Diese Woche konsumiert: Piratenpartei und Berichterstattung

Ich war kein Fan der Piratenpartei. Eine Partei, die derart zusammengewürfelt ist, und das ohne konkretes Konzept, dachte ich, wäre für mich nicht wählbar.

Die Piratenpartei hatte aber plötzlich massive Erfolge in Deutschland. Die Medien berichteten. Und bestätigten meine Vorurteile. Oder hatte ich diese Vorurteile überhaupt erst durch die Berichterstattung?

Die Piratenpartei wird systematisch lächerlich gemacht. Ihr wird vorgeworfen, sie hätte kein Programm. Sie würde eine Gratiskultur propagieren und die parlamentarische Demokratie abschaffen wollen. Und außerdem könnten sich ihre Vertreter nicht einmal angemessen kleiden. Die Journaille stürzt sich bei vielen Berichten immer auf das Lächerlichste, scheinbar (?) Widersprüchlichste und – wenn alle Stricke reißen – das Aussehen.

Ich habe, um diese Vorgehensweise darzustellen, drei Beispiele aus dem Standard (http://derstandard.at/1334796809433/Piraten-Mode), dem Spiegel (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,830483,00.html) und der FAZ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/fruehkritik-guenther-jauch-ein-stueck-in-vier-akten-11742405.html) ausgesucht: Eine Meinungskolumne, ein Interview, ein Feuilleton.

Zunächst entsteht, wenn man die Artikel liest, der Eindruck, viele Journalisten haben sich nicht mit der Piratenpartei beschäftigt und wollen sich auch nicht mit ihr beschäftigen. Ständig wird betont, dass die Piratenpartei kaum Inhalte hat. Aber selten wird überhaupt auf Inhalte eingegangen. Meistens wird die Kleidung kommentiert. In allen drei Beispielen spürt man förmlich das satte Überlegenheitsgefühl der Journalisten. Wer nicht so aussieht wie das Establishment, oder so spricht wie das Establishment, ist von vornherein abzulehnen. Da macht man sich auch die Mühe, das Fehlverhalten einzelner auf obskuren Bezirksparteitagen auszugraben, als gäbe es in CDU, SPD, FDP oder in österreichischen Parteien keine Hinterbänkler, die jederzeit für ein schwachsinniges Bonmot gut sind.

Gehen wir einige Jahrzehnte zurück, zu der Zeit, als sich die Grünen formiert haben. Ich erinnere mich noch gut, wie diese als Ökospinner abgetan wurden. Wie die Tatsache, dass eine Grünabgeordnete ihr Baby im Parlament gestillt hat, mehr Schlagzeilen erzeugt hat, als die Inhalte des Parteiprogramms. Wie ständig die Kleidung kommentiert wurde, weil man eben nicht in Kostüm und Anzug erschien, sondern in Schal und Pullover.

Nun wiederholt sich die Geschichte. Wie ein Automatismus, den das Anderssein zwangsläufig auslöst. Im FAZ-Artikel wird mehrmals kritisiert, dass Johannes Ponader, der Geschäftsführer der Piratenpartei, Sandalen ohne Socken trägt (will die FAZ Sockenpflicht für Sandalen einführen?). Es sei hochbegabt, habe studiert und besitze trotzdem keine Halbschuhe, wird gehöhnt. Noch schlimmer, er bezieht Sozialhilfe. Kann ein Sozialhilfeempfänger ein seriöser Politiker sein? Die FAZ impliziert, dass das nicht möglich ist, während Ponader andeutet, dass mit den Erfolgen der Partei bald bezahlte Stellen zur Verfügung stehen werden. „Gut zu wissen“, schreibt die FAZ süffisant

Ein Mann in leitender Position ohne „selbstverdientes“ Einkommen erscheint aber nur lächerlich, wenn man nicht auf die real existierende politische Landschaft schaut. Wie viele Politiker wechselten direkt vom elternfinanzierten Studium in eine bezahlte Parteifunktion? Sie brauchten zwar keine Sozialhilfe, aber aus eigener Kraft haben sie auch kein Geld verdient. Nur ein Schelm würde übrigens in diesem Zusammenhang an all jene Altpolitiker denken, die ein vom Staat oder durch Freunderlwirtschaft finanziertes Ausgedinge genießen.

