Pensées: Ein Ausflug nach Venedig, Teil 1

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  1. Im Sommer fahren wir mit den Kindern nach Venedig. An den Lido. Von Kärnten aus.
  2. Also haben wir keine sehr lange Fahrt.
  3. Aber länger, als ich dachte.
  4. Um zum Lido zu kommen, müssen wir die Fähre nehmen. Natürlich war in unserer Reisplanung die Wartezeit nicht einkalkuliert. Als wir zum Fährhafen kommen, läuft die Fähre gerade aus.
  5. Wir schauen ihr wehmütig nach. 50 Minuten müssen wir warten.
  6. Ich habe Wurst und Brot eingepackt, weil wir nicht gleich nach der Ankunft in irgendeiner x-beliebigen Bar etwas Abgestandenes essen wollten. Oder auf der Fahrt hungrige Kinder riskieren, die in Panik geraten, weil die Essensversorgung nicht gesichert ist.
  7. Wir essen die Brote am Kai. Möwen umschwirren uns. Ich muss aufpassen, dass die Kinder ihnen nicht ihr ganzes Brot verfüttern.
  8. Neben dem Fährhafen ist auch die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Eines liegt im Hafen. Es ist unglaublich riesig. Wie ein vielstöckiges Haus, ein sehr breites vielstöckiges Haus.
  9. Ich kann mir nicht vorstellen, was an einer solchen Kreuzfahrt toll sein soll. Man ist mit tausenden anderen eingesperrt und teuer ist es auch noch. Aber einmal mit einem Schiff nach New York fahren, das würde ich schon gerne machen.
  10. Ein Kreuzfahrtschiff läuft gerade ein. Mit einem Lotsenboot vorne und einem hinten im Schlepptau. Es sieht unförmig und kaum manövrierfähig aus. Irgendwie beängstigend.
  11. Die Zeit, bis die Fähre endlich kommt, vergeht recht schnell mit Essen und Füttern und Zuschauen.
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  13. Wir fahren mit dem Auto auf die Fähre, steigen aus und gehen auf das Aussichtsdeck. Langsam bewegt sich das Schiff auf die Stadt zu.
  14. Die Fähre fährt direkt am Markusplatz vorbei. Ein Ausblick wie auf einer Postkarte.
  15. Im Hotel räumen wir schnell unsere Sachen ein, dann ziehen wir uns um, denn wir haben den Kindern einen Strandnachmittag versprochen.
  16. Als alles für den Strand gepackt ist, merke ich, dass ich vergessen habe, die Luftmatratzen einzupacken. Ich habe schon das Gefühl gehabt, etwas vergessen zu haben. Aber das habe ich immer.
  17. An einem Stand am Weg zum Meer kaufe ich drei Schwimmreifen. Die sind schneller aufzublasen als Matratzen, denke ich gerade, als der Verkäufer so nett ist, sie für uns mit Druckluft aufzublasen.
  18. Sonst ist ja der Urlaub vorbei, bis sie aufgeblasen sind, sagt er.
  19. Am Strand gibt es keine Strandbäder, wie sonst so oft in Italien, sondern einen freien Strand, an dem man auch Schirme und Liegen mieten kann.
  20. Es ist aber Sonntag und die Schirme und Liegen sind alle schon belegt. Wir legen uns auf den Sand. Die Kinder springen sofort mit ihren autoreifengroßen Schwimmreifen los und lassen sich im Wasser treiben.
  21. Jetzt sind sie schon so groß, dass sie alleine ins Wasser können. Alle schwimmen sicher. Manchmal schwimme ich zu ihnen hinaus, sonst liege ich in der Sonne und lese.
  22. Abends essen wir Pizza, dann spazieren wir durch den Ort, kaufen Eis und schaufensterbummeln.
  23. Die Sonne geht langsam unter.
  24. Rosa-orange, dann Pink. Fast kitschig.
  25. Natürlich muss ich mir das am Hafen anschauen.
  26. Dann gehen wir noch einmal an den Strand. Inzwischen ist es dunkel geworden.
  27. Die Kinder sind begeistert, nachts am Strand zu sein. Sie ziehen die Schuhe aus und laufen in die schwarzen Wellen. Sie machen Wettläufe am Strand und malen in den feuchten Sand.
  28. Fast sind sie nicht nach Hause zu bringen. Ich möchte auch noch bleiben, aber langsam wird es kühl.

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Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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Eine Antwort zu Pensées: Ein Ausflug nach Venedig, Teil 1

  1. mitjedersekunde schreibt:

    Liebe Karin, Venedig mit Kindern hatten wir auch grade. Von der Jahreszeit einfach wunderschön – nicht so voll wie im Sommer! Wenn du Lust hast: http://emilundida.com/2014/12/02/wo-ist-paul-oder-der-abschied-vom-reisen-auf-unsere-art/ und http://emilundida.com/2014/12/01/63/. Liebe Grüße! Miriam

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