Feldchirurg Dietz

Türkenkrieg

Meister Johann Dietz erzählt sein Leben. 1686

Mittlerweile wurde ich abermals krank und bekam die rote Ruhr, so heftig, daß jedermann, ich selbst, meinete: ich müßte an dieser schmerzhaften Krankheit sterben. Ich lag im Zelt mit alten Lumpen und Säcken bedecket. Keine Arznei wollte helfen. Konnte gar nichts essen, obwohl sonst Schmal-Hans unter vielen regierete.

Ich hatte aber aus Vorsorge auf das Künftige von allerhand Viktualien, welche wir auf dem Marsch überflüssig hatten und die von den andern weggeworfen wurden, fleißig in unserm Rüstkarrn – da die Feldkiste in geführet wurde NB. – fleißig aufgehoben und den Vorrat bisher gar nicht angegriffen. Es wollte mir aber kein Essen zu Leibe. (Es kame mir aber hernach zustatten, als die Not größer ward.)

Nun, ich lag so da in meinem Zelt und erwartet mein seelig Ende. War sehr matt und schwach; ganz verlassen und hatte keinen, der mir ein’n Trunk Wasser, so ich teuer bezahlen mußte, holete. Da ging ohngefähr ein Musketier vorbei, der hatte ein hölzern Spießchen mit sauren Gurken. Ich rufte und schrie: »Freund, geb‘ mir auch was, ich will’s bezahlen!« – Allein er wollte nicht; sagte: »Wollt ihr was haben, holet’s im kaiserlichen Lager an der Donau.«

Ich raffte mich zusammen; alle Kräfte bot ich auf; so großen Appetit zu den Gurken hatte ich. Mehr kriechend, als gehende, kam ich zu den Marketendern an der Donau, welche ganze Faß voll hatten. Ließ mir erst vor fünf Ungrisch bald einen Hut voll geben, welchen ich mit solcher Begierde aufaße, daß ich noch vor zwei Ungrisch forderte. Da ward es mir gar kalt im Leibe.

Und ich machte mich wieder auf die Heimreise nach dem Lager, gänzlich vermeinend, es würde nun mein Letztes sein. Kam ins Zelt. Da war einer von meinen Kamraden, welcher mich fragte: wo ich gewesen, indem er vermeinet, mich nicht wieder zu finden. Ich sagete ihm, was geschehen. »Nun, sagte er, das ist der Nagel zur Sterbekiste, mache dich nun fertig.«

Ich legte mich und bat ihn, mich zuzudecken. So er auch that, so gut er konnte. Denn er war gewiß noch ein treuer Freund, so mich vorhin durch Äpfel erhalten, in dem Marsch. Ich ihm aber seinen durchschossenen Arm kurieret hatte. So bald ich mich geleget, bin ich in Schlaf verfallen. Da er gemeinet, ich war tot. Und habe sechs bis acht Stunden geschlafen.

Da war es, als wäre ich neugeboren. Der Schmerz und Durchfall hatte aufgehöret; die Hitze war weg, in summa, ich wurde gesund.

Das laß mir ein NB. sein: was die Natur mit Begier suchet, ist ihre Arznei! – Es hat zwar dies seine Raison; weil die Krankheit sehr hitzig und alle Teile relancierende etc., die eingemachten Gurken aber kühlend und adstringierend. – Doch mag ich dies Rezept nicht in mein Rezeptbuch schreiben, wie jener Doktor: Sauerkraut vor das Fieber!

Wir mußten unser Lager verändern, weil wir sehr weit abgelegen, jedoch der Feind uns mit Stücken erreichen konnte, daß die Kugeln durch unser Lager oft kollerten, und einsmals einem von uns, als er meinete, die Kugel mit dem Fuß aufzuhalten, den Schuhe und ein Stück vom Bein mit wegnahm. Wiewohl, wir in dem andern Lager noch viel näher kamen, daß der Feind in unsere Versammlung, Betstunden und Sonntages-Andachten, welche unter einem aufgezognen Gezelt vor der Trommel oder einem Feldtisch mit größester Andacht gehalten, das Abendmahl ausgespendet und insgesambt Beicht gehöret und absolvieret wurde, mit Stücken schoß, daß Zelt und Stangen (einsmals aber zwei Pferde und keine Menschen) übern Haufen geschossen wurden.

