Wichtig? Unbedingt. Unersetzbar? Zum Glück nicht

Eine Bekannte von mir hatte vor einigen Jahren einen Autounfall. Das Auto war völlig zerstört, aber auf wundersame Weise ist ihr und ihrem kleinen Kind nichts passiert.

Bei dem Unfall, erzählt sie seither, habe sie immer nur gedacht, wenn sie sterben muss, dann soll auch das Kind sterben. Sie wollte ihm ein Leben ohne Mutter nicht antun. Sie wollte ihr Kind schützen.

Für mich war diese Aussage so ungeheuerlich, dass ich sie gar nicht fassen konnte. Meine erste Reaktion wäre gewesen, niemand soll sterben. Wenn ein Tod unvermeidbar gewesen wäre, dann wäre mein erster Instinkt auch gewesen, mein Kind zu schützen. Aber in dem Sinne, dass meinem Kind keinesfalls etwas zustoßen sollte.

Vielleicht konnte ich noch einigermaßen nachvollziehen, dass man in einer Schocksituation Dinge denkt, die man bei klarem Verstand niemals denken würde. Sie war aber von diesem Gedanken nicht beschämt, sie wies auch nicht auf Verwirrungen des menschlichen Gehirns in starken Stresssituationen hin, sondern meinte es ernst.

Weil sie ihr Kind liebte, sagte sie das, und erklärte auch weshalb. Ein Kind würde immer traurig sein, wenn es die Mutter verliert. Es würde nachts weinend schlafen gehen. Vielleicht würde es ganz falsch erzogen werden und dadurch einen seelischen Schaden nehmen. In der Schule würde man es mitleidig anschauen und dadurch wäre es stigmatisiert. Ohne Mutter aufwachsen zu müssen wäre ein „Fate worse than death“.

Sie dachte nie daran, dass das Kind bei seinem Vater hätte aufwachsen können, in einem liebevollen Familienumfeld. Auch nicht daran, dass das Leben viele Facetten hat und der Verlust einer wichtigen nicht zwangsläufig zu einer Auslöschung aller Lebensfreude führen muss. Dass auch der Schmerz mit der Zeit verblasst und erträglich wird. Dass das Kind erwachsen werden, einen Beruf ergreifen, einen Partner lieben, eigene Kinder und ein eigenes Leben haben würde.

Sicher ist die Trauer um die Mutter schwer zu überwinden. Für mich war schon meine Trauer um meinen unbekannten Vater schwer zu verwinden. Hätte ich auch meine Mutter verloren, wäre mein Leben um vieles komplizierter, trauriger und schmerzhafter verlaufen. Ich hätte aber – genau wie das Kind der Bekannten – Menschen gehabt, die sich um mich gekümmert hätten und die alles daran gesetzt hätten, mein Leben wieder lebenswert und sogar freudvoll zu machen. Irgendeinmal hätte der Schmerz nachgelassen und mein Leben hätte sich normalisiert.

Meine Bekannte empfand sich als Mutter unersetzbar. Das der entscheidende Denkfehler. Eine Mutter ist nicht unersetzbar, soll das auch nicht sein. Stundenweise wird die Mutter in jeder Familie ersetzt durch Verwandte, Freunde, Kindergärtner und Lehrer, tage- und wochenweise in vielen Familien von den Großeltern. Bezugspersonen sind wichtig für Kinder, für deren normale Entwicklung und auch für den Fall einer unausweichlichen, lebensverändernden Situation. Kurzfristig habe ich das erlebt, als ich wochenlang mit Katharina im Krankenhaus war und nur Frank uns besuchen durfte. Anna und Lukas waren in dieser Zeit bei meiner Mutter, wurden gut versorgt und hatten Spaß. Es war ein ungemeiner Trost für mich, dass sie nicht in Elend und Trauer versanken, weil ich nicht bei ihnen sein konnte.

Das Leben geht weiter, auch wenn die Mutter für längere Zeit nicht da sein kann, selbst wenn ihr etwas zustößt.