Frau Coudenhove-Kalergi zählt im Standard zwar auf, dass die Piraten für „mehr direkte Demokratie auf jeden Fall, mehr Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung und natürlich weniger Restriktionen im Internet“ sind. Sonst könne sie aber nicht herausfinden, wofür die Piraten stehen. Viele Journalisten hätten sich redlich bemüht, das zu recherchieren. Erfolglos.

Die anderen Parteien stützen sich aber auf vorbildlich solide Programme, oder?: ÖVP http://www.oevp.at/download/000298.pdf , FPÖ http://www.fpoe.at/dafuer-stehen-wir/partei-programm/ oder SPÖ http://spoe.at/bilder/d251/spoe_partei_programm.pdf . Alle diese Programme strotzen nur so vor nichtssagenden Allgemeinplätzen. Auch sie bieten keine konkreten Lösungen zu allen wichtigen Fragen der Zeit.

Kritisiert wird demgegenüber meistens die angebliche Naivität der Piratenpartei. Sie hätte unerhörterweise zu allen möglichen Themen keine Meinung. Selbst der Spiegel betitelt ein ansonsten sachliches, aber sehr von oben herab geführtes, Interview mit Parteichef Schlömer höhnisch „Wir brauchen keine Meinung zu Israel“.

Die Piratenpartei hat, so Coudenhove-Kalergi, auch keine Position zum Afghanistan-Einsatz oder zum Eurorettungsschirm, so der Spiegel, keine Position zum Nahostkonflikt, der Euro-Krise oder zur Pflege von Demenzkranken. Coudenhove-Kalergi wertet das als „offen eingestandene Ahnungslosigkeit“, die aber die Piraten bei den Leuten sympathisch mache: „Da sind Leute, die so wenig wissen wie wir.“ Diese Ansicht ist aber tatsächlich eine weitere Manifestation des satten Überlegenheitsgefühls solcher Journalisten.

Wie schön wäre es, wenn Politiker öfter zugeben würden, dass sie sich mit einem Thema nicht ausreichend beschäftigt haben, um eine fundierte Analyse abgeben zu können, anstatt ständig sinnleere Platituden zu äußern. Das gleiche gilt übrigens auch für Journalisten und „Experten“. Uns bliebe eine Menge erspart.

Die Piratenpartei spricht Menschen an, die genug haben von der Überheblichkeit der Politik und der Abgehobenheit der Politiker. Die diese ewig gleichen Stehsätze nicht mehr ertragen können, und die Wurstelei, mit der Probleme nur hinausgezögert, aber nicht gelöst werden. Die sich für Bürgerreichte und Basisdemokratie interessieren. Die nicht im rechten Lager Zuflucht suchen wollen.

Ob die Piratenpartei staatstragend werden kann, weiß ich nicht. Auch nicht, ob sie tatsächlich eine echte Alternative zu den etablierten Parteien sein kann. Würde ich sie wählen? Ich glaube nicht.

Zum Glück machen aber nicht alle Medien machen die Piratenpartei lächerlich ( z. B. http://fm4.orf.at/stories/1698286/).

Ich bin der Meinung, solange Herr Rösler, Frau Roth, die Herren Faymann, Spindelegger und Strache politische Ämter bekleiden, kann man auch durchaus die Vertreter der Piratenpartei ernst nehmen.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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19 Antworten zu Diese Woche konsumiert: Piratenpartei und Berichterstattung

  1. Faszinierend auch, wie das Establishment von den Medien bevorzugt wird: da darf ein CSU-Heini zu jeder Landtagswahl, bei der die CSU gar nicht kandidiert, seinen Senf in „Berliner Runden“ etc. absondern, während die Vertreter einer Partei, die inzwischen bald in mehr Landtagen als die FDP vertreten ist, ignoriert werden. Wobei all das der Piratenpartei ja nur in die Hände spielt, weil sie damit ja ihr angebliches Anderssein und ihre Antiestablishment-Credentials öffentlich dokumentieren kann.

  2. Sebastian D. schreibt:

    Ich glaube auch, die Medien sind sich gar nicht bewusst, dass es, je unfairer die Berichterstattung, desto besser für die Piraten ist.

