Pensèes: Ein Ausflug zur Soča

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  1. Nach dem Museum fahren wir zur Napoleonbrücke in Kobarid.
  2. Kurz vor Kobarid kommen wir zum höchsten Wasserfall Sloweniens , fahren sind aber am Parkplatz vorbei. Deshalb und weil der Wasserfall nur über einen Geröllweg in der prallen Sonne erreichbar war, steigen wir nicht aus.
  3. Bei der Napoleonbrücke steigen wir aber aus. In der Nähe des Parkplatzes ist ein Campingplatz mit einem freien Tisch.
  4. Ich weiß nicht, ob man dort einfach so essen darf. Wir packen unsere Jause aus und machen es trotzdem. Niemand erhebt Einspruch, es ist aber auch niemand da.
  5. Von der Napoleonbrücke aus sieht man die Soča. Türkisgrün. Ich habe diesen Fluss schon auf Fotos gesehen und immer angenommen, die Farbe sei gefotoshopped. Aber die ist wirklich so.
  6. Der Untergrund sieht weiß aus. Ich wundere mich, ob die Farbe, ähnlich wie beim Weißensee, durch feine weiße Sandpartikel zustandekommt. Lichtbrechung ist etwas, das mir wundersam erscheint, ob das nun ein grünes Gewässer ist, die Farbänderung eines Sees zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten oder der Sonnenuntergang.
  7. Sobald die Soča die italienische Grenze überquert, wird sie zum männlichen Isonzo. Im Moment fällt mir kein Fluss ein, der sich ähnlich verändert beim Passieren einer Sprachgrenze. Das ist aber vermutlich fehlender Kenntnis von Geographie und Sprachen geschuldet.
  8. Wir gehen ein Stück der Straße entlang, der Fluss ist sehr schön. Den richtigen Wanderweg finden wir nicht. Aber wir wollten ohnehin nicht so lange gehen.
  9. Das Ufer ist felsig und man kann nicht hinunter zu Fluss gehen, um die Füße hineinzustecken.
  10. Es ist recht heiß und wir fahren weiter. Unterwegs sehe ich eine Kajakanlegestelle mit Parkplatz. Dort blieben wir stehen. Hier ist der Fluss ganz flach und das Ufer auch.
  11. Wir ziehen Schuhe und Socken aus und krempeln die Hosen hoch. Lukas traut sich ganz ins Wasser. Mit Untertauchen. Mir ist das zu kalt. Aber es ist schön erfrischend, das Wasser bis zu den Oberschenkeln zu spüren.
  12. Wir spielen noch eine Weile mit dem Wasser, mit den Steinen. Kajakfahrer kommen vorbei.
  13. Dann fahren wir weiter nach Kanal.
  14. Die Soča ist hier dunkelgrün. Auf einer Brücke ist eine Absprungstelle. Bei einem Fest springt man hier 17 Meter in die Tiefe. Der Fluss ist 10 Meter tief.
  15. Auf den Felsen am Ufer sind Sprungbretter montiert. Etwas weiter hinten ist ein Schwimmbereich mit Steinen angezeigt. Einige Erwachsene und Kinder schwimmen dort. Wir gehen dorthin und kaufen unterwegs Eis.
  16. Wir stecken noch einmal die Füße ins Wasser, die Steine sind moosbewachsen und sehr rutschig. Die Aussicht auf die Stadt und die Brücke ist so idyllisch, das sich gerne noch bleiben möchte.
  17. Aber wir wollen noch nach Gorizia. Die Stadt ansehen und dann dort zu Abend essen. Vor zwei Jahren waren wir an einem Montag in Gorizia. Wir wollten die Burg und das Museum ansehen. Aber montags waren die zu.
  18. Heute haben wir schon ein Kriegsmuseum gesehen, wir wollen nur die Stadt ansehen. Aber die wirkt seltsam ausgestorben. Es gibt auch wenige Geschäfte. Bis zum Abendessen sind es noch eineinhalb Stunden. Zu lange, um Runden in dieser Stadt zu drehen.
  19. Also fahren wir nach San Daniele. Das ist ein bisschen weiter Richtung nach Hause. Es ist ein nettes Städtchen mit Piazza und Dom und vielen Schinkengeschäften. In einer Trattoria esse ich Polenta e Funghi. Das weckt Erinnerungen an ein Gasthaus auf einer trentinischen Alm, das es schon lange nicht mehr gibt.
  20. Es wird dunkel und auf der Piazza essen wir noch Eis. Dann fahren wir heim.

 

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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