Die Mutter ist nicht unersetzbar, das Leben schon. Weil die schlimmsten persönlichen Katastrophen überstehbar sind, weil in der Fülle des Lebens neben der Trauer auch viel Grund zur Freude besteht, gibt es weniger „Fates worse than death“, als man zu glauben geneigt ist.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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15 Antworten zu Wichtig? Unbedingt. Unersetzbar? Zum Glück nicht

  1. MarJar schreibt:

    Ich finde es auch absurd, wie man jemandem, den man liebt, den Tod wünschen kann. Aber man hört immer wieder Leute, die solches Zeug allen ernstes daherplappern, aber, wie es mir bei einer solchen Diskussion ergangen ist, beleidigt sind, wenn man ihre Gedanken mit dem Vorgehen von Magda Goebells vergleicht.

    • Karin Koller schreibt:

      Beleidigt sind sie meistens auch, wenn man nicht so harte Keulen auspackt. Es setzt ein gewisses Selbstbild voraus, so etwas zu vertreten und dieses kann im Normalfall nicht besonders gut mit Kritik umgehen.

  2. Nichts kann wichtiger sein als das Leben, oder, wie Faulkner einmal gesagt hat, „between grief and nothing I will take grief.“

  3. lenakarlowski schreibt:

    Ich finde überhaupt diese „Fates worse than death“-Theorien nur schwer nachvollziehbar. Was kann den schlimmer als das dauerhafte Nichts sein?

    • Karin Koller schreibt:

      Das sagt Kurt Vonnegut, soweit ich mich erinnere auch und ich stimme voll zu.

      • lenakarlowski schreibt:

        Weshalb würden denn sonst Menschen in den verzweifeltsten, grauenvollsten Situationen so um ihr Leben kämpfen, wenn es Schlimmeres als den Tod gäbe?

        Ich glaube, dieser Begriff ist ein PR-Konstrukt aus jenen Zeiten, in denen man die Leute dazu bringen wollte, sich für etwas „Größeres“ zum Schlachtvieh machen zu lassen, und basiert auf einer Perversion des Ehrbegriffes.

      • Hofnarr schreibt:

        Na ja, apropos Selbstmord machen (kommt nach dem Leben mit dem Tod ein Nichts oder das Paradies der Islamisten?!) und anderen das Leben nehmen, den Tod wünschen oder andere zu töten: es ist nun mal noch einmal eine andere Sache, ob man selber stirbt (wir sterben alle einmal) oder sterben will (aus welchen Gründen auch immer), weil man für sich selber Schlimmeres als den Tod im Leben findet oder nach dem Tod erwartet oder ob man dies Leben anderen nimmt, weil man dies für andere entscheidet, sogar weil man, selbstsüchtig genug, meint, zb: als Mutter von kleinen Kindern nicht ersetzbar zu sein, von wegen das Kind könne ohne Mutter oder Vater jedenfalls nicht mehr sinnvoll und ohne zu brutal zu leiden weiterleben. Dies jedenfalls ist ein Tatsächlicher Wahnsinn, eine grausame Anmassung und ein wirklicher Uebergriff auf das Leben anderer!!! Dies soll und darf jedenfalls nicht geschehen und darf man auch niemandem anwünschen, aus welchem Grund auch immer!

  4. Hofnarr schreibt:

    Die Vorstellung, man sei unersetzbar ist jedenfalls krankhaft, ob es sich dabei nun um eine Frau oder einen Mann gegenüber seinen Kindern oder anderen Schutzbefohlenen oder Angetrauten oder aber um Firmeninhaber gegenüber ihrer Kundschaft und ihren Mitarbeitern handelt, denn diese Vorstellung kann sehr verheerende Folgen nicht nur für denjenigen, der krank ist, sondern eben auch für die solchermassen von ihm Abhängigen haben, die nicht nur mit Nervenzusammenbrüchen, Suchtabhängigkeiten und Schliessungen von Firmen enden, sondern eben auch innerhalb von Familien mit Entführungen, Mord und Totschlag von Kindern. Es gibt dazu zahlreiche grauenhafte Beispiele zB. die erst kürzlich bekannt gewordene Entführung und vermutliche Tötung der Zwillingsmädchen Allessia und Livia durch ihren eigenen, zufolge Scheidung unter Druck geratenen und mittlerweile durch Selbstmord verstorbenen Vater hier in der welschen Schweiz oder die 4 von ihrem ebenfalls durch Scheidung unter Druck geratenen deutschen Vater während der arabischen Revolution nach Aegypten entführten Kinder, die aber mittlerweile in Afrika wieder aufgefunden werden konnten und viele andere Kinder, für die es kein Zurück mehr gibt. Solche Leute wie diese hier beschriebene Mutter oder auch diese Väter gehören, sofern es sich nicht um vorübergehende Gedanken und Gefühle (zB. zufolge Schocks während eines schweren Verkehrsunfalls) handelt, jedenfalls in psychologische Therapie bevor’s zu spät ist.

