Every otherness

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Every other. Jedes Zweite. Aber eigentlich: Jedes andere. Ich versuche mir, wenn ich diesen Begriff lese, vorzustellen, was „jedes andere“ bedeuten könnte. Das Andere impliziert immer das, das weiter entfernt ist. Nicht räumlich, aber vom Gefühl her. Etwas, das weniger erstrebenswert ist als das Eigene. Zumindest basiert vieles an politischer und anderer Werbung auf diesem Prinzip.

Hier aber, bei every other, wählt man genau jedes andere. Das ist es, was man will. In der wörtlichen Übersetzung zumindest. Und das gefällt mir.

Ich stelle mir eine Every Otherness vor. Wo jede und jeder so anders sein kann wie erträumt. Und das dann erwünscht ist. Weil das Gegenteil vom Anderen, das Eine, dann nur ein Füllmaterial wäre. Bestenfalls. Und das Andere eben die vielfältige Schönheit ausmachen würde. Und alle das auch wüssten und schätzten.

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In dieser Schmuckkolumne trage ich meine breiten Silbercreolen. Diesmal aber nur in jedem zweiten Ohrloch. Dazwischen habe ich goldene Kugeln eingesetzt. Für die eine Kombination trage ich fünf Creolen auf diese Weise. Für die andere nur drei. Dafür aber auch eine kleine Silbercreole am oberen Ohrrand.

Mir gefällt es, die gleichen Ohrringe auf verschiedene Arten zu tragen. Die Every Otherness dieser Schmuckstücke auszuloten.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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10 Antworten zu Every otherness

  1. OldMac78 schreibt:

    Hallo Karin,

    wieder mal eine atemberaubende Ohrring-Kombination von Dir. Die linke Seite mit den 5 Creolen gefällt mir dabei noch ein wenig besser. Ich glaube, mit Deinen größten Creolen würde das auch extrem elegant aussehen. Oder auch mit Deinen vielen goldenen mit viereckigem Querschnitt. Nur mal so als Anregung für eine kleine Serie in der Serie….. 🙂

  2. agathakath schreibt:

    Hey, ich mag deinen Stil sehr. Ich bin jetzt Ende 30 und bemerke an mir seit einiger Zeit, dass ich plötzlich das Bedürfnis habe, Schmuck zu tragen. Viel Schmuck. Vor einigen Jahren hätte ich das alles noch als ausgesprochen uncool abgelehnt. Heute freue ichmich, wenn ich beim Laufen klingle. Mich würde interessieren – wenn das keine zu persönliche Frage ist -: wardas bei dir immer schon so, oder ist das auch im Laufe der Zeit entstanden?

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