marie schreibt:

      Und begründbar ist ein Bezug fast immer, nur ist er meistens nicht begründet.

    • katharinapleberger schreibt:

      Pressekodex etc. sind leider ganz zahnlose Instrumente, da brauchst du doch auch die deutschen Revolverblättchen nur durchblättern. Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Rüffel, den man einfach ignoriert.

    • Hofnarr schreibt:

      …und in Frankreich ist es sogar gesetzlich verboten, von einem (aus dem Ausland)zugezogenen Menschen den vorherigen Wohnsitz, das vorherige Land des Wohnsitzes und die Nazionalität in Akten aufzunehmen. Es war den Amtspersonen nämlich nicht möglich, eine zufolge beruflicher, firmeninterner Umverteilung von Aufgaben nach Europa neu aus Kanada zugezogenen Menschen marokkanischer Herkunft und allenfalls einem kanadischen Pass inklusive seiner gesamten Familie (marokkanische Ehefrau, 2 erwachsene Söhne und 2 minderjährige Töchter) in ihren Einwohner-Unterlagen mit genauer, neuer Wohnadresse zu finden, obwohl der genaue Zeitpunkt der Ausreise in Kanada, bzw. Einreise in Frankreich (nämlich ab Aug. 2007) bekannt war, aber die sagten mir nach längerer Recherche, solche Angaben, von wo jene Leute von Geburts wegen seien oder von wo sie einreisten und zu welchem Zwecke dürften sie zufolge des neuen französischen Datenschutzgesetzes gar nicht mehr in französischen Amtsakten dokumentieren, sodass unter solchen Voraussetzungen mit diesen Angaben gar nicht in ihrem Amt/Einwohnerkontrolle gesucht werden könne, obwohl sie sich der Wichtigkeit der Aufgabe wegen (es handelte sich um ein Entführungsdelikt eines kleinen Mädchens, das in Kanada entführt wurde und von dieser Familie nach Europa mitgenommen wurde!) bemühten, die betreffenden Leute aus den in jenem Zeitraum neu zugezogenen Leuten in einer Stadt mit mehr als 100’000 Einwohnern nach jenen Marokkaner (mit allenfalls kanadischem Pass) abzusuchen. Erst viele Monate später konnte das entführte Kind schliesslich gefunden werden und hat zwischenzeitlich Dinge ertragen müssen, die bei sofortigem Zugriff nicht nötig gewesen wären. Interkontinental konnten dieses Deliktes wegen 8 Täter inhaftiert werden. Manchmal fragt es sich, ob solche Datenschutzgesetzgebungen den Täter schützen sollen oder ob es schläuer ist, die Herkunft eines Menschen sinnvoll innerhalb von Aemtern rückverfolgen zu können, um nachvollziehen zu können, warum ein grausamster Kriminalakt zustande kam/kommt… Aber warum soll man nicht wissen, welches Heimatland ein Täter hat, aber dies auch dann, wenn er eben ein Oesterreicher ist wie beispielsweise jener hier erwähnte Fritzl oder jener Wofgang Priklopil in Natascha Kampuschs Fall, schlimm genug auch diese.

      • Karin Koller schreibt:

        Das hat jetzt nun wirklich nichts mit dem geposteten Artikel zu tun. Fakt ist, dass die Herkunft eines Menschen nur in den seltensten Fällen mit seiner Tat zu tun hat und deshalb irrelevant ist. Wo die Tat passiert ist, erfährt man sowieso.

  6. berniebr schreibt:

    Hofnarr: wie der Artikel darlegt, hat die Nationalität des Täters nichts mit dem Delikt zu tun. Es führt daher zu keinerlei Zusatzinformation für den Leser über das, was passiert ist, wenn man die Nationalität anführt. Vom Informationsgehalt ist es genauso egal wie das Körpergewicht oder die Augenfarbe des Beschuldigten. Niemand käme auf die Idee, zu schreiben „Blauäugiger Bankräuber flüchtig“. Wenn die Nationalität dennoch erwähnt wird, kann das daher nur den Zweck haben, eine willkürlich ausgesuchte Menschengruppe dadurch zu diskriminieren, dass man sie mit einem Verbrechen, mit dem sie nichts zu tun hat, assoziert.