    Das Leben unserer Kinder wie jedes Leben von uns Menschen gehört jedenfalls nur ihnen selbst, niemandem sonst, nicht uns Eltern oder Elterteilen oder anderen Einflussnehmenden, von denen sie nun eben in irgendeiner Form während zeitweiligen Phasen ihresLebens aus verschiedensten Gründen auf Gedeih und Verderb abhängig sind. Respektieren dies wir Eltern oder auch andere Menschen nicht, weil sie es nicht können, sind sie jedenfalls zu therapieren, denn Menschen sind immer ersetzbar, wenn es denn zufolge schwerer Lebensumstände sein muss, dies jedenfalls. Wir müssten deshalb durchaus auch Vorsorge tragen, dass ein Delegieren von Teilbereichen jeglicher Funktionen, die wir solchen von uns Abhängigen gegenüber inne haben, eben gerade in schwierigen Zeiten (wie es eben schwere Unfälle und schwere Krankheiten unter Umständen sein können) ohne Probleme möglich ist/wird.

  5. stephito schreibt:

    schwerster Text, und alle, die vor mir gepostet haben, sprechen das einzig Sagbare dazu.
    Ausser vielleicht unbeabsichtigt MarJar, denn vielleicht gibt es wirklich Situationen, so schrecklich sie sein mögen, wo sogar eine Mutter nicht nur keine Aussicht für sich in der Welt sieht, sondern auch für ihre Kinder. Es muss eine entsetzliche Verzweiflung sein, die diese Menschen in den Tod treibt, sodass sie sogar ihre Kinder töten. Es ist eine unglaubliche Anmaßung, so eine Tat zu setzen, aber die Frage ist doch, wie verzweifelt musste die Mutter sein, das denken zu können. Wenn das ein vorübergehendes Gefühl infolge eines traumatischen Erlebnisses war, das diese Mutter beschrieben hat, dann versucht sie doch gerade mit ihrer Äußerung diesen unfassbaren Gedanken, die Enormität desselben an der Realität zu prüfen. Das habe ich jetzt als jemand geschrieben, der seine Mutter mit vierzehn Jahren verloren, und nicht den Eindruck erworben hat, sie wäre ersetzbar gewesen. Gleichwohl steht es uns in keinster Weise zu, über das Leben unserer Kinder zu richten.

    • Hofnarr schreibt:

      Da es sich in diesem Artikel um eine Wiedergabe eines Gesprächs handelt, nicht aber um eine Rückfrage-Möglichkeit bei der entsprechenden Mutter, die das hier Geschilderte äusserte, frage ich mich, ob wir nicht allesamt dennoch von einer falschen Voraussetzung ausgehen. Da ich selber einen ausserordentlich schweren Unfall hatte, wo ich aber allein war, kann gesagt werden, dass ich im Nachhinein oftmals dachte, mein damaliger Hund und meine Bauernhof-Tiere wären nun wirklich bedauernswert gewesen, wenn ich einfach so innert Sekunden zufolge Unfalls von der Bildfläche verschwunden wäre… in der Folge nahm ich dann meinen Hund auf alle späteren Fahrten mit, damit er, falls ich noch einen solchen Unfall hätte, wenigstens Gelegenheit hätte, auch zu sterben oder aber begreifen könnte, was mir geschah, dass ich gestorben bin. Der Effekt solchen Mitnehmens des Hundes in der Folge aber war und der ist sehr beruhigend: Da ich ihn im Auto hatte, achtete ich sehr viel mehr auf die Erhaltung seines Lebens als auf das Meinige und fuhr deshalb sehr viel vorsichtiger und aufmerksamer, damit ihm nichts geschieht, als ich es, meinem eigenen Leben gegenüber gleichgültig genug, mir selber gegenüber getan hätte. Damit konnte ich seither sicherlich 3x verhindern, dass ich in andere schwere Unfälle verwickelt wurde.

