Lob der Penisbeschneidung

Ein Gastbeitrag von Johanna Miller

Ich bin Atheistin. Allem, das auf religiöse Rituale zurückgeht, stehe ich deshalb sehr skeptisch gegenüber.

Aber es gibt dennoch einige wenige Dinge religiös-rituellen Ursprungs, für die auch wir Atheisten dankbar sein können.

Dazu gehören einige Monumentalbauwerke, einige Musikstücke, einige Gemälde und einige Moralvorstellungen.

Und die Penisbeschneidung.

Sie ist der Beweis, dass man auch aus den falschen Gründen manchmal zum richtigen Erlebnis kommen kann.

Und falschere Gründe als die ursprünglich für die Beschneidung angeführte kann es kaum geben.

Interessanterweise erscheinen die religiös-rituellen Begründungen für die Penisbeschneidung (Ablösung von Menschenopfern durch pars-pro-toto Hingabe, symbolisches Zeichen des Bundes mit Gott) dabei noch weniger absurd als die historisch-„wissenschaftlichen“:

Der Arzt Moses Maimonides befürwortete etwa die Beschneidung im 12. Jahrhundert wegen ihrer angeblich triebdämpfenden Wirkung: Die Geschlechtsorgane sollten so verletzt und geschwächt werden, dass sie zwar noch funktionieren, aber keine „überschüssige“ Lust mehr zulassen. Und später, im 18. Jahrhundert, empfahl der Schweizer Arzt Samuel Tissot die Beschneidung als Kur gegen Masturbation, die er als Ursache für „jugendliche Rebellion“ und Krankheiten wie Epilepsie, „Erweichung von Körper und Geist“, Hysterie und Neurosen ansah.

Im Gegensatz zu den angeführten unsinnigen Begründungen gibt es aber inzwischen durch wissenschaftliche Studien untermauerte Indizien, dass eine Penisbeschneidung tatsächlich medizinisch von Vorteil ist, und etwa das Risiko von Eichelentzündungen, Peniskrebs und Harnwegsinfektionen ebenso deutlich reduziert wie das HIV-Infektionsrisiko.

Ein beschnittener Penis ist auch hygienischer.

Vor allem ist aber ein beschnittener Penis viel schöner, wirkt weniger wie eine Knackwurst, sondern, durch eine unbedeckte Eichel, kraftvoller, majestätischer und lässt sich auch durch diverse Piercings, die an und um eine freie Eichel optisch und funktionell stärker wirken, auch besser eindrücklich schmücken.

Und der Geschlechtsverkehr ist mit einem beschnittenen Penis ausdauernder, variantenreicher, genüsslicher. Durch die Entfernung der Vorhaut und des Frenulums ist die Eichel nicht mehr permanent bedeckt und verliert an Empfindlichkeit. Die Herabsetzung der Empfindlichkeit der Eichel führt wiederum zu einer verlängerten Erektionsdauer und macht eine vorzeitige Ejakulation seltener, was größere sexueller Ausdauer und auch intensivere Orgasmen ebenso möglich macht, wie es erleichtert, den Zeitpunkt des Orgasmus selbst zu steuern.

Weil der beschnittene Penis nicht in seiner Schafthaut gleitet, sondern ein direkterer Kontakt mit dem Partner mit entsprechend stärkerer Stimulation möglich ist, wird der Sexualakt für beide Partner lustvoller.

Sex ist nicht alles, Schönheit schon gar nicht. Es wäre absurd, sich seinen Partner danach auszuwählen, ob er einen beschnittenen Penis hat oder bereit ist, sich beschneiden zu lassen.

Aber, wenn Sie das Glück haben, einen Mann gefunden zu haben, der beschnitten ist, genießen Sie Ihr Glück!

Über Karin Koller

Biochemist, Writer, Painter, Mum of Three
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153 Antworten zu Lob der Penisbeschneidung

  1. astridleregger schreibt:

    File under: Dinge, die Sie schon immer über Sex wissen wollten aber noch nie zu fragen wagten

  2. Proudisabella schreibt:

    Was ist das, auf dem Foto, unter der Eichel?

    • Karin Koller schreibt:

      Das ist ein Ring, der durch das Frenumpiercing getragen wird.

      • Proudisabella schreibt:

        Wird da dann die Unterseite des Penis gepierct?

      • Karin Koller schreibt:

        Ja, wenn man genau schaut, sieht man die Stelle, an der der Ring durch die Haut geht.

      • Proudisabella schreibt:

        Verzeih´meine Ahnungslosigkeit, aber mir ist diese Piercingwelt neu und seltsam aufregend

      • kirsche schreibt:

        Das geht aber nur, wenn genügend Haut am Frenulum bestehen bleibt,
        wodurch das Piercing führt.
        Wenn Frenulum ganz beschnitten, ist dieses Piercing leider nicht mehr möglich.

      • Karin Koller schreibt:

        Das ist ein Frenumpiercing, kein Frenulumpiercing. Dieses Piercing ist unabhängig von einer Beschneidung. Man kann sich sogar eine Frenumladder bis zum Penisschaft machen lassen. Du hast aber recht, dass ein Frenulumpiercing nicht mehr möglich ist nach einer Beschneidung.

      • kirsche schreibt:

        Wo ist der Unterschied zwischen diesen Piercings?
        Kann ich mir das auch noch machen lassen, obwohl ich vollst. beschnitten bin?

  3. Athenaeum schreibt:

    „Denn es gibt viele widerspenstige, eitle Schwätzer, die den Leuten den Kopf verwirren, allermeist die aus der Beschneidung. Denen muß man das Maul stopfen……“ (Erster Titusbrief)

  4. Muriel schreibt:

    Mag sein. Aber die Beschneidung an Kindern finde ich dennoch ausgesprochen mangels Entscheidungskompetenz problematisch, und das ist meines Wissens immer noch die übliche Form.

    • johannamiller47 schreibt:

      Da hast du vollkommen recht. Kinder soll man mit all dem in Ruhe lassen, außer es gibt eine dringende medizinische Notwendigkeit.

      Wie ich hier ( https://karinkoller.wordpress.com/2011/06/18/dinge-die-wir-hassen-schmuckpuppchen/ ) schon geschrieben habe, halte ich jeden unnötigen Eingriff in die körperliche Integrität von Kindern für einen Skandal.

      • kirsche19 schreibt:

        Die Penisbeschneidung sollte eigentlich nur freiwillig vorgenommen werden, Nur wenn der Mann sagt, er möchte beschnitten werden, sollte der Schnitt erfolgen. Denn nur er selbst muss dann ohne die gewohnt schützende Vorhaut leben. Seine Eichel, egal ob groß, klein, fleischig rot, oder.. wird dann für immer ohne Schutz auskommen müssen.
        Dass es für den Beschnittenen dann auch Angenehmen gibt, liegt auf der Hand. Da gibt es die Hygiene, die Optik einer immer sichtbaren Eichel, das ständige Reiben an der U-Wäsche, was ja auch sehr schön sein kann, beim Eindringen in die Scheide stört keine Vorhaut mehr, was ja bei einer Rüsselvorhaut auch ein Problem sein kann. Es reibt der ganze Panis von der Spitze bic zum Schaft an der Scheidenwand.
        Also wer sich einmal damit beschäftigt, sollte es auch erleben, sonst fragt er sich immer wieder, wie es denn ohne diese Vorhaut der Eichel erginge.
        Ich sage JA! aber nicht bei Kindern und schon gar nicht, weil Mütter so gerne beschnitten Schwänze sehen und es so bei ihren Söhne ausleben.

    • Hofnarr schreibt:

      Das ist eben das Problem!!! Ich habe christliche (Versicherungs-)Kundschaft von Ghana, die gerade gestern bei mir waren und mir erzählten, beide Söhne seien hier in der Schweiz vom Schweizer Kinderarzt beschnitten worden und nun habe der kleinere der beiden, noch nicht mal 2-jährig echte Probleme der Beschneidung wegen. Da sei offenbar ein Fehler geschehen. Der Arzt habe gesagt, es sei eben schwierig, so kleine Kinder zu beschneiden. Irgendein Fehler ist da passiert! Es ist zum Davonlaufen, dass Eltern ihre Kinder nach wie vor in diesem Alter beschneiden lassen, ob nun Junge oder Mädchen und dass auch Schweizer Aerzte, nicht etwa afrikanische Pfuscher, gerade kleine Kinder trotz solcher nachträglich genannter Schwierigkeiten nach wie vor und immer erneut beschneiden. Eine Vorhaut am Penis hat seinen sinnvollen Zweck, dies jedenfalls. Die Natur richtete nicht Dinge eine die sinn- und zwecklos sind, auch am menschlichen Körper nicht, nie. Warum wird da immer erneut an fremden Körpern ausgerechnet bei kleinsten Kinder herumgeschnippelt ohne tatsächliche Notwendigkeit, ohne dass Kinder je ja oder nein dazu sagen können, aber jedenfalls die Folgen grausam zu tragen haben, ihr Leben lang!!! Ich kann da als Rechtsschutz-Versicherungs-Expertin durchaus nichts dazu sagen, derart sprachlos macht mich das- und ausgesprochen wütend!!! Aber sie tun es trotzdem immer wieder mit ihren Kindern!!!

  5. Hannah schreibt:

    Wenn man „wissenschaftliche“ Erklärungen aus der Vergangenheit wie hier in ihrer ganzen Absurdität liest, dann fragt man sich schon, über wieviel von dem, was uns heute als „wissenschaftliche“ Fakten verkauft wird, in 200 Jahren unsere Nachkommen den Kopf schütteln werden.

  6. P.A. Brandon schreibt:

    Die Einseitigkeit dieses Artikels wird durch das Wort „Lob“ im Titel zum Programm.
    Die „geringere Empfindlichkeit“ der Eichel ist nichts anderes als ein Verlust der Sensibilität am erotisch empfänglichsten Teil des männlichen Körpers. Man könnte daher die Grundsatzfrage stellen, warum sich ein Mann dieser Form der Sensibilität berauben sollte, um möglicherweise größere Leistungen auf sexuellem Gebiet zu erreichen. Davon abgesehen bleibt die Tatsache bestehen, dass bei älteren Männern mit entsprechend geringerer Potenz diese geringere Empfindlichkeit die Erektion schwierig machen kann.
    Geringere Ansteckungswahrscheinlichkeit bedeutet keineswegs Sicherheit. Das täuschende Sicherheitsgefühl verkehrt den positiven Effekt oft ins Gegenteil, man denke an die HIV-Ansteckungen, die zur Zeit wieder zunehmen.

    • johannamiller47 schreibt:

      Ich glaub, Herr (?) Brandon, du nimmst das alles viel ernster, als ich es gemeint habe. Suum cuique, und ich will niemanden bekehren.

      • P.A. Brandon schreibt:

        Wie ernst hast Du es gemeint?

      • johannamiller47 schreibt:

        Genau so ernst, wie ich es im Artikel beschrieben habe. Es gefällt mir ästhetisch und sexuell, unabhängig von den angeblich für eine Beschneidung sprechenden medizinischen Gründen, deren Richtigkeit ich mangels fachlicher Kompetenz nicht überprüfen kann. Ich propagiere aber weder, dass sich jeder Mann beschneiden lassen soll, noch bin ich für eine Kinderbeschneidung ohne dringende medizinische Indikation (Phimose etc.). Jeder Erwachsene soll das für sich halten wie er will. Ich will auch niemanden bekehren, sondern es ist mir ehrlich gesagt scheissegal, ob Männer, mit denen ich nicht sexuell verkehre, beschnitten sind oder nicht.

      • Hofnarr schreibt:

        Dies Thema Beschneidung muss notabene ernst genommen werden, Johanna, sonst soll man es keinesfalls in Blogs breitschlagen, sondern einfach zur Kenntnis nehmen, dass der offenbar sexuell durchaus befriedigende Partner eben meist in seiner Kindheit schon einstmals beschnitten wurde oder umgekehrt auch nicht beschnitten ist, nichts weiter!!! Ist doch wirklich super genug, dass er Dich überhaupt sexuell beglücken will, gänzlich unabhängig davon, ob beschnitten oder nicht…

      • johannamiller47 schreibt:

        Hofnarr: zum Glück gibt es Meinungsfreiheit, die du in deinen Kommentaren hier, die oft nicht das Geringste mit dem, was im Artikel steht, zu tun haben, weidlich auszunutzen weißt. Nachdem weder du noch Edwin meinen Artikel sinnerfassend lesen konnten, und du auch in den Kommentaren Argumente und Erklärungen einfach ignorierst, werde ich es damit belassen

  7. Hofnarr schreibt:

    Ich finde als Frau an diesem Artikel hier anmassend, dass Frauen sich das Recht nehmen, dem Mann zu empfehlen oder aber sich vom Mann zu wünschen, sich beschneiden zu lassen und ebenso, dass Eltern sich das Recht nehmen, über ihre oft noch sehr kleinen Kinder solche endgültigen Eingriffe vorzunehmen. Umgekehrt ist zu sagen, dass ich es auch anmassend finde, wenn sich Männer das Recht nehmen, von ihren Frauen zu verlangen, ihnen zu empfehlen und sich von ihnen zu wünschen, Brüste mittels Implantaten verändern zu lassen und ähnliches.

    Wer, so frage ich mich, ist denn berechtigt, über den Körper des anderen, welchen Geschlechts auch immer, ob Erwachsener oder Kind, einfach so zu verfügen, sogar ohne dass der andere die geringste Möglichkeit hat seine eigene Meinung über diese Anmassung auch nur zu äussern, geschweige denn durchzusetzen. Mein Gott, jeder Mensch gehört doch ausschliesslich sich selbst und niemandem sonst. Wenn der Erwachsene selber wünscht, sich selber (nicht andere)beschneiden zu lassen, sich selber (nicht andere) piercen oder tätowieren zu lassen oder sich selber (nicht anderen) Brüste verändern zu lassen, dann liegt das in seiner alleinigen Entscheidung, aber alles andere stellt ganz eindeutig ein böswilliger Uebergriff dar, insbesondere dann, wenn solche Uebergriffe niemals mehr rückgängig gemacht werden können und eigentlich gar nicht gesundheitlich indiziert wären, sondern in unterschiedlichstem Alter gänzlich anderen, meist vollständig hirnrissigen Zwecken dienen sollen.

    Wer so blöd ist, sich einzubilden, ein unbeschnittener Mann könne mit seiner Partnerin weniger „guten“ Sex haben oder machen als ein Beschnittener, dem muss man entgegenhalten, dass dies ja von niemandem wirklich beurteilbar ist, weil der gleiche Mann, nicht etwa 2 unterschiedliche, gar nicht mit und ohne Vorhaut erlebt werden kann, also kann man nicht wissen, wie es gewesen wäre, wenn die Vorhaut entfernt, bzw. nicht entfernt worden wäre.

    Wie nur können Menschen 2 unterschiedliche Männer, ob nun mit oder ohne Vorhaut, über ihre Leistung bez. ihrer Potenz, Sexualität und Männlichkeit vergleichen und alle anderen Eigenschaften und Charaktermerkmale dieser Menschen dabei vollumfänglich aussen vor lassen und sich dann noch einbilden, es hänge an der Tatsache, ob der eine der bessere als der andere ist, hänge an dem kleinen Stückchen Vorhaut, das sich da notabene auch von der Partnerin noch in aller Lustbarkeit über die Eichel stülpen lässt oder eben nicht mehr, weil nicht mehr vorhanden, da einstmals in grauer Vorzeit weggeschnitten, weshalb auch immer?!

    • johannamiller47 schreibt:

      Sinnerfassendes Lesen ist nicht deine Stärke, Hofnarr, oder?
      Ich wüsste nicht,wo ich das, was du anprangerst, geschrieben habe. Da halluzinierst du dir etwas zusammen.

      Wenn ich sage, mir gefällt bei Männern ein Kurzhaarschnitt, greife ich auch weder in die körperliche Integrität von jemandem ein, noch rufe ich gar dazu auf, Kinder zu Skinheads zu machen, oder masse mir an, über die Frisuren der Männer der Welt zu herrschen. Vielleicht liest du noch einmal, was ich geschrieben habe, und wir versuchen dann, darüber zu reden.

      • Hofnarr schreibt:

        …sich vom Mann zu wünschen, schrieb ich auch, johannamiller47… und Du lobst schon im Titel „den Beschnitt des Penis“, oder?! Wen aber lobst Du da, sag mal in allem Ernst?! Wohl den einstigen Beschneider und jene die den Eingriff in Auftrag gaben, oder?! Dann lies mal das Buch „Wüstenblume“ oder das Nachfolgebuch desselben… Beschneider und Beschneiderinnen (inklusive deren Auftraggeber) von Genitalien, ob nun weiblichen oder männlichen, auf der ganzen Welt sind anmassend, sofern sie dies Werk nicht an sich selber tun oder aber durch Auftrag eines Kunden am Kunden selbst, nicht an Fremdpersonen ausführen, dies, ob sie nun im afrikanischen Busch irgendwo mit alten Rasierklingen beschneiden oder aber in medizinischen Einrichtungen des Westens oder hinter Mauern von Harems… Ich lese Texte durchaus sinnerfassend… Es mag aber sein, dass ich noch weitere Texte, anderswo gelesen, zB in eben jenen hier erwähnten Büchern von Betroffenen oder aber eigene Erfahrungswerte in meinem Denken und Fühlen einfliessen lasse, sodass meine persönliche Meinung damit zustande kommt… Wie aber kann eine Frau einen Penis-Beschnitt an sich selber (und ausschliesslich dies) in Auftrag geben oder ausführen lassen?! Und dann frag mal Deinen Mann, wer den Auftrag für den Beschnitt zu welchem Zeitpunkt erteilte und wer ihn sodann ausführte und ob er es selber war, der sich dafür entschied!!! Nun, Johannamiller47, warum nicht?! Weil man nämlich zu jenem Zeitpunkt des Beschneidens über ihn bestimmte und dies, ohne ihn zu fragen, weil er noch im Kinderalter war!!! Dies ist die nackte Wahrheit, nichts anderes!!! Dabei hätte man dem Jungen vermutlich lehren können, wie er sich auch im Genitalbereich hygienisch waschen kann durch sorgfältiges, aber logischerweise tägliches Zurückschieben der schützenden Vorhaut, ganz einfach!!! Ausnahme sind diejenigen Jungs, die zufolge angeborenen Verengung der Vorhaut dies eben nicht tun können und damit sind sie die einzigen, wenigen Ausnahmen, bei denen eine Beschneidung medizinisch attestiert wird, damit auch ein sinnvolles Reinigen der Eichel und ein sinnvolles urinieren möglich wird, letztlich aber auch ein späteres, normales Benützen des Penis für (normale) sexuelle Aktivitäten möglich wird mit all seinen Details!

      • Karin Koller schreibt:

        Lass gut sein, Hofnarr. Johanna propagiert nicht Beschneidungen bei Kindern.

      • Hofnarr schreibt:

        okay, das ist wahr…

      • johannamiller47 schreibt:

        Wenn ich einen Artikel „Lob des Kurzhaarschnittes“ schreibe, propagiere ich auch nicht die gewaltsame Verglatzung von Kindern. Wenn du mir, obwohl ich das oben schon mehrfach klargestellt hast, trotzdem so etwas unterstellst, kann ich nur annehmen, du bist nicht in der Lage, das zu verstehen, was ich geschrieben habe, oder du willst mich absichtlich mißverstehen.

      • Hofnarr schreibt:

        Ach nein, nichts von böswilliger Absicht…

  8. Patrick Schmold schreibt:

    1. Die Beschneidung hat möglicherweise ein paar Vorteile. (Z. B. ergab eine neue Studie, dass sich das Prostatakrebs-Risiko für vor dem ersten Geschlechtsverkehr beschnittene deutlich reduziert, siehe http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/cncr.26653/abstract.) Andererseits scheint die Beschneidung keine gravierenden Nachteile zu haben. (Insbesondere scheint sie eben *nicht* die Empfindlichkeit zu verringern, siehe z. B. http://www.webmd.com/baby/news/20030430/circumcision-does-not-affect-sensitivity.) Insofern sehe ich keine dringenden Gründe für oder gegen die Beschneidung, jeder muss die Argumente dafür oder dagegen selbst abwägen.

    2. Eltern müssen viele endgültige Entscheidungen für ihre Kindern treffen. Wenn Eltern unter Abwägung der möglichen Vor- und Nachteile sich dafür entscheiden, ihren Sohn beschneiden zu lassen, so finde ich das okay.