Wir stunden gleich an kaiserlicher Reiterei auf einem hohen Berge mit unserer Artillerie. Mein Zelt fast zuletzt an der Reiterei.

Und hatte ich mein Bette, statt des Stroh, welches wir nicht hatten, von Hecken und Dornen einer halben Elle hoch von der Erde gemacht. Und das war sehr gut; weil die andern, so platt auf der Erde lagen, meist sturben. Das Unterbette waren alte Säcke,- das Oberbette alte Zelt. – Es war doch besser, als wie wir oft unter freiem Himmel liegen mußten, da der Sattel mein Kopfkissen, und das Pferd, das Nachtes zu grasen, ans Bein gebunden; zumal an Bergen ich öfters des Morgens halb mit dem Leib im Wasser gelegen hatte, und doch gut schliefe.

Unser ganzes Lager diesseits der Donau wurde mit einem Tranchéement, halb Pieken tief, umbfasset, weil sich der Feind, zweimalhunderttausend Mann, hie und da auf dem Gebürge sehen ließ, die Stadt zu entsetzen.

Ohngefähr den dritten Tag, da wir unser Lager bezogen und Tranchéen vor uns gemacht und eine Wagenburg umb die Artillerie geschlagen, waren die eingerückten Schweden, deren etliche Regimenter bei den Sachsen stunden, mit ihrem tiefen Graben noch nicht fertig; welches dem Feind verraten war. Deshalb sie des morgens frühe, als es kaum dämmerte, mit ihrer ganzen Armee durch diese Öffnung uns ins Lager gingen.

Ich hörete also zuerst Appell, hernach Lärm von der Reiterei blasen. Ich aus dem Zelt raus und sahe: siehe, da kam die ganze türkische Armee, wie ein Bienenschwarm, immer in der Aue zwischen den Bergen, mit erschröcklichem Geschrei, wie sie pflegen, konfus, ohne Ordnung, außer: ein alter Aga mit bloßem Säbel in der Hand voran, immer durchs Lager durch, was sie antrafen, mußte über die Klinge. Ehe sich unsere Leute resolvieren und setzen konnten, blieb mancher aufm Platz, unversehens.

Als aber von dem Herzog von Lothringen fünf Regimenter, erstlich Kürassier und dann vier Regimenter Infanterie, vor das Loch gestellet und mit Stücken unter die Türken gespielet wurde, von beiden Seiten ganze Lagen und Salven unter sie gegeben, da waren, die noch draußen, im Augenblicke fort, ohne die mit Pferd und Mann gefallen. Man verfolgete den Feind. Die aber drinnen waren, deren wenigstens sechs- bis achttausend, stießen auf die Bayern und Wallonen, welche einen Graben und Brustwehr in Eil aufgeworfen. Da fielen die Türken wie die Fliegen. Und sind nicht mehr als etwa sechshundert in die Stadt, wie wohle alle beschädiget, kommen. Als die übrigen Türken in dem Lager so hart auf die Bayerischen und Wallonen gestoßen, sind sie wieder zurück, und auch in unser Lager gekommen, wollten gern wieder über die Tranchéen naus. War aber unmöglich. Maßen diesseits die aufgeworfene Erde eine große Tiefe machte, daß Mann und Pferd den Hals stürzete und mit den Pieken vollends totgestochen wurde. Da ging es an ein schießen und Metzlen, daß nicht einer davon kam!

Sie waren so verbaset und irre, daß ich selbest gesehen, daß sie dasaßen aufm Pferd, hatten zwar den Säbel in der Hand, doch die Hände übereinander geschlagen, ihre Augen gen Himmel gerichtet, und ließen sich so totschießen, wurde auch keiner bei dem Leben gelassen, sondern alle massakrieret und meist die Haut abgezogen, das Fett ausgebraten und die membra virilia abgeschnitten und große Säcke voll gedörret und aufbehalten. Als woraus die allerkostbareste mumia gemacht wird. Sie wurden auch meistens aufgeschnitten und die Eingeweide durchsuchet, ob etwa, wie ehemals, Dukaten verschlucket gefunden würden.