      Mag sein, dass gerade das Wissen, da ist ja mein Kind im Auto und müsste allenfalls alleine übrig bleiben bei einem schweren Verkehrsunfall und verlöre mit dem Tod der Lenkerin des Fahrzeuges für immer ihre Mutter, in Tat und Wahrheit auch bei jenem Unfall dazu führte, dass die Mutter instinktiv das Richtige tat, um das Schlimmste zu verhindern und damit wie das KInd ebenfalls unbeschadet überlebte. Der bewusste Blick in die Tatsache während oder nach dem Unfall, man hätte in einer einzigen Sekunde der Unachtsamkeit oder auch Willenlosigkeit auch an jenem plötzlichen Unfall sterben können und das Kind hätte damit allenfalls allein(-gelassen) überlebt, beschäftigt einen noch sehr lange und kehrt allenfalls wohl ein ganzes Denkkonstrukt vollumfänglich um, sofern man vorher doch relativ leichtfertig mit seinem Leben, seiner Gesundheit und demjenigen anderer geliebter Mitmenschen umging, weil man es als selbstverständlich erachtet, einfach nur am Leben und gesund zu sein. Manchmal braucht es solche Momente, sich auch bewusst zu werden, für wessen Leben man sich eigentlich einsetzen würde, für das eigene, für das seiner KInder und Geliebten, für dasjenige auch von Fremden oder gar von Tieren oder allenfalls nur für das eine oder das andere oder aber für gar kein Leben und schliesslich warum… Es scheint mir deshalb richtig, Stephito, dass ein Versuch, mit einer solch extremen Unfallsituation auch im Nachhinein psychisch fertig zu werden, darin besteht, mit anderen darüber zu reden und eigene (allenfalls zufolge des Ereignisses auch neu entstandene, allenfalls auch befremdliche) Ansichten schliesslich auch an der Realität zu prüfen. Eigentlich geht ja aus dem von Karin Beschriebenen nicht hervor, dass sie selber an ihr Kind beim Unfall Hand angelegt hätte, um es umzubringen, nur einfach, dass es wohl besser gewesen wäre, dass bei Todesfalls der Mutter auch das Kind hätte sterben sollen, um dann nicht ein Leben lang seine verstorbene Mutter zu vermissen. Dies nun aber ist eine Ansicht, die wir jedenfalls nicht selber beeinflussen können, weder für uns selbst noch für andere, da das (mehr oder weniger grausame) Ueberleben und das Sterben zufolge Unfalls jedenfalls während eines schweren Unfalls nicht allein in unserer Hand liegt, sondern von vielerlei Faktoren abhängig ist. Sie und ihr Kind haben überlebt und die Mutter sollte deshalb sowohl sich selbst wie auch ihrem Kind nun wesentlich bewusster Sorge tragen, damit das wertvolle Leben aller weiterhin gewährleistet ist und es nicht geschehen kann, dass das Kind seine Mutter unter traumatischen Bedingungen einfach so innert Sekunden verliert! Das Kind wird es ihr danken, wie es auch meine Tiere mir seither danken, dass ich überlebt habe und weiterhin für sie Sorge tragen kann, wenn auch durchaus bleibend havariert… Vielleicht ist es dieses Ziel nach Unfall, man muss den eigenen, noch kleinen Kindern, welche von einem abhängig sind, jedenfalls als Mutter bestmöglich lebend erhalten bleiben, die einen nach Unfall bei der Verarbeitung des Geschehenen nicht in schwere Depressionen und andere Phobien und psychische Krankheiten des Aufgebens, Resignierens abgleiten lassen, die durchaus als folge aus Unfall nicht nötig wären, sondern weiterleben lassen, aber manchmal braucht es dennoch allenfalls auch psychische Hilfe von medizinischen Spezialisten, um damit sinnvoll umgehen zu lernen. Es könnte nämlich sein, dass diese Mutter zufolge Unfalls auch mit Formen eines schweren Schleudertraumas konfrontiert ist, ohne aber nach aussen sichtbare und messbare Verletzungen aus jenem Unfall zu haben, was sie aber durchaus während Jahren nach Unfall weiterhin sehr verunsichern kann, weshalb auch Gedanken rund um den Tod in allen Formen die Folge sein können… Dies wiederum bräuchte Menschen, die ähnliches erlebten, um sich mit ihnen auszutauschen, evt auch medizinische Fachleute und sehr viel Verständnis in ihrem Umfeld, um damit umgehen zu lernen und sich wieder selbst zu finden.

