Pensées: Ein Ausflug nach Limone

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  1. Limone ist ein seltsamer Ort. Er liegt dort, wo der Gardasee nicht mehr wie das Meer aussieht, sondern wie ein Gebirgssee.
  2. Weil Limone aber ein besonderes Mikroklima hat, wachsen hier Zitronen. Deshalb auch der Name.
  3. Es ist ein schöner Tag. Noch nicht warm genug, um die Jacke auszuziehen. Aber die Sonne spiegelt sich im See, die Kinder klettern auf den Steinen. Wir spazieren am Strand entlang.
  4. Einige Menschen machen das Gleiche wie wir, aber noch nicht viele.
  5. Mein Mann zieht sich die Schuhe aus und steigt in den See. Mir ist das noch zu kalt. Ich gehe am Schotterstrand entlang. In einem Hotel sitzen schon einige ältere Menschen auf der Terrasse zum Frühstück. Auf der selben Terrasse hängt auch eine Discokugel. Ich stelle mir vor, wie die alten Menschen am Abend zuvor zu Discosound gefeiert haben. Weiterlesen
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Kupferschiffe

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Die Königin Puabi https://en.wikipedia.org/wiki/Puabi lebte vor 4500 Jahren in Ur. Als sie starb, wurden 74 Menschen mit ihr begraben. Alle festlich gekleidet und geschmückt, alles war für ein Fest ausgelegt, sogar mit Musik. Man weiß nicht, ob all diese Menschen getötet wurden, um der Königin Gesellschaft zu leisten, oder ob sie das freiwillig wollten, weil das ihrem Glauben entsprach. Menschen erzählen sich ja die seltsamsten Geschichten, mit denen selbst der Tod erstrebenswert erscheinen kann.

Puabi trug sehr edlen Schmuck. Dieser musste mühsam restauriert werden, weil die Gräber zerfallen waren und von Tonnen von Erde überlagert.

Der Schmuck war zerquetscht und lag auch nicht mehr genau an der ursprünglichen Stelle. Große goldene doppelschiffförmige Schmuckstücke waren dabei. Und goldene Ringe, die neben dem Kopf lagen. Weil Ohrläppchen die Dauer der Zeit zumeist nicht überstehen, kann man nicht wissen, ob die Schiffe Ohrringe waren, oder ob sie in die Ringe, die vermutlich im Haar getragen wurden, eingesetzt waren.

Diese Grabkammer gab große und kleine Rätsel auf, die wohl für immer unentschlüsselt bleiben müssen. Weiterlesen

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Pensées: Ein Ausflug nach Brescia

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  1. Am nächsten Tag fahren wir nach Brescia. Wir parken neben dem Burghügel und kommen dann drauf, dass wir durch einen ziemlich langen Tunnel in die Stadt gehen müssen.
  2. Als ich jung war, dachte ich, Brescia wäre eine der hässlichsten Städte Italiens. Ich weiß nicht genau, warum. Wahrscheinlich habe ich mir etwas, das meine Italienischlehrerin sagte, falsch gemerkt. Und mich nie wieder damit beschäftigt.
  3. Mit Erstaunen erfahre ich, dass halb Brescia Weltkulturerbe ist.
  4. Brescia hieß in der Antike Brixia und in Südtirol wird es manchmal immer noch Welsch-Brixen genannt. Auch die Verbindung zwischen den Städten hätte ich nie hergestellt. Weiterlesen
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Holz

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Ein unscheinbares Stück Holz, rau und matt, voller Splitter. Schön von der Farbe. Und dennoch: ein Stück Holz. Holz, aus dem man vielleicht ein Stück herausgesägt hat, um darauf zu sitzen, oder dessen Ast man abgebrochen und als Werkzeug benutzt hat.

Irgendjemand kam vor tausenden von Jahren auf die Idee, so lange an einem Stück Holz zu reiben und zu feilen, bis es spiegelglatt war, glänzte, angenehm in der Hand lag. Bis jede Faser wie ein feiner polierter Streifen zu sehen war.

Warum tat das jemand? Sah er oder sie polierte Steine im Fluss und merkte gleich, dass diese von Wasser und Sand geglättet wurden. Dass viele unscheinbare Dinge zu Schmuckstücken werden, wenn man sie lange genug poliert?