    3. Wenn eine Frau sich von ihrem Partner eine Beschneidung wünscht (nicht verlangt), so finde ich das (wegen fehlender dringender Gründe dagegen) auch okay. Schließlich treffen wir in einer Beziehung eine Reihe endgültiger Entscheidungen zu Liebe unseres Partners (z. B. Jobwechsel).

    • Hofnarr schreibt:

      Okay, Patrick, find ich gut, was Du da schreibst!!! Vielleicht hab‘ ich auf Deine (männliche) Antwort gewartet… Einleuchtende Argumente, durchaus!

      Ich stelle sodann rückblickend fest, dass meine Partner in meinem Leben durchaus sowohl teilweise beschnitten, wie auch teilweise unbeschnitten waren und ich kann nicht sagen, dass irgendeiner der Männer sich deswegen in irgendeiner Form in seinem Vorleben falsch behandelt fühlte, weil beschnitten oder bevorteilt, bzw. benachteiligt fühlte bezüglich seiner Qualität des Sex mir (oder auch anderen Frauen) gegenüber.

      Sodann wünschte sich auch keiner von ihnen (und ich als Frau notabene auch nicht von ihnen), sich im Erwachsenenalter bezüglich Vorhaut zu verändern, längst schon gewohnt, sich auch mit Vorhaut hygienisch einwandfrei reinigen zu können. Man müsste doch als Frau meinen, Hygiene und Gesundheitsbewusstsein sollte man auch als Mann lernen können bei genügend sauberem Wasser, ob nun beschnitten oder nicht.

  9. M. schreibt:

    So, es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis dieses derzeit so heftig umstrittene Thema hier auftaucht. Vorne weg, ich persönlich fühle mich in diesem erbitterten Glaubenskrieg neutral, da ich denke das sich Vor- und Nachteile des Eingriffes völlig die Waage halten. Deshalb möchte ich einige Punkte zum darüber Nachdenken hier mal zur Diskussion stellen:
    Bei der männlichen Beschneidung wird die Vorhaut teilweise oder vollständig entfernt, die embryonal-entwicklungsgeschichtlich den kleinen Schamlippen (plus Klitorisvorhaut!) entspricht. Bei der kosmetischen Schamlippenverkleinerung wird dieselbe teilweise oder vollständig entfernt.
    Die Vorhaut schützt die Eichel des Penis und die Mündung der Harnröhre, die Klitorisvorhaut schützt die Eichel der Klitoris und die kleinen Schamlippen die Mündung der Harnröhre und die Öffnung der Vagina.
    Wird die Vorhaut entfernt, hat das wohl eher keinen großen Einfluß auf das Gefühlsleben, da die reizempfindlichen Meissnerschen-Tastkörperchen und freien Nervenendigungen sich im Bereich des Haltebändchens (Frenulum) konzentrieren. Dieses entspricht funktionell (nicht entwicklungsgeschichtlich!) der Klitoris. Wird es mit entfernt (was zwar nach Schumpelick et al., „Kurzlehrbuch Chirurgie“ Thieme-Verlag, nicht möglichst gemacht werden sollte, aber doch oft gemacht wird, dann hat das wohl immer noch keinen großen Einfluß auf das Gefühlsleben, da die verringerte Reizintensität am Sensor durch eine größere Verstärkung im Zentralrechner (Gehirn) ausgeglichen wird. Es sei denn, da liegt eine emotionale Sperre vor.
    Beide Eingriffe, die Penisbeschneidung, und die Schamlippenkürzung können ambulant unter Lokalanästhesie oder unter Narkose durchgeführt werden. Beide dauern ca. 30-60 Minuten, werden mit selbst auflösenden Fäden genäht, und verheilen nach ca. 3 Wochen vollständig. Der Hauptunterschied liegt eigentlich nur im Preis, wenn es die Kasse nicht übernimmt. Derzeit werden in Deutschland einer aktuellen Untersuchung zu Folge etwa 10% der männlichen Jugendlichen (bis zum 17 Lebensjahr gezählt, mit zwei deutschen Elternteilen!) beschnitten, obwohl die tatsächlich medizinisch indizierten Zirkumzisionen nur ca. 1 % beträgt (und in den skandinavischen Ländern wird die OP auch nur so häufig durchgeführt). Der Rest sind verkappte Schönheits-OPs bzw. Lehreingriffe für angehende Fachärzte der Dermatologie, Urologie und (Kinder-)Chirurgie.
    Die Penisbeschneidung verläuft, wenn sie unter unsterilen Bedingungen in Afrika im Busch mit dem rostigen Messer durchgeführt wird oftmals tödlich, bei Gerinnungsstörungen des Blutes aufgrund von nicht zu beherrschenden Blutungen aus der Arteria frenularis, oder wegen Wundinfektionen. Bekanntlich reicht beispielsweise für den dort so häufigen Tetanus-Erreger schon eine kleine Verletzung als Eintrittspforte aus. Das trifft alles auch gleichermaßen auf die dort praktizierte Mädchenbeschneidung zu. Nicht zu Vergleichen ist damit die – aber nur selten (in ca. 10-15%) angewandte – „Pharaonische Beschneidung“ (Infundibulation). Diese jedoch in den Medienberichten meistens gemeint ist, und natürlich neben den akuten Risiken zusätzlich oft noch viele schwere Langzeitschäden mit sich bringt.
    Die Begründungen für die Penisbeschneidung und die afrikanische Mädchenbeschneidung ähneln sich oft sehr. Wenn die Eingriffe unter medizinisch korrekten Bedingungen durchgeführt werden, sind sie genauso harmlos, wie sie unter unsterilen Bedingungen gefährlich sind.
    Fazit, unterscheidet nicht künstlich zwischen „guter“ Penisbeschneidung“ und verwerflicher Schamlippen-OP/Mädchenbeschneidung, sofern es sich bei der letzteren um die leichteren Formen, d.h. ohne zusammen Nähen der (großen Schamlippen) handelt. Alles andere wäre mit zweierlei Maß gemessen. – M.
    P.S.: mir ist es übrigens egal, ob eine Mutter ihren männlichen Nachwuchs aus nicht-medizinischen Gründen beschneiden lässt -sofern sie es nicht aus religiöser Bevormundung heraus tut.
    Es handelt sich zwar eindeutig um einen schweren Eingriff in die körperliche Integrität des Kindes. Das Austragen einer Schwangerschaft ist aber auch mit entsprechenden Belastungen und Risiken für die Mutter verbunden, auch noch in unserer westlichen Industriegesellschaft mit ihrer optimalen medizinischen Versorgung, dass sie doch als „Entschädigung“ dafür selbst entscheiden soll, wie das Kind hinterher aussehen soll. Man kann Kinder schon durch eine falsche Namensgebung, oder viele andere Dinge sehr viel stärker „misshandeln“. Nur, ein Kind zu beschneiden, um es in eine schwachsinnige Religion hinein zu pressen, das ist unverzeihlich.

    • Hofnarr schreibt:

      Danke @M! Endlich… Ich hab‘ so eine Wut, dass man den Auftrag zur endgültigen Beschneidung von Genitalien beiderlei Geschlechts aus derart vielen, nicht medizinischen Gründen schon im Kindesalter erteilen kann, ob nun Bub oder Mädchen!

      Jene beschnittenen Partner, die mir persönlich begegneten und deren Beschneidung korrekt verlief, wie sie mir sagten und deren Eltern für die Beschneidungs-OP im Kindesalter zu entscheiden hatten, hatten einstmals ausschliesslich medizinische Gründe (zu enge Vorhaut, sodass sie schon im Kindesalter nicht zum Urinieren und Waschen zurückgezogen werden konnte).

  10. Edwin schreibt:

    Ein Kind (also jemand anderen) auf Grund seiner eigenen sexuellen Vorstellungen genital zu verstümmeln ist mindestens genau so schwachsinnig wie auf Grund der Religion. Oder glauben da manche Mütter, dass die Söhne ihre Sexualpartner sind?? Klar kann man alles umdrehen und den Verlust von 75% des Empfindungsvermögens am Penis durch Entfernen der Vorhaut mit länger Können beschönigen. Allerdings fängt die Desensibilisierung der Eichel erst nach der Beschneidung an. So wird aus länger Können dann länger müssen und dann gar nicht mehr können. So manch ein Beschnittener kann mit 30 schon keinen Orgasmus mehr erreichen. Und ein alter Sack sollte doch sowieso nicht mehr. Nicht wahr meine Damen? Es ist doch nur bei Frauen schlimm, wenn deren sexuelle Erregbarkeit durch Beschneidung reduziert wird.
    Aber über die eigene Beschneidung dürfen die Damen gerne selbst bestimmen. Ist da doch die Hygiene um einiges schwieriger. Neben Smega und Pisse gibt es da auch noch Menstruationsblut bei viel mehr Falten. Trotzdem wird vernünftigerweise kein Mann deswegen seine Tochter beschneiden lassen. Und meine Damen: nach Artikel 2 Satz 2 im Deutschen Grundgesetz hat jeder das Recht auf einen unversehrten Körper. Jungen sind da nicht ausgenommen. Zusätzlich ist nach dem Gesetz, das beschneidungswütige Eltern offenbar selten beeindruckt, jede medizinisch nicht nötige Operation eine gefährliche Körperverletzung.

    Und komischerweise sind Aids, Peniskrebs, venerische Krankheiten in den USA wo 90% der sexuell aktiven Männer beschnitten sind weit häufiger als bei uns oder gar in Dänemark wo nur 1% beschnitten sind. Da sollte dem Dümmsten auffallen, dass diese Studien, die da immer nachgeplappert werden, aber durch andere Studien längst widerlegt sind, getürkt sind. Und was zum Beispiel Peniskrebs angeht, der tritt in Deutschland bei 110.000 Personen 1 x auf. Bei der Routinebeschneidung in den USA stirbt aber jedes 50.000 te Baby. Und es gibt dabei über 2000 schwere Komplikationen. Ich weiß, das macht nichts, die Babys sind ja männlich.

    • Hofnarr schreibt:

      @Edwin, sehr gut! Wusst‘ ich es doch, dass Männer jedenfalls andere Antworten zum Thema Penis-Beschneidung haben als wir Frauen… Absolut richtig, was Du da schreibst!

      Ich finde, wir Frauen haben dazu eigentlich überhaupt nichts zu wünschen, weil es jedenfalls nicht unser eigener Körper ist, der am Penis beschnitten werden soll oder gar zu empfehlen oder in Auftrag zu geben, wenn es sich um unsere Söhne handelt. Aber ich würde sagen, es sind wohl auch sehr häufig die Väter, die verlangen, dass ihre noch kleinen Söhne beschnitten werden, nicht bloss die Mütter, wo’s gang und gebe ist, aus religiösen oder traditionellen Gründen zu beschneiden!

      Ich jedenfalls kenne auch verschiedenste Mohamedaner vom Kosovo und der Türkei, die es jedenfalls den Vätern überlassen, die’s Thema mit ihren Söhnen beim Arzt zu besprechen, zu entscheiden, zu welchen Zeitpunkt die Beschneidung erfolgen soll und ausführen zu lassen. Die Pflege der beschnittenen Penisse inklusive deren Komplikationen der meist noch kleinen Buben obliegt dann aber der Mutter, die dazu nickt, weil’s alle in der nahen und fernen Verwandtschaft auch tun.

    • Patrick Schmold schreibt:

      Edwin: Ich finde unseriös, wie Du Behauptungen ohne Quelle o. ä. aufstellst.

      Z. B. schreibst Du „So manch ein Beschnittener kann mit 30 schon keinen Orgasmus mehr erreichen.“: Wie kommst Du darauf? Es gibt sicher auch *Unbeschnittene*, die mit 30 schon keinen Orgasmus mehr erreichen können. Liegt es dann wirklich an der Beschneidung? Irgendwo im Internet habe ich auch gelesen: So manch ein Unbeschnittener mit einer starken Vorhautverengung hat viele Jahre keinen Sex (oder nur unter starken Schmerzen), weil er zu verklemmt ist, zum Arzt zu gehen. Müsste man solche Fälle in einer seriösen Diskussion nicht „gegenrechnen“?

      Auch einfach zu behaupten, dass Studien „getürkt“ seien, finde ich zu einfach. Z. B. sagt Wikipedia (mit Zitat der entsprechenden Studie), dass Peniskrebs in Israel 9mal seltener auftrete als in Deutschland. (Zu den USA habe ich auf Anhieb nichts gefunden.) Dass jedes 50.000 Baby als Folge der Routinebeschneidung stirbt, glaube ich einfach nicht. Woher hast Du diese Information?

  11. Edwin schreibt:

    @Hofnarr
    Ich kann nur ein dickes Lob aussprechen, wenn sich eine Frau gegen die Genitalverstümmelung von Jungen stark macht. Ich wünsche mir viele solche Frauen. Natürlich ist es so, dass beschnittene Männer ihr erlittenes Trauma liebend gern auf Ihre Söhne übertragen. Es ist nach religiöser Gehirnwäsche ganz einfach Männersache. Es geht ihnen dann offensichtlich besser, wenn es den Söhnen auch nicht besser geht. Ich verstehe es nur viel weniger, wenn Mütter (sie tun das in vielen Foren) die Genitalverstümmelung ihrer Söhne lobpreisen, und davon schwärmen wie toll das Geschlechtsteil ihrer Söhne nun aussieht, obwohl sie jener Teil absolut nichts angeht.

    @Patrick Schmold
    Wie komme ich darauf, dass so mancher 30-jährige infolge Beschneidung nicht mehr kann: Weil ich eine Seite betreibe, die sich mit dem Thema befasst, und ich schon einige Zuschriften bekommen habe, wo unter dreißig-jährige behaupten, dass Sie in Folge der Beschneidung zu keinem Orgasmus mehr kommen können. (weil die Eichelhaut so unempfindlich ist, wie die Haut am großen Zeh). Manche berichten auch von Selbstmordversuchen wegen Ihres verstümmelten Penis. Und da mir wahrscheinlich nicht einmal ein Promille der betroffenen schreibt, dürften es wohl tausende sein, die unter den Folgen der Beschneidung leiden.

    Baby Beschneidung USA:
    Williams N, Kapila L. Complications of cir¬cumcision. Brit J Surg 1993;80:1231–6.
    Warren J, Bigelow J. The case against cir¬cumcision. Br J Sex Med 1994;6–8.
    Meist ist die Anästhesie die Todesursache, deswegen werden in den USA noch immer ¾ aller Babys ohne Betäubung operiert. Da viele ins Schmerzkoma verfallen, wird dann allen Ernstes behauptet, Babys hätten noch kein Schmerzempfinden. Diejenigen die dabei schreien wie am Spieß, sind einfach nur quengelig.

    Und was Deine zitierte Prostatakrebsstudie betrifft:
    Da stand zeitgleich unter http://www.krebsinformationsdienst.de/Aktuelles/2012/news28.php
    „Die aktuelle Studie beruht auf der Auswertung rein statistischer Zusammenhänge, einen ursächlichen Zusammenhang mit Prostatakrebs kann sie nicht belegen.“
    Dazu muss man wissen, dass in den USA die Babybeschneidungsrate rasant zurückgeht, und um das Milliardengeschäft in Gang zu halten wird ein Unsinn nach dem anderen behauptet. Schließlich wurde die Beschneidung in den USA eingeführt um die schreckliche Masturbation einzudämmen, die als Auslöser aller unheilbaren Krankheiten galt. Weil das heute nicht mehr gut ankommt, werden alle möglichen Vorteile erfunden, wie eben die direkte Verhinderung von Krebs und Aids.
    Eine wirklich anerkannte Studie ist die von australischen Wissenschaftern: Mindestens fünf Mal masturbieren in der Woche vermindert das Prostatakrebsrisiko um 30%. Dieser Intention wirkt die Beschneidung wohl entgegen.

    Und der gleiche Unsinn wie bei der Prostatakrebsstudie geschieht wenn man einfach schaut welche Krankheit in irgendeinem beschneidenden Land weniger häufig auftritt als ein einem nicht beschneidenden. Die Ursache ist dann sofort die Beschneidung. Es könnte doch viel eher Promiskuität, andere Ernährung, Hygiene andere Lebensweise etc. eine Rolle spielen und mit der Beschneidung überhaupt nichts zu tun haben. Im Übrigen wurde die Wikipedia Beschneidungsseite von Circ-Freunden okkupiert. Da würde ich einmal in PflegeWiki zum Vergleich nachschauen. Natürlich könnte ich zu jeder Studie eine Gegenstudie zitieren. Aber es genügt wenn man die schweren Herzens gefasste Resolution der amerikanischen Kinderärzte von 1999 zitiert. Da heißt es: Die Vorteile der Zirkumzision sind nicht signifikant genug um das Operationsrisiko zu rechtfertigen. Seitdem zahlen die meisten Versicherungen die Operation nicht mehr, was der Hauptgrund für den Rückgang der Beschneidungsrate ist.
    Man kann keine nicht behandelte Phimose mit einer fremdbestimmten unnötigen Genitalverstümmelung aufrechnen. Es geht hier ganz einfach um ein Menschenrecht, in einem unverstümmelten Körper aufzuwachsen.
    Ich habe mich in den letzten Jahren sehr eingehend mit der Materie vertraut gemacht, und bin der festen Überzeugung, dass eine Beschneidung eine Genitalverstümmelung ist, ganz gleich ob sie an Jungen oder Mädchen praktiziert wird.
    Natürlich kann jeder sich selbst abschneiden lassen, was immer er möchte. Nur nicht bei anderen. Das ist der Haken.

    • Hofnarr schreibt:

      Danke, Edwin.

      Wenn deutschen Doggen der Schönheit wegen keine Ohren mehr kupiert werden dürfen, Schafen des schnelleren Scherens wegen keine Schwänze mehr weggeschnitten werden dürfen und Kastrationen von Eberferkelchen des Stinkens des Fleisches bei Nichtentfernung der Hoden nach Schlachtung wegen nur noch unter Narkose vorgenommen werden dürfen, weil man einsieht, dass das frühere Vorgehen diesen Tieren gegenüber ganz massive Tierquälerei darstellt, wie dies hier in der Schweiz und in vielen Ländern Europas heute Gesetz ist, ist nicht einzusehen, warum Menschen, dh. in vermutlich mehr als 98% der weltweiten Beschneidungs-Fälle noch sehr kleinen Kindern, irgendein Teil am menschlichen Körper ohne medizinische Notwendigkeit entfernt werden soll, obwohl jedes Teil des menschlichen Körpers seine sinnvolle Funktion hat.

      Ich erachte es nach meiner eigenen Mandel-Operation im Schulalter nicht einmal als sinnvoll, Mandeln im Rachenraum medizinisch korrekt entfernen zu lassen, wenn nicht tatsächlich ein gesundheitlicher Grund (Disfunktion der Drüse in Kombination mit ständiger Mandelentzündung) vorliegt. Ich wurde operiert, weil meine Schwester einen gesundheitlichen Grund der Mandeln wegen hatte, nicht ich!!! Schon dies war anmassend und unrecht von meinen Eltern, es ist halt so… Man tröstete mich damals mit Vanilleeis, nichts weiter!!! Frisch beschnittenen Kindern geht es auch nicht viel anders… aber man lese das Buch „Wüstenblume“ und „Schwarze Frau, weisses Land“ von Waris Dirie! Ich sah selber solche Initiationsriten und Beschneidungsaktivitäten an Mädchen und Jungs sowie auch andere religiöse Traditionen im einstigen Dahomey/heutigen Benin im Jahre 1973 schon, die aber heute noch in allen Formen stattfinden, weil niemand was im grundlegenden Denken im Ungang miteinander (sprich auch in der Erziehung) zum Besseren verändert. Wir Leute aus westlichen Ländern (ob nun in Europa oder USA) sind ebenso keinesfalls schläuer geworden, offenbar, im Gegenteil!!!

      Es geht immer um ausserordentlich egoistische, eigennützige Gründe, wenn jemand die Beschneidung anderer fordert oder ausführen lässt, nicht etwa in erster Linie um das alleinige Wohl des andern, sonst könnte der Betroffene sich jedenfalls zu einer späteren Zeit selber entscheiden, ob er einen Eingriff an sich selbst vornehmen lassen will oder eben nicht!

