The fabric of spacetime

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Wie das Universum aussieht, wollte ich immer schon wissen. Ich war aber auch immer zu träge, mich damit auch nur oberflächlich zu befassen. Und ein bisschen Angst hatte ich auch. Angst, schon nach den ersten Seiten nichts verstehen zu können, mich ungebildet und dumm zu fühlen (und ja, ich glaube, die Angst vor der eigenen Dummheit ist nicht selten die Motivation, etwas NICHT zu lernen, nicht nur bei mir).

Aber kürzlich kaufte ich mir ein Buch, The elegant Universe, und begann darin zu lesen. Zuerst ging es um Menschen im Zug und andere auf der Rennbahn, um eine hypothetische Photonenuhr und einen Drehkreisel im Vergnügungspark. Alles, um die Relativität der Zeit und des Raumes einfach verständlich zu machen. Auch um eine Gummimembran, die durch eine schwere Kugel verformt wird. Ich konnte diese einfachen Modelle nachvollziehen. Aber wie sich das tatsächlich auf Raum und Zeit auswirkt, oder noch verstörender: auf Spacetime, das war mir nicht nachvollziehbar.

„The fabric of spacetime“ schreibt der Autor oft, man könne sie sich wie die Membran vorstellen, nur dreidimensional (oder 4, mit der Zeit?), also ganz anders.

Dann begann das Kapitel über Quantenmechanik, auch wieder mit einfachen Beispielen, die ich wieder nicht in Relation zu irgendetwas Relevantem bringen kann. Ich wurde recht verzagt und begann mir Sorgen zu machen, in Quarks zu zerfallen, wenn ich nicht in der Lage wäre, mir die in Atomen wirkenden Kräfte vorzustellen.

Aber langsam, langsam lese ich tapfer weiter, auch wenn ich mich klein fühle ob meiner Unwissenheit und ob der Wunder des Universums.

In dieser Schmuckkolumne stelle ich meine goldfarbenen Ringe vor. Sie sind recht massiv (aus Messing, glaube ich) und haben einen Spalt, durch den gerade eben mein Ohrläppchen passt. Sie sind eigentlich dafür gedacht, direkt im gedehnten Ohrloch getragen zu werden. Entweder in einem Ohrloch, das nur wie der Durchmesser der Ringe gedehnt ist, oder in größeren Ohrlöchern, bei denen das Ohrloch durch das Gewicht der Ringe lang gezogen wird.

Mir gefällt es aber besser, wenn die Ringe in Tunneln sind. Da der Spalt aber so eng ist, geht das nicht ohne weiteres. Ich verwendete die schmalsten Silbertunnel. Die bekam ich mit etwas Mühe durch den Spalt. Dann zog ich den Spalt über das Ohrläppchen, die Tunnel baumelten am Ring. Und erst dann setzte ich die Tunnel ein.

Im Conch trage ich einen Klappohrring mit Kugel. Der war etwas schwer einzusetzen, weil das Scharnier im Weg war, aber durch leichtes Verbiegen vor und wieder Zurückbiegen nach dem Einsetzen gelang auch das.

Wenn ich mir die Kombination nun ansehe – der große Ring durch den zarten Tunnel, die kleine Kugel darüber – erinnert mich das an die Beispiele in meinem Universumsbuch. Ich lasse dann den Ring im Tunnel rotieren und würde dann gerne das Universum und „the fabric of spacetime“ entschlüsseln können, wie Italo Calvino in seinen Cosmicomics das konnte.

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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Eine Antwort zu The fabric of spacetime

  1. joansanders schreibt:

    The rings and tunnels are soo chic!

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