    • Hofnarr schreibt:

      Gehe ich richtig in der Annahme, dass neben „dem Serben“ ja auch die Oesterreicherin und Mutter des Kindes mitschuldig war, sonst wäre sie ja nicht verurteilt worden! Aber Tatsache ist, dass auch diese Information in den Medien zu lesen war inklusive der Nationalität der Mutter, oder etwa nicht?! Machen wir uns nichts vor, es kommt nur darauf an, wie die Medien und letztlich auch die Leser und dann natürlich die Kommentatoren von Medienberichten und Internet-Artikeln mit der Nationalität eines Täters und einer Täterin umgehen, denn eigentlich sollten wir ohnehin alle wissen, dass nicht jeder und jede, aus welchem Land auch immer, solche abscheulichen Taten ausführt, bzw. auch einen Täter nicht daran hindert, dies zu tun, wenn er daneben steht und davon weiss!!! Aber die schweigenden Mitwisser sind wohl ebenso mitschuldig und von denen gibt’s noch mehr…

      • Hofnarr schreibt:

        Und noch etwas: Wenn Namen und Fotos nicht veröffentlicht werden sollen, so lange ein (noch lebender) Täter nicht verurteilt ist oder auch dann nicht, wenn er verurteilt wurde, ist’s vermutlich seitens der Medien sinnvoller, ausschliesslich die tatsächliche Nationalität des Täters zu nennen, als die Unwahrheit zu schreiben… Tatsache in diesem Fall aber ist es, dass jedenfalls vermutlich seit Jahren und Monaten Drogen und Alkohol und sehr viel vollkommen unberechenbare Gewalt bei beiden verurteilten, unterschiedlichen Landsleuten mit im Spiel war, Voraussetzungen, die nun eben denkbar schlecht sind, um ein Kind vor jeglichen Uebergriffen zu schützen. Da sahen aber auch andere Leute und Amtspersonen, notabene von Oesterreich, zu ohne einzugreifen!!! Die Berichterstattung von Medien über solche entsetzlichen Taten aber sollte sich jedenfalls an der Wahrheit orientieren und wenn’s nun mal wahr ist, dass der Täter ein Serbe war, dann war er es eben…

      • Selina schreibt:

        Verstehst du es wirklich nicht? Mit dem gleichen Recht könnte man sagen, der Täter ist brünett, oder Motorradfahrer, oder Kegelbruder, oder am Rücken behaart, oder Briefmarkensammler. Alles hat mit der Tat nichts zu tun, deshalb wird es auch nicht berichtet. Ob er Serbe ist, hat mit der Tat auch nichts zu tun, wird aber berichtet. Und das ausschließlich, um Ressentiments zu bedienen.

      • Hofnarr schreibt:

        Nein, der Täter hat einen recht schwierigen Namen, das ist alles. Der Name aber darf zufolge Datenschutzgesetzgebungen in Medien nicht ganz genannt werden! Seitens der Medien wurde ja auch berichtet, dass der Täter eine schwere Muskel-Krankheit hat und deswegen anerkannterweise invalid ist („Pensionist“, was auch immer dies ist!), dass er deswegen zu hause sass und auf die beiden Buben aufpasste, auch wurde geschrieben, wie alt er ist, das er eben gerade nicht der leibliche Vater war und, und, und und vieles weiteres… Das verschiedenste Kommentatoren aber sein Heimatland aufgriffen, um daraus eine rassistische, ganz bösartige, emotionale Hetze zu machen, ist nicht der Fehler der Medienschaffenden.

        Schaut mal nach Deutschland zur Internet-Hetze bezüglich des falsch beschuldigten 17-jährigen Deutschen, der vermeintlich etwas mit der Vergewaltigung und Ermordung der kleinen Lena zu tun haben sollte, aber tatsächlich nichts damit zu tun hatte!!! Das waren doch die Internet-User und Internet-Kommentatoren, die derart hetzten, niemand sonst und dies gänzlich unabhängig davon, ob’s nun ein Ausländer oder ein Einheimischer war!!! Aber auch hier waren es Leute von Aemtern und der Polizei, die versagten, nicht in erster Linie die Medienschaffenden!!! Inhaber von Blogs ebenso wie Medien, welche Meinungen von Lesern veröffentlichen aber könnten sinnvoll löschen, wenn’s eine Hetze wird und haben offenbar durchaus auch Löschungen vorgenommen, wie die entsetzten Kommentatoren offenbar äussern…

        Alles, was recht ist, nicht alle Medienschaffenden sind gleich! Aber auch nicht alle Blog-Inhaber oder gar Kommentatoren! Nur ist es offenbar eine weitverbreitete Freude der heutigen Zeit, bei völlig emotionalen Hetz-Kampagnen, welcher Couleur auch immer, im Internet mittels Anonymität ungestraft mitzumachen und dann alles an Verantwortung auf die bösen Medien zu schütten.