      Darum, Johanna, ist es nicht sehr egoistisch und eigennützig von Dir, den nunmehr wohl gefühlloseren (wie Du selber annimmst), beschnittenen Penis Deines Partners zu loben, weil Du als Frau allenfalls durch „längeres Können“ Deines Partners einen grossartigeren Orgasmus erhalten kannst, gänzlich unabhängig davon, wie’s Deinem Partner dabei ergeht?! Sind wir denn tatsächlich auch in diesem Bereich Sex ausschliesslich in vergleichenden Hoch-Leistungs-Wettbewerben, wo wir es doch einfach bloss schön haben könnten zusammen?! Es ist schon sehr traurig und fragwürdig, dass wir unsere Körper und die unserer Nächsten nur lieben können, wenn sie derart massiv operativ verändert werden, immer auf Hochleistung, auf Schönheit, auf Jugend, auf anders ist besser!!! Warum darf man(n) nicht einfach bloss sein, wie man eben ist und kann dennoch umfassend geliebt werden?! Ob nun von sich selbst oder von andern?! Welch eine Illusion, zu meinen, durch Beschneidung könne man(n) Besseres in Sachen Potenz leisten als ohnehin!!! Und welch eine Illusion, schwere Krankheiten wie diverse Krebsarten, AIDS und ähnliches könnten über blosse Beschneidung in irgendeiner Form verhindert werden, als wenn wir nicht längst schon wüssten, dass jedes Infizieren und jeder Ausbruch einer Krankheit stets vielerlei Komponenten hat, die nicht durch das blosse Wegschneiden von ein bisschen Haut allein verhindert werden kann.

      • thorstenzech schreibt:

        Hofnarr: weshalb nimmst du einfach nicht zur Kenntnis, dass in diesem Artikel nicht nur niemand aufgefordert wird, sich gegen seinen Willen beschneiden zu lassen, sondern die Autorin auf deine absurden Vorhaltungen mehrfach, sogar mit Verweisen auf frühere Artikel, ausdrücklich klargestellt hat, dass sie nicht nur gegen die Beschneidung von Kindern, sondern gegen jeden Eingriff in deren körperliche Integrität ist? Ich kann das nur so interpretieren, dass du an einer Diskussion, einem Austausch von Argumenten, gar nicht interessiert bist, sondern einfach einen Anlass suchst, Lärm zu machen und dieses Forum als Plattform zur Verbreitung mehr oder weniger kohärenten Gedanken zu missbrauchen. Warum machst du das nicht auf einem eigenen Blog, wo du Gelegenheit hast, dich mit Leuten, die an deinen Gedanken – und nicht, wie hier, an denen Karins und der Gastautorinnen – interessiert sind, auszutauschen?

      • Hofnarr schreibt:

        Nun, Thorsten, ich habe gelesen, dass die Autorin dieses Artikels selber schrieb, dass sie, gerade sie, gegen die Beschneidung von Kindern ist! Dennoch lobt sie die Penisbeschneidung schon im Titel! Was soll nun also Geltung haben, meine lieben Leute von heute, wenn man doch weiss, dass weltweit vermutlich 95-99% aller Beschneidungen an Kindern im Alter unter 16 Jahren ausgeführt werden? Soll man dann etwa stillschweigend gutheissen, dass alle diese Kinder niemals ihren eigenen Willen dazu äussern konnten, einfach nur, weil sie dies eben auch noch schrieb neben dem, dass sie mit dem gleichzeitigen Lob der Penis-Beschneidung gleichzeitig gutheisst, dass jemand anders die Einwilligung zur Beschneidung gab, weil sonst jener vielgelobte, beschnittene Penis gar nicht vorhanden wäre bei ihrem Partner?! Das ist derart widersprüchlich in sich selbst, wie wenn jemand sagt, ich bin strikte gegen das Töten von Pelztieren, aber mir gefällt es jedenfalls besser, die seltensten, teuersten Pelzmäntel anstelle von Mänteln aus synthetischen Fasern selber zu tragen! Darum habe ich hier derart viel zu schreiben, weil dieser Wiederspruch mich zutiefst wütend macht, nichts weiter.

        Eigene von mir iniziierte Blogs zu diesem Thema braucht’s aber dazu noch lange nicht, jedenfalls nicht von meiner Seite her, weil ich, wenn dann schon, wohl für mich selbst noch weitaus wichtigere Themen im Internet zu veröffentlichen hätte, die die Welt wissen müsste/diskutieren sollte, aber diese Themen kamen hier jedenfalls noch nicht vor!!! Auch ich schrieb hier in diesem Blog schon einmal: Ein solcher Blog von mir, der der umfassenden, unumstösslichen Wahrheit und vollumfänglichen Offenlegung dienen würde, könnte den 3. Weltkrieg auslösen, dies durchaus und dies will ich nicht (jetzt entscheiden), aber es betrifft jedenfalls ein völlig anderes Thema alles irgendeines von diesen hier diskutierten!

        Wollt Ihr (vorallem Karin Koller, die ja diesen Blog führt und darum als einzige durchaus das Recht hat, Sperrungen gegen jegliche ungeliebte Kommentatoren vorzunehmen und allenfalls auch ihre Gast-Verfasser) aber nur stets Kommentare von Leuten, die nach Eurem Mund reden, müsst Ihr halt meine Kommentare löschen (wie dies übrigens durchaus hier mit einem Kommentar von mir auch gemacht wurde, wohl um eine noch einmal andere Richtungsänderung der Diskussion um dieses Thema hier zu verhindern!!! Mag sogar sein, dass das richtig war… vielleicht war’s ja auch eine Empfehlung!)

        Dennoch, es tut mir aufrichtig leid, dass ich nicht umhin kann, diesmal derart häufig und unfangreich Stellung zu nehmen, ob nun zum eigentlichen Thema oder aber zu Kommentaren von anderen Kommentatoren! Man möge mir verzeihen… Ich bin derzeit eben wieder mal kurz nach einem operativen Eingriff vollumfänglich arbeitsunfähig (Meniscus-OP mit daran anschliessender Thrombose) und leide offenbar deshalb gerade wieder auch an einem wohl demnächst vorübergehenden, postoperativen Trauma, sonst würde ich als Bäuerin wohl gerade jetzt in der Natur draussen heuen oder demnächst auch Kirschen pflücken anstatt hier am Internet irgendwo mitzudiskutieren! Kommt schon wieder anders, auch bei mir, glaubt mir…

      • johannamiller47 schreibt:

        Hofnarr, letzter Kommentar zu deinen abstrusen Unterstellungen: mein Mann hat sich 2012 beschneiden lassen.

      • Hofnarr schreibt:

        Okay, Johanna…

        Was haben dann Deine übrigen, durchaus umfangreichen Ausführungen in Deinem Artikel verloren, welche Deinen Artikel demnach unnötig beschwerten und in eine andere Richtung führten, als Dir lieb war?! War es Dir eben gerade mit diesen Ausführungen durchaus nicht ernst, dass Du selber sogar in Deinen späteren Stellungnahmen bei P.A.Brandon darauf hinweist, er (vielleicht auch ich) nehme das Ganze wohl ernster als nötig und nach Rückfrage, wie ernst es Dir denn sei, nur Ausflüchte von Dir kommen?! Okay, Johanna, okay!!!

        Vielleicht könnten wir selber die Fehler auch bei uns selber suchen, auch Du, auch ich, auch andere!!! Sorry!!! Auch ich hab‘ dies wohl nicht gemacht… Ich hätte das Ganze wohl tatsächlich nicht derart ernst nehmen sollen, gerade weil Du darauf hingewiesen hast und Karin ebenso beschwichtigte mit ihrem „Lass gut sein, Hofnarr!“.

      • Patrick Schmold schreibt:

        Hofnarr: Ich kann aus Johannas „Lob der Penisbeschneidung“ nicht eine „versteckte“ Forderung nach der Beschneidung von Kindern ableiten.

        Es muss doch erlaubt sein, seine persönlichen Vorlieben kundzutun. Wenn ich z. B. schreiben würde, dass ich auf Blondinen stehe (stimmt übrigens nicht 😉 ), fordere ich doch auch nicht „versteckt“, dass Schwarzhaarige keine Kinder mehr bekommen sollten.

      • Hofnarr schreibt:

        Es ist erlaubt, seine persönlichen Vorlieben kundzutun…

      • Patrick Schmold schreibt:

        @Johanna: Super spannend für die Diskussion wäre jetzt natürlich ein Beitrag Deines Mannes, warum er sich so entschieden hat und was er für Erfahrungen damit gemacht hat.

      • thorstenzech schreibt:

        Hofnarr: das kann dir wohl nicht ernst sein. Du stopfst deine Kommentare, die 10x so lange wie Johannas Artikel sind, mit Referenzen zum 3. Weltkrieg, Vanilleeis, deiner Thrombose, Rechtsschutzversicherungen und Brustimplantaten voll, und wirfst Johanna vor, ihr Artikel enthalte Unnötiges? Selbstironie und Selbstkritik sind dir vollkommen fremd, nicht?

      • Hofnarr schreibt:

        Nein, Thorsten!

      • Hofnarr schreibt:

        Wo habe ich Johanna vorgeworfen, ihr Artikel enthalte Unnötiges?! Dies tat ich nicht…

    • Patrick Schmold schreibt:

      @Edwin: Es gibt sicher viele Beschnittene wie Unbeschnittene, die Orgasmusschwierigkeiten haben. Mancher mag die Ursache in seiner Beschneidung suchen und sich an Deine Web-Seite wenden. Aber ist die Beschneidung wirklich die Ursache für seine Probleme? Übrigens gibt es auch Leute, die in Zusammenhang mit einer Vorhautverengung über Selbstmord reden: http://www.phimose-info.de/phimose-forum/viewtopic.php?f=2&t=580&p=2777 .

      Sicher sind alle nur auf statistische Zusammenhänge basierende medizinischen Studien sehr unsicher. (Das gilt aber umso mehr für Deine Zahl 50.000, die auch noch auf einer fragwürdigen Hochrechnung basiert.)

      Es steht außer Frage, dass man bei einer eventuellen Beschneidung keinesfalls traumatisierende Methoden (keine Betäubung) oder risikoreiche Methoden (Vollnarkose beim Neugeborenen) anwenden darf.

      Durch unsere Diskussion fühle ich mich bestätigt: Es gibt keine allgemein überzeugenden, starken Argumente für eine Beschneidung. Es gibt aber auch keine allgemein überzeugenden, starke Argumente dagegen. Insofern finde ich den Ausdruck „Verstümmelung“ nicht angebracht.

  12. M. schreibt:

    Schade, das hier kaum einer auf den Zusammenhang zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung eingeht. Dabei gehört beides untrennbar zusammen, auch geographisch. Nicht nur in Afrika. In den USA kamen beide Eingriffe aus den gleichen Gründen gleichzeitig auf. Dort bot sogar noch vor 40 Jahren eine der dortigen Privaten Krankenkassen die Mädchenbeschneidung als Kassenleistung an.

    Johanna, wie stehst du hierzu?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schamlippenverkleinerung

    Wie in meinem ersten Beitrag ausgeführt, verurteile ich niemanden, letztlich handelt es sich um Geschmacksfragen. Und ich glaube, die Einwände der Beschneidungsgegner sind stark aufgebauscht. Bei mindesten 15% (nach eigenen Beobachtungen im Medizinbereich eher 20%) Beschnittenen in der ursprünglich deutschen Bevölkerung (ohne die mohammedanischen Einwanderer) hätten sich gravierende Nachteile längst herumgesprochen. Letztlich sprechen aus meiner Sicht am ehesten kulturelle Vorbehalte (zu denen ich mich bekenne) gegen diesen Eingriff, körperlich/medizinisch ist da nichts Handfestes nachweisbar. Man kann sich natürlich immer einreden (und anderen dasselbe einreden), wie schwer man versehrt worden sei, und dann wird man sich hinreichend genau selbst beobachten, bis man die Symptome als Bestätigung an sich entdeckt. – M.

    • Edwin schreibt:

      @Patrick Schmold
      Also eines ist wohl unbestritten: Die Vorhaut ist der sensibelste Teil am männlichen Körper hat 20000 Nervenenden, die Eichel dagegen nur 8000. Außerdem wird meist auch das Frenulum bei der Beschneidung entfernt, das ist der am dichtesten mit Nerven besetzte Teil am männlichen Körper. Es werden daher bei der Beschneidung von den drei sensiblen Teilen des Penis zwei entfernt, und der dritte schutzlos gemacht. Die nun schutzlose Eichelhaut verhornt, aus 2-3 Schichten werden bis zu 16. Das kann aber je Individuum ganz verschieden lang dauern. Selbstverständlich spürt der Beschneidungsfetischist die 75% Empfindlichkeitseinbuße am Penis unmittelbar nach der Beschneidung nicht, sondern findet es sogar erregender, wenn er mit seinem zurechtgestylten Penis hantiert. Sein sexuelles Gefühl entsteht vor allem im Kopf. Aber nicht jeder unfreiwillig beschnittene ist ein Beschneidungsfetischist, sondern manche finden ihren verstümmelten Penis mit den üblichen Narben und Verwachsungen geschändet. Die kriegen schon Panikattacken wenn sie ihren Penis nur sehen. Natürlich tut sich immer der im Leben am leichtesten der die Dinge so nimmt wie sie sind, und möglichst alles positiv findet. Und viele finden es toll, dass sie ungefragt beschnitten wurden, und posaunen nun ihre vermeintlich überdimensionalen sexuellen Fähigkeiten hinaus. Die weniger begeisterten halten dem Mund, und posaunen nicht hinaus dass sie nicht mehr können. Jeder dem es nicht gefällt, dass er nicht beschnitten wurde, kann das selbst nachholen. Nicht so bei den Beschnittenen: Bei der derzeit boomenden Vorhautwiederherstellung kann nur die Eichel wieder geschützt werden, die abgeschnittenen Nerven sind verloren. Und bei einer Radikalbeschneidung geht auch das nicht mehr. Wo keine Restvorhaut mehr da ist, kann auch keine gedehnt werden.

      Neugeborene haben nie eine Narkose erhalten. Das würde wohl 100% tote Babys bedeuten. ¾ erhalten auch keine lokale Betäubung, weil auch die für Babys gefährlich ist.

      Du hast schon recht, Beschneidungsgegner wie Befürworter finden in Studien immer ihre Ansichten bestätigt. Medizinisch besteht also kein Grund für oder gegen die Beschneidung.
      Man könnte ja genauso gut die Zehen amputieren lassen um keinen Fußpilz zu bekommen.
      Auch dadurch würden wohl keine medizinischen Nachteile entstehen.
      Aber es geht hier ja nicht um medizinische Fakten, sondern um das Recht in einem vollständigen Körper aufzuwachsen. Und wenn es so ist, dass Du meinst Eltern haben das Recht ihren Kindern Körperteile abschneiden zu lassen, dann können wir nie einer Meinung sein.

      @M
      Weibliche Beschneidung passiert nur dort, wo es auch männliche Beschneidung gibt. Aber da sich Feministinnen des Themas angenommen haben, und gegen die Beschneidung von Mädchen so laut protestieren, dass das auch von den Politikern gehört wird, brauche ich mich darüber nicht auszulassen. Ich hätte aber gerne, dass die körperliche Integrität allen Kindern, zugestanden wird.

      Und ich verurteile nur die Beschneidung anderer. Jeder kann sich selbst abschneiden lassen, was er gerne möchte …. Geschmacksfrage.

  13. M. schreibt:

    Noch ein Nachtrag, über Wikipedia verlinkt und gefunden: forum.kink.com/servlet/JiveServlet/download/140987-10630/Cosmetic%20Clitoredectomy.pdf
    – M.

  14. M. schreibt:

    Der Link scheint nicht zu funktionieren, daher => http://de.wikipedia.org/wiki/Klitoridektomie => Einzelnachweise => erster Link oben in der Liste.
    Siehe auch weiterhin: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1550857907800234

  15. CG schreibt:

    Ich habe mich vor zwei Jahren beschneiden lassen, und bin in jeder Hinsicht zufrieden

  16. ulrics schreibt:

    Es gibt Studien? Würde ich gerne mal lesen, denn leider wird immer von Studien berichtet ohne diese zu verlinken. Zumal ich den Studien bzgl. HIV meine Zweifel habe. Die kalkulieren vermutlich nicht ein, dass Männer, weil sie sich sicherer mit beschnittener Eichel fühlen häufig ungeschützt rummachen und u.U. die Infektionsrate sogar eher steigern.
    So gibt es bei einigen Erkrankungen sogar eine Steigerung nach der Beschneidung, wenn ich nach der Wikipedia gehe. Da wird die Eichelentzündung ohne Vorhaut, als achtmal so wahrscheinlich angegeben.

    Aber bei solchen Studien, sollte auch immer auf die Auftraggeber geachtet werden. Denn wenn ein Befürworter eine Studie bezahlt, will der natürlich auch Argumente dafür und nicht dagegen haben.

  17. kirsche schreibt:

    Hallo eine sehr schöner Beitrag über die Beschneidung der Penisvorhaut,
    welchen da Johanna Miller geschrieben hat.
    Ich als Mann habe selst die Erfahrungen gemacht,
    welche die Autorin beschreibt.
    Leider ist zum Thema Piercing nach einer Beschneidung
    kein Frenulum mehr möglich.
    Es würde optisch das Ganze noch hervorheben.

  18. Joerg schreibt:

    Also ich verstehe die Aufregung nicht. Bei mir musste die OP mit 20 Jahre gemacht werden (bin jetzt 39 J). Die allermeisten „meiner“ Frauen fanden das bisher zwar ungewohnt, aber schoen. Wo liegt das Problem?

  19. Smart schreibt:

    @Joerg: Wo das Problem liegt? Ganz einfach: Die Menschen sind unterschiedlich.
    Ich selbst bin auch beschnitten und habe große Probleme damit. Selbstbefriedigung klappt nur mit Gleitmittel, ohne ist sie schmerzhaft, weil eine Hautbrücke zwischen Schafthaut und Eichel sehr spannt beim Zurückziehen. Solche Hautbrücken sind übrigens keine seltene Komplikation sondern treten sehr häufig auf.
    Meine Partnerinnen waren keineswegs nur positiv gestimmt, ganz im Gegenteil. Schon meine zweite Sexpartnerin gab des öfteren auf, wenn sie versuchte, mich mit der Hand zu befriedigen. Wenn ihr nach einer Viertelstunde der Arm wehtat, hat sie es schließlich gelassen. Ich war damals noch weit davon entfernt zu ahnen, dass ein beschnittenes und entsprechend unempfindliches Glied keineswegs nur ein Segen ist sondern ein großes Problem darstellen kann. Ich dachte, ich wäre mit meinem aerodynamisch veredelten Penis ein Segen für alle Frauen. Also hatte in meinen Augen die Frau schuld, wenn sie mich nicht befriedigen konnte. Dass meine Partnerinnen keinen Bock auf stundenlangen Verkehr hatten? Sie verstanden es offensichtlich nicht, zu genießen. Dass viele nach einer gewissen Zeit Schmerzen hatten und mich baten, doch auch zu kommen und aufzuhören? Das kränkte und frustrierte mich.
    In den letzten Monaten habe ich mit vielen beschnittenen Männern Kontakt aufgenommen. Und der Tenor ist: Keiner. Manche haben kein Problem damit, fühlen sich besser. Das kann ich glauben und akzeptieren. Manche haben große Probleme damit, fühlen beim Oralsex nichts, beim normalen Verkehr nur wenig und kommen oft gar nicht zu Höhepunkt. Auch das kann ich glauben, weil ich es aus eigener Erfahrung kenne.
    Die Menschen sind verschieden, man denke nur an das Beispiel „Rauchen“. Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass das Rauchen schädlich ist. So mancher Wenigraucher bekommt Lungenkrebs, während unser Altkanzler Helmut Schmidt mit seinen 90 noch immer Kette raucht und offenbar kein Problem damit hat. Aber werden wir das Rauchen deshalb verharmlosen? Nein, es bleibt gefährlich. Und ebenso ist es bei der Beschneidung.
    Sie zerstört viel an Empfindungsfähigkeit. Manchen Männern kommt das entgegen, weil sie überempfindlich sind und weil ihre Frauen auf die harte Tour stehen.
    Andere Männer, die schon von Haus aus nicht so empfindlich sind, bekommen dadurch Probleme, weil ihnen die Bandbreite der Empfindungsmöglichkeiten jetzt zu gering ist.

    Ich finde Blogeinträge wie diesen hier von Frau Miller sehr problematisch. Nein, sie hat niemanden dazu aufgefordert, sich beschneiden zu lassen, sie spricht sich auch nicht für die Knabenbeschneidung aus. Aber sie verharmlost die möglichen Folgen.
    Was, wenn sich ein Mann aufgrund ihrer blumigen Schilderungen „Ein beschnittener Penis ist auch hygienischer…
    ..ist aber ein beschnittener Penis viel schöner, wirkt weniger wie eine Knackwurst, sondern… kraftvoller, majestätischer …
    … der Geschlechtsverkehr ist mit einem beschnittenen Penis ausdauernder, variantenreicher, genüsslicher.“ bemüßigt fühlt, sich von seiner Vorhaut zu trennen und anschließend feststellen muss, dass ihm ein Großteil, ja vielleicht der größte Teil seiner Empfindungsfähigkeit jetzt fehlt und er Schwierigkeiten bekommt, zum Orgasmus zu gelangen? Was sagen Sie diesem Mann, Frau Miller? Sicher, sie haben ihn nicht dazu gedrängt, es war seine eigene Entscheidung.
    Aber diese Haltung wäre billig. Sie hätten eine Mitverantwortung.
    Das sollte Ihnen bewusst sein.