Es wurde bei der großen Hitze, die Tages in diesem Land ist, (des Nachtes aber sehr kalt, daher die meisten Krankheiten und das Sterben der Deutschen kombt, sonderlich wann sie bloß auf der Erde liegen und die kalten Dämpfe in’n Leib dringen, welche die rote Ruhr mit dem jungen ungrischen Wein erregen) es wurde, sage ich, von der Hitze, von dem Braten und den aufgeschnittenen toten Körpern von Menschen und Pferden so ein Gestank und Gift, maßen alle Gassen im Lager volllagen, daß niemand bleiben konnte. Dahero die ungrischen Bauren und Tolpatschen gezwungen wurden, große Löcher zu graben und die Körper übereinander zu werfen und zuzuscharren.

Ich hätte mein Glück bei diesem Zustand machen können, so ich in meinem Zelte geblieben, bei welchem zwei Bassen (welches vornehme General untern Türken) totgeschossen wurden; welche ich in dem Tumult ganz wohl hätte ins Zelte ziehen und plündern können. Allein das Schröcken war im Anfang groß; weil keiner wußte, wie es ablaufen würde. Daher jedermann sich retirierte. Ich auch in unsere Wagenburg lief. Und da die Türken schwadronenweis auch auf uns stießen, ich weidlich mit gehauenen Kugeln unter selbige schoß. Unser Obrist und Obristleutenant verboten zwar, nicht ehe zu schießen, bis das Weiße im Auge zu sehn. Aber da war kein Haltens und Kommandierens, sondern es brennete los, wer nur kannte. Unser Obrist wollte gar die Stück umbkehren und ins Lager richten; allein er bekam dafür eine starke Reprimande.

Ich mußte hernach ansehen, daß zwei oder drei kaiserliche Reiter (denn wir dicht dabeistunden) die beiden Bassen bei meinem Zelte auszogen und an Goldbörschen und anderm gute Beute machten. Ich kam dazu und wollte auch mit teilnehmen, weil es in unserm Lager und meinem Gezelt. Allein die Kerl gechten mich, als einen jungen Menschen, mit auf die Brust gesetztem Stilett bald davon, sagende: »Du etc. wir haben die totgeschossen, und du wolltest Beute haben?«

Inzwischen hatten vorgedachte Kürassier-Regimenter, als der General Heißler und Dünewald, als berühmbte Helden, den Feind verfolget und weidlich scharmutzieret.

Als er sich des vierten Tages drauf mit seiner ganzen Armee, hundertfunfzigtausend stark, in Form eines halben Mondes, in Schlachtordnung auf der andern Seite des Lagers, auf einem Berg, sehr vorteilhaft gestellet (indem durchaus vor seinem ganzen Lager eine große jählinge Tiefe und gleichsam Natur-Veste, daß ihm nicht beizukommen; auf welche Höhe sie große und viele Stück gepflanzet, die weidlich hernach auf uns losgingen), gleich wurden von jedem Regiment durch die ganze Armee fünf Kompagnieen mit sambt Reiterei und Artillerie kommandieret, dem Feind entgegen zu rücken, ins Feld. Gleichfalls Schlachtordnung und das Treffen in drei Linien gestellet. Die Artillerie, unter welcher ich auch war, in die Mitte, bedecket.

