Zwei Ringe

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Ringe, die einander berühren. Eheringe werden auf Hochzeitsglückwunschkarten so dargestellt, um Verbundenheit zu symbolisieren. Oder die olympischen Ringe. Oder die verschlungenen Ringe eines Magiers, der sie mit Zauberhand voneinander trennt. Oder – wenn sie sich bewegen – seltsame Musikinstrumente.

Solche, von denen die Percussionistin in einem Symphonieorchester einige neben sich liegen hat. Die sie dann aufnimmt, konzentriert minutenlang die Musik verinnerlicht, und die beiden Ringe zusammenschlägt, genau in dem Augenblick, in dem alle anderen Musikerinnen aufhören zu spielen. Deren Klingeln dann das Gezwitscher eines Vögelchens oder das Läuten von Engelsglöckchen darstellen soll.

Noch lieber habe ich aber die größeren Schlagwerkzeuge in einem Symphonieorchester, wie Kuhglocken. Einmal wurde für eine Symphonie ein Instrument gebraucht, das auf dem Boden stand und das der Percussionist mit etwas bearbeitete, das wie ein aufgeblasener Zimmermannshammer aussah.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich eine minimalistische Ohrringkombination vor. Ich habe alle „herkömmlichen“ Ohrringe aus Ohrläppchen und Ohrrand entfernt, außer den Glitzerplugs im ersten Ohrloch. Im Outer Conch trage ich auf der einen Seite eine Silberkugel, auf der anderen einen herzförmigen Saphirstecker. In den Conch setzte ich eine dicke Weißgoldcreole ein und in den Tragus eine in etwa gleich dicke, aber kleinere Goldcreole.

Die Ringe berühren einander, sie interagieren miteinander, sie schmücken das Ohr auf ungewöhnliche Art. Sie fühlen sich ungewohnt, aber nicht unangenehm an.

Mit sehr einfachen Mitteln wird hier eine außergewöhnliche Beschmückung erreicht. Und wenn ich mich danach fühle, lasse ich im richtigen Augenblick den oberen Ring auf den unteren fallen und höre gleich den symphonischen Klang des restlichen Orchesters mit.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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21 Antworten zu Zwei Ringe

  1. sevgi schreibt:

    ich bin ziemlich baff darüber wie spitzentoll das aussieht, wie halten denn diese ringe in der ohrmuschel? und steckt dieser ganze große glitzerstein in deinem ohr?

    • Karin Koller schreibt:

      Danke! Die Ohrmuschel (Conch) ist gepierct. Da kann ich eine ganz normale Creole einsetzen. Die ersten Ohrlöcher habe ich auf 10mm gedehnt und der glitzerstein ist ein Plug, der mit einem Gummi geschlossen wird.

      • sevgi schreibt:

        sieht ganz groß aus! ist das nicht irre schmerzhaft?

      • Karin Koller schreibt:

        Da Tragen des Schmuckes ist ungewohnt, aber nicht schmerzhaft. Conch- und Traguspiercings machen zu lassen ist recht schmerzhaft. Aber das geht ja schnell vorbei.

  2. ali d schreibt:

    this looks fantastic. I´ve never seen anything like it. what gauge are your inner and outer conches? and have you ever thought about getting them double pierced? also: I think your lobes would look great with 5/8″ plugs/tunnels. love, ali

  3. jo schreibt:

    great look :))

  4. Pia Marie schreibt:

    Sieht echt toll aus. Wäre doch bestimmt auch interessant den Großen Ring duch einen goldenen oder ein Glitzertunnel zu stecken. Oder nur in die kleinen einfädeln.

  5. eha schreibt:

    großartig kreative ohrlochverwendung! bitte mehr davon

  6. rotkaeppchen schreibt:

    Tolle idee. schmerzt das sehr?

  7. Hoopgirl schreibt:

    sehr eindrucksvoll sieht das aus! wieviele löcher hast du denn? ich überlege gerade auch, ob ich die ohren durchpiercen lassen soll

  8. rotkaeppchen schreibt:

    ich gehe mir heute auch die ohrmuscheln piercen lassen, danke für die anregung

  9. Rhea schreibt:

    Hallo Karin! Mein Mann ist seit langem ein Bewunderer deiner Schmuckkolumnen und wünscht sich nun zum 40. Geburtstag von mir, dass ich mir die Ohrmuscheln so durchstechen lasse wie du das hast, damit ich auch solche Schmuckkombinationen tragen kann. Nun will ich ihm den Wunsch auch gerne erfüllen, habe aber Bammel wie das Stechen denn ist. Ich weiß auch nicht genau, wie ich die Piercings optimal platziere, um großen Schmuck in der Ohrmuschel zu tragen. Und auch nicht, wie denn der Tragekomfort ist bei Kombinationen wie dieser hier oder „Madeleines“. Kannst du mir helfen bitte?

    • Karin Koller schreibt:

      Im Piercingsstudio macht man dir einen Punkt an die Stelle, die durchstochen werden soll. Dann siehst du gleich, wie es aussehen wird. Ich denke, wenn du den Schmuck mittig stechen lässt solltest du keine Probleme haben.

  10. Rhea schreibt:

    Danke. Muss ich vor dem Stechen sehr Angst haben (ich fände ja sogar noch ein drittes Conchpiercing oben schön)?

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