  20. Anja144 schreibt:

    Hallo Karin,
    ich bin der gleichen Meinung wie Du und finde einen beschnittenen Penis viel besser.Optik,Hygiene und Sex sind einfach viel schöner .Ich kann alles ,was Du schreibst 100% bestätigen.
    Mein Freund hatte eine überlange Vorhaut und seine Eichel war selbst beim erigierten Penis vollständig von der Vorhaut bedeckt.Deshalb habe ich mir sehr gewünscht ,dass er beschnitten wird und unser Arzt hat es auch empfohlen. Mein Freund hat es für uns und unsere Liebe gemacht und wir sind heute beide sehr glücklich ,dass er jetzt komplett beschnitten ist.Die Beschneidung war für uns beide das beste,was uns je passiert ist.

    • Karin Koller schreibt:

      Das ist ein Gastbeitrag von Johanna Miller und ihre Erfahrungen.

    • kirsche19 schreibt:

      Hallo, ich denke auch, dass viel mehr über Penis und Vorhaut gesprochen werden sollte. Sicher gibt es viele Männer mit einer Rüsselvorhaut, ein zu kurzes Vorhautbändchen oder aber auch einer Verengung. Das sind eigentlich echte Gründe für eine Beschneidung.
      Sicher haben manchen Männer auch sehr viel Angst und reden deshalb nicht darüber.
      Eine Beschneidung ist nur eine kleine OP, (Zahnziehen ja auch)
      und danach sagt sich so mancher Mann, warum habe ich das nicht schön viel früher machen lassen.
      Sicher bereuen die meisten Männer den Schritt nicht und die Damenwelt erfreut es sicher genauso sehr.

  21. Edwin schreibt:

    Eine Beschneidung ist keine kleine OP. Das ist für den Arzt so, aber nicht für den Patienten, da es sich bei der Vorhaut um das sensibelste Organ am männlichen Körper handelt, sensibler als Fingerspitzen oder Lippen. Immerhin nimmt die Sensibilität des Penis bei einer Radikalbeschneidung um ¾ ab. Nicht jeder kommt damit zurecht. Beschneidungsfetischisten werden den Schritt nicht bereuen, andere Männer und das ist die Mehrzahl schon. Und auch nicht alle Frauen sind begeistert wenn sie beim Geschlechtsverkehr wund gerieben werden.

  22. heiko152 schreibt:

    Ich finde den Beitrag von Johanna Miller sehr gelungen und kann den Inhalt aus männlicher Sicht nur bestätigen. Ich selbst bin auch beschnitten, auf eigenem Wunsch, im Erwachsenenalter und ausschließlich aus ästhetischen, hygienischen Gründen und eines besseren Sex`wegen. Meine Erwartungen an diese Beschneidung gingen in vollster Weise in Erfüllung und ich vermisse zum unbeschnittenen Zustand meines Penis nichts. Meine Frau und ich haben seither wirklich schöneren Sex. Auch den hygienischen Aspekt möchte ich nicht von der Hand weisen, früher bildete sich ständig Smegma unter der Vorhaut und das war schon eklig. Ästhetischer finde ich es jetzt auch, wenn die Eichel ständig frei liegt.Ich kann es anderen Männern empfehlen, sich beschneiden zu lassen. Es ist eine kleine OP und Eure Frauen werden es gut finden!

  23. Anais schreibt:

    Hallo Heiko 152,
    so verschieden können Meinungen sein, denn aus „meiner“ Weiblichen sicht, finde ich beschnittene Männer nicht gut.
    Es ist viel ansträngender sie mit der Hand zu befriedigen, es fehlt die Vorhaut, die es einfacher macht und mit der man viel spielerischer umgehen kann.
    Auch der Oralsex ist um einiges unangenehmer, beschnittene Männer finden es meist schön, wenn der ganze Penis in den Mund genommen wird, mit der Zeit tut da einem echt der Kiefer weh.
    Und auch der Geschlechtsverker ist anders, Intakte Männer müssen nicht so fest zustoßen, die Bewegungen sind weicher, sinnlicher, näher und als Frau kann man eher ein Vaginalenorgasmuss bekommen.
    Innerlich fühlt es sich auch so an als wurde ein intakter Mann ein Kondom anhaben der etwas kratzt, durch das auf und abrollen der Vorhaut, spürt man den intakten Mann innerlich mehr, vorallem wenn man älter ist und nicht mehr ganz so eng, wie eine junge Frau.
    Ich finde es sehr schade, dass mein Mann beschnitten ist, denn dadurch wurden uns viele Möglichkeiten genommen, die ich mit intakten Partnern genießen konnte.
    Aber um ihn nicht zu verletzen sag auch ich wie toll, sauber und schön er ist, er kann ja nichts für seine Beschneidung 😦

  24. Sternchen1996 schreibt:

    Jeder Erwachsene so wie er mag. Dennoch ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit beschnittenen Männern gemacht, er brauchte viel zu lang. Das schlimme daran war, das er nicht länger konnte, sondern musste. Es wurde richtig schmerzhaft. Das ist mir mit intakten Partner nie passiert. Mit der Vorhaut kann man prima spielen und ich habe nicht das Gefühl das das unhygienischer wäre. Gibt ja die Dusche. Ein Mann sollte es sich wirklich gut überlegen, ob er sich aus optischen Gründen beschneiden lassen sollte- da kann eine Menge schiefgehen. Hier mal ein Link: http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

    Es gibt auch viele Männer, die diesen Schritt bereut haben, einige davon versuchen sich an die Wiederherstellung ihrer Vorhaut. Nur die Nervenenden sind weg, nichts bringt sie zurück. Die Eichel allerdings, ist bei der Wiederherstellung wenigstens wieder geschützt und nimmt danach wieder diese hübsche rosa Farbe an. Zur Wiederherstellung gibt es mehrere Methoden, alles Langwierig und bestimmt nicht gerade angenehm. Schließlich muss die verbliebene Haut so lange gedehnt werden bis sie wieder einigermaßen über die Eichel passt.

    Nur damit hier nicht der Eindruck bei den Herren entsteht sie müssten sich beschneiden lassen, es gibt Frauen die wissen einen intakten Mann zu schätzen. Denn eine kleine OP ist das nicht.

  25. Tante Jay schreibt:

    Dann wollen wir mal Mythbusting betreiben.

    „Schützt vor Harnwegsinfektionen“:

    Stimmt nicht, das Gegenteil ist der Fall. Wenn man die schützende Vorhaut wegnimmt, haben die entsprechenden Bakterien freien Zugang zur Harnröhre. So oder so sind aber Harnwegsinfektionen bei Männern erheblich seltener als bei Frauen, aufgrund der kürzeren Harnröhre. Bakterien haben es bei Frauen einfach leichter.
    Frauen gibt man Antibiotika schon in frühestem Kindesalter – aber bei Jungen/Männern soll beschnitten werden? Ähem, ja.

    „Schützt vor HIV“

    An der Stelle muss mir immer nochmal jemand erklären, wie sich dieses Gerücht so hartnäckig halten kann.
    Die USA sind zu 80% beschnitten. Und haben eine 300% höhere HiV-Rate als z.b. Deutschland oder Finnland.

    Und der WHO sei dank kann man die Auswirkungen der Beschneidung auf die HIV-Infektionen gerade im Lebendlabor sehen. Es wird seit einiger Zeit eine großangelegte Kampagne für die Beschneidung gefahren, um die HIV-Infektionen zu senken.
    Klappt prima – bis auf ein oder zwei Bezirke irgendwo in Kenia gehen die Zahlen steil nach oben.

    Im übrigen: WENN ÜBERHAUPT ist das ein Schutz des MANNES vor HiV-Infektionen. Ein bereits infizierter Mann, der sich beschneiden läßt, wird auch fröhlich weiter Frauen infizieren.

    „Schützt vor Peniskrebs“

    Yeah dann sollte man kleinen Jungen vielleicht auch besser die Brustdrüsen entfernen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass er Brustkrebs bekommt ist höher als die, dass er je Peniskrebs entwickelt. Zudem ist diese Krebsart ein Krebs alter Männer oberhalb von 70.

    „Schützt die Partnerin vor HPV-Viren“

    Bei der Säuglingsbeschneidung dann doof, wenn der Junge später schwul wird. Darüber hinaus gibt es inzwischen Impfungen gegen HPV-Viren.

    „es sieht schöner aus und gefällt mir besser“

    Von einem Mann gesagt, der *für sein eigenes Genital entscheidet*: Bitte. Hier ist die Schere.

    Von einer Frau gesagt, die damit den Mann in die gewünschte Richtung schubsen möchte: äh, nein, meine Damen, so geht das nicht.

    Wenn ein Mann völlig zu Recht inzwischen fast kastriert wird, wenn er sagt: „Ich finde beschnittene Frauen schöner“, dann sollte bei einer Frau dasselbe drinsitzen.

    Und ganz außerhalb jeglicher Diskussion steht die Säuglingsbeschneidung, weil die Mutter eine sexuelle Präferenz für beschnittene Penisse hat. Das ist sexueller Missbrauch von Minderjährigen und wenn man das bei Mädchen macht, geht man dafür zu Recht in den Knast oder verliert das Sorgerecht. Aber bei Jungen ist das egal?

  26. heiko152 schreibt:

    Danke für Eure offenen und ehrlichen Antworten, ich finde es schön,dass wir uns hier so austauschen können 🙂

    @Anais: Ich finde auch, dass die Meinungen über beschnittenen Penisse sehr auseinanderdriften. Du schreibst, es ist anstrengend, den beschntttenen Penis mit der Hand zu befriedigen. Das stimmt, es ist wirklich ganz anders, weil eben das Stück Haut fehlt. Wir haben uns mit Gleitgel auf Wasserbasis beholfen, das war eine interessante Entdeckung. Man muss aber aufpassen, dass man nicht gleich zu wild drauf los macht, sondern das eher genüsslich zelebriert. Was den Oralsex betrifft, fand ich es schon in meinem unbeschnittenem Leben schön, wenn meine Partnerin einen möglichst großen Teil des Penis in den Mund nahm. Ich denke, das finden beschnittene und unbeschnittene Männer schön. Aber ich meine, das Verwöhnen von Eichel und Eichelkranz ist schon sehr aufregend.

    Ich störe mich ein wenig an Deiner Terminologie mit „intakt“ und „nicht intakt“. Natürlich ist ein beschnittener Penis auch intakt. Natürlich fehlt bei einem Tight-Cut die Vorhaut, aber Mann büßt keine Lustfähigkeit ein (meine Erfahrung) und kommt sogar eher lustvoller zum Orgasmus.

    Das ich beim Geschlechtsverkehr fester zustoßen muss, kann ich nicht so bestätigen. Der Kontakt ist insgesamt intensiver, runder, aufregender. Ich genieße es durchaus, zu verweilen und innezuhalten. Sogar öfter als früher vor meiner Beschneidung schafften wir einen Vaginalorgasmus. Es ist auch erfüllender und tatsächlich intensiver für mich und meine Frau. Ab und zu denke ich darüber nach, wie der Gedanke einer Beschneidung in mir erwachte und wuchs: Mir war aufgefallen, das frühere Sexpartnerinnen es liebten, während des Geschlechtsverkehrs meine Vorhaut straff an der Peniswurzel zurückzuhalten und dabei die höchsten Wonnen genossen. Weil der Verkehr auf diese Weise auch für mich sehr erfüllend war, begann da mein erstes Nachdenken. Außerdem fand ich es optisch immer schon am FKK oder in der Sauna schöner, wenn Männer beschnitten waren, ohne gleich homoerotisch zu werden. Ich fand schon als Kind, das sieht so besser aus. Bis ich beschloss, den Schritt zum Doc zu gehen, vergingen schon einige Jahre. Es mag seltsam in dieser Diskussion anzukommen, aber ich habe es wirklich nie bereut, eher gedacht, schade, es nicht eher getan zu haben.
    Du schreibst, es ist anders, wenn man als Frau nicht mehr so eng ist wie die jungen Frauen. Das möchte ich bestätigen, die Reibung ist dann weniger vorhanden. Dann kann der Sex länger dauern. Aber vielleicht gelingt es Dir, das auch aus genießerischer Sicht zu sehen: So gelingen vielleicht ein, zwei mehr Orgasmen. Mach das Beste draus.

    @Sternchen1996: Das Thema eines sauberen Penis war für mich schon wichtig. In meinem unbeschnittenen Leben: Früh am Morgen geduscht und sauber, war es damit in den frühen Abendstunden dann vorbei. Spontaner Sex, auch oral, war somit stark eingeschränkt oder eine Zumutung für die Partenrin. Das Smegma bildet sich halt unter der Vorhaut, das kann man wirklich nicht abbestellen. Irgendwie fühlte ich mich da unten immer unsauber. Und jedesmal zu sagen, ich muss mal kurz ins Bad, das zerstört meiner Meinung nach die Stimmung.
    Die OP ist schwer rückgängig zu machen,da hast Du recht. Eine Wiederherstellung der Vorhaut finde ich schwierig. Die unbedeckte, ständig frei liegende Eichel war am Anfang seltsam. Wenn die blanke Eichel an der Unterhose scheuerte, war es unangenehm. Das Gefühl gab sich nach einigen Tagen. Heute ist es nicht mehr unangenehm, schmerzt nicht, fühlt sich nicht ständig gereizt an und zeigt auch keine Anzeichen ungewollter Erektion. Die Eichel ist trocken und sauber. Anfangs war es seltsam an FKK oder in der Sauna. Ich sagte meiner Frau, dass ich mich da unten so nackt fühle und meine, dass der ganze FKK nur auf die eine Stelle starrt. Das gab sich dann und ich erblickte auch viele beschnittene Männer um mich herum. Überhaupt scheint die männliche Beschneidung vor allem auch bei jungen Männern als modern zu gelten. Naja, eigentlich ok, aber ein bischen sich unbeschützt fühlen bleibt da am Penis, wenn die freiliegende Eichel allen Blicken ausgesetzt ist.

    Der Link ist interessant. Dennoch habe ich keine Gedanken an die Wiederherstellung der Unbeschnittenheit.
    Schade, dass Du so sehr schlechte Erfahrungen mit beschnittenen Männern gemacht hast.

    @Tante Jay: Deine Argumentation finde ich interessant. Ich gehe auch in vielen Teilen mit.

    Zum Thema „Peniskrebs“ möchte ich sagen, auch wenn es die Herren über 70 treffen könnte: Wenn man im beschnittenen Zustand die Jahre jenseits der 70 erleben kann, dann auch noch Sex genießen kann, ist das ein großes Geschenk. Wenn man dann noch eine Art Krebs ausschließen kann, ist das doch ok. Es ist schon genug, dass wir Männer jenseits der 40 jährlich eine Prostata-Krebs-Vorsorge durchführen müssen und schon immer bibbern…

    Bei der Säuglingsbeschneidung gehe ich voll mit. Wir haben zwei Jungs, die sollen als große Jugendliche oder Erwachsene selbst entscheiden, ob sie sich einer Beschneidung unterziehen wollen.

    Nicht so sehr folge ich Dir, wenn Du männliche und weibliche Beschneidung auf eine Stufe stellst. Bei Frauen empfinde ich das als Verstümmelung und nicht zu dulden. Bei Männern sehe ich es anders: Medizinisch iniziiert, zum Beispiel bei Phimose, als einzige Möglichkeit, das Leben erträglicher zu machen. Andersweitig initiiert, wie bei mir (Ästhethik, Hygiene, Lust), sehe ich es als freiwillige Privatangelegenheit. Leben und leben lassen.

    Danke und Gruß Heiko

  27. Tante Jay schreibt:

    @Heiko: Genau hier liegt das Problem. Gegen die Biologie kommt man nicht an und unbeschnittene Männer *haben* in dem Alter ein erheblich höheres Risiko für sexuelle Dysfunktion, alleine weil die Eichel mit zunehmendem Alter immer weiter keratinisiert. Es hat einen Grund, warum Viagra erfunden wurde und warum „Foreskin restoration“ Seiten im Internet gerade aufpoppen wie Schneeglöckchen.

    Guck dir mal die Details zum Peniskrebs an (der übrigens auch an der Eichel auftreten kann):
    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-fuer-beschneidung/schutz-vor-peniskrebs/beschneidung-und-peniskrebs.html

    Was den Vergleich der MGM und FGM angeht, habe ich Gründe, das zu vergleichen. Aber ich gestehe, auch bei mir hat es gedauert, bis ich die Gründe verinnerlicht hatte.

    Du weißt, dass die FGM in vier Kategorien unterteilt wird? FGM Ia, Ib, II, III und IV.

    FGM Ia und Ib sind die Entfernungen der Klitorisvorhaut, Ia unter Erhalt der Klitoris (kleine Sunna) und Ib mit Entfernung der Klitoris.

    II ist die Entfernung der inneren Labien und aller sichtbaren Teile der Klitoris

    III ist die pharaonische Beschneidung (eher „Metzelung“), die Form der FGM auf die mit Abstand am häufigsten hingewiesen wird.

    Doch weniger als 10% der FGM-Fälle sind nach FGM III einzuordnen. So sind zum Beispiel 90% der Frauen in Ägypten oder den Philippinen nach FGM Ia und Ib beschnitten und diese Frauen verteidigen die Beschneidung mit einer Vehemenz, das würdest du nicht glauben. Warum, fragst du?

    Weil es hübscher aussieht. Weil es sauberer ist. Weil es vor Krankheiten schützt.

    Die Beschneidung von Jungen kann in der Menge der entfernten Haut sowie der entfernten Nervenzellen mit der FGM Typ II verglichen werden.

    Wusstest du, dass die Gomco-Clamp, die gerade bei der Neugeborenenbeschneidung eingesetzt wird, 1/3 der Haut des Neugeborenengenitals entfernt? Und dass „Nebenwirkungen“ wie exzessive Blutungen recht normal sind, weil die Penisarterie schnell angeritzt wird, weil das alles so verdammt klein und unübersichtlich ist?

    Was ein erwachsener Mann mit seinem Genital macht, ist mir wumpe – der kann sich daraus vo mir ein „My little Pony“ draus schnitzen. Aber die Kinder – die lasst in Ruhe bis sie selbst entscheiden können.

  28. heiko152 schreibt:

    @Tante Jay: Ok, überzeugt. Was den Peniskrebs betrifft, bin ich bei Dir.

    Ich lerne dazu, was die FGM betrifft. Diese verschiedenen Stufen kannte ich nicht. Gebe zu, da auch wenig bewandert zu sein und meine Informationen hier aus den Medien zu haben. So bin ich doch erstaunt über die 90% FRauen in Ägypten und den Philippinen, welche FGM 1a und 1b vehement verteidigen. Meinst Du, es gibt auch hier Frauen, welche sich freiwillig 1a oder 1b unterziehen, für ihr „little Pony“?

    Bei den Kindern bin ich auf Deiner Seite, das ist mir nicht wumpe, das schrieb ich schon.
    Gruß Heiko

    • Tante Jay schreibt:

      Natürlich gibt es die. Vergiss bitte nicht, dass die FGM in einigen Kulturen so tief implementiert ist wie die MGM in der US-amerikanischen, wo 80% der Männer beschnitten sind, der überwiegende Teil als Säugling. Und du glaubst nicht, wie intensiv die Männer und Frauen dort die Beschneidung verteidigen. Die Spaltung geht da so tief, dass es Fälle gibt, wo der Vater gewartet hat, bis seine Frau mal für ne Stunde nicht in der Klinik war, um seinen Frühchen-Sohn beschneiden zu lassen. Ohne Betäubung, das ist bei Frühchen nicht möglich.

      Medizinische Vorteile gibt es genau keine. Man kann, wenn man sich die Entwicklung der Beschneidung im Westen anguckt, recht gut verfolgen, wie *immer wieder* irgendwelche medizinischen Vorteile postuliert wurden, die dann mehr oder weniger kurze Zeit später wieder völlig debunked wurden.