Wie kam man, damals in der Steinzeit, als alle vermutlich ständig damit beschäftigt waren, Nahrungsmittel zu beschaffen und sich vor wilden Tieren zu schützen, wie kam man darauf, ein Stück Holz, einen Stein, einen Knochen zu polieren und ihn sich als Schmuck umzuhängen? Oder sich vorher sogar noch ein Loch ins Ohr zu bohren und den Gegenstand hineinzustecken? Weiterlesen

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Pensées: Ein Ausflug um den Gardasee

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  1. Am nächsten Tag planen wir, einmal um den See herumzufahren.
  2. Das Wetter ist leider nicht so schön, wie wir gehofft haben, aber immerhin ist es trocken.
  3. Zuerst fahren wir nach Sirmione. Dort gibt es eine Burg mit den Schwalbenschwanzzinnen der Ghibellinen. Und die Grotten des Catull.
  4. Von der Burg zu den Grotten kommen wir, indem wir dem See entlangspazieren und dann auf einen Hügel steigen. An einer Stelle riecht der See schwefelig, eine Frau sitzt in der Nähe eines mit Steinen eingefassten kleinen Beckens. An einer Stelle dampft es. Vorsichtig tauche ich einen Finger dort in den See. Das Wasser ist wirklich sehr heiß. Hier gibt es heiße Schwefelquellen.
  5. Die Grotten des Catull sind eigentlich die Reste einer riesigen römischen Villa. Die ist über 150m lang. Die Reste des Wandelganges sind deutlich zu erkennen, auch einige Räume. Ein Privathaus sei das gewesen. Weiterlesen
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The fabric of spacetime

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Wie das Universum aussieht, wollte ich immer schon wissen. Ich war aber auch immer zu träge, mich damit auch nur oberflächlich zu befassen. Und ein bisschen Angst hatte ich auch. Angst, schon nach den ersten Seiten nichts verstehen zu können, mich ungebildet und dumm zu fühlen (und ja, ich glaube, die Angst vor der eigenen Dummheit ist nicht selten die Motivation, etwas NICHT zu lernen, nicht nur bei mir).

Aber kürzlich kaufte ich mir ein Buch, The elegant Universe, und begann darin zu lesen. Zuerst ging es um Menschen im Zug und andere auf der Rennbahn, um eine hypothetische Photonenuhr und einen Drehkreisel im Vergnügungspark. Alles, um die Relativität der Zeit und des Raumes einfach verständlich zu machen. Auch um eine Gummimembran, die durch eine schwere Kugel verformt wird. Ich konnte diese einfachen Modelle nachvollziehen. Aber wie sich das tatsächlich auf Raum und Zeit auswirkt, oder noch verstörender: auf Spacetime, das war mir nicht nachvollziehbar.

„The fabric of spacetime“ schreibt der Autor oft, man könne sie sich wie die Membran vorstellen, nur dreidimensional (oder 4, mit der Zeit?), also ganz anders.

Dann begann das Kapitel über Quantenmechanik, auch wieder mit einfachen Beispielen, die ich wieder nicht in Relation zu irgendetwas Relevantem bringen kann. Ich wurde recht verzagt und begann mir Sorgen zu machen, in Quarks zu zerfallen, wenn ich nicht in der Lage wäre, mir die in Atomen wirkenden Kräfte vorzustellen.

Aber langsam, langsam lese ich tapfer weiter, auch wenn ich mich klein fühle ob meiner Unwissenheit und ob der Wunder des Universums. Weiterlesen

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Pensées: Ein Ausflug zum Gardasee

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  1. Zum Geburtstag meiner Mutter fahren wir zum Gardasee. Es ist Anfang April, ich habe ein bisschen Sorge, ob der Frühling wohl rechtzeitig kommen wird und hoffe insgeheim auf einige Stunden, in der die Morgennebel über dem See hängen und ich beobachten kann, wie sie sich wieder auflösen.
  2. Wir fahren über den Brenner. Zu Mittag sind wir in Magreid. Dort ist das Weingut von Alois Lageder, Paradeis nennt er es, und er hat auch wirklich die besten Weine Südtirols. Und einen sehr netten Garten. Das Wetter ist schön und zum ersten Mal im Jahr essen wir im Freien. Nudeln und sonnengetrocknete Tomaten.
  3. In der Weinhandlung arbeitet ein Mann, der ununterbrochen redet, mit mehreren KundInnen, mehrsprachig. Es ist lustig, ihm zuzusehen.
  4. Nur wenige Kilometer von hier liegt der Ort mit dem schönsten Namen: Weiterlesen
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