      • Karin Koller schreibt:

        Ich weiß nicht, wovon du sprichst. Ich habe von zwei Männern geschrieben, der eine in Vol.at immer als Serbe tituliert, dessen Nachname mit M. abgekürzt wurde, ist jung und hat das Kind seiner Freundin geschlagen, bis es an den Verletzungen gestorben ist. Der andere ist Österreicher (wird aber nicht als solcher bezeichnet) und soll seine Tochter sexuell belästigt haben.
        Wenn eine Diskussion derart ausufert, wie das bei Vol.at selbst bei Artikeln mit geringer Aussagekraft der Fall ist, sind die Betreiber nicht unschuldig. Entweder laden sie durch ihre Berichterstattung zu so einem Diskurs aktiv ein, oder – wenn sie das ungewollt machen – müssen sie eben die Diskussion steuern durch aktives Eingreifen oder Sperren von Kommentatoren. Dieses Recht behalte ich mir auch vor.

      • Hofnarr schreibt:

        Es wurde ja mehrfach gesperrt, gemäss Kommentatoren in eben gerade Deinen hier eingesetzten Verlinkungen! Die Kommentatoren fluchten mehrfach der Sperrungen/Löschungen wegen…

      • Karin Koller schreibt:

        Wenn ich die Kommentare anschaue, die nicht gesperrt wurden, übersteigt es meine Phantasie, was die gesperrten enthalten haben.

      • Hofnarr schreibt:

        Ja, mir geht es gleich wie Dir, Karin, eben drum! Es sind nicht die Medienschaffenden die Schlimmsten, meines Erachtens, sondern die Internet-Hetzer, also durchaus private, emotionale, anonyme Kommentatoren jeder Couleur, nicht etwa professionelle Journalisten, die sich an Ethik jeder Art halten, die solches wie „der Serbe“ aufgreifen und von hinten nach vorne und zurück mit bösartigsten Worten ausschlachten!!! Wenigstens ist dieses Heimatland des Täters ein wahrer Fakt, alles Wüstere aber absoluter Mist, selbst dann, wenn man vermutlich auch die Invalidität des Täters allenfalls aufgegriffen hat, um zu hetzen und nachgerade Lynchjustiz zu üben, aber solches wurde vermutlich eben gerade gelöscht!!!

  7. alicedelrosario schreibt:

    Dann erkläre doch bitte, welchen Informationsmehrwert du durch die Nennung der Nationalität hast?

    Und dass damit Ressentiments bedient werden , wird schon dadurch belegt, dass die Kommentatoren den Mann als „Serben“ und nicht als „Pensionisten“ beschimpfen.

    • Hofnarr schreibt:

      Sie beschimpften ihn noch viel schlimmer als bloss mit „Serbe“! Lest bloss die ganzen Kommentare, die da in Karins Blog unter den diversen Verlinkungen zu finden sind! Und vermutlich wurden die schlimmsten Beschimpfungen ja auch gelöscht, die sich auf anderes als sein Heimatland bezogen. Massgebend ist für einen Ausländer bloss, ob er bei Straftat allenfalls für immer des Landes verwiesen wird, häufig nur das, während einer mit Pass des Landes, in dem die Tat geschah, als Höchststrafe bei Mord lebenslang einzusitzen hat! Also ist es für die Tat jedenfalls doch relevant, ob der Täter tatsächlich ein Ausländer ist! In Medien aber muss nicht zwingend nur rechtsrelevant berichtet werden wie etwa in Gerichtshäusern… Schliesslich werden in Medien Meinungen geäussert, nicht rechtskräftige Gerichtsurteile gemacht!!!

      • oksanawasiliev schreibt:

        Hofnarr: wenn du das liest

        http://www.woz.ch/1216/mentors-geschichte/die-wahrheit-hinter-der-schlagzeile,

        glaubst du dann noch immer, dass die medien keine ressentiments schüren wollen, mit der nennung von nationalitäten etc.?

