Kugelbahnen

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Mir hat immer schon gefallen, einer Kugel zuzusehen, die in einem kreisförmigen Gefäß mit Schwung in eine Umlaufbahn geworfen wurde. Wie eine Roulettekugel. Die Vorstellung, wie sich die Kugel allein durch den kleinen Energieschub so lange auf ihrer Bahn halten konnte. Wie ein kleiner Planet, der um die Sonne kreist. Aber auch die Vorstellung, wie schnell de Kugel wieder an Schwung verliert, ihre Kreise enger werden und schließlich die Kraft für einen richtigen Kreis nicht mehr ausreicht. Als könnte das der Erde auch passieren und sie stürzte eines Tages in die Sonne.

Aber die Bahn war das eigentlich Wichtige, der Tanz der Kugel im Kreis. Oder auch des Kreisels, der sehr definiert seine Bahnen zu ziehen schien. Wo ich manchmal gerne eine Stift unten angebunden hätte, damit ich sehen könnte, ob der Kreisel ein definiertes Muster vorzeichnete, oder ob das nur so aussah. Dann begann der Kreisel zu schwanken, seinen Rhythmus zu verlieren, umzufallen und am Schluss wie ein auf den Rücken gefallener Käfer zu taumeln.

Wie zur Erinnerung an die Vergänglichkeit des glorios eleganten Schwungs.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich eine Silber/Gold-Creolenkombination vor. Am Ohrrand trage ich abwechselnd kleine silberne und goldene Creolen. Im ersten Ohrloch habe ich einen 10mm double-flared Goldtunnel eingesetzt, durch den ich schmale Goldcreolen mit 4cm Durchmesser trage. In den Conch habe ich diesmal 7cm Silbercreolen eingesetzt. Die sind so groß, dass sie genau die kleineren Goldcreolen umkreisen, sie aber nicht berühren.

Die kleineren Creolen wirken, als ob ein kleiner Impuls genügte, um sie in den Silbercreolen rotieren zu lassen.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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14 Antworten zu Kugelbahnen

  1. Ari schreibt:

    das ist sehr extravant und elegant, ist das denn schmerzhaft sich in der ohrmitte piercen zu lassen?

    • Karin Koller schreibt:

      Danke. Das Conchpiercing gehört zu den schmerzhaftesten Piercings. Es verheilt auch relativ langsam. Ich finde es aber so schön, dass es sich trotzdem auszahlt, eines machen zu lassen.

      • Thomas schreibt:

        Deine Conchpiercing sind wundervoll mit den großen Ringen drin. Der schmerz hat sich doch alleine dafür gelont. Echt schön. Was villeicht auch intrssant aussehen würde, Ringe in den Conchlöchern zutragen die durch die Tunnel gehen.

      • Karin Koller schreibt:

        Danke. Gute Idee. Ich müsste probieren, ob ich Creolen habe, die genau passen.

  2. Ari schreibt:

    oje, ich bin ein bisschen feig leider

  3. Laura schreibt:

    Tolle Ohren. Wow. Planst du noch mehr Piercings, insbesondere oben?

  4. Laura schreibt:

    Ich habe insgesamt, wenn ich das richtig verfolgt habe, ziemlich genau die Hälfte von dir von der Anzahl her. Einige habe ich dir aber doch voraus, wenn auch nur an den Ohren. 🙂

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