Hoops

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Hoops sind Creolen. Mit dem Wort Hoop verbinde ich aber etwas aus meiner Kindheit. Hula-Hoops. Diese Plastikreifen waren damals der letzte Schrei. Jeder musste einen haben. Nicht nur Kinder stellten sich jeden Tag stundenlang hin und übten, den Reifen möglichst lange um die Körpermitte rotieren zu lassen.

Ein gesunder Sport sei das, sagte man damals, er halte den Körper beweglich. Ich meine mich zu erinnern, dass es sogar Werbung gab, die eine gewichtsreduzierende Wirkung ohne große körperliche Anstrengung anpriesen. Gemeinsam mit Hawaii-Diäten oder sogar getrennt davon.

Ich hatte auch einen Reifen. Lange habe ich darum gebettelt. Dann stand ich im Garten und übte. Ich schwang meine Hüften, zuerst ruhig, dann – wenn der Reifen abzurutschen drohte – immer schneller, ruckartiger, verzweifelter, bis der Reifen nach kürzester Zeit zu meinen Füßen lag, nicht ohne vorher schmerzhaft an meine Knie angeschlagen zu sein.

Aber manchmal hatte ich einen Lauf. Da schaffte ich es, den Reifen minutenlang um meine Taille kreisen zu lassen. Wenn ich den Rhythmus fand, erschien es mir beinahe so einfach, wie es bei den Frauen in der Werbung aussah.

Dort schwangen leichtbekleidete Frauen mitunter nicht nur einen Reifen, sondern gleich mehrere, die nicht zusammen rotierten, sondern jeder für sich, wie die Umlaufbahnen von Planeten, in einer festen Ordnung, die von der Schwingerin bestimmt zu sein schien.

Wenn ich also wieder einmal einen Lauf hatte mit meinem Reifen, träumte ich davon, genauso elegant auszusehen, ich träumte auch davon, wie eine Sonne mit mehreren Planeten im Scheinwerferlich zu stehen. Und just in diesem Augenblick fiel der Reifen wieder mit einem Krachen zu Boden.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich eine Creolenkombination mit Silber und Gold vor. Am Ohrrand trage ich abwechselnd jeweils zwei silberne und zwei goldene kleine Creolen. Ins erste Ohrloch habe ich einen 8mm Silbertunnel eingesetzt. Durch diesen trage ich 3 Creolen: Eine 4cm Silbercreole, eine 7.5cm Goldcreole und eine 11 cm Silbercreole. Als Verschluss haben sie einen dünneren Stab, der direkt in die Creole hineingesteckt wird (also keinen Klappverschluss). Deshalb passen alle drei Creolen in den relativ kleinen Tunnel.

Die Creolen baumeln mir an den Hals und an die Schulter. Beinahe geben sie mir so ein neckisch glamouröses Gefühl wie die Hula Hoops in meinen Träumen zu ihren besten Zeiten.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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6 Antworten zu Hoops

  1. Inge schreibt:

    Einfach schön… und muss sich bestimmt besonders anfühlen.
    Macht das Klappern der grossen Creolen gegeneinander viel Geraeusch nah am Ohr oder ist es erträglich?
    LG

  2. Jonas A schreibt:

    Es ist etwas besonderes mit Hoops oder Kreisen. Die Schönsten Ohrringe sind grosse runde Creolen, genau so wie Karin sie hier tragen. Ich weiss nicht warum sie mich so viel gefallen, aber est ist immer so.

  3. Magica (@DeSpell_) schreibt:

    Dein Ohrwaschl ist ja schon total zersiebt!

  4. joansanders schreibt:

    „Dein Ohrwaschl ist ja schon total zersiebt!“

    Is this rude language?

    As always you are so lovely!

    Br. Joan S.

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