      • Hofnarr schreibt:

        Ich kannte diesen Artikel des kleinen Kosovo-Jungen schon… aber ein Artikel besteht jedenfalls nie nur aus der Schlagzeile. Meint Ihr eigentlich wirklich, jener Pistolen-Junge erschreckt irgendwelche Schweizer. Auch nicht in jenem ersten Artikel, wo der Junge auf der Titelseite war! Man hasst bei uns Romas nicht mehr als andere ausländische Landsleute, die Gewalt anwenden. Der Missbrauch des Fotos des Jungen allerdings ist eine andere Sache… denn der Junge spielte bloss mit seiner Spielzeug-Pistole wie dies viele Kinder weltweit tun!

        Aber, ich bin vollumfänglich Deiner Meinung: Es gibt Medien, sehr viele sogar, die Menschen über ihre Medienberichte beeinflussen wollen, stets, denn der Zweck von Medienschaffenden ist nun mal, Meinungen in der Oeffentlichkeit zu äussern und damit auch Beeinflussungen vorzunehmen. medienschaffende sind Meinungsbildner ebenso wie ihre nahen Gesinnungsverwandten, den Leuten der Werbung, welche allesamt mit Worten und Bildern Beeinflussungen von Meinungen in der Oeffentlichkeit täglich vornehmen. Das liegt in der Natur der Berufssparte!

        Ich denke aber, im Rechtsfall des kleinen Cain, der da ermordet wurde, hätte man genau gleich emotional und überhitzt reagiert, wenn’s ein Einheimischer gewesen wäre, denn eine Ermordung eines kleinen, wehrlosen Jungen ist jedenfalls ein ganz grausames Verbrechen und gehört mit Höchststrafen bestraft… Diese Meinung, aber durchaus beiden Tätern, also nicht nur dem „Serben“, sondern auch der Mutter gegenüber, aber wollten die Medien jeder Couleur in diesem Falle rüberreichen und da sind sie meines Erachtens durchaus richtig!

  8. yobumrushtheshow1 schreibt:

    Ich finde, das ist ein ganz besonders wichtiger Beitrag, den jeder Medienredakteur einmal wöchentlich durchlesen sollte, um Ähnliches zu verhindern.

    Leider ist das, was du beschreibst, Karin, in keiner Weise regionalspezifisch, sondern geradezu typisch für die gesamte deutschsprachige Medienlandschaft und das ihr angeschlossene Kommentarwesen. Da unterscheidet sich das von dir angesprochene Portal durch nichts – leider nicht einmal negativ – von Plattformen im ganzen Land.

    Und, natürlich haben Medien, die ja die Meinungen ihrer Kommentatoren verbreiten, eine Verantwortung dafür, was diese von sich geben, solange es veröffentlicht wird, Hofnarr.

    • Hofnarr schreibt:

      Dies trifft zu, dass Medien Verantwortung zu tragen haben, aber rechtlich werden Leser-Briefe und auch Kommentare von Lesern in Blogs von Medien anders gewertet, als jene der Journalisten und Redaktion, weil nur diese in die Betriebshaftpflicht der Medien fallen und unter die beruflichen Ethik-Klauseln von Medien fallen. Kommentare wie auch Leser-Briefe aber sind Fremd-Meinungen, die sich nicht zwingend mit der Meinung und auch Ethik der entsprechenden Redaktion decken müssen, obwohl auch dort durchaus ein Auswahlverfahren durch die Redaktion stattfindet und so auch Kommentare, die völlig daneben sind, gelöscht werden, wie ja auch in den Verlinkungen zu sehen ist!

      Die oben erwähnten Artikel aber haben nicht übermässig häufig auf die serbische Abstammung des Täters hingewiesen, sondern diese eher nur nebenbei erwähnt, um damit erklären zu können, dass es sich beim Mörder weder um den leiblichen Vater, andere Verwandte, noch den Stiefvater des ermordeten Kindes handelte. Alle Medien zusammen, aber inklusive vorallem derer Kommentatoren aber haben möglicherweise durchaus auch aus der Tatsache der Abstammung unnötig Hetze betrieben, weil ein entsetzliches Verbrechen an dem kleinen Jungen geschah! Ich denke aber nicht, dass der Täter sich gegen die Nennung seines Heimatlandes in Medienartikeln gerichtlich gegen die Medien wehren wird oder könnte, da dies nicht der Unwahrheit entsprach! Andere Serben aber waren nicht gemeint… Ich finde jedoch viel schlimmer, dass von der österreichischen Mutter auch von einer „Schlampe“ geredet wird und solche Kommentare nicht gelöscht wurden, selbst wenn sie ebenfalls schwer mitschuldig am Tod ihres Sohnes zufolge Unterlassens von Hilfe/vorsorglichem Schutz vor dem Täter ist und deshalb auch gestraft wurde…

