Glyzinien

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Glyzinien. Das klingt wie etwas, aus dem ein Medikament gemacht wird. Ein unangenehmes. Blauregen ist der alternative Name, der auch eher giftig klingt. Der wissenschaftliche Name, Wisteria, klingt nach Unkraut. Vertrocknet.

Dabei haben Glyzinien die zartesten blauen Blüten, die im Frühling, recht früh, aus den um Dachrinnen und Holzgestellen gewundenen Schlingblättern brechen. Die so üppig sind, dass alles Blau scheint. Die bei genauerer Betrachtung halb Weiß und halb Lila sind. Die duften, bis einem seltsam wird, wenn man zu lange neben ihnen steht. Die Kaskaden bilden wie Wasserfälle.

Manchmal werden Torbögen oder sogar ganze Häuser von ihnen überwuchert. Als würde der Frühling mit großer Dramatik zeigen wollen, dass er angekommen ist.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich eine Kombination mit meinem großen DallAvo-Schmuck vor. Den Ohrrand entlang trage ich abwechselnd goldene Kugeln und Glitzersteine. Ins erste Ohrloch habe ich einen Glitzerplug eingesetzt, und meine goldene Blütenkaskade. Dahinter, im zweiten Ohrloch trage ich die weißgoldene Blütenkaskade.

Der Schmuck ist ziemlich schwer, die Blüten klimpern aneinander. Es ist ein Frühlingsgruß an den Ohren. Wie in Gold und Silber gefasste Glyzinien, die duftend herabhängen und im Wind schaukeln.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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