      Der *eigentliche* Grund, warum die MGM im viktorianischen Zeitalter eingeführt wurde, war die Bestrafung von Jugendlichen, die beim Masturbieren erwischt wurden. Mädchen hat man zur Strafe Karbolsäure auf die Klitoris geträufelt und Jungen wurden beschnitten. Beides ohne Betäubung, die Schmerzen sollten die Jugendlichen an ihre Sünde erinnern und definitiv als Strafe dienen.

      Das viktorianische Zeitalter ging, die Beschneidung war ein einträgilches Geschäft und plötzlich sollte die Beschneidung gegen Augenkrankheiten, krummen Rücken und Klumpfuß helfen. Alles quatsch, wissen wir heute. Dafür zieht man sich auf einmal Begründungen wie STD, UTI und „macht besseren Sex“ aus dem Arsch.

      Wie man aber *besseren* Sex haben soll, wenn man 20.000 Nervenenden vom Penis entfernt und die Eichel, die als inneres Organ plötzlich austrocknet (sie ist eigentlich von einer Schleimhaut bedeckt und sollte feuchtgehalten werden) und keratinisiert (das ist ein normaler Vorgang, das passiert mit Schleimhäuten, die austrocknen), das verstehe ich bis heute nicht.
      Wenn überhaupt kann das nur ein kurzfristiger „Vorteil“ sein, denn die Keratinisierung ist ein fortschreitender Vorgang. Irgendwann kehrt sich das um. Man *kann* nicht länger – man *muss* länger.

      Aber wie gesagt: Bei Erwachsenen muss das jeder selber wissen. Kinder sind ne völlig andere Hausnummer und ich bin recht froh, dass zumindest DAS nicht auf dem Programm steht.

      • Hofnarr schreibt:

        Sehr gut, dies alles, was Ihr da erneut schreibt zu diesem Blog!

        Jetzt wird’s endlich etwas detaillierter und mit mehr Fakten untermauert, Tatsachen also, nicht bloss Meinungen, denn wenn man schon darüber intensiv diskutiert (da bin ich übrigens sehr begeistert über Euch alle seit Start dieses Blogs, weil’s ein Thema ist, das sonst stets tabu ist!), soll’s mindestens aufschlussreich und umfassend und nicht bloss emotional sein und auch nicht diskriminierend…

        Deshalb, weiter so! Find ich gut! Gefällt mir! Also Gefällt-mir-Button drücken nicht vergessen…

  29. Anais schreibt:

    Es ist einfacher gesagt als getan, dass beste daraus zu machen.
    Ich hab jetzt schon öfters gehört, dass im erwachsenenalter Beschnittene, die es bewusst wollten schönere Gefühle haben. Auch kann ich mir vorstellen, dass sie wissen, wie sie sich in einer Frau bewegen müssen. Ich hatte immer Männer die im Kindesalter beschnitten wurden und da fehlte dieses Einfühlungsvermögen, auch berühren sie einen so fest, wie sie berührt werden möchten und dass ist oft schmerzhaft und dadurch auch lustkillend, wenn man nicht auf Schmerzen beim Sex steht.
    Ich bin jemand der Zärtlich ist, gern verführt und den Partner verwöhnt, langsam sinnlich, bei „ganzen“ Männern (ist das besser;) ) ging das spielerisch, man kann den Höhepunkt so lange hinauszögern, dass sie förmlich explodieren (oh schreck was schreib ich da 😳) dass hab ich bei keinem einzigen beschnittenen Mann hinbekommen und ich kann es seit 20 Jahren ausprobieren. Es gibt da so viele kleine Unterschiede, was ich vermisse, mir fehlt dass kleine Stückchen Haut!

    • Hofnarr schreibt:

      Anais@ Du hast recht. Ich frage mich grundsätzlich nach ebensolchen, vielfältigen, langjährigen Sex-Erfahrungen mit verschiedensten Männern im Alter von über 50 Jahren (mit und ohne jenem kleinen Stückchen Haut), ob’s nicht ganz einfach vollkommen individuell und sogar betreffend des gleichen Mannes in gleicher Voraussetzung bezüglich Vorhaut absolut momentabhängig ist, wie einen als Frau die Männer „anfassen“, wenn sie uns oder sich selbst denn eben sexuell in Anwesenheit von uns Frauen beglücken wollen oder umgekehrt von uns eben beglückt werden.

      Damit bin ich der Meinung, es hängt nicht vom Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein jenes kleinen Stückchens Haut ab, ob Sex mit einem Partner für beide als schön, erfüllend und beglückend empfunden werden kann, sondern davon, wie eben ganz allgemein in eben der vorliegenden Partnerschaft und Liebesverbindung, in der jeweils Sex auch in der Realität umgesetzt wird, miteinander umgegangen wird und dies schliesst letztlich auch Vertrauen, Liebe, Rücksicht, Verständnis, Respekt, Achtung voreinander, Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Lebenserfahrung mit ein.

      Wenn damit Unterschiede zwischen einzelnen Sex-Erlebnissen innerhalb der gleichen Partnerschaft oder auch mit unterschiedlichen Partnern zu verschiedenen Zeiten mit mindestens einem gleichen Partner festgestellt werden können, ist das eigentlich vollkommen normal, weil wir ja uns auch nicht jeden Tag gleich wohl fühlen und darum auch den anderen an unserer Seite nicht immer gleich lieben, als angenehm empfinden oder eben auch bloss „ertragen“ können.

      „Besser“ oder „schlechter“ im Zusammenhang mit meinen Liebes-Partnern hing demnach davon ab, wie geht der Mann auf mich und meine Persönlichkeit ganz allgemein ein und wie kann ich ihn glücklich machen oder wie sind wir beide im Einzelnen in der Lage dazu und wie eben nicht. Die rein äussere Frage „hat er dies kleine Stückchen Haut noch oder eben nicht?!“ bestimmte damit gar nie darüber, ob ich’s während dem Sex mit ihm im Einzelnen schön haben konnte und er mit mir und letztlich glücklich war mit ihm und er mit mir oder eben doch nicht wirklich…

      Wir, dh. jeder einzelne der beiden beteiligten Sex-Partner, fühlen uns doch zuweilen auch aus anderen Gründen nicht ganz wohl beim Sex, obwohl wir uns nicht wirklich dagegen sträubten, Sex mit dem anderen zu haben, aber selber allenfalls auch nicht aktiv vorschlugen, zu eben gerade diesem Moment mit dem Partner sexuell aktiv zu werden anstatt als Liebespartner zusammen anderweitig aktiv zu werden oder auch einfach nichts zu tun als Alternative.

      • Tante Jay schreibt:

        Du hast hier leider nur teilweise recht, denn Einfühlungsvermögen kann nur soweit gehen, wie der Körper mitmacht.

        Und es gibt Berichte von beschnittenen Männern, die massive Eheprobleme hatten, weil sie nicht in der Lage waren, auf die Partnerin einzugehen – sie waren zu sehr damit beschäftigt, dem eigenen Orgasmus hinterherzujagen. Ohne das wäre überhaupt nix mehr gegangen.

        Vorhautrestaurationsseiten poppen ja nicht umsonst im Web auf wie die Schneeglöckchen 😉

      • Hofnarr schreibt:

        Tante Jay@ „…wie der Körper mitmacht“: Wie wär’s dann mit Verständnis und Flexibilität neben Einfühlungsvermögen?! Natürlich muss man mit sich selbst und seinem eigenen Körper klarkommen, sich auch als Ganzes selber mögen, stets, bevor man sich vollumfänglich dem anderen und dessen Körpereigenheiten und Empfindungen zuwenden kann.

        Na ja, aber es ist bekannt, dass es durchaus auch sehr viele andere Gründe gibt, dass man als Mann oder auch Frau eben „nicht kann“, zB. um nur einige zu nennen: Medikamentenkonsum mit sehr starken diesbezüglichen Nebenerscheinungen, Alkoholkonsum, Drogenkonsum, diverse Krankheiten, Vergewaltigungen der Vergangenheit, Kindsmissbrauch, andere psychische Vorgeschichten, Ueberarbeitung und Extrem-Belastungen verschiedensten Ausmasses und, und, und… Alles was recht ist! Das weltweit grösste Männerproblem seit Jahrhunderten, eben gerade das „es läuft gar nichts mehr“ mit meiner Partnerin ist ja auch ohne der Diskussion rund um die Beschneidung ohnehin bekannt, darum braucht’s ja in anderen Kontinenten angeblich des Nashorns Horn, des Delfins und des Hais und Wals Flosse und andere Allerheilmittel neben dem bekannten Viagra und wie sie alle heissen und den Vorhaut-OPs ohne medizinische Begründung… Das grosse Geschäft der Männlichkeit wegen nun eben!

        Aber wir könnten’s tatsächlich beglückender, schöner und billiger haben mit unseren jeweiligen Partnern, wenn jene von mir schon erwähnten Werte etwas mehr qualitativ hochstehend gewertet würden in der Partnerschaft. Und vielleicht klappt’s dann auch im Bett… mit oder ohne Beschneidung der Vorhaut am Penis eben…

    • heiko152 schreibt:

      Entschuldige für das Gemaule wegen des Worts „intakt“. Offensichtlich unterscheidet man in der Medizin zwischen „intakt“ und „beschnitten“, ich werde mich jetzt daran halten :-). Nett, dass Du nach einer anderen Formulierung gesucht hast.
      Deine Erfahrungen sind erstaunlich. Allerdings muss sich der Partner auch auf Zärtlichkeit und verwöhnen lassen einstellen. Dass das Dir bei mehreren beschnittenen Partnern nicht gelungen ist, erstaunt mich. Lass Dir sagen, dass nicht alle so sind. Aber vielleicht magst Du es wirklich so sehr mit dem kleinen Stück Haut, das ist doch ok. Bekenne Dich zu Deinen Bedürfnissen, dass ist doch gut.

  30. Tante Jay schreibt:

    @Hofnarr (Anzahl der max. möglichen Antworten erreicht *g*):
    Es gibt eine Reihe biologischer Veränderungen, die der beschnittene Penis durchläuft und die *auf Dauer* nicht positiv sind, nicht sein können. Sobald die Männer die vollen Effekte dieser Veränderungen spüren und nicht gegenarbeiten (z.b. indem sie mit Senslip/manhood die Eichel in ihrem „Ursprungszustand“ halten), wird man in höherem Lebensalter Viagra brauchen, um überhaupt noch einen hochzubekommen. Biologie läßt sich nicht betrügen.

    Warum ist das so?

    Sicher, die Dinge, die du genannt hast, spielen mit hinein, aber als Mann sollte man *immer* berücksichtigen: Nicht die Eichel ist das empfindlichste Teil am Penis, es ist die Vorhaut. Dort finden sich bis zu 20.000 berührungssensitive Nervenzellen. Die höchste Konzentration findet sich im sogenannten Frenulum, dem Vorhautbändchen, das oft mit abgeschnitten wird.

    Das heißt, ein beschnittener Mann *hat* objektiv Empfindungseinbußen. Dass er das subjektiv nicht so empfindet, zumindest zunächst, hat seinen Grund in der Biologie:

    Die Eichelhaut ist von einer Schleimhaut bedeckt, ähnlich wie im Mund. Sie benötigt die Abdeckung durch die Vorhaut, um funktionsfähig zu bleiben. Beschneidet man einen Mann nun, dann wird diese Schleimhaut trocken. Sie wird, zum Selbstschutz, auch dicker. Der Vorgang nennt sich Keratinisierung und ist fortschreitend.

    Am Anfang, kurz nach der Beschneidung, ist das auch ein erwünschtes Ergebnis, denn die Schleimhaut, die langsam austrocknet und sich verändert, fühlt sich für viele unangenehm an. Irgendwann ist die Veränderung soweit fortgeschritten, dass man(n) wieder in der Lage ist, auch enge Unterwäsche zu tragen.

    Der Vorgang hört aber nicht auf, nur weil das jetzt möglich ist. Im Gegenteil, die Keratinisierung schreitet stetig voran, die Haut wird konstant dicker. Die unbeschnittene Eichel ist von einer sehr dünnen Haut umgeben, ein beschnittener Mann wird, wenn die Beschneidung einige Zeit zurückliegt, feststellen, dass sie eher der Haut gleicht, die er auf der Rückseite der Hand hat.

    Im Zuge dieser Keratinisierung läßt auch die Sensibilität der Eichel nach. Viele (nicht alle) Männer fühlen zum Beispiel nur noch an der Stelle etwas, wo sich noch die Reste des Frenulums befinden. Die Eichel können sie nach dem Duschen zum Beispiel völlig problemlos mit einem rauhen Frotteehandtuch abreiben. Das tut nicht weh, man merkt da nix.

    Darum ist Viagra in den USA inzwischen ein Standardmedikament. Hinzu kommt, dass aufgrund der veränderten Anatomie der Mann zur natürlichen Lubrikation nichts mehr beitragen kann. Das ist nicht nur die Frau, die dafür zuständig ist, der Mann tut – unbeschnitten – sein übriges dazu, dass es eben nicht trocken ist.

    Der „Mushroom“-Kopf des beschnittenen Penis wirkt beim zurückziehen wie eine Art Gummiabzieher der die Feuchtigkeit aus der Vagina nach draußen schaufelt. Nicht alle Frauen können diesen Lubrikationsverlust ausgleichen. Um ehrlich zu sein: Das können eigentlich nur sehr sehr wenige. Für die mag der Sex mit dem beschnittenen Penis Vorteile haben.

    Für die, die das nicht können, ist der Sex mit einem beschnittenen Mann nach kurzer Zeit gezeichnet von Trockenheitsgefühlen und erhöhter Reibung. Da die keratinisierte Haut auch rauher ist als bei einem unbeschnittenen Penis, gibt es Frauen, die dabei regelrecht wundgerieben werden.

    Der Mann, der sich völlig darauf konzentrieren muss, dass er seinem Orgasmus „hinterherjagt“ bekommt das nicht immer mit. Er muss härter zustoßen – und tut damit der Partnerin weh. Das ist kein fehlends Einfühlungsvermögen oder ein psychisches Problem: Das ist ein rein biologisches Problem, dass früher oder später die meisten beschnittenen Männer betrifft.

    Die, die es nicht betrifft, haben eine eher lose Beschneidung hinter sich und noch genügend Vorhaut übrig, so das sie fühlen können.

    Es ist nicht immer „lustvoller“ wie die Autorin es in völliger Unkenntnis aller biologischen Vorgänge sagte. Es ist nicht immer „schöner“ – und selbst wenn es schöner ist, ist noch die Frage ob es das auch dauerhaft ist. Oder ob nicht irgendwann dieser Effekt sich ins Gegenteil verkehrt.

    Man weiß vorher das Ergebnis nicht – woher auch. Und alleine deshalb sollte sich jemand 3x üerlegen, was er tut, denn das Risiko ist groß, dass er hinterher auf der falschen Seite des Zauns steht.

    • Hofnarr schreibt:

      Ach nein, mein 18 Jahre lang als mit Abstand bester Liebhaber gehabter Mann war bei seinem Tod 72 Jahre alt, wurde in seiner frühesten Kindheit zufolge Verengnung der Vorhaut von seinen Eltern über den Arzt beschnitten (nicht aus Strafe und nicht zufolge eigenem Wunsch!) und klagte nie bis zum letzten Tag über Probleme bezüglich seines beschnittenen Penis, auch äusserte er sich nie darüber, dass er es gemein finde, dass man ihm das antat, aber sagte auch nie, er wolle noch einmal irgendwas daran verändern. Aber er bestand darauf, stets Kondome zu verwenden, weil es ihm selber besser gefalle, nicht etwa weil er Krankheiten verhindern oder Schwangerschaften verhindern wollte damit, sondern mit Kondomen wesentlich länger könne bis zum Orgasmus (er sagte, sonst sei sein kleines Pony überreizt!), sodass dies „Längerkönnen“ von ihm von uns beiden auch zu meinem Vorteil genutzt werden konnte…

      Tatsächlich hatten wir bis fast unmittelbar vor seinem Tod wirklich guten Sex zusammen, hatten nur Einbussen in den allerletzten paar Monaten im Stehvermögen als er zufolge Chemotherapie wegen Darmkrebs einen Cocktail von sehr starken Medikamenten nehmen musste, welche allesamt als sextötend bekannt waren gemäss Arzt, dies aber gänzlich ohne Viagra notabene!!!

      Akzeptiert doch einfach die Eigenarten Eures Körpers und tut’s nur bei medizinischer Indikation, anstatt immer was anderes zu wollen und dann irgendetwas zu bereuen, aber hütet Euch auch davor, einem anderen Menschen, ob nun Baby, Kleinkind, Jugendlichem oder Erwachsenem einen solchen Eingriff am Genital unwiederbringlich zu verordnen, aufzudrängen oder missbräuchlich unrechtmässig anzutun ohne zu fragen. Wir alle haben nicht das Recht dazu! Respekt und Achtung vor dem anderen und seinen Bedürfnissen und auch sich selbst und seinen Bedürfnissen und seinem unversehrten Körper wäre doch jedenfalls angebracht, wenn da auch Liebe im Spiel ist.

      • Tante Jay schreibt:

        Akzeptiert doch einfach die Eigenarten Eures Körpers und tut’s nur bei medizinischer Indikation, anstatt immer was anderes zu wollen und dann irgendetwas zu bereuen, aber hütet Euch auch davor, einem anderen Menschen, ob nun Baby, Kleinkind, Jugendlichem oder Erwachsenem einen solchen Eingriff am Genital unwiederbringlich zu verordnen, aufzudrängen oder missbräuchlich unrechtmässig anzutun ohne zu fragen.

        Bingo.

      • Hofnarr schreibt:

        Danke, Tante Jay, für das Bingo. Wir beide sind uns ja durchaus einig…

        Ein schönes Wochenende allerorten trotz Regen…

      • Tante Jay schreibt:

        Ansonsten bleibt dazu nur zu sagen: Du hast *EINE* Erfahrung gemacht – darauf Rückschlüsse zu ziehen, dass das *immer* so ist, ist unzulässig, vor allem, weil alleine hier schon im Thread Männer gepostet haben, die eine sehr sehr andere Erfahrung gemacht haben.

        Studien zeigen, dass dein Mann eher die Ausnahme als die Regel war.

      • Hofnarr schreibt:

        Ich habe nicht nur 1 Erfahrung gemacht mit Beschnittenen sowie Unbeschnittenen in meinem Leben, bewahre, aber die Männer in meinem Bett beklagten sich nie über das Vorhandensein oder das Fehlen jenes kleinen Stückchens Haut, sie lebten damit, dass es eben so war wie es war, weil keiner von ihnen das Beschneiden selber mitbestimmte, sondern eben ihre Eltern allein ohne sie je zu fragen vor der vorgenommenen Tat an ihren Buben…

        Ich denke nicht, dass sie je daran dachten, dass ihr gehabtes Sexualleben mit mir und anderen allenfalls anders gewesen wäre, besser oder schlechter, wenn sie noch hätten, was ihnen die Natur bescherte, anstatt dem, was Menschen ihnen von ihrem Körper allenfalls in früher Kindheit wegnahmen oder hätten zukünftig entfernen können…

      • Hofnarr schreibt:

        …aber aus eigener Lebenserfahrung im Zusammenhang mit einem Unfall und daraus folgenden OPs weiss ich, dass jedes Beschädigen und Beschneiden von Nervenbahnen, wo auch immer sie im Körper gelegen sind (ich habe geschädigte Nervenbahnen in beiden Armen zufolge Unfall-Schädigung der Halswirbelsäule und eine geschädigte Nervenbahn zufolge falsch ausgeführten Setzen des Drainage-Schlauches bei einer Meniscus-OP und eine geschädigte Nervenbahn zufolge falsch ausgeführtem Dammschnitt bei der Geburt) gravierende, langjährige, jedenfalls auch spürbare Folgen ohne Umkehr oder Heilung zur Folge haben. Damit fallen sämtliche Aufgaben der betroffenen Nerven vollumfänglich oder teilweise für immer spürbar weg und die Folgen daraus führten damit zwischenzeitlich tatsächlich deswegen zu meiner bleibenden Teilinvalidität.

        Warum also soll es an der Vorhaut des Penis mit beschädigten oder beschnittenen Nervenenden anders sein?! Ihre Funktionen fallen ganz einfach aus bei Beschneidung, auch das Gefühl durch die selben… Wie könnte es anders sein?!

        Aber man muss eben leben lernen mit solchen, nicht selber gewünschten Ausfällen im Laufe des Lebens. Nur Selbst-Schädigung ist meines Erachtens jedenfalls echt daneben!

      • Tante Jay schreibt:

        Du verwirrst mich. *g*

        Ja, Nervenbahnen die einmal durchtrennt sind, wachsen nicht wieder nach. Man kann trotzdem der Keratinisierung entgegenwirken, indem man (was inzwischen viele Männer tun) Vorhautrestoration betreibt.

