Ringprobleme

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In vielen Piercings finde ich Ringe schön. Mich irritieren Ringe aber auch an vielen Stellen nach einer Weile, deshalb trage ich sie meist nur kurz in dem jeweiligen Piercing.

Wen ich mich dann mit einem Ring schmücken möchte, sitze ich ewig lange da, versuche den Ring so weit zu öffnen, dass ich ihn überhaupt einsetzen kann. Oder ich fitzele am Verschluss herum, bis meine Kinder erschrocken herbeilaufen, weil ich selbst ihnen noch unbekannte Fluchworte laut vor mich hin brülle.

Oft gebe ich dann auch auf und setze wieder einen Stecker ein.

Piercings, mit denen ich besonders viele Probleme beim Einsetzen von Ringen habe, sind: Septum, Nostril, Tragus, Antihelix, Labret.

Ich habe es mit Ball Closure Rings versucht. Die sind schwer einsetzbar, weil die Kugel, wenn sie nicht besonders groß ist, nur eine kleine Öffnung zulässt. Um die Kugel in den Ring zu klemmen, muss man meist eine Zange benutzen, um den Ring aufzuspreizen. Eine Zange auf so kleinem Raum auch noch an die Nase zu schieben oder irgendwo beim Ohr, wo ich nicht einmal hinsehe, ist sehr unangenehm.

Ich habe es mit Segmentringen versucht. Die sind leicht einsetzbar, aber den Segmentteil an einer schlecht einsehbaren Stelle in den Ring zu klemmen, schaffe ich nicht.

Ich habe es mit offenen Ringen versucht. Das geht leicht, sieht aber nicht sehr gut aus, weil man merkt, dass es kein echter Ring ist.

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In dieser Schmuckkolumne stelle ich die Ringe vor, die meine Probleme lösen. Es sind Scharnierringe von Wildcat. Das Scharnier lässt sich leicht öffnen. Die entstandene Öffnung ist auch bei den kleinen Ringen groß genug, um den Ring leicht in ein Piercing einfädeln zu können. Weil der Verschluss darauf basiert, dass eine kleine Erhebung am Ende des Scharniers in den hohlen Ring einrastet (und das Ende des Scharniers deshalb dünner ist), lässt sich der Schmuck gut einführen. Das Schließen des Ringes geht nicht ganz so leicht, wie ich es mir erhofft hatte, aber leicht genug, um mir vielen Kummer zu ersparen (und in manchen Glücksfällen lässt sich der Ring tatsächlich einfach nur zuklappen).

Ist der Ring einmal geschlossen, erkennt man das Scharnier nur, wenn man ganz genau schaut. Selbst wenn sich der Ring im Piercing dreht, spüre ich das Scharnier nicht.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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3 Antworten zu Ringprobleme

  1. AB1973 schreibt:

    Wäre toll wenn du irgendwann zeigen könntest wie diese Ringe im Septumpiercing aussehen

  2. M. schreibt:

    Die Ringe sind praktisch! Kannte ich noch gar nicht! Und es gibt sie in 1.2 und 1.6!

    Was ist denn mit deinem Forward Helix am rechten Ohr passiert? Wächst der raus? Da ist ja nur noch ein ganz, ganz dünner Steg Haut! Oder täuscht das auf dem Foto?

  3. Pingback: Anmut und Würde | Karin Koller

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