Drei Tage lagen wir so gegen einander. Und war lustig anzusehen und zu hören, wie Trompeten, Pauken, Trommeln und Schalmeien untereinander gingen; die Stück und Granaten bisweil donnerten. Die Volontärs und was Courage sehen lassen wollte, forderten einander raus, auf den Platz. Sie mußten aber alle erst bei der Generalität umb Erlaubnis ansuchen, und dann ging es auf einander los. Die Türken braviereten bisweil ein, zwei oder drei mit ihren Pferd und Säbeln; und dann kamen ein, zwei oder drei von unsern, gingen auf solche los mit Pistol und Pallasch; da denn bald dieser, bald jener vom Pferde fiel. Doch muß ich mich verwundern, wie geschwind die Türken mit ihrem Pferd und Säbel waren; ob sie wohl auch Pistolen führen und selbige löseten, so waren sie doch gemeiniglich ungewiß. Hingegen, wann unsere sich verschossen und gefehlet hatten, waren sie, wie der Blitz, mit dem Pferd da, den Kopf runtergezogen, mit dem Säbel solchen von der Erde aufhebend und mit sich zum Triumph nehmende.

Den dritten Tag, etwa umb ein Uhr, ging ihr rechter Flügel auf unsern linken Flügel los, welche am nahesten bei der Stadt waren, welche alles mitsehen konnte; viele Zeichen sie gaben und gerne Succurs oder Entsatz haben wollten. Da ging das Treffen mit erschröcklichem Geschrei an und konnte man vor Dampf und Feuer, wiewohl ich am Berge lag und zusahe, nicht viel sehen. Allein unser linker Flügel wurde mit solcher Forsche angegriffen, daß, wo ihm nicht vom andern Treffen oder Avant-Garde einige Regimenter Kürassierer zugekommen, sie ganz gewiß hätten weichen müssen.

Das Treffen nahm überhand, und fochten beiderseits desperat, daß also die ganzen Armeen fochten. Da war nichts, als Donner, Blitz, Rauch, Geschrei, Trommeln, Lärmen und Trompeten. Die Stücke, mit Kartätschen geladen, spieleten mit Macht darunter und wurden bald hie, bald da hergezogen, nachdem sich der Feind gewendet hatte. Mir ward sehr angst bei der Sache, weil man nicht wußte, wohin das Glück sich wendete.

Nach einer oder fünfviertel Stunden fing der Feind an, zu weichen und suchte die Berge, mit Verlassung einiger Stücke und erschröcklichen Toten, welche zwar unserseites auch nicht fehleten. Und da alles untereinander lag, einige tot, einige halbtot und nur blessieret.

Mein guter Kamrad kam bei mir auf die Walstatt. Funden unter andern einen Tartar mit einem großen Bart; lag auf dem Rücken; streckte alle vier von sich, sein’n Köcher und Pfeil‘ bei sich liegend; welcher heftig krunkset‘ und stöhnete. Mein Kamrad nahm sein dreieckigt Stilett, so sie damals führeten nach spanischer Manier, stach solches dem alten Tartarn durch die Brust; und weil dieser alte, harte Brustknochen hatte, brach es mitten entzwei. Mein Tage habe ich keinen erbostern Menschen gesehen, als den. Er nahm das Heft mit übrigem und schmiß es mit solcher Gewalt dem Alten vor den Kopf, daß er augenblicklich starb. Ich lachte ihn aber aus: ob er sich an einem schon Toten rächen wollte?

Unsere Armee verfolgete den Feind auf das Gebürge über eine Meil Weges. Da satzten sich die Türken und kam’s wiedrum zu einem harten Treffen.

Indeß blieb die Belagerung stehen. Obwohl der Feind etliche mal in dem Treffen ausgefallen, wurden sie doch tapfer zurückgeklopft von bayerischer Seite, welche die innere Festung und Burg belagert, als an welcher Seite das erste Treffen geschahe. Bei der Gelegenheit und bei dem zurückgeschlagenen Ausfall ein Teil von der bereits gesprengeten Burg einbekommen und Posto mit dreihundert Mann gefasset ward. Die Türken hatten indeß so viel Reis-Holz und Stroh darumgeleget und diese Mannschaft zu Tode geschmauchet, daß sie sich teils selbst herunter und den Hals gestürzet.