        Man bekommt die Nervenbahnen zwar nicht wieder, aber wieder Gefühl in die Eichel, die dann auch wieder das ursprüngliche Aussehen annehmen kann bzw. tut. 😉

        „Leben lernen“ ja – aber die Schäden abmildern kann man auch.

      • Hofnarr schreibt:

        Ja, Du hast recht.

        Im Zusammenhang mit der Beschneidung der Vorhaut fehlen natürlich nur die beschnittenen Nervenbahnen jenes Stückchen Haut, das man wegnimmt (was aber, wie Ihr alle ausführt, durchaus sehr viele sind!), nicht aber diejenigen, die in der Eichel durchaus auch noch vorhanden sind und damit vermutlich bei Keratinisierung zufolge Verdickung der Eichelhaut nicht nach aussen treten können und damit weniger empfindlich reagieren analog zu Füssen, mit denen ständig barfuss gelaufen wird, die sich dadurch mit Hornhaut von Natur aus selber schützen anstatt sie mit Schuhwerk angemessen zu schützen und dadurch weichere, gefühlsvollere Fusssohlen zu haben.

        Dies ist nachzuvollziehen, Tante Jay…

  31. Hannes Moser schreibt:

    @Hofnarr:
    Du schreibst: „Ich denke nicht, dass sie je daran dachten, dass ihr gehabtes Sexualleben mit mir und anderen allenfalls anders gewesen wäre, besser oder schlechter, wenn sie noch hätten, was ihnen die Natur bescherte, anstatt dem, was Menschen ihnen von ihrem Körper allenfalls in früher Kindheit wegnahmen oder hätten zukünftig entfernen können…“

    Damit bestätigst Du ein Verhaltensmuster, das viele beschnittene Männer – auch ich bis vor wenigen Jahren – ebenso gerne ausleben.
    Es kommt so vieles zusammen. Einerseits wissen wir gar nicht, wie ES sich anfühlen sollte. Wie soll jemand, der sein Leben lang nur schwarz-weiß sieht, wissen, dass farbig zu sehen, um so viel aufregender ist? Dennoch ist es so.
    Wer schon in seiner Jugend hört und liest, dass ein beschnittenes Glied das Ideal für Frauen darstellt, weil es so ästhetisch ist, so hygienisch und so ausdauernd: Wer würde exakt dieses veredelte Körperteil in Frage stellen wollen, zumal es nunmal für das Mannsein schlechthin steht?
    Und sogar, wenn all diese Grenzen überwunden sind, wer würde schon von sich selbst sagen wollen: Ich habe ein Problem mit meinem Penis, ich empfinde nur sehr wenig, ich bereite meiner Frau Schmerzen?
    Wer die Wahl hat zwischen Verdrängen (schöner, gesunder, ausdauernder Penis, zufriedene Sexpartnerinnen) und Ehrlichkeit (unnatürliches Aussehen, sexuelle Probleme, Frauen mit Schmerzen beim Sex), der entscheidet sich doch für ersteres.
    Ich tat es zumindest.
    Inzwischen bin ich schlauer und ehrlicher. Und ich werde auch keinen Schritt mehr zurück gehen.

    • Hofnarr schreibt:

      Ja, Hannes Moser@, Du siehst das richtig mit dem schwarz-weiss-Sehen und dem Farbig-Sehen. Dies kann auch ich unterschreiben.

      Dennoch aber habe ich bei jener 18-jährigen Liebhaberschaft, bei welcher der Mann seit Kindheit schon beschnitten war, von eben jenem Mann gehört, seine Ehefrau, mit welcher er einstmals 3 Kinder zeugte, hätte stets darüber geklagt, er tue ihr weh, weshalb sie nach der 3. Geburt sich ihm für alle Zeit endgültig sexuell verweigerte (ab Alter 33 Jahre notabene!!!). Ich lernte ihn erst im Alter 48 Jahre kennen und er fragte mich anfänglich andauernd knapp vor seinem Orgasmus mittels abruptem Unterbruch, ob er mir denn nicht weh tue?! Ich hatte ja damals keine Ahnung davon, dass, wie Ihr hier schreibt, evt. tatsächlich die Beschneidung diese Schmerzen verursachen, wenn denn war. Aber, dies muss ich in aller Ehrlichkeit sagen: Ich habe mit ihm niemals, aber wirklich niemals Schmerzen empfunden, trotz Beschneidung, auch keine andere Formen von Druck oder Gewalt oder unangenehmen Gefühle und er war ja wohl nach wie vor der selbe beschnittene, unveränderte Mann mit einziger Ausnahme, dass er zwischenzeitlich mehr Lebenserfahrungen hatte und sich auch einiges von mir zeigen liess (vorallem auch darüber mit mir reden lernte!) und deshalb allenfalls auf mich und meine Person anders einging als auf seine Ehefrau oder aber ich mich tatsächlich in sexueller Hinsicht ihm anders hingab als sie es tat. Vermutlich aber hat sie ganz einfach durchaus viel weniger darüber offen geredet und war sie eben wesentlich verkrampfter in der ganzen Einstellung zum Thema Sex und ihrem eigenen Körper als ich, weshalb sie sich niemals wirklich während dem Sex gemeinsam mit ihm entspannen konnte.

      Ich aber bin der Meinung, wir sollten uns doch alle beide in unserem Sexleben mit unserem Partner in erster Linie wohlfühlen dürfen, stets, wenn wir beeinander sind und nicht in erster Linie Hochleistungs-Sport mit derart unmöglichen Zielsetzungen wie ständig und ausschliesslichem erreichtem Orgasmus nacheifern. Will man beidseitig glücklich sein, gehört das beidseitige Wohlfühlen und eben jene vordem schon erwähnten Werte in der Liebes-Partnerschaft doch einfach dazu. Und wir sollten nicht uns gegenseitig ausschliesslich Dinge anbieten, die jeder einzelne von uns auch alleine, möglicherweise sogar durchaus besser, tun könnte bei der Selbstbefriedigung, denn dann ist es kein Wunder, wenn Sex-Partner sofort wieder auseinander gehen, nachdem sie feststellten, dass es ausserordentlich anstrengend war, den anderen nur gerade per Hand zu befriedigen…

      Meine lieben Leute: Ihr Frauen, wir sind doch keine Dienstmädchen oder noch schlimmer Prostituierte! Ihr Männer, das kann doch nicht sein, dass Ihr allen Ernstes im Sexualleben nur Gleiches von Euren Frauen, Sexpartnern wollt, was Ihr selber im stillen Kämmerlein auch alleine tun könnt ohne uns!

      Deshalb sagte ich meinem verstorbenen Mann stets aufrichtig und überzeugt: So wie er da mit mir Sex betreibe, könne er mir gar nicht weh tun, das sei rundweg unmöglich! Er solle doch bitte, bitte nicht mitten drin einen solch abrupten Stop reissen, nur um mich zu fragen, ob’s mir denn nicht weh tue (nur weil er sich an die Bettszenen mit seiner Einstigen erinnere!), sondern solle einfach weitermache bis zum Orgasmus. Ich würde jedenfalls mich in aller Ehrlichkeit schon äussern, wenn es mir mit ihm nicht wohl wäre, ich nicht wirklich glücklich wäre bei ihm und er mir irgendwann weh getan hätte.

      Ich behaupte deshalb nach diesen Erfahrungen mit eben jenem, der da in beiden Fällen längst schon beschnitten war (bei ihr sogar noch weniger lang als bei mir), dass das Problem mit dem weh tun nicht am fehlenden bisschen Haut liegt, sondern an der Möglichkeit, sich mit dem Partner während dem Sex eben vollumfänglich entspannen zu können und sich wohl zu fühlen oder eben nicht, weil man selber mit sich nicht klar kommt, weshalb auch immer (mag sein, dass es auch an der sehr frigiden Erziehung im Elternhause liegt oder individuell an der Einstellung zu seinem eigenen Körper usw.)…

      Aber vielleicht war’s tatsächlich auch die Tatsache, dass er mit mir meistens mit Kondomen Sex hatte und dies ausdrücklich wünschte (nicht ich wollte oder forderte dies so), aber vielleicht war’s für mich deshalb nicht rauh und schmerzhaft anzufühlen, wie Ihr dies hier teilweise mit Beschnittenen schildert, während er dies mit ihr niemals mit Kondomen hatte!

      Na ja, wenn ich mir dies heute nun rückblickend betrachte, nach all der Korrespondenz hier, könnte es tatsächlich sein, dass es die Kondome waren, die meine Liebhaber meist aus freien Stücken selber anzuziehen wünschten, weil sie von mir wussten, dass ich niemals während meinem ganzen Leben eine Pille zur Verhinderung der Schwangerschaft einnahm, die verhinderte, dass ich bei beschnittenen Männern tatsächlich auffällige Schmerzen hätte spüren können, während bei unbeschnittenen nicht…

      Dann wäre das ja gar nicht so daneben, eben stets Kondome zu verwenden, selbst dort wo eine ausschliessliche Monogamie vorliegt, ums noch etwas schöner zu haben miteinander, ob nun beschnitten oder nicht, neben der Verhinderung von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaften!

  32. heiko152 schreibt:

    @Tante Jay: Du verblüffst immer wieder durch medizinisches und historisches Wissen um die Beschneidung, Respekt! Deine Theorie zur Keratinisierung kann ich aber nicht bestätigen. Ich wurde vor 11 Jahren beschnitten, die Empfindlichkeit meiner Eichel ist annähernd gleich geblieben. Auch in anderen Foren wurde dieses Thema diskutiert. Auch dort fand ich keine Bestätigung Deines dargestellten Szenarios.
    Ich würde die Keratinisierung jetzt nicht gern weiter vertiefen wollen.

    Aber eine andere Frage: Welche persönlichen Erfahrungen hast Du mit männlichen (oder vielleicht auch weiblichen), unbeschnittenen oder beschnittenen Partnern?

    • Tante Jay schreibt:

      Ziemlich viel angelesen.

      Heiko, nur kurz noch zur Keratinisierung: Der Prozess ist schleichend, aber man kann ihn aufhalten und in Teilen umkehren 😉

      Nur kurz zur Erfahrung: Genug, um zu sagen, dass ein signifikanter Unterschied besteht. Mangel an Gefühlen im Kopf war bei keinem ein Problem. Woanders hingegen schon.

      Und da kaum eine Beschneidung je gleich ist, kommt auch viel darauf an, wieviel weggeschnitten wurde. Es gibt Beschneidungsformen, da sind noch Teile oder das gesamte Frenulum vorhanden und sogar noch Teile der Vorhaut => yay.

      Andere haben buchstäblich NICHTS mehr außer der Eichel. => nicht so yay.

      Und zwischen diesen beiden Extremen gibts ne Menge dazwischen.

  33. Anais schreibt:

    „Du hast hier leider nur teilweise recht, denn Einfühlungsvermögen kann nur soweit gehen, wie der Körper mitmacht.

    Und es gibt Berichte von beschnittenen Männern, die massive Eheprobleme hatten, weil sie nicht in der Lage waren, auf die Partnerin einzugehen – sie waren zu sehr damit beschäftigt, dem eigenen Orgasmus hinterherzujagen. Ohne das wäre überhaupt nix mehr gegangen.

    Vorhautrestaurationsseiten poppen ja nicht umsonst im Web auf wie die Schneeglöckchen“

    So empfinde ich es auch Tante Jay.
    Der Körper macht nicht mit. Als Frau muss man sich dem Mann anpassen und wenn man damit nicht zurecht kommt wird es schwierig.
    Bei denen, die ich kannte war es so, dass das Ziel der Höhepunkt war, darauf wurde hingearbeitet, es fehlt mir die Leichtigkeit, der Spaß und wenn mir der Arm oder sonstiges wehtut kann ich mich nicht fallen lassen.
    Ich hatte mal einen Freund der war so unempfindlich, ich bin schon 3x gekommen war am Ende und bei ihm ging immer noch nichts, er musste selbst Hand anlegen und so wie er es gemacht hat, hab ich das nicht hinbekommen, es war die reinste Schwerarbeit.
    Bei meinem Mann ist es zum Glück nicht so, übrigens hat er sich auch noch nie über seine Beschneidung beklagt, die andern Frauen waren anscheinend ganz verrückt nach ihm aber die Beziehungen hielten nie länger als drei Monate. Er hat auch das Problem, dass er überempfindlich ist und eher Schmerzen hat aber dass ist doch auch nicht der Sinn der Sache. Eine gute Beziehung ist so schon schwer genug, dann muss man sie doch nicht noch durch eine Beschneidung erschweren.
    Klar wer damit zurecht kommt kann zufrieden sein aber wenn es einem hinterher zum heulen zumute ist, da fehlt einfach was und wenn es nur mir so gehen würde wäre ich still, so wie ich es all die Jahre war. Aber ich kenne inzwischen so viele Frauen und Männer die unter den gleichen Problemen leiden, dass man einfach nicht mehr gedankenlos kleine Kinder beschneiden sollte, wenn dies nicht nötig ist, es sollte bekannt sein, dass Beschneidung nicht nur Vorteile hat, jede Medaille hat zwei Seiten.

    • Hofnarr schreibt:

      Anais@ nicht schweigen, reden miteinander bringt grössere Glücksmomente und ein wirkliches Wohlfühlen im Sexleben!

      …und, Anais@ bitte, bitte überdenke Deinen Satz: „Als Frau muss man sich dem Mann anpassen und wenn man damit nicht zurecht kommt, wird es schwierig!“

      Es ist nicht so, dass sich irgendwer dem anderen gegenüber anpassen oder unterstellen sollte im erfüllten Sexleben, damit auch nicht die Frau dem Manne, aber auch nicht umgekehrt. Reden zusammen und auf der Forderung bestehen, dass beider Bedürfnisse gleichmässig abgedeckt werden können, sich eben beide dabei wohlfühlen können, nicht bloss einer und schliesslich auch beide glücklich sind. Dies aber kann nie geschehen, wenn irgendwelche Formen von Druck (sich selber oder dem anderen gegenüber!) oder gar Gewalt (sich selber oder dem anderen gegenüber) oder auch zu hohe Erwartungen ins gemeinsame Bett mitgenommen werden, die dann nicht erfüllt werden können.

      …und nebenbei: probiert mal was völlig Neues aus! Allenfalls auch mal mit oder ohne Kondome… denn das Kondome anziehen (vor allem, wenn sie in der Grösse richtig bemessen sind und allenfalls auch Gleitmittel haben) durch die Frau (aber auch durch den Mann selbst) kann das Spiel mit der (fehlenden) Vorhaut des Mannes allenfalls auch ersetzen (und eben vielleicht tatsächlich auch verursachte Reib-Schmerzen durch den beschnittenen Mann verhindern).

      • Tante Jay schreibt:

        Kondome sind für manche Männer definitiv ein Problem – sie reduzieren bereits reduziertes Gefühl noch weiter, was dann dafür sorgt, dass sie gar nichts mehr merken.

        Versuch mal beim Putzen Handschuhe anzuziehen – die Hände SIND dann weniger sensitiv, weil kein direkter Kontakt mehr hergestellt wird.

        Und genauso ist das auch bei manchen beschnittenen Männern.

  34. heiko152 schreibt:

    @Tante Jay: Bei mir wurden Teile des Frenulums erhalten. Danke fürs Posten.
    @anais und @hofnarr: Sehr positiv Eure Antworten, erweitern meinen Blickwinkel. Überhaupt ein sehr interessantes Forum mit engagierten MitstreiterInnen!

  35. Tante Jay schreibt:

    Dann gehörst du zu den glücklichen. Und wenn du mal recht genau drauf achtest, dürfte das auch deine empfindlichste Stelle sein.

    • heiko152 schreibt:

      @Tante Jay: Ja, das stimmt. Da war ein verantwortungsbewußter Urologe am Werk, er wies mich bei der Beratung vor der Low and Tight-Beschneidung darauf hin, dass er das Frenulum zwischen Schaft und Eichel wieder vernähen wird. Er verwies auf die vielen Nerven, die für die Empfindsamkeit erhalten werden müssen.
      Du bist wieder mal gut informiert :-).

  36. Anais schreibt:

    Danke Hofnarr, für Deine netten Worte. Unser Problem ist, er kann nicht so wie ich es mag, er fühlt da zu wenig und so wie es für ihn gut ist, ist es für mich jedesmal eine Überwindung. Wir passen ansonsten so gut zusammen aber der Sex ist ein richtiges Problem. Mit Kondomen fühlt er leider garnichts mehr.
    Es gibt noch die Möglichkeit, dass er die Vorhaut wiederherstellt, ich hatte nur noch nicht die passende Gelegenheit mit ihm darüber zu sprechen.

    • Hofnarr schreibt:

      Aber das ist sehr, sehr unangenehm, weil keine einmalige Prozedur, sondern ein unendliches herumfummeln ohne dem positiven des Sex! Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Mann überhaupt keine Lust mehr hat, sich noch einmal da unten rummanipulieren zu lassen, eben gerade weil’s so total unbefriedigend ist für Euch beide.

      Vermutlich ist’s ungefähr so unangenehm wie die Prostata-Untersuchung oder eine Darmspiegelung, damit jedenfalls mit sehr viel negativen Gefühlen (allenfalls auch Wut auf die einstigen Beschneider oder die Frau, die das von ihm wünscht) verbunden…

      Oder verfügt da irgendwer über reelle Erfahrung im Wiederherstellen, nicht bloss auf einfühlsamer Einbildungskraft in dieser Sache?!

      • Hannes Moser schreibt:

        Ja, die hab ich. Ich restore jetzt seit Mitte Mai 2013. Insgesamt dürfte das bei mir zwischen 3 und 4 Jahren dauern. Die Sache ist weder schmerzhaft noch muss man dafür zum Arzt oder andere unangenehme Prozeduren über sich ergehen lassen. Du legst das Gerät an, trägst es den ganzen Tag und gibst der Haut während der Nacht die Zeit zum Erholen. Das ist es so in aller Kürze. Klar ziepts mal, mal rutscht in einem unpassenden Moment die Haut teilweise raus und man kommt grad nicht aufs Klo um die Sache wieder zu berichtigen und man braucht vor allem Begeisterung, um die Zeit durchzuhalten. Aber es lohnt sich. Ich habe inzwischen schon deutlich mehr Haut. Als ich anfing, war die Schafthaut an meinem Penis hinter der Eichel auch im schlaffen Zustand nahezu faltenlos, jetzt faltet sie sich auf und ist sie kurz davor, sich über die Eichel zu rollen. Und vor allem: Durch das Gerät ist meine Eichel jetzt permanent vor jeglicher Reibung und auch Austrocknung geschützt, ich bin inzwischen schon wieder wesentlich empfindlicher. Ich nehme mal an, an der Eichel hab ich wieder die Empfindlichkeit eines intakten Mannes zurück erlangt. Was mir in puncto Empfindsamkeit fehlt – und auch nicht wieder herstellbar ist – sind die Nerven der inneren Vorhaut. Das ist mir klar, da mach ich mir auch keine Illusionen. Aber allein der Gewinn an Empfindlichkeit an meiner Eichel ist schon enorm. Ich mach jetzt so lange weiter, bis meine Eichel komplett und permanent von Haut bedeckt ist. Damit habe ich das Maximum dessen erreicht, was erreichbar ist.

      • Hofnarr schreibt:

        @Hannes Moser Danke vielmals für Deine Offenheit und Deine Details. Dies ist sicher sehr wertvoll für andere mit ähnlichen Problemen.

        Aber Frage: Wie gestaltet sich dieses ganztägige Vorgehen mit diesem Wiederherstellungsgerät während 3 – 4 Jahren um Gottes Willen bei berufsbedingter Aktivität den ganzen Tag über zum Beispiel für einen Geschäftsmann, der sich regelmässig mit Geschäftspartnern zu treffen hat oder einen gelernten Maurer der Baustelle, welcher sich körperlich intensiv berufsbedingt draussen zu bewegen kann und an dem Gerät eben in der Kälte nicht rummanipulieren kann?!

        Wie kann man dieses Wiederherstellen der Vorhaut am Penis mit anderen alltäglichen Aktivitäten verbinden, ohne dass entweder das eine (das Wiederherstellen) oder das andere (das Berufs- und Alltagsleben) massiv zu kurz kommt oder eingeschränkt wird, weil man sich diesem Thema hier vollumfänglich zuzuwenden hat?! Können das nur „krankgeschriebene“ Männer im Sinne einer Therapie zu hause wahrnehmen, etwa so, wie wenn man einen Urinbeutel medizinisch indiziert ganztägig mit sich herumzutragen hat?!

