Zahnräder

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Immer schon habe ich gerne mit Lego gespielt. Jetzt auch noch. Lieber als kreativ in Eigenregie (dort kamen die immer gleichen Häuser und Autos heraus) baute ich mit Anleitung. Am liebsten Lego-Technik. Jetzt darf ich auch wieder meinem Sohn helfen, einen Lastwagen zusammenzubauen. Einen mit Fernbedienung.

Faszinierend dabei finde ich, wie wir mit dem Innenleben des Autos beginnen. Wie ich mir anfangs noch gar nicht vorstellen kann, wo genau der Teil, an dem wir gerade arbeiten, hingehört. Wie die Zahnräder ineinander greifen und mehr und mehr von ihnen zusammengehängt werden, damit sich ein funktionierendes Ganzes ergibt. Aber auch, wie winzige Fehler das gesamte Triebwerk unbrauchbar machen.

Ich denke dann immer, wie ähnlich der Aufbau eines Gedankenwerks eigentlich ist. Man fügt Rädchen an Rädchen. Macht man einen Fehler, stürzt es in sich zusammen oder wird lahm. Im Gegensatz zur Legoanleitung läuft man bei einem Gedankenkonstrukt aber ständig Gefahr, die Rädchen zwar zueinander korrekt, aber in eine falsche Richtung zusammenzustecken. Dann scheint alles in sich schlüssig, man verrennt sich aber dennoch.

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In dieser Schmuckkolumne zeige ich eine Kombination, die sich fast wie ein Zahnradwerk ineinanderfügt. Zarte Ohrhänger aus kleinen Silberkuppeln mit Goldkügelchen und einer Öffnung, durch die ein Ring aus Silberdraht gezogen ist, trage ich direkt im ersten Ohrloch. Den verschraubbaren goldfarbigen Tunnel habe ich danach eingesetzt und durch diesen trage ich Silbercreolen, deren Durchmesser genauso groß ist, dass die unterste Goldkugel des Ohrhängers den Innenrand der Creole berührt. Wären die Schmuckstücke nur wenige Millimeter größer oder kleiner, würde die Kombination nicht funktionieren.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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15 Antworten zu Zahnräder

  1. Mag. Anton Hujecek schreibt:

    Warum haben Sie sich so große Löcher in die Ohren gestanzt?

  2. Manu schreibt:

    Hallo Karin,

    Ich finde, dass die gedehnten Ohrlöcher wunderbar zu deinem Look passen! Eine Steigerung dieser Variante wäre nur die Verwendung von Tunnels mit schmalem, dünnem Rand.
    Wirst du deine Ohren weiterdehnen? Oder weitere Ohrlöcher stechen lassen?

    Ich spiele derzeit mit dem Gedanken einen ersten Schritt in die Welt der Tunnels zu wagen.

    LG
    Manu

    • Karin Koller schreibt:

      Danke. Ich werde sicher noch weitere Ohrlöcher stechen lassen. Ob ich weiterdehnen werde, weiß ich noch nicht. Wie weit möchtest du dehnen?

      • Manu schreibt:

        Da bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht so ganz sicher. Zunächst möchte ich so auf 8mm evtl. auch 10mm gehen. Ich glaube, dass ich das nach der Form des Ohrläppchens entscheiden werde. Außerdem wird immer wieder genannt, dass sich bis zu einer Größe von 8-10mm die Ohrlöcher wieder zusammenziehen können.

        Vielfach wird aber auch geschrieben, dass das Dehnen wie eine Sucht ist und man dann nicht aufhören kann…
        Ich bin mal gespannt wie es bei mir sein wird.
        Vielleicht renne ich ich irgendwann mit 25mm Tunneln durch die Welt, und das obwohl ich es anfangs überhaupt nicht wollte 😉

      • Laura schreibt:

        Was lässt du dir als nächstes stechen?

    • Laura schreibt:

      was hast du bisher, manu?

      • Manu schreibt:

        @Laura
        Was hast du bisher? Hast du weitere Pläne?
        Spielst du auch mit dem Gedanken deine Ohrlöcher zu dehnen, oder hast du sie schon gedehnt?

      • Laura schreibt:

        Ich habe insgesamt 15 Ohrlöcher (je ein Outer Conch, je zwei Inner Conch. Ein Industrial. Die Tragi. Und 5 Ohrläppchen)

  3. Manu schreibt:

    Bisher habe ich auf jeder Seite ein normales Ohrloch und auf der linken Seite ein Helix.

  4. Manu schreibt:

    Ich habe mich getraut und die ersten kleinen Schritte zu gedehnten Ohrlöchern sind gemacht. Ich bin echt gespannt, wann ich weiterdehnen kann, denn wie Karin und auch andere bereits beschrieben haben, ist es wie eine Sucht. Habt ihr bereits auch weitergedehnt oder werdet es bald tun?

    lg

    • ali schreibt:

      Hi manu, bei mir hat es auch so angefangen, und nun bin ich bei 16mm angelangt. Wie weit bist du schon?

      • Manu schreibt:

        Ich bin mittlerweile bei 3mm angelangt. Allerdings dehne ich relativ langsam und in größeren Zeitabständen von mindestens 4 bis 6 Wochen. Das ist manchmal ganz schön schwer, denn wie Karin schon in verschiedenen Artikeln beschrieben hat, verspüre ich immerwieder einen gewissen „Kick“. Ich bin mal gespannt, ob ich auch künftig so konsequent zu mir selbst sein werde und die Dehnpausen so einhalten kann.

        Gruß Manu

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