Gold rush

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Der amerikanische Goldrausch. Verwegene Burschen auf der Suche nach dem großen Glück. Wildes Abenteuer. Oder stundenlanges Stehen in eiskalten Flüssen, nur damit man am Schluss drei oder vier winzige goldene Körnchen in der Hand hält, die sich später als Katzengold entpuppen.

Auch Mark Twain nahm auch am Goldrausch teil und schrieb darüber in Roughing it. Er schürfte das Gold nicht in Flüssen, sondern in einer Mine. Man musste sich nur einen Bergabschnitt aussuchen und einen Claim setzten und schon konnte es losgehen. Die meisten Glückritter, so auch Mark Twain, fanden kein Gold, viele verloren ihr ganzes Geld. Die Suche nach dem Gold ist wohl öfter eine Geschichte der Enttäuschungen als des Glamours.

Aber tagelang auf einen Stein einzuhauen und dann auf eine Goldader zu stoßen. Ein eigroßes Nugget in der Hand zu halten. Das muss schon ein tolles Gefühl sein.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich meine Ohrringe (ear weights) von Tribalik  vor. Sie sind natürlich nicht aus Gold (sondern aus Messing), haben aber einen Glanz und eine Patina wie antikes Gold. Oder wie ich mir Gold aus dem Reich der Azteken vorstelle. Auch die kleinen Unebenheiten an der Oberfläche lassen sie wie sehr alten Schmuck wirken.

Der Schmuck ist sehr schwer, in etwa so schwer wie mein massiver Stahlschmuck. Die Ringe haben keinen Verschluss, sondern einen Spalt, in den das Ohrläppchen passt. Sie lassen sich nur relativ schwer einführen, weil sie um einen Hauch breiter sind als meine Ohrlöcher, obwohl ich eine Größe von 10mm bestellt habe. Mich stört das aber nicht, weil die Ohrringe dann fester in den Löchern sitzen.

Sie sind keine Alltagsohrringe, ich finde aber, sie fühlen sich – trägt man sie nur einige Stunden – sehr angenehm an. Ich war geneigt, während des Abends ab und zu meinen Kopf zu schütteln, nur um das Gewicht des Schmuckes zu spüren.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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22 Antworten zu Gold rush

  1. joansanders schreibt:

    Soo nice! Welcome back with more „Schmuckkolumne“! Br. Joan Sanders

  2. AB1973 schreibt:

    Gefällt mir gut. Hast du Ahnung, wo es ähnlichen Schmuck in alltagstauglicher Schwere gibt, möglichst mit größerem Durchmesser?

  3. daria1985 schreibt:

    Toll. Wie sehen denn die Löcher aus, wenn du den schweren Schmuck entfernt hast?

  4. beat schreibt:

    Hallo Karin,
    Ich finde solche grosse schwere Ohrringe fantastisch und es sieht auch toll aus!! Ich als Mann trage auch ab und zu (natürlich nicht in der Öffentlichkeit) solche grosse Ohrringe! Wie Du es schreibst, ist es ein sehr angenehmes Gefühl, beim Schütteln des Kopfes, das Gewicht der Ringe an den Ohren zu spüren und zu geniessen! Kann das an alle Frauen und auch den Männern nur empfehlen!!

  5. sci71 schreibt:

    Wow, gefällt mir besser als die Bilder mit dem massiven Schmuck, da die Löcher voll ausgefüllt sind. 🙂

  6. beat schreibt:

    Hallo AB1973,
    Du willst wissen, was für Schmuck ich im Alltag trage!
    Wenn ich unter Freunden und Kollegen bin, habe ich meistens meine 10mm Tunnels in meinen Ohren, durch die ich 6 mm starke Schraubkugelringe hänge, die einen Durchmesser von 35 mm haben! Zu Hause, vor dem Fernseher oder wie jetzt, wenn ich vor dem PC sitze, geniesse ich auch oft solch schwere Ohrringe wie sie Karin in ihren Schmuckkolumne Gold rush oder Massiv trägt! Wenn ich aber ein Auftritt in der Öffentlichkeit (Arbeitsstelle, Vorstandsitzungen…usw.) habe, so klebe ich meine Ohrlöcher mit einem speziellen Alleskleber zu. Mit diesem Alleskleber kann ich nicht nur meine grossen Ohrlöcher, sondern auch die vier kleinen Löchlein, die zusätzlich meine Ohren zieren, unsichtbar machen!!!
    Gruss Beat

  7. pia marie schreibt:

    daria1985 schreibt:
    September 17, 2015 um 15:04

    Danke. Ich dachte, das Loch würde sich da nicht gleich zusammenziehen. Ich überlege gerade, ob ich auch zu dehnen beginne.

    Nicht lange überlegen, einfach machen und wenn es doch nicht´s für dich ist kannst du die Löcher ja wieder zuwachsen lassen. Aber das ist bestimmt nicht der Fall 🙂

  8. simone schreibt:

    entschuldige die sicher dumme frage. fühlen sich gedehnte ohrlöcher anders an mit und ohne schmuck?

    • Karin Koller schreibt:

      Es kommt auf den Schmuck an und wie lange der schon drin ist. Schwere Schmuckstücke fühlen sich immer anders an, finde ich. Leichte Schmuckstücke fühlen sich nach dem Einsetzen anders an als leere Ohrlöcher, aber nach einiger Zeit (1-2 h vielleicht) spüre ich die genauso wenig wie wenn kein Schmuck drin ist. Ohrhänger fühlen sich auch anders an, wenn sie in Tunneln hängen oder direkt in Ohrlöchern.

      • simone schreibt:

        danke, wie schmerzhaft ist denn das dehnen? und kannst du den unterschied beschreiben zwischen ohrhängern in tunneln und direkt in löchern? ist das gefühl mit tunneln unangenehm?
        (btw, habe von deinem tollen blog angeregt gerade dein buch gekauft und bin gespannt)

      • Karin Koller schreibt:

        Danke.
        Ich habe nur jeweils 2mm auf einmal gedehnt. Das ist nur beim Dehnen kurz schmerzhaft, aber gleich wieder vorbei. Dann spannt das Ohr noch ein, zwei Tage.
        Dehnt man gleich auf 10mm ist es schmerzhafter, aber viele schwärmen von der Erfahrung. Ich kann dazu nichts sagen.
        Schwere Ohrhänger ziehen in normalen Ohrlöchern, mit Tunneln verteilt sich das Gewicht und das Gefühl ist angenehmer als ohne.

  9. simone schreibt:

    danke für die infos. ich werde das versuchen

  10. Alex schreibt:

    Hi, ich bewundere schon länger deine einfühlsamen und reflektierten Postings zum Thema Körperschmuck. Ich habe selbst als Piercer gearbeitet und beschäftige mich gerade mit einem Studienprojekt zum Thema Piercing, insbesondere den Aspekten Piercing als Form der nonverbalen Kommunikation, Piercing und Emotionen sowie Motive für Piercing. Wenn du bereit bist, dazu in einen Gedankenaustausch einzutreten, würde ich mich sehr über ein Mail freuen.

    Grüße Alex

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