  9. Alien schreibt:

    @berniebr

    Die SZ ist nicht schlecht, leider nennt sie auch andauernd die Nationalität von Verbrechern. Und jeder dieser Artikel lässt keinen Schluss auf die Sinnhaftigkeit dieser Nennung zu.

    • Hofnarr schreibt:

      Der Sinn des Nennens der Nationalität, jedoch gänzlich ohne Wertung, liegt in aller Neutralität darin, eine bessere den Tatsachen entsprechende Identität des im Artikel beschriebenen Menschen, sei er nun ein Täter oder eben nicht, zu gewährleisten. Darum nämlich haben Menschen Identitätskarten und Pässe mit immer detaillierteren Angaben, damit man sie zu identifizieren/unterscheiden in der Lage ist! So lange es den Tatsachen entspricht und damit nicht gleichzeitig im Artikel selbst eine Wertung oder Vorverurteilung geschieht, ist dagegen (auch in Medien) nichts einzuwenden. Was die Leser solcher Artikel in Medien aber mit solchen Angaben machen, ist eine andere Sache!

      • Alien schreibt:

        Ich bin anderer Meinung. Nicht jede objektive Berichterstattung ist gut und notwendig. Zum Beispiel wird aus gutem Grund nicht über Suizide berichtet, da die Suizidrate jedesmal ansteigt, wenn das getan wird. Zu beobachten nach „wichtigen“ Suiziden, wie Enke o. ä.
        Es gibt also gute Gründe, bestimmte Sachen zu verschweigen. Das Verschweigen ist auch in keinster Weise verwerflich, da niemand einen Nutzen von der Information hat.

        „eine bessere den Tatsachen entsprechende Identität des im Artikel beschriebenen Menschen, sei er nun ein Täter oder eben nicht, zu gewährleisten“

        Kapier ich nicht.

        Was genau soll jetzt der Nutzen sein? Den Schaden kann ich dir nennen.

        Wenn es also keinen Nutzen aber Schaden gibt, sollte so etwas keine Erwähnung finden.

      • Hofnarr schreibt:

        Ob etwas überwiegend ein Schaden oder eben überwiegend ein Nutzen ist, wenn man es wissentlich erwähnt oder eben allenfalls wissentlich verschweigt, ist nun wiederum Ansichtssache! Ich kann nicht sehen, wie und inwiefern es dem hier beschriebenen Täter schadet, wenn er als „Serbe“ über Medien bekannt wurde, meines Erachtens jedenfalls besser als als „Schlampe“ oder eben wie im eingangs vorhandenen Kommentar als „Serbenkrüppel“, notabene einer meines Erachtens ganz gemeinen Kombination seiner Nationalität und seiner Invalidität (apropos „Pensionist“) eines Kommentators! Dennoch: Eben gerade die Tatsache, dass der kranke Täter in casu nicht arbeitete, sondern die Kinder jener Mutter beaufsichtigte und gleichzeitig als Invalider sich mit seiner offenbar sehr gravierenden Muskelerkrankung auseinandersetzte (wenn auch durch ganz massive Verdrängung mittels Alkohol und Drogen und der gleichgeschalteten, verdrängenden Unterstützung durch die Mutter des getöteten Kindes) ist wohl der Grund dafür, dass dies Verbrechen überhaupt auf diese Weise zustande kam, wie es geschah. Man kann davon ausgehen, dass eben gerade die Konstellation, dass einer der beiden Ausländer und „Pensionist“ war und die andere eine alleinstehende, österreichische Mutter, die offenbar von 2 unterschiedlichen Vätern in den Verantwortungen rund um 2 gezeugte Kinder nicht nur im Leben, sondern auch finanziell vollkommen allein gelassen wurde, dieses Verbrechen überhaupt vorgab! Wäre die Mutter nämlich zum Zeitpunkt der Gewaltauseinandersetzung zwischen Täter und Sohn nicht zufolge Arbeitstätigkeit abwesend gewesen und jener Täter mit dem Kind alleine, hätte der Junge nämlich vermutlich durchaus eine Chance gehabt… Der Erstere der beiden hat damit ein Minimal-Einkommen über die Rente in finanzieller Hinsicht an die Haushaltskasse begesteuert, aber gleichzeitig Beaufsichtigungspflichten übernommen, weil anwesend, war aber dazu wohl absolut ungeeignet und auch überfordert, eben gerade weil er nicht einmal mit sich selber und seiner Krankheit klar kam und stattdessen zu Alkohol und Drogen griff, notabene in einem Fremdland wie Oesterreich auch nicht unterstützt durch seine eigenen Verwandten und Landeskollegen… Darum nämlich sind (oder waren) diese Fakten erwähnenswert… Aber traurig genug für den kleinen Cain, denn er hat sich diese Lebenskonstellation/-situation seiner leiblichen Eltern und anderen Bezugspersonen gewiss nicht ausgesucht und hatte notabene keinerlei Chance!!!