      • stephito schreibt:

        Das Unfassbare ist eben ziemlich unfassbar, auch wenn es Gedanken in einer lebensbedrohlichen Situation sind. Diese Gedanken nicht wahr haben zu wollen, sie für undenkbar zu erklären, ist ein Abwehrmechanismus, um sich selbst zu schützen, mir geht es genau so. Und das trübt dann den Blick sehr. Hofnarr hat den Vorhang ein wenig beiseite geschoben, das eigentliche Thema eröffnet, worüber es sich aber nur schwer schreiben lässt, auch für mich. Trotzdem ist das befreiend aus dem Dschungel der Empörung.

      • Karin Koller schreibt:

        Die Mutter aus meiner Geschichte hatte kein Schleudertrauma. Sie und ihr Kind blieben völlig unverletzt. Ich kann gut verstehen, dass man in einer außergewöhnlichen Stresssituation Dinge denkt, die irrational sind. Aufarbeitung ist sicher wichtig, um die Verunsicherung zu überwinden. Mich hat aber empört, dass die Frau noch Jahre später, nachdem alles überwunden war, in aller Selbstverständlichkeit so gedacht hat ohne zu akzeptieren, dass es eine andere Sichtweise geben kann.

      • Hofnarr schreibt:

        Deswegen eben ist eine Psychotherapie dringend anzuraten, weil manifeste Gedanken dieser Art, besonders nachdem die Kinder nun also vermutlich (bald) erwachsen sind und ihre Mutter nicht mehr auf die gleiche Weise benötigen wie als ganz kleine Kinder, diese Gedanken wohl heute nicht mehr aktuell sind bezüglich ihren vermutlich bald selbstständigen Kindern.

        Wenn das Fahrzeug vollkommen demoliert war, weil der Unfall wirklich schwer war, ist jedoch ohnehin anzunehmen, dass da ein Schleudertrauma vorhanden ist, ob nun attestiert oder eben nicht, aber Aussenstehende (welche selber kein Schleudertrauma haben) können das nicht beurteilen und Aerzte wollen das häufig nicht attestieren, vorallem wenn sie von Versicherungen kommen und dann lebenslänglich dafür zahlen sollen… Dennoch aber muss damit umgegangen werden können als Unfall-Opfer von schweren Unfällen.

  6. stephito schreibt:

    Jetzt vermute ich einmal, dass diese Frau nach dem Unfall allein gelassen wurde, dass eben nicht alles überwunden war, zumindest für sie nicht, und dass sie dabei auch keine therapeutische Unterstützung erhalten hatte. Diesbezüglich wäre sie dann ein Beispiel für viele Menschen, die so traumatisierende Erfahrungen machen mussten.
    Und der Vergleich mit Magda Goebbels hinkt sehr, ausser es kann jemand erklären, welche Optionen sie noch für ihre Kinder hätte sehen sollen. Ich will nicht wissen, welcher Schmerz in dieser Frau vorgegangen sein muss, vermutlich war es nicht einmal ihre eigene Entscheidung.
    Nur um das gleich klarzustellen, das habe ich jetzt als kriegsgeschädigtes Kind mit der Gnade der sogenannten späten Geburt geschrieben, und das Wissen über den Nationalsozialismus hat mich zu einem antifaschistisch denkenden Menschen gemacht.

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