        Irgendwie scheint mir das Ganze unter solchen Umständen nicht nur nicht angenehm, sondern nun nicht mehr wirklich lustig (im wahrsten Sinn des Wortes Lust) für den entsprechenden Interessenten, was natürlich auch ein definitiver Sex-Killer auf der ganzen Linie sein könnte, wie etwa das Einnehmen von einem Chemo-Medikamenten-Cocktail bei Krebskranken unmittelbar vor dem Tod.

  37. heiko152 schreibt:

    @Anais: Ich dachte heute öfter an Deine Schilderungen. Vielleicht ist es wirklich mal ganz gut, dass Dein Partner mit dem Problem zu einem Doc geht (Hausarzt, Urologe oder sogar Psychologe). Vielleicht beginnt das Problem auch im Kopf. Ich würde aber nicht mehr weiter zu ihm sagen, wie gut alles ist. Wenn die Gelegenheit mal passt, solltest Du wirklich die ehrlichen Worte finden. In der Liebe ist immer alles ein Geben und Nehmen, und wenn das nur in einer Richtung passiert, richtet das Schaden an. Der Idealzustand ist für meine Partnerin und mich, dass wir beim Sex möglichst lange gemeinsam die schönsten Wonnen erleben oder auch nacheinander. Das funktioniert nicht immer, aber beide arbeiten dran.
    So etwas wünsche ich Dir auch, dass Du auf Deine Kosten kommst und vor allem, dass Du wieder Spaß am Sex gewinnst ! Das Leben ist so kurz …

  38. Anais schreibt:

    @Heiko, Deine Worte haben mich wirklich berührt, ich konnte heute Nacht nur schlecht schlafen, weil ich mir ständig überlegt habe, wie ich es besser erklären könnte.
    Wenn es nur ein Problem in meiner Beziehung wäre, könnte evtl ein Arzt helfen aber ich bin damit nicht alleine, es ist als sprechen beschnittene Männer eine völlig andere Körpersprache als Männer mit Vorhaut und deshalb ist die Verständigung so schwierig, wo sie doch so schon schwer genug ist zwischen Mann und Frau.
    Ich Versuchs mal zu erklären, darauf kam ich durch die Gespräche mit meinem Freundinnen und die haben dann wieder mit ihren Freundinnen gesprochen.
    Die Partner sind von ihrer Nationalität Bund gemischt aber alle wurden als Kinder beschnitten, die Frauen sind zwischen 38-46 Jahre alt, verheiratet oder geschieden.
    Fragt man Frauen, mit Partnern, mit Vorhaut, wie der Sex ist, grinsen sie und meinen „gut“ fragt man; gibt es bei euch keine Probleme, meinen sie „doch schon, wenn dann hat sie keine Lust aber der Sex wurde im alter schöner weil sie mehr fühlen“ mehr bekommt man aus diesen Freundinnen nicht raus, sie grinst und schweigt.
    Redet man mit Frauen mit beschnittenen Männern, entsteht erst ein betroffenes schweigen, am Anfang ist das Gespräch gehemmt aber da man so viele Gemeinsamkeiten entdeckt sprudelt es nur noch so heraus.
    Das größte Problem ist, dass man als Frau nicht mehr gesehen wird und der Körper auf einen Punkt reduziert wird und zwar auf die Klitoris, die Männer brauchen die Lust der Frau um was zu fuhle.
    Ich Versuchs mal an Beispielen zu erklären. An unserm ersten Hochzeitstag hab ich ein Babysitter organisiert, damit wir abends in Ruhe essen gehen können. Als er von der Arbeit heimkam meinte er, dass ist nicht nötig, wir gehen gemeinsam, mit den Trauzeugen, dann ist es nicht so „Langweilig“! Als Frau ist dass natürlich eine riesen Demütigung, wenn man nicht versteht was mit dem Mann los ist. Ich hab ihm mangelnde Liebe zu mir vorgeworfen und er hat nicht verstanden, dass dieses Essengehen bereits ein Vorspiel sein könnte.
    Beschnittene Männer von meinen Freundinnen können alle unheimlich gut flirrten aber nicht mit der eigenen Frau, die sie haben.
    Bei einem Mann mit Vorhaut genügt ein Blick eine Geste und es regt sich was, dass lässt ihn nicht kalt. Wenn man als Frau keine Lust auf Sex hat, ist seine Lust ansteckend, man kann mit ihm in erotischen Kontakt bleiben.
    Außerdem halte ich den Männlichen Geruch auch nicht nur als lästige Unsauberkeit. Ich hab in als warmen, Duft in Erinnerung, und oft hab ich mich hinterher an ihn gekuschelt und seinen Geruch eingeatmet, es hatte was von Geborgenheit.
    Neulich hab ich mir ein roten Lipcloss gekauft, jedes mal wenn ich ihn benütze wird mein Mann ganz misstrauisch, und fragt; für wenn machst du dich so hübsch? Wenn ich sage; für dich! Glaubt er es nicht, auch da versteht er mein Korpersignal nicht „ich hab ein Mund, küss mich mal wieder!“ Stattdessen wurde er mich lieber verhüllen, weil er Angst hat, ich mach andere Männer an 😖 aha, daher kommt wohl, dass in Ländern mit nur beschnittenen Männern, die Frauen sich verhüllen müssen, weil sie die Signale die Frau aussendet nicht verstehen…
    Es gibt noch so vieles, was mir im Kopf rumschwirrt aber ich hör hier mal auf, und es tut mir wirklich jedes mal leid, wenn ich so über beschnittene Männer Rede, sie haben auch gute Seiten, sonst wäre ich nicht 20 Jahre mit einem zusammen 💗

    • Hofnarr schreibt:

      @Anais Ich denke, Ihr beide habt nie gelernt, zusammen über das ganze Thema Sex sinnvoll zu reden, vermutlich auch, weil’s grundsätzlich nicht wirklich ein einfaches Thema ist, wo jeder, demnach auch jene anderen Frauen, mit denen Du manchmal darüber redest, nicht bereit ist, Näheres preiszugeben, schon gar nicht, dass es Dir oder Euch beiden, nicht ihnen selbst, wirklich helfen könnte.

      Weisst Du, Wirtshaustisch-Gespräche oder Kaffee-Kränzchen-Gespräche sind nicht geeignet, ein solches Problem aus der Welt zu schaffen, eher noch solche speziellen Diskussions-Sides wie diese hier. Vielleicht könntest Du ja diesen Blog hier Deinem Mann zum Lesen geben und so als Diskussions-Grundlage nehmen, damit Ihr über das Thema miteinander im Gespräch sinnvoller einsteigen könnt, aber Du musst voraussehen, was in ihm geschehen könnte, wenn er weiss, welches Deine Eingaben über Deinen Nick-Namen waren. Wenn er sich hier auf dieser Plattform verraten fühlen könnte von Dir, dann ist das natürlich keine Option zum Starten einer guten Diskussion über dieses oder speziell Dein Problem…

      Ich meinerseits, am Anfang einer neuen, tollen Liebespartnerschaft stehend, habe jedoch schon mehrmals meinem derzeit distanzmässig ziemlich weitentfernten Freund, mit dem ich derzeit berufsbedingt nur per Mail verkehren kann, den Hinweis gegeben, er solle sich doch mal zwischen seinen Geschäften und während europa-/weltweiten Flügen den Inhalt dieser Blog-Runde durchlesen , wo ich mich derzeit unter dem Name Hofnarr beteilige (auch vorgestern und gestern wieder!). Dann könne er auch sehen, was da meine jeweiligen Meinungen sind zum Thema, wie andere auf meine Kommentare reagieren und letztlich, was da auf ihn zukommen könnte irgendwann, wenn er denn eben irgendwann in der Realität im Alltag mit mir zusammen sein wolle ab ca. Sommer 2014.

  39. Hannes Moser schreibt:

    @Hofnarr
    Warum auch immer, ich kann auf Dein letztes Posting nicht direkt antworten, also auf diesem Wege.
    Tut mir leid, wenn ich ein wenig grinse, aber Du stellst Dir das dramatischer vor, als es ist. Ich bin weder halbtot („Chemo-Medikamenten-Cocktail bei Krebskranken unmittelbar vor dem Tod.“), noch bin ich in meinem Leben massiv eingeschränkt. Klar, mein Beruf kommt mir beim Restoring sehr entgegen, ich sitz den ganzen Tag vorm Computer. Aber auch der Maurer auf der Baustelle oder der Vertreter beim Kunden hat alle Möglichkeiten. Google mal unter „Foreskin Restoring“. Du wirst erstaunt sein, welche unterschiedlichen Methoden es hier gibt. Man kann es manuell machen, indem man z.B. abends im Bett durch bestimmte Handgriffe die Schafthaut in die Länge zieht und dehnt. Es gibt Gewichte, Klebe- und Gummibänder, Geräte, die mit Schrauben arbeiten usw. Da ist für jeden was dabei.
    Man muss dabei weder krankgeschrieben sein noch auf Komfort oder Lebensqualität verzichten. Alles, was ich bei meiner Methode spüre (DTR Double Tension), ist ein gelegentliches Ziehen am Penis, dann geh ich für eine Minute aufs Klo und justiere neu und alles ist wieder gut.
    Und wie gesagt, der Maurer auf der Baustelle kann vielleicht nur zweimal am Tag kurz unterbrechen, für ihn sind Tapes die bessere Lösung. Diese dehnen halt leider vor allem die Schafthaut, wobei mein DTR so viel Dehnung wie möglich auf den kleinen Rest verbliebener innerer Vorhaut konzentriert.
    Mir ist schon klar, dass das kein 4jähriger Wellnessaufenthalt ist, aber ich mach das nicht, um mich zu kasteien, sondern um mir und auch meiner Frau angenehmeren Sex zu ermöglichen.

    • Hofnarr schreibt:

      Danke vielmals für Deine Auskünfte. Damit ist’s natürlich für jedermann etwas einfacher…

      Nebenbei: Zum Problem des nicht mehr Antworten-Können in WordPress-Blogs: Der Antwort-Buttom steht im Blog irgendwann nicht mehr unter Unter-Kommentaren, die viel benützt werden. Damit hast Du bloss die Chance, den Antwort-Button bei Deiner E-Mail-Meldung, dass auf Deinen Kommentar eine Antwort geschrieben wurde, zu benützen, weil er dort immer zu finden ist und Dich so mit Deiner erneuten Antwort auf den Vor-Kommentar jedenfalls an die richtige Stelle innerhalb des Blogs bringt…

      Hab’s etwas schön da an Deiner Arbeit und einen guten Start der neuen Woche.

      • Hannes Moser schreibt:

        Ah, danke, wieder was gelernt. Dir auch einen schönen Tag.
        Und sieh Dir in der Zwischenzeit vielleicht so Sachen an wie:
        Senslip
        Manhood
        DTR
        TLC-X

      • Hofnarr schreibt:

        Mach ich.

        Aber ich muss heute auch noch endlich meinen Arbeits-Tag/meine Arbeitswoche starten (beruflich tätig werden; ich bin selbstständig in 2 verschiedenen Berufen), sonst gibt’s dann doch noch zu viel Ausfälle/Folgen für meine von mir und meinen Tätigkeiten Abhängigen, da eine gewisse Termingebundenheit gegeben ist…

      • Hofnarr schreibt:

        Okay, hab mir das Ganze gemäss Deinem Ratschlag von vorhin ein bisschen angeschaut mittels Google-Suche.

        Sieht ziemlich brutal aus! Dies täte ich nicht, wenn ich ein Mann wäre… nun ja, vielleicht im nächsten Leben! Lieber tät‘ ich meinen allfälligen Beschneidern rechtzeitig den Kopf abschlagen, bevor’s geschehen ist, damit sie solche unrechtmässigen Uebergriffe an mir und meinem allfälligen 3. Beinchen, wie ich den Penis meiner Liebhaber manchmal liebevoll auch nenne, niemals mehr versuchen… (Anfrage eines kleinen Mädchens an den lieben Gott: Für was braucht ein Junge und ein Mann ein 3. Beinchen? Wir Mädchen haben doch auch bloss 2…)

        Aber es ist wenigstens nicht ein Streckbett, wie’s in Reha-Kliniken verwendet wird… alles viel kleiner und wohl portabel!

        Wenn mich nur nie einer meiner Liebhaber fragt, ob er das tun soll zur Reparation seiner einstigen Verstümmelung der Vorhaut durch andere! Da könnte ich mit der Antwort nicht dienen und müsste mich deshalb der Entscheidung vollumfänglich enthalten…

        Da lob ich mir die vollkommen Unversehrten oder jene Beschnittenen, die noch nie je auf die Idee kamen, da könnte irgendwas fehlen/anders sein als wie derzeit gehabt (wohl die überwiegende Anzahl der afrikanischen, allenfalls auch mohammedanischen Beschnittenen der Drittwelt-Länder!)…

      • Tante Jay schreibt:

        Es *sieht* vielleicht brutal aus, ist es aber eigentlich gar nicht. Vor allem die „Streckeinheiten“ sind nach allem, was ich bislang von denen gelesen habe, die sie nutzen, nicht schmerzhaft. Man kann ja den Zug so einstellen (und muss das auch), das wohl Zug stattfindet, aber der eben nicht wehtut. Tuts weh macht mans falsch. 😉

        Es ist ungefähr so, als ob du an deinem Finger ziehst, aber eben nicht bis es weh tut sondern du nur einen Zug merkst.

        Durch die „Wiederherstellung“ der inneren Vorhaut (soweit möglich) und durch die Dehnung der Schafthaut wird die Eichel erneut bedeckt und die Keratinisierung wird wieder rückgängig gemacht.

        Und bei jedem, der die Phase erreicht hat, habe ich nur eins gelesen:

        Die waren überglücklich, weil sie Gefühl zurückbekommen haben. Völlig geflasht, wie toll Sex auf einmal wieder ist. Hin und weg, weil „das da unten“ plötzlich mehr war als nur ein Anhängsel, dass zur Fortpflanzung dient.

        Nochmal: Die Männer *wissen* dass sie die abgeschnittenen Nerven nicht wiederbekommen. Sie *wissen* dass sie nicht den Zustand „intakt“ erreichen werden. Aber jeder, wirklich jeder, von dem ich gelesen habe, hat die Wiederherstellung nicht bereut. Deren Partnerinnen übrigens auch nicht 😉

      • Hofnarr schreibt:

        @Tante Jay Dies wiederum kann ich nachvollziehen, was Du da schreibst, denn das sogenannte „Tapen“, wie man es auch in der Physiotherapie an jeder Stelle des Körpers zufolge neurologischer Gesundheitsprobleme (Nerven-Schädigungen aller Art) auch verwenden kann, kenne ich aus eigenem Gebrauch zufolge meiner hier schon früher erwähnten Teil-Invalidität.

        Dies Tapen kann in umgekehrter Weise ganz massive Schmerzen verhindern, wenn Körperteile/Muskelgruppen des Körpers mittels regelmässigem, unschmerzhaftem Zug ständig miteinander über die Haut (vermutlich gefühllose Haut zufolge Nervenschädigung) so verbunden werden, dass eine normale Benützung der betroffenen Muskelgruppen und der damit verbundenen Gelenke, Bänder und schliesslich auch Extremitäten wieder erfolgen kann. Dies wird zuweilen bei mir eingesetzt, damit ich meine Arme, Hände bis in die Finger normal verwenden kann, wenn ich sie der Schmerzen wegen zuweilen nicht mehr benützen kann, aber dazu braucht’s den Physiotherapeuten mit fachlicher „Taping“-Ausbildung…

        Deshalb würde ich wohl als beschnittener Mann (wenn ich denn einer wäre, bin ich aber nicht!) am ehesten „Tapen“, aber man muss wohl einen Taping-Verband absolut fachgerecht anbringen können und wohl auch diese anderen Gerätschaften zur Restaurierung der beschnittenen Vorhaut richtig bedienen können, sonst kann’s nicht klappen, was man da gerne damit erzielen würde…

        Logisch, man lernt wohl leben damit im Laufe der Zeit der fortdauernden Anwendung…

  40. heiko152 schreibt:

    @Hannes Moser, Hofnarr und Tante Jay: Hannes Moser, möge Deine Behandlung erfolgreich sein, ich wünsche Dir viel Glück fürs Gelingen, und dass Ihr mit wiederhergestellter Vorhaut mehr Freude am Sex genießen könnt! Ich hoffe, Ihr seht es mir nach, wenn ich Eurer Diskussion nicht folge, weil das nicht meinem Interesse entspricht. Wie gesagt, wurde ich als Erwachsener beschnitten, auf eigenen Wunsch, im Alter von 39 Jahren. Jetzt werde ich bald 50 und kann für mich das „vorher“ und „nachher“ gut beurteilen. Wie unterschiedlich die Dinge liegen: Für mich ist es nur schöner geworden „ohne“. Ich hatte gestern schon auf Tante Jays Nachfrage hin geschrieben, dass mir bei der Beschneidung das Frenulum und damit glücklicherweise viele Nerven erhalten wurden. Vielleicht geht es mir wirklich besser damit. Ich kann auch nicht von Schmerzen berichten, welche ich meiner Partnerin bereite.
    @Tante Jay: Ich habe auch über Deine vielen Informationen nachgedacht. Folgende Überlegung tut sich bei mir auf: Nach meiner Information ist etwa die Hälfte der männlichen Weltbevölkerung beschnitten. Vielleicht hatten 80% nicht das Glück, nerverhaltend beschnitten zu werden. Wenn ich Deinem Szenario folge, muss es in vielen Betten dieser Welt eine wilde männliche Jagd nach persönlicher, sexueller Befriedigung geben, die die Bedürfnisse der Frauen übergeht und damit zu einer sexuellen Frustation führt. Welches Frustrations-und Wutpotential besteht hiermit, es muss unglaublich sein. Was sagen die Studien dazu? Ich meine, ich kann das nicht glauben! Gibt es hier noch ProtagonistInnen der männlichen Beschneidung unter den MitleserInnen oder soll das wirklich so sein?

    • Tante Jay schreibt:

      Soviel sinds nicht. 😉

      Um genau zu sein: Gerade mal 20% der Weltbevölkerung sind nach WHO-Schätzungen beschnitten. Die WHO versucht das zwar grad nach Kräften zu ändern, aber die weitaus größere Mehrheit der Männer weltweit sind intakt 😉

      Und was das Frustrations- und Wutpotenzial angeht…in letzter Zeit mal Nachrichten aus den USA gehört? DEREN Männer sind zu 80% beschnitten. Und ich hab meine eigene Theorie wo deren Aggression so herkommt. Das ist allerdings lediglich meine Theorie und nicht zwingend die ganze Wahrheit. Es ist kein Zufall, dass die meisten Vorhautrestorationsprodukte aus dne USA kommen und dass Viagra dort entwickelt wurde. Sexuelle Dysfunktion ist dort eine normale Diagnose für Männer ab 50.

      Aussagekräftige psychologische Studien gibt es hierzu noch nicht, es sind erste Versuche gestartet worden und deren Ergebnisse waren alle verheerend, aber das ist noch nicht psychologisches Fachwissen.

      Da gehört aber auch nicht viel Raketentechnik hinzu. Es soll eine Studie in einer kanadischen Klinik gegeben haben, die aufzeigte, dass sich die Gehirnstrukturen von Säuglingen, die beschnitten wurden, dauerhaft veränderten. Die Babies waren auch empfindlicher gegen Schmerzen, waren unruhiger und hatten Bindungsprobleme an ihre Eltern. Das ist übrigens nach wie vor so.

      Und guck dich doch in der Weltgeschichte um. Die Gesellschaften, die am aggressivsten gegen die eigenen Leute oder Außenstehende vorgehen (von den Schweizern mal abgesehen, bei denen halte ich das für generationenübergreifenden Sauerstoffmangel) sind beschneidende Gesellschaften.

      Guck die Nachrichten durch, setz sie in einen Kontext zum Beschneidungsstatus der Männer und sag mir, das ich falsch liege.
      Gut – Koinzidenz ist nicht immer auch Kausalität, aber es wäre mal wert, das zu untersuchen.

      • Hofnarr schreibt:

        @Tante Jay, ich glaube, Du übertreibst ein bisschen mit Deiner Suche, die richtigen Begründungen für alles Böse und Schlechte dieser Welt in Beschneidungen zu finden…

        Mögen auf einem anderen Planeten nur noch Lebewesen wohnen, die kein „3. Beinchen“ mehr haben, sodass das Problem des Herumschnippelns daran sich von selbst erledigt!