    Und, noch besser für die Piraten, die Angriffe kommen undifferenziert von allen Seiten. Während Herr Rauscher sie als quasikommunistische Enteignungspartei beschimpft, werden sie von den Grünen und Linken als neoliberale Kampftruppe verunglimpft, was beides so offensichtlich falsch ist, dass niemand Vernünftiger diese Kritiken ernst nehmen kann.

    Wer so viele Feinde überall hat, an dem muss was dran sein, werden sich viele – vielleicht sogar zu unrecht – denken.

  3. SevRa schreibt:

    Du triffst den Nagel auf den Kopf. Alles, was auch nur im Geringsten von den ausgetrampelten Pfaden abweicht, wird von den Mainstreammedien mit neugierfreier Standardüberheblichkeit weggebügelt, während jede Äußerung eines noch so stumpfsinnigen Pseudoexperten, der einen noch so gescheiterten conventional wisdom das 2000. Mal wiederkäut, mit großer Ernsthaftigkeit erläutert wird.

    Ich finde, das, was die Piraten von sich geben, kann gar nicht so bescheuert sein, dass es eine fundierte Analyse nicht mehr verdient als die Luftblasen, die unsere Finanzministerin, unser Bundeskanzler oder ihre „Weisen“ wie Herr Felderer und Konsorten absondern.

  4. SuBe schreibt:

    Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe die gestern erstmals gewählt, und nicht aus Begeisterung über ihr Programm, sondern nur, weil ich empört über die Diffamierungen war.

  5. Hofnarr schreibt:

    Nun, und dennoch, ich als Schweizerin, die keine Piraten zu wählen hat, habe mich auf einigen Homepages der Piraten Deutschlands eingefunden, um zu lesen, was es da zu lesen gab, auch hie und da dort direkt meinen Kommentar abgegeben, aber bin bis heute gänzlich ohne Antwort geblieben und habe dennoch die Meinung von denen: Die Piratenpartei sind die Leute mit der grossen Klappe (überm Auge)!

    Es braucht noch ziemlich viel Zeit, bis die sich auf ernstzunehmende Themen einigen können und diese dann auch zielgerichtet und damit wirkungsvoll politisch verfolgen können. Nicht das Aeussere ist es, was dabei zählt, nein, nein, sondern es werden wohl später die Erwartungen und Hoffnungen jener Wähler und Mitglieder der Piraten-Partei sein, die sie dazu zwingen werden, sinnvoller zu agieren…

    Vorerst ist es ein grosses „Learning by Doing!“ innerhalb dieser Partei, okay, dagegen ist noch nichts zu sagen! Aber wenn sich dann alle Nazis der vielleicht irgendwann verbotenen NPD in der Piratenpartei verstecken und ihre Ideen einfliessen lassen, wird’s echt brutal! Dies aber könnte geschehen, wenn’s so weitergeht mit dem „Wir wissen nicht was wir anstreben in unserer Partei!“ Also macht Euch keine Illusionen: Es gibt schon Leute, von verschiedenen anderen Gesinnungsrichtungen, die wissen, was sie wollen und diese kindliche Unwissenheit der heutigen Piraten, die derzeit in Erscheinung treten, zukünftig ohne zu zögern politisch ausnützen werden, in dem sie selber Mitglied in dieser Partei werden, schon bald!!! Es ist halt so, wenn man auf einem Auge blind ist und nur Fragen stellen kann, nicht aber Antworten geben… politische Verantwortung übernehmen und tragen in der Welt heisst zu wissen, was man will, nicht bloss irgendeinem Leithammel nachlaufen oder aber sich von allen schwierigen Themen durch lapidare Unwissenheitsvorgabe zu distanzieren… Es genügt nicht, eine grosse Klappe zu haben, ob nun überm Auge oder anderswie!!!

  6. ariane81 schreibt:

    Ich halte nicht viel von den Piraten, aber noch weniger von denen, die politische Auseinandersetzungen, wie etwa die FAZ, auf dem Niveau der Fußbekleidung der Politiker, die sie kritisieren, führen.

    Das Traurige an der medialen Debatte, die du hier gut schilderst, ist, dass sie den Piraten den leichtesten Ausweg eröffnet, inhaltliche Debatten über teilweise fragwürdige Inhalte zu vermeiden.