Bei dem Zustande, da die Feind geschlagen und wieder ein neu Treffen oben geschehen sein sollte, darin die Unsern victorisieret, ließ ich der Thorheit meiner Jugend abermals unbedachten Lauf, suchte reich zu werden und wäre, wo mich GOtt nicht sonderlich erhalten, bald umb Leib und Leben gekommen.

Ich hatt‘ mich nämlich, weil ich Freiheit hatte, auf den Weg gemacht, wo das Treffen vorgegangen; und kam dahin, wo abermals viel Tote und Blessierte von Pferd und Menschen übereinander lagen. Ich hatte einen mit einem grünen Sammet-Pelz mit silbernen Knöppen vor mir, ihn auszuziehen; wie andere thaten. Da er aber anfing, ungerisch zu reden und noch lebete, ließ ich ihn liegen und packete einen andern an, welchen ich vor einen Türken hielte, weil er silberbeschlagene Köcher und Pfeil‘, silberbeschlagenen Säbel hatte, so ich nahm, und eben nach der Goldbörse suchte.

Da ward ein Zetergeschrei. Ich sahe mich umb. Da war alles voll Türken und Tartern, welche den Plündernden die Köpfe runtersäbelten, sie auch bei den Haaren übers Pferd wurfen; denn die Türken und Tartern sind starke Leute. Es würde mir gleichso gegangen sein, wenn ich nicht gleich alles von mir geschmissen und es aufs Laufen gelegt. Zu meinem Glück ich einen Damm antraf, auf beiden Seiten mit Bruch und Morast, zu welchem ich hinuntersprang und mich nieder, in’n Bruch, auf mein Angesicht legte und kuckete, wo es hinaus wollte. Da ging die völlige türkische Armee vorbei, über den Damm, weil sie unsere Leute repussieret und zurückgetrieben hatten.

[…]

Es war just umb ein Uhr bei hellem Wetter mittages, da die Türken pflegten zu schlafen oder zu essen. Und hatten sich’s am wenigsten versehen, als die Unsern in der größten Stille, ohne einigen Schuß, die Bresche erstiegen. Und es van bayerischer Seite gleichso veranstaltet war.

Ich war auf einem Berge, nicht fern, auf dem Gesicht liegend, und konnte alles eigentlich mit ansehen. So bald die ersten Gewehr losgingen, da wurde Lärmen und ging alles über und über mit Stücken, Granaten und Steinwerfen, Schießen und Hauen; sogar die türkischen Weiber und Kinder, auch die Juden, derer viel darin waren, trugen zu und wehreten sich desperat auf der Bresche; also daß die Toten auf derselbigen über zwei Ellen übereinander lagen. Es half aber nichtes. Sie mußten daran glauben. Sie mochten nun sich wehren und schreien, wie sie wollten, die Stadt war erstiegen.

Da ward das Kind im Mutterleibe nicht geschonet. Alles, was angetroffen ward, mußte sterben. Wie ich denn mit Augen gesehen, als ich auch vom Berge über die Bresche in die Stadt gedrungen, daß Weiber dagelegen und die gelöseten Pistolen noch in der Hand haltend, teils bloße Säbel. So aber nackend ausgezogen, die Leiber mit Partisanen durchstochen, durch die Geburt; die Leiber aufgerissen, daß die noch nicht gebornen Kinder herausgefallen; welches mich am meisten gejammert. Nackete Kinder von ein bis zwei Jahren aufgespießet und an die Mauren geschmissen wurden! – Ich bin erstaunet, was da ist vorgegangen, daß auch Menschen viel grausamer, als Bestien gegen einander sich bezeigeten.

Die zwei Kommandanten, welcher einer blind gewesen, waren totgeschossen; und lag der letzte auf dem Markt an einer Moschee mit vielen Türken, ohne Gewehr, umbgeben, welchen nichts gethan wurde, sondern nur gefangen weggebracht wurden.

Was in der Furie nicht totgemachet, oder von Juden und Christen nicht verstecket, hatte sich auf die Burg retirieret, welche sich noch zwei Tage hielte und tapfer wehrete, bis kapitulieret wurde und sie sich als Kriegegefangene ergeben mußten.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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