Pensées: Ein Ausflug nach Riva del Garda

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  1. Am letzten Tag unserer Italienreise holen wir die Kinder in Borgo bei den Großeltern ab und fahren mit ihnen nach Riva del Garda.
  2. Um das zu tun, müssen wir aber zuerst von Giulianova hinfahren.
  3. In einer sechsstündigen Autofahrt.
  4. Wir stehen früh auf, sind am frühen Nachmittag in Borgo, schnappen uns die Kinder und fahren nach Riva.
  5. Auf der ganzen Fahrt sieht das Wetter vielversprechend aus. Die Kinder haben die Badesachen dabei. Aber kurz bevor wir den Gardasee erreichen, bewölkt es sich.
  6. Wir checken im Hotel ein. Es liegt direkt am See und auch direkt in der Stadt. Von unseren Zimmern aus können wir auf den See schauen.
  7. Die Kinder wollen unbedingt die Füße in den See stecken. Sie balancieren auf den Steinen, bis es zu tröpfeln beginnt.
  8. Auf der Suche nach einem Unterstand werden wir ins Museum der Stadt gespült.
  9. Eine Sonderausstellung zeigt Riva in alten Ansichten. Eine andere die Resistenza nel Basso Sarca, einem Tal im Trentino, 1943-45.
  10. Das Museum ist in einem Gebäude mit Turm, auf dessen Dach man einen schönen Ausblick auf die Berge und den See hat.
  11. Während ich mir die ständige Ausstellung ansehe, werden die Kinder von einem Museumsmitarbeiterin mit Faltbasteleien beschäftigt.
  12. Das Wappen von Riva unter napoleonischer Herrschaft zeigte einen Adler mit Schild, auf dem ein Drache mit Krone gerade ein Kind verschlingt. Blut spritzt.
  13. Ein Gemälde stellt die Abreise General Vendomes Anfang des 18. Jahrhunderts dar. Der ganze See ist voller Boote. Es sieht aus, als würde hier gefeiert. Nur die vielen Soldaten, die winzig klein sich den Berg herunterschlängeln zeigen, dass hier Krieg war.
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  15. Nach dem Museum gehen wir in eine Pizzeria am Platz zu Abendessen. Es regnet stärker, wir ziehen die Jacken nicht aus, bleiben aber unter dem Regendach im Freien.
  16. Die Kinder bestellen Würstchenpizza und ähnlich Schauerliches, das aber offenbar für Touristen wie uns auf der Karte steht.
  17. Nach dem Essen klart sich der Himmel auf. Wir schlendern durch die Stadt. Die Souvenirshops und einige andere Geschäfte haben noch offen.
  18. Katharina kauft sich eine Maske mit Goldpailletten und lila gefärbten Straußenfedern. Lukas sucht nach einem Fußballtrikot und ich kaufe mir ein Kochbuch mit Ricette della Nonna.
  19. Der Platz am See füllt sich immer mehr, es findet ein Public Viewing des Spiels um den dritten Platz statt.
  20. Die Kinder betteln, dass sie es sehen dürfen. Ich bin müde und möchte es gar nicht schauen, mein Mann verspricht ihnen, dass sie es im Hotel anschauen können.
  21. Und dass wir noch ein Eis essen gehen.
  22. Auf dem Platz verkauft ein Mann Plastikspielzeug, das wie Löwenzahnsamen gebaut ist und eine Glühbirne hat. Mit einem Gummiband spickt er das Spielzeug in die Höhe und es schwebt leuchtend und sich um sich selbst drehend wieder auf den Boden herab.
  23. Das sah so schön aus in der Dunkelheit.
  24. Das muss ich haben. Die Kinder auch. Deshalb kaufe ich drei.
  25. Beim Eisessen probiere ich es aus. Mir spickt es nur gegen die Hand. Ich werde die richtige Technik lernen müssen.
  26. Kurz bevor das Spiel beginnt, kommen wir ins Hotel. Wir schauen, aber ich bin so müde. Fällt ein Tor, hört man das vom Platz her zwei Sekunden früher als wir es im Fernsehen sehen.
  27. In meiner Müdigkeit wirkt das gespenstisch.
  28. Die Kinder sind auch müde. In der Pause bringe ich sie dazu schlafenzugehen.
  29. Am nächsten Morgen ist schönes Wetter.
  30. Die Kinder lieben Frühstücksbüffets. Sie essen so viel, dass ich Angst habe, sie könnten platzen. Dann gehen wir zu See. Die Kinder und mein Mann wagen sich bis über die Knie hinein. Ich bleibe vornehm am Ufer und ärgere mich über meine engen Hosen, die sich nicht aufrollen lassen.
  31. Wir gehen noch einmal durch die Stadt. Nach dem Mittagessen fahren wir nach Hause. Unterwegs gehen wir in die Eisdiele Bologna in Mori.
  32. Die wurde uns als eine der besten Eisdielen weit und breit empfohlen.
  33. Und man hat nicht gelogen.
  34. Wir nehmen Fruchttörtchen und Cremeschnitten für zu Hause mit.

IMG_5286 IMG_5341 Mori

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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