      • Alien schreibt:

        „Ich kann nicht sehen, wie und inwiefern es dem hier beschriebenen Täter schadet, wenn er als “Serbe” über Medien bekannt wurde“

        Ihm dürfte das ziemlich egal sein, aber nicht den vielen anderen Serben, die deswegen von unverbesserlichen Rassisten niedergemacht werden. Diese Rassisten werden auch noch mit Informationen gefüttert.

        Ich verstehe Ihre Begründung, dass es für das Verständnis des Verbrechens sinnvoll ist, den Hintergrund zu kennen, aber in der Schaden-Nutzen-Abwägung hätte ich es weggelassen.

      • Karin Koller schreibt:

        Eines des Hauptprobleme ist, dass die Leute es tatsächlich nicht sehen, wie durch die Nennung der Nationaltät unterschwellig der Rassismus geschürt wird, und tatsächlich glauben, jede wahre Information sei eine wertvolle Information. Es ist auch ein Problem, dass genau aus diesen Gründen sehr viele Leute nicht merken, dass sie selbst rassistisch sind.

      • Hofnarr schreibt:

        Denen, die wirklich rassistisch sind, ist das notabene völlig gleich, ob man sie als Rassisten bezeichnet oder nicht, zB. wohl die meisten überzeugten Neo-Nazis wie beispielsweise das Neo-Nazi-Trio Mundlos, Böhmhardt und Tschäppe von Deutschland, ein Anders Breivik von Norwegen und weitere!!! Andere hätten wohl Grund, gewisse Volksgruppen abzulehnen, weil sie persönlich betroffen sind, tun es aber nicht… So verallgemeinern darf man aber nicht, denn nicht jeder, der mit einewm Landespass herumläuft, gehört zu eben jenen Volksgruppen, die dort heimisch sind. Wir alle weltweit sind längst vielfach vermischt durch mannigfaltige, weltweite Vermischung unserer Gene, ohne dass wir irgendetwas dafür können!