  7. ninaentner schreibt:

    Es wäre schön, wenn die Journalisten, die am heftigsten die inhaltliche Dürftigkeit der Piratenaussagen kritisieren, nur mit der halben Verve gegen die Phrasendreschmaschinen aus den „staatstragenden“ Parteien vorgehen würden, die auch gleichzeitig Steuern senken, Schulden reduzieren und Leistungen erhöhen wollen, aber – einziger Gegensatz zu den Piraten – alles mit „Verantwortung“, „Augenmaß“, „Bedacht“, und tausend anderen Floskeln qualifizieren.

    • georgiasalomon schreibt:

      Wer gestern die NRW-Wahlberichterstattung verfolgt hat, für den wurde schnell klar, dass die beste Werbung für die Piraten ist, wenn sie gar nicht selbst in Erscheinung treten, sondern die Politiker der Konkurrenzparteien einfach ungehindert sprechen lassen. Jeder fünfminütige Auftritt von Gabriel, Rösler, Lindner oder Gröhe ist für die nächste Wahl tausende Stimmen für die Piraten wert. Wenn jetzt noch Oskar Lafontaine ein Comeback wagt, dann knacken die das nächste Mal die 20%-Hürde

      • Hofnarr schreibt:

        Mag sein, dass das zuerst so ist, dass die unentschlossenen Wähler den Piraten nur so zuströmen. Aber schon nächstes Jahr müsste anderes auf dem Programm stehen, sonst sind die Wähler ebenso schnell weg wie sie kamen.

        Schaut doch mal welch grossartige Zahlen einstmals Barack Obama mit seinem Wahlslogan „Yes we can!“ hatte, nun aber tatsächlich in Tat und Wahrheit nicht mehr konnte als andere, nur gerade mal vielleicht „Yes we can lie whenever we want… with the person of Osama Bin Laden!!!“. Nähme mich wunder, wenn Barack Obama noch einmal erneut am Ball bleiben kann bei der nächsten Präsidenten-Wahl, wenn er nicht noch Einfallsreicheres als Wahl-Slogan liefern kann.

        Den Piraten wird’s gleich ergehen, wenn sie denn mit ihrem „Fragen stellen, aber keine Antworten liefern“ nicht sehr schnell schläuer würden und dann schliesslich doch einige Antworten bereit haben, damit sie nicht mehr sagen müssen: „Wir sind die mit den Fragen! Ihr seid die mit den Antworten!“ Welch ein Wahl-Slogan einer Partei, die wünscht, ernst genommen zu werden!!! Nach dem Hinterfragen müssten doch sinnvolle Lösungen für politische Problemstellungen aller Art auf den Tisch gelegt werden, sonst kann den Piraten wie jedem kleinen Kind, das einem mit seinen hunterterlei, immer gleichen Fragen (nur des unendlichen Fragens willen) im Nacken ist, mit einiger Berechtigung gesagt werden: „Frag nicht so viel! Denk selber nach!“ Leute, die viele Fragen stellen und alles und jedes hinterfragen, können erst dann ernst genommen werden, wenn sie die Antworten kennen und mittels ihrer gestellten Fragen schliesslich auch unfassende, realisierbare Lösungen liefern können, schon gar in der Politik!!!

        Auf diesen dringend notwendigen Entwicklungs-Prozess bei den Piraten warten Mitglieder und Wähler ebenso wie Medien und ihre Konsumenten doch gleichermassen, wenn dann schon… dies wohl mit mehr oder weniger (bösartigen) Ungeduld und Schadenfreude, wie auch mit mehr oder weniger (berechtigten oder unberechtigten) Sympathie oder Kritik für die Piraten… Irgendwann sollte man doch aus den Kinderschuhen, nicht bloss aus Sandalen mit oder ohne Socken oder anderen Schlappen herauswachsen, fürwahr! Dass aber derzeit viele Piraten-Wähler mit der ganzen Situation innerhalb der weltweiten Politik nicht wirklich zufrieden sind, lässt sich verstehen und nachzuvollziehen?! Aber sind sie es denn zukünftig, wenn die Piraten zukünftig nichts besseres liefern können als andere Parteien?! Ich glaube kaum!

        Yes we can lie whenever we want…

  8. lilyberner schreibt:

    „Ich bin der Meinung, solange Herr Rösler, Frau Roth, die Herren Faymann, Spindelegger und Strache politische Ämter bekleiden, kann man auch durchaus die Vertreter der Piratenpartei ernst nehmen.“

    Ich auch

    • Hofnarr schreibt:

      Na ja, wenn’s nichts Besseres auf dem Markt hat… Wie könnte man anders?!

