Fische

Fische haben mich immer schon fasziniert. In meinen Kindersommern bei meiner Oma spielte ich oft mit dem Nachbarsbuben im Bach. Er stellte sich ganz ruhig ins Wasser, hob langsam, langsam einen Stein auf und fuhr blitzschnell mit der anderen Hand ins Wasser. Meistens hielt er dann eine Forelle in der Hand. Einmal sollte ich den Fisch für ihn halten, aber der war so glitschig, dass er sofort wieder in den Bach flutschte. Der Nachbarsbub war wütend, weil ich seine Arbeit zunichte gemacht hatte.

Später war es einmal ein Traum von mir, ein Tropenaquarium zu haben, ein ganz großes, vielleicht sogar als Raumteiler. Als ich erfuhr, wie viel Know-how erforderlich ist und wie viel Arbeit, habe ich den Traum wieder aufgegeben und mich damit begnügt, zweimal im Jahr im Warteraum meines damaligen Arztes die Tropenfische zu beobachten.

Am Anfang meiner Studienzeit verbrachte ich vier Wochen in Afrika. Einmal fuhr ich hinaus auf ein Riff und schnorchelte. Die Technik des Schnorchelns war mir fremd und ich schluckte ständig Wasser. Aber die Fische, die ich dort sah waren wunderschön

Nach dem Schnorcheln versuchte ich Fische für das Mittagessen zu angeln. Einen Fisch fing ich tatsächlich. Einen kleinen. Seither will ich jemanden aus meiner Familie dazu bringen, einmal mit mir Fischen zu gehen. Aber niemand teilt meine Faszination für Fische.

   

In dieser Schmuckkolumne stelle ich meine silbernen Fischohrringe vor. Mein Mann hat sie vor vielen Jahren in einem Einkaufszentrum für mich gewonnen. Das war ein großes Ereignis, denn wir beide hatten davor noch nie etwas Brauchbares gewonnen.

Die Fische hängen an einem silbernen Ring, den man in jede beliebige Creole einfädeln kann. Diesmal habe ich eine mittelgroße, relativ breite Creole gewählt. Die Fische baumeln mir so an den Hals, wenn ich mich bewege. Das fühlt sich angenehm an und macht ein klimperndes Geräusch. Das Gewicht der relativ schweren Fische in den Ohren zu spüren ist auch ein schönes Gefühl.

Mit größeren oder kleineren Creolen kann ich den Effekt dieser Fischanhänger verändern. Gleiches ist übrigens mit jedem Anhänger möglich. Es müssen nicht einmal zwei gleiche Anhänger sein. Ein bisschen Asymmetrie ist oft auch eine schöne Abwechslung.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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12 Antworten zu Fische

  1. Rupert schreibt:

    Immer schön, deine Ohrringe.

  2. shipwreckk schreibt:

    Weißt du noch, woher du den Schmuck hast? Ich suche schon lange zu meinen Meerestattoos passenden Schmuck. Und solche Fische wären optimal.

  3. whycantiseeemilyplay schreibt:

    wo sind die Tunnel hin?

  4. Pingback: Fische | Karin Koller

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