        Ich beispielsweise bin gebürtige Schweizerin zufolge Schweizer Mutter und habe über die Mutter weltweite Verwandte in allen Kontinenten, die wiederum in allen Kontinenten in Sachen Ehepartnern fündig wurden, habe über meinen armenischen Vater, welcher im Iran geboren wurde und in der Schweiz wie meine Mutter Pharmacie studierte, wiederum weltweit verstreute armenische Verwandte, die wiederum ganz unterschiedliche Pässe jener Länder erhielten, wo sie lange Zeit wohnhaft waren (auch mein Vater wurde nach etlichen Jahren mittlerweile auch Schweizer!) und wir allesamt in unserer Familie müssten trotzdem notabene ganz speziell die Türken als ganzes Volk zutiefst hassen, weil Leute der Regierung der Türkei eine armenische Kirche in der Türkei der Glaubenskonflikte wegen anzündeten, wo alle mehr als 700 Armenier der Region inklusive meinem Urgrossvater vor der Verfolgung durch die Türken Zuflucht suchten und damit allesamt elendiglich verbrannten! Wir schürten aber in unserer Familie zu keiner Zeit allgemein den Hass gegen Türken, unsere langjährigen, schweren Genozid-Peiniger von früheren Zeiten, sondern behandelten sie als heutige, nicht mitschuldige Türken stets wie andere Menschen auch, wenn sie mitarbeiteten wie andere, wenn sie Kunden waren wie andere usw. und mein Vater hatte hier in der Schweiz speziell viele türkische Kunden in seiner Apotheke, weil er, durch ständigen Schulwechsel zufolge Flucht vor Repressalien längst schon 9-sprachig aufgewachsen, ihre Sprache perfekt verstehen und auch sprechen konnte und neben anderen auch eine türkische Pharma-Assistentin über lange Jahre beschäftigte. Längst schon sind deshalb viele heutige Menschen weltweit multikulturell durch Mischung der Gene und längst nicht mehr als rassenreine Volksabkömmlinge zu identifizieren, obwohl sie heute noch zufolge ihres Aussehens oder aber ihres derzeitigen Passes oder eines allfälligen Namens irgend eines angeheirateten Vaters oder Ehemannes wegen, oftmals diskreminiert werden, ob nun von sogenannt bösen Ethnien oder lieben abstammend, selbst wenn sie irgendwelche Pässe irgendeines Landes mit sich herumtragen und irgendeiner Religion angehören! Man findet immer Gründe, andere Leute zu diskriminieren, wenn man dies will!!! Aber man findet auch immer Gründe, dies eben gerade nicht zu tun, der Menschlichkeit zuliebe!!!

  10. Hofnarr schreibt:

    Nein, so ist das nicht! In diesem Fall hier wurde eine Medien-Konferenz oder Medien-Mitteilung seitens der Polizei gegenüber den Medien gemacht, dass die Medien überhaupt erfuhren, dass ein solches Verbrechen geschehen ist! Sonst hätte gar nie jemand erfahren, dass da ein Junge durch einen Mann erschlagen wurde. Die Angaben über die Nationalität und über seine Invalidität wurden in dieser Medien-Mitteilung gegenüber den Medien gemacht, weil die Polizei richtigerweise diese Angaben weitergab!

    Andere Serben aber betrifft das jedenfalls nicht! Diejenigen, die da heute in Oesterreich sind sind daher nicht allesamt durchs Band Verbrecher! Jedoch haben andere Serben im Jugoslawien-Konflikt Bosnier und Kosovaren erschossen, ebenso wie andere Deutsche Juden in Gaskammern vernichtet haben und andere Türken Armenier in die Wüste geschickt haben, auf dass sie verhungerten und verdursteten… Wenn man nicht in der Lage ist, sehr genau zu differenzieren, ist das nicht der Fehler der Medien, sondern des einzelnen Menschen an sich!!!

    Wer so pauschal Rassismus aufgreift, auch als anonymer Kommentator und auf diese Weise zur Hetze missbraucht, ist bereits ein Krimineller… aber die durch Medien veröffentlichten, wahren Angaben über Nationalität, Alter, Familienstatus und Krankheit des, bzw. der Täter wurden seitens des BKA Oesterreich herausgegeben, weil dies Gesetz ist, da ein Kind das Opfer war!!! Diese wiederum haben es vom Spital erfahren, wo der noch lebende Junge eingeliefert wurde, weil auch dies trotz ärztlicher Schweigepflicht Gesetz ist, dass ein durch Gewalt verstorbener bei der Polizei gemeldet werden muss! Berufliche Schweigepflicht sowohl seitens von Aerzten, Polizeien und Medien ist demnach ganz genau gesetzlich geregelt und wird auch eingehalten (auch in den hier verlinkten Artikeln, in allen!!! Medien verbrennen sich nicht die Finger an solch „kleinen“ Geschichten! Das würde sie zu viel kosten, wenn denn einer vor Richtern wegen Verleumdung klagt!). Es gab nur Medien, die sich bei solch tragischen Ereignissen wie es schwere Kriminalfälle gerade im Zusammenhang mit Kinder-Opfern nun einmal sind, die Finger leckten, um das Thema immer erneut aufzugreifen, weil die Leser danach lechzten, immer noch mehr davon zu hören, auch über Kommentare notabene!!! Es ist halt so: Man macht sich nur populär und frequenzstark als Medien, wenn man für das Gros der angesprochenen Leserschaft jedenfalls interessant genug ist, auch wenn dies ethisch, nicht etwa streng rechtlich, da ja die Informationen von Polizeien kamen, oftmals durchaus sehr verwerflich ist!