      Vielleicht wär’s doch besser, ganz einfach die direkte Demokratie zu propagieren und anzustreben (auch allenfalls von den Piraten, wenn andere Parteien dies immer noch nicht wollen!) anstatt diese ewige Kopf-Politik über die indirekte Demokratie, dann könnten nämlich auch die Wähler mitdenken und ihre Meinungen direkt einbringen, anstatt immer erneut enttäuscht zu sein von den Köpfen, die sie einstmals wählten, von welcher Partei auch immer sie kommen!!! Mitdenken und Mitbestimmen können von Detailfragen in der Politik und Wirtschaft und deren Gesetzgebungen entwickeln ist besser als immer erneut die Faust in der Hosentasche machen und kritisieren, aber nichts besseres liefern oder resignieren, dies jedenfalls!!!

      • Rebecca schreibt:

        Ich finde es auch bemerkenswert, mit welcher Häme die Piraten überschüttet werden, obwohl sie es schaffen, eine ganze Generation junger Nichtwähler überhaupt erstmals für den politischen Prozess zu mobilisieren. Gerade, wenn man sieht, durch welche Parteien in anderen Ländern das Protestpotential gebunden wird, von der FPÖ über die SVP zur BNP, UKIP, der Lega Nord, dem Front National und den anderen mehr oder weniger rechtsradikalen „Antiestablishmentparteien“, müsste man in Deutschland ja dankbar für die Piraten sein.

      • Hofnarr schreibt:

        Man ist ja in Deutschland dankbar für die Piraten… sonst würde man sie nicht wählen, oder?!
        Die Idee ist doch gut… aber sie müsste zur realisierbaren Vision werden!!! Dann ist sie einsame Spitze!!! Darum: Weg mit der grossen (wirklichkeitsfremden) Klappe (überm Auge)!!! Hin zum wirklichen Tun über (tatsächliches) Wissen!!! Entwicklung zum Besseren damit!!!

  9. Kathrin schreibt:

    Danke für diesen Lichtblick eines Artikels.

    Niemand, der mit den Piraten sympathisiert, verlangt von den Medien mehr, als die annähernde Gleichbehandlung der Piraten mit Parteien ähnlicher Stärke, also etwa mit der FDP oder der Linken. Dass die Mainstreammedien nicht bereit sind, eine solche Gleichbehandlung vorzunehmen schadet dem gesamten demokratischen Prozess.

    Einerseits wird es den Piraten dadurch leicht gemacht, inhaltliche Schwächen und Unschärfen zu verdecken, solange um die Kleidung ihrer Proponenten gestritten wird. Und andererseits wird ein Solidarisierungseffekt erzeugt, der den Piraten die Wähler geradezu zutreibt, ohne dass sie sich überhaupt um inhaltlich kohärente Positionen bemühen müssen.

  10. KarlBa schreibt:

    vieles, was die Piraten machen, ist wenig durchdacht, und du hast ganz recht, die bezahlmedien konzentrieren sich, anstatt inhaltliche schwächen und widersprüche aufzudecken, auf die ad-hominem-attacken gegen einzelne funktionäre, traurige zustände, aber, so geht´s nun eben zu;

    umso wichtiger, dass die blogosphäre die inhaltliche diskussion mit den piraten aufnimmt und führt, damit aus der piratenpartei nicht so eine art know-nothings wird;

    • Hofnarr schreibt:

      Ich glaube, die sind vorläufig selber noch recht überrascht über ihren grossen Erfolg bei den zahlreichen Landes-Wahlen und deshalb noch völlig unvorbereitet und konzeptlos… Man muss sich ja zuerst selber an die eigene, furchterregende (sprich wirkungsvolle) Stimme gewöhnen, bevor man daran glaubt, ein kleiner Löwe zu sein! Kommt in der Natur draussen auch vor…
      Die erwarten doch alle, dass irgendwann ein echter König der Löwen daraus wird!

  11. stephito schreibt:

    ich hoffe inständig, Karin Koller schmeißt mich deswegen nicht raus, es ist mir einfach eingefallen,
    und es mag ja auch dumm sein …

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