    Aber vermutlich ist auch das der Grund, dass gerade hier gerade zu diesem Thema so viel geschrieben wird, auch von mir und von anderen! Aber zumindest wurde hier, gänzlich ohne Löschung von Kommentaren, nicht gehetzt, von niemandem, ein Daumen hoch für den Blog der Karin notabene!!!

    • Alien schreibt:

      Ich stimme dir ja völlig zu, dass die Menschen, die aus den Fakten Rassismus machen, die eigentlich Schlimmen sind.

      „Andere Serben aber betrifft das jedenfalls nicht! Diejenigen, die da heute in Oesterreich sind sind daher nicht allesamt durchs Band Verbrecher!“

      Natürlich sind sie das nicht. Aber viele, die solche Zeitungsartikel lesen, denken das. Das ist zwar nicht die Schuld der Medien, dennoch könnten sie es durch Nichtnennung verhindern. Es hilft den anderen Serben eben wenig, wenn sie unschuldig sind, wenn sie unter der Diskriminierung der halben Bevölkerung zu leiden haben, die durch zu wenig Nachdenken über Zeitungsartikel entsteht. Dass die Medien nicht schuld sind, heißt nicht dass sie etwas gegen die Diskriminierung tun könnten. Und was ist wichtiger: Die Nennung der Nationalität, oder das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien? Ich habe mich entschieden.

  11. Hofnarr schreibt:

    Alien, es ist ja durchaus richtig, finde ich, dass man etwas gegen Diskriminierung tun sollte, aber dies ist nicht zwingend die Aufgabe der Medien ganz allgemein, soll heissen, wenn in Medien-Mitteilungen seitens von Aemtern oder auch in öffentlich zugänglichen Gerichtsverhandlungen trotz beruflicher Schweigepflicht gerade die hier aufgeführten Fakten bekannt gegeben werden, die der Wahrheit entsprechen, ist nichts dagegen wirkungsvoll, wenn die eine oder andere ethisch korrektere Zeitung diese Einzelheiten oder gewisse davon vorsorglich und wissentlich weglässt, um nicht der Diskriminierung/dem Rassismus der Bevölkerung zu dienen, weil ohnehin die anderen diese Einzelheiten veröffentlichen, die da auf Leute-Fängerei machen mit „interessanten“ Artikeln für das Gros der Leser!

    Wir Leser wiederum können einzig unsere eigene persönliche, ethisch korrekte Meinung bezüglich Diskriminierung/Rassismus/Hetze demonstrieren, indem wir solche Medien schneiden und nicht mehr kaufen/lesen und uns nicht an solcher Hetze übers Internet oder auch durch privates Diskuttieren beteiligen, welche solche Einzelheiten zur Leutefängerei nutzen, logisch! Und dann natürlich unseren Freunden, Nachbarn gegenüber, welcher Nationalität auch immer, das Gegenteil von dem vorleben, was allgemein als Rassismus bösartuigster Couleur gilt.

    Der Kampf gegen Diskriminierung, gegen die Ausbeute, den Missbrauch, jedoch für das Wohl von Kindern in allen Bereichen, für Gerechtigkeit, für Natur- und Tierschutz, Umweltfragen, AKW-Schäden in Zeitungen ist für das Gros der oberflächlichen, stets bloss konsumierenden Bevölkerung nicht eben interessant genug und deshalb nicht lesenswert…

    Wie also will man so in Medien wirtschaftlich bleiben, wenn damit das Gros der Leser wegbleibt?!
    Dennoch ist Ethik stets auch ein Gesichtspunkt, unter dem sinnvoll gewirtschaftet und gehandelt werden sollte und dies in allen Berufssparten, ja sogar stets auch im Privatleben jedes Einzelnen, nicht bloss bei Medienschaffenden!!! Aber manchmal frage ich mich tatsächlich auch im Zusammenhang mit Rassismus: Solten wir nicht stets nach dem Grundsatz leben: Wer selber frei von Schuld ist (aber wirklich nur der!!!), der werfe den ersten Stein???!!! Vermutlich wäre so tatsächlich nirgends ein Steinwerfer zu finden (weil wir alle… allenfalls mitschuldig sind)!

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