        Ich aber bin froh, wenn ich so oder so, unversehrt oder nicht, heute noch immer zu meinen geliebten 3-Beinigen sagen darf: „Magst Du ein bisschen mit Deinem „3. Beinchen“ spazieren gehen? Ich würde mich gerne bei Deinem Spaziergang mit demselben anschliessen…“

        Natürlich kann das oftmals so oder so noch schöner sein, als mit dem Hund spazieren zu gehen, zumal dies ja nicht zwingend täglich 3x zu geschehen hat!

        Aber mit Amerikanern hatte ich noch nie was am Hut. Wie also kann ich wissen, wie’s mit ihnen wäre, auch mit ihnen mal ein wenig spazieren zu gehen. Es gibt ja auch unterschiedliche Hunderassen zum Spazieren… Jagd-Hunde gingen ja vermutlich tatsächlich auch lieber jagen anstatt mich zu beglücken, wenn ich sie von der Leine lasse… Kommt vor!

      • heiko152 schreibt:

        @Hofnarr: Da stimme ich dir bei. Wir sollten das relaxter sehen.
        @Tante Jay: Ich meinte eigentlich das Wutpotenzial bei den Frauen. Wenn ich Deiner Theorie folge, dann müssten weltweit so viele Frauen unglücklich sein. Das kann ich mir nicht vorstellen. Außerdem hält sich irgendwie das Vorurteil, dass beschnittene Männer anders denken und handeln. Gut, das ist Deine Theorie. Gestern abend habe ich, versucht, Anais zu erklären, dass ich dem nicht folgen kann.
        Was meinst Du, Hofnarr, oder gern auch Ihr anderen, die mitlesen?

      • Hofnarr schreibt:

        Ja, @heiko152, mit Vorurteilen ist das so eine Sache! Die stimmen durchaus meistens nicht mit der Realität überein, wenn man sie denn in Details prüft…

        Ich bin aber überzeugt, dass es durchaus auf dieser Welt echte, tiefe Liebe gibt und auch guten, schönen Sex und dass es nicht vom Geschlecht abhängt und sodann auch nicht vom Beschnittensein oder Nicht-Beschnittensein, ob diese echte, tiefe Liebe und dieser gute, schöne Sex im Einzelnen erlebt werden kann oder nicht. Manchmal ist’s doch einfach so, dass 2 Partner durchaus nicht wirklich gut zusammen passen und dann wär’s doch vielleicht besser anstatt unwiederbringlich an Nervenbahnen herumzuschnippeln (ob nun am 3. Beinchen der Männer oder an Brüsten der Frauen oder anderswo) allenfalls den Partner/die Partnerin zu wechseln.

      • heiko152 schreibt:

        @Hofnarr: Volle Zustimmung!
        P.S: Ich fand Deine Geschichte schön, Hofnarr. Wobei ich ganz schön abgefahren fand, dass Dein Partner so lange Jahre Kondome verwenden wollte. Tante Jay hatte das mal recht gut umschrieben, wie sich Kondome für Männer anfühlen. Jetzt mal unabhängig davon, ob intakt oder beschnitten, ich mochte sie nie. Denn es macht abgesehen vom Vorspiel keinen Spaß. Aber manchmal sind sie die einzige Wahl zur Empfängnisverhütung oder zur Verbreitung von Krankheiten. Leider ist das immer noch so …

      • Hofnarr schreibt:

        Meine Sexualpartner (nicht nur einer!) wollten von sich aus selber in 80% der Fälle Kondome benützen und hatten Freude daran und brachten diese auch selber mit (einigen wenigen gab ich in grauer Vergangenheit Kondome heraus, weil sie offenbar nicht mal wussten, wo die guten zu kaufen wären, denn da gibt’s ganz gravierende Unterschiede!). Ich staunte ja anfänglich selbst darüber, dass dies so war, dies aber eben vermutlich, weil ich nie eine Pille oder Spirale benützte und dies auch stets sofort klarstellte.

        Vermutlich sind die schlechten Kondome tatsächlich sehr unangenehm! Auch ist natürlich ein Sexual-Partner, der sich das Anlegen nicht gewöhnt ist, weil nie praktiziert, auch sehr ungeschickt beim Anlegen desselben, sodass allerlei falsch läuft beim Anziehen.

        Aber es lohnt sich mit vertrauten, langjährigen Liebhabern jedenfalls mehrmals beides auszuprobieren, damit ersehen werden kann, was der Unterschied ist, denn da gibt es wirklich Unterschiede, kauft aber jedenfalls die beste Qualität derselben und die richtige Grösse (Ich schätzte stets „Goldband“, kaufbar in allen Apotheken oder per Postversand, kaufbar nicht in schmutzigen Männer-Clos oder dem Billig-Kaufmarkt!!!).

        Ich jedenfalls stellte fest, dass ich nach beidseitig gehabtem Orgasmus mit Kondom weniger „auslief“ (was manchmal tatsächlich zu sofortigem Bettlaken-Wechsel führte, weil derart nass. Das schätze ich gar nicht!) als ohne, weil eben bloss meine eigene Orgasmus-Flüssigkeit vorhanden war und „auslaufen“ konnte und diejenige des Mannes indessen im Kondom aufgefangen wurde.

        Es lohnt sich jedenfalls immer wieder Neues und immer neue Spielarten im beglückenden Sexualleben mit dem Partner auszuprobieren und eben auch in aller Ehrlichkeit darüber zu reden zusammen, was einem gefällt und was nicht… Aber es gibt tatsächlich wesentlich mehr Männer, die Kondome selber anziehen wollen, als man denkt, dies auch wenn anderes in Medien oder anderswo in Umlauf gebracht wird darüber.

        Es muss ganz einfach schön sein für beide und einem wohl sein zusammen, sonst sollten’s wir lassen, sexuell aktiv zu werden zusammen!

      • heiko152 schreibt:

        Was hälst Du von Kondomen für beschnittene Männer? So was soll es geben.

      • Hofnarr schreibt:

        Da habe ich keine Ahnung, warum’s da Unterschiede bei Kondomen für beschnittene der unbeschnittene Männer geben soll.

        Ich machte nie einen Unterschied zwischen beschnittenen und unbeschnittenen Männern in Sachen Qualität des Sex, den sie mir anboten, bzw. den wir miteinander erlebten, aber stets in Sachen Qualität der Liebes-Beziehung zwischen mir und ihm ganz allgemein, denn wo die Liebes-Beziehung eine wirklich hohe Qualität hat mit den hier schon von mir erwähnten Werten notabene, war auch der Sex stets optimal und wurde mit jedem Mal besser und besser, nicht etwa zunehmend schlechter…

        Dann waren da des weiteren nur gravierende Unterschiede in Sachen Erfahrung, aber auch diese konnte ich bei längerem Kontakt in der Beziehung ausgleichen helfen, wenn wir darüber reden konnten. Darum mag ich die One-Night-Stands nicht, gar nie, weil’s dort nie zum Gespräch kommt und keine „Verbesserungen“ in der Qualität des Sex-Lebens miteinander gemeinsam erarbeitet erfolgen können.

      • heiko152 schreibt:

        Danke, Hofnarr! Wie das so ist mit den einmal gefassten Meinungen. Aber ich bin offen, diese zu überdenken. Wenn Du so von diesen Kondomen schwärmst, macht mir das Mut, diese mit meiner Sexpartnerin ausprobieren. Zur Zeit sind wir eh auf Kondome angewiesen, weil meine Frau auch keine Pille/Spirale verwendet. Vielleicht erleben wir ähnliche Wonnen wie.Was Deine Bemerkungen zu Partnerschaft und Sex betrifft, bin ich Deiner Meinung. Gute Beziehung, gutes Miteinander, dann auch guter Sex. Achtung voreinander, versuchen, die Partnersignale gegenseitig zu verstehen. Intakt oder beschnitten :-).

      • Hofnarr schreibt:

        Weisst Du, das mit den Kondomen war ja nicht in erster Linie meine persönliche Ansicht, sondern diejenige verschiedenster meiner Partner, letztmals über Jahre meines langjährigen Partners, der sagte, er könne damit jedenfalls länger, weil er so nicht „überreizt“ sei… und ich profitierte davon, einerseits, weil er damit mein persönliches Glück nie aus den Augen verlor (er sagte oft, er wolle in erster Linie, dass es mir gut ginge und ich glücklich würde bei der ganzen Sache, dann hätte er selbst es nämlich jedenfalls auch stets wirklich gut und schön und würde glücklich dabei!) und andererseits auch, weil ich anschliessend so nicht so extrem „auslief“ nach gehabtem Orgasmus.

        Dies spürbare „Auslaufen“ beim/nach gehabtem Orgasmus und nach Herausnehmen des Penis meines Partners aber wurde mit zunehmendem Alter von mir immer mehr, in Kombination mit seinem Orgasmus eben dann noch mehr, wird aber wohl von Frau zu Frau sehr unterschiedlich empfunden. Aber man könnte wohl auch mit einem bereitgelegten Frotté-Tuch abhelfen, dass man anschliessend an die Sex-Freuden nicht das ganze Bett neu beziehen muss des „Auslaufens“ wegen… Dies „Auslaufen“ nach gehabtem Orgasmus geschieht mir aber so oder so auch bei der Selbstbefriedigung (gänzlich ohne technischer Hilfsmittel) im stillen Kämmerlein!

        Aber mein einstiger langjähriger Partner hätte durchaus oftmals meiner Meinung nach auch ohne Kondom unbeschwert „dürfen“, wenn er denn gewollt hätte, weil ich meinen Eisprung stets exakt und zuverlässig spürte, sodass es nicht in erster Linie der Schwangerschaftsverhütung und der Verhinderung von Geschlechtskrankheiten wegen nötig war, Kondome immer zu benützen.

        Gut an Kondomen finde ich aber einfach, dass mit dem Benützen derselben die Verantwortung für jegliche Folgen aus dem Sexleben jedenfalls bei beiden Partnern liegt, man dies auch von Anfang an immer neu beidseitig bewusst miterlebt und diese Verantwortung damit nicht allein bei der Frau liegt… und damit keinerlei körperliche Nebenerscheinungen und gravierende Eingriffe in den Hormonhaushalt einer Frau geschehen wie etwa bei der Pille nur des erfreulichen Sexlebens wegen. Auch hier wäre damit die körperliche Unversehrtheit und der Respekt und die Achtung vor dem natürlichen Körper der Frau (im Gegensatz zur körperlichen Unversehrtheit bezüglich des Nicht-Beschneidens des Penis und der Respekt und die Achtung vor dem natürlichen Körper des Mannes) deshalb jedenfalls prioritär entscheidend…

        Mal sehen, wie sich das bei meinem zukünftigen Partner nun ergeben wird, zumal ich jetzt ja nicht mehr einer Schwangerschaftsverhütung wegen Kondombenützung des Partners zwingend verlangen müsste… aber vielleicht ja einfach anfänglich des noch nicht gänzlich zur völligen Unumstösslichkeit gewachsenen Vertrauens rund um das Krankheitsthema wegen… was weiss ich!

        Aber die Wahl, was allenfalls schön und was nicht so schön ist, bleibt damit ohnehin täglich neu bei beiden allfälligen, individuellen Sexual-Partnern…

      • Tante Jay schreibt:

        Das erklärt zumindest einiges. Du hast dann nämlich nicht das Problem, das viele Frauen haben: Dass sie zuwenig Feuchtigkeit produzieren, um die fehlende Vorhaut auszugleichen. Die hat ja auch eine Gleitfunktion und hält so die Feuchtigkeit in der Vagina.

        Bei dir war einfach genug vorhanden, so dass es da keine Probleme gab.

        Nun stell dir aber mal vor, wie es wäre, wenn da *nicht* genug Feuchtigkeit ist. Das kann dann schon mal zu fiesen Problemen führen. Hm. Wie erklären?

        Vielleicht so. Du produzierst *mehr* an Feuchtigkeit als Frauen normalerweise tun. Das kommt dir und deiner Präferenz jetzt tatsächlich auch entgegen. Nein, andere Frauen produzieren da *deutlich* weniger Feuchtigkeit. Die sind dann auf die Gleitfunktion der Vorhaut angewiesen, die Genitalien „spielen“ hier tatsächlich zusammen und die einzelnen Funktionen greifen ineinander.

        Und das böse fiese Smegma ist tatsächlich ein zusätzliches Lubricans, dass dafür sorgt, dass evtl. fehlende Feuchtigkeit bei der Frau weiter ausgeglichen wird.

        Bei einem beschnittenen Mann ist dann die Frau für die ausreichende Feuchtigkeitsproduktion alleine „verantwortlich“ – und wenn das nicht reicht, kann das wehtun. Vor allem dann, wenn der Sex länger dauert.

      • Hofnarr schreibt:

        Da kannst Du recht haben, @Tante Jay, aber da gäbe es ja auch Gleit-Creme und anderes zu kaufen und in den Einsatz bringen (was aber auch an guten Kondomen ebenfalls teilweise von aussen her angebracht ist), wenn man denn eben „liquider“ sein möchte, oder die gute alte Spucke tut’s vielleicht auch…

        Ich bin tatsächlich nur in finanzieller Hinsicht stets nicht liquid…

      • Tante Jay schreibt:

        Das ist ja genau mein Punkt: Mit unbeschnittenen Männern *braucht* man das nicht – weil da die Genitalien natürlich aufeinander abgestimmt sind.

        Deine Präservative haben trotz deines „Auslaufens“ Gleitcreme – also gings doch nicht ohne. 😉

      • Hofnarr schreibt:

        Doch, es wäre wohl gegangen, aber er wollte Kondome und dort die Besten (Goldband), die er notabene selber kaufte. Bei Ceylor gäbe es auch solche ohne Gleit-Creme (Blauband), die ich zuweilen auch an Lager nahm, weil etwas billiger und die auch gingen, weil aus gleichem Material… nur die aromatisierten der Firma Ceylor benützten wir nie!

      • Tante Jay schreibt:

        Um noch einmal auf den Titel zurückzukommen, „Lob der Penisbeschneidung“, hier ein Bericht einer FRAU. Wie es ihrem Mann ging:

        Ich weiß nicht, ob man den Titel noch aufrechterhalten kann.
        http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3897

      • Hofnarr schreibt:

        Ja, @Tante Jay, das ist tatsächlich erschütternd, was da in Deinem Link geschrieben steht!

        Das war es, was mich am Anfang dieses Blogs hier derart in Rage brachte gegenüber der Verfasserin des Artikels, die da so sehr Lob ausschrieb für diesen Artikel hier, weil ich eben erst, wie hier geschildert, das Buch über weibliche Beschneidung las, mich an früher schon auf ethnologischen Afrika-Reisen zur Bevölkerung Afrikas an ebensolche schweren Vorkommnisse erinnerte, die ich selber im Rahmen von dortigen Zeremonien miterlebte und dann jenes Kundengespräch mit der Afrikaner-Familie von Ghana hier in der Schweiz führte, welche 2 noch sehr kleine Söhne (noch nicht 2- und 4-jährig) hier in der Schweiz auf Kosten der Krankenkasse offiziell beschneiden liessen und eben gerade beim Kleineren auch massive Probleme hatten, dies trotz Teil-Narkose und den üblichen Schweizer Standards für solche OPs an Kindern.

        Alles übrige wurde ja hier in den Kommentaren mittlerweile schon gesagt…

        Deshalb sollte der Titel wohl besser „Lob der Unversehrtheit der Vorhaut des Penis heissen“, aber ich habe den Artikel nicht verfasst, sondern eben @johannamiller47 …

        Für die Diskussion über dies Thema, wie es hier geführt wurde, aber ist der Titel nicht wirklich relevant, denn die Verfasserin hat ja schon anfänglich in den Kommentaren selber gesagt, es sei ihr nicht wirklich ernst gewesen (siehe ihr Kommentar vom 31.05.2012 um 19.09 Uhr als Antwort auf den Kommentar des @P.A.Brandon in diesem Blog), deshalb ist der Titel wohl eher des Provozierens zur anregenden Diskussion dieses Themas zu verstehen… weil sie selber ja schreibt, sie hätte was gegen Kinderbeschneidungen… allerdings offenbar nicht gegen diesbezügliche Einflussnahmen über das Beschneiden der Sexual-Partnerin auf den Sexual-Partner im Erwachsenenalter!

        Ich gratuliere demnach den Kommentatoren des Jahres 2013 und 2014, die sich nun offenbar nicht mehr am Geschriebenen des Jahres 2012 der Verfasserin und der Kommentatoren störten, auch nicht am Titel, sondern ganz gemütlich nun eben selbst das Heft zu diesem Thema eigenständig zur Hand nahmen, gänzlich unabhängig was frühere (auch ich!) einstmals schrieben…

        Super, Ihr Leute, und herzliche Gratulation! Es waren doch bis heute nun bereits 133 Kommentare, bzw. Antworten auf dieses Thema der Beschneidung hier.

        Echt Spitze, wenn’s um die Spitze des Penis geht!

      • Karin Koller schreibt:

        Nein, der Artikel sollte nicht umbenannt werden. Ihr habt eine andere Meinung als Johanna und werft mit entsprechender Propaganda um euch.
        Ich halte es für hochmütig, einen Blogeintrag zu vereinnahmen und am Ende so zu tun, als wäre der ursprüngliche Eintrag irrelevant. Ich glaube, ihr habt jetzt alles gesagt, was eurer Meinung Ausdruck verleiht. Das hier ist KEIN Penisbeschneidungsforum.

      • Hofnarr schreibt:

        Ja, Karin, es ist wahr, das hier ist kein Penisbeschneidungsforum! Es ist ein Gast-Beitrag in Deinem Forum, aber einer, der auch in einem Penisbeschneidungsforum durchaus mit allen Kommentaren dazu, die da bei Dir herein kamen, hochachtungsvolle Beachtung in grosser Zahl fände, weil das Thema offenbar derart wichtig (und auch interessant) ist!

        Freu Dich daran, dass dieser Gastbeitrag derart zahlreich von Lesern Deines Forums gelesen (und auch kommentiert) wurden. Die Anzahl guter Kommentare bringt doch immer erneute Leserschaft auch für Deine anderen Anliegen, Karin, sonst wäre es doch Unsinn, überhaupt solche Plattformen im Internet zu unterhalten und darauf auch Gast-Beiträge dieser Art zuzulassen, wenn man denn keine Kommentare, welche ja immer persönliche Meinungen sind, mehr will, weder für das Eine, noch für das andere eben…

      • Tante Jay schreibt:

        Propaganda sagst du…
        Propaganda ist ja die Durchsetzung der eigenen Agenda auch mit unlauteren Mitteln.

        Wo waren meine Informationen jetzt genau falsch?

      • heiko152 schreibt:

        Ja, Tante Jay, natürlich ist der Bericht erschreckend. Doch Du weißt,was das Internet alles hergibt und dass man außerdem Kulturen und deren Werte beachten muss. Ich finde auch, dass es jetzt mal gut ist. Johanna Miller ist eine lebensfrohe Frau, die ihrer Freude am … Ausdruck gegeben hat. Ich halte den Beitrag immer noch für mutig und ambitioniert. Mit Baby-/Kinderbeschneidung hat doch keiner was am Hut, wie ewige Diskussionen erbrachten. Tante Jay, ewig bist Du lausig drauf. Es gibt Befürworter, es gibt Gegner, es gibt welche denen ist es egal. Die meisten werden sich nicht melden,es soll ja auch keiner bekehrt werden. Ein bisschen mehr Lebensfreude, Fröhlichkeit und Spaß wünsche ich uns allen!

      • Hofnarr schreibt:

        @Tante Jay
        Vermutlich bin ich es, der königliche Hofnarr, der da wieder mal unangenehm auffiel, weil viel zu viele Kommentare von mir! Ich werde mich deshalb per sofort hier in diesem Gast-Artikel zum Thema Beschneidung nicht mehr melden… seid gegrüsst, Ihr meine Könige und Königinnen am königlichen Hofstatt, die sich an meinen Kommentaren dennoch erfreuen konnten.

      • Hofnarr schreibt:

        Nachsatz: Die von mir jeweils benützten Kondome heissen Ceylor Goldband Präservativ, sofern man sie per Google-Suche sucht…

  41. heiko152 schreibt:

    @Anais: Ich habe Deine Zeilen sehr aufmerksam mehrmals gelesen. So bin ich auch sehr nachdenklich geworden. Es erstaunte mich zunächst sehr, wie polarisiert Deine Einschätzung für Paare mit beschnittenem und intaktem Mann (etwa schwarz und weiß) sind. Ich persönlich kann das nicht ganz nachvollziehen, weil ich als Mann, vor 11 Jahren auf eigenen Wunsch im Alter von 39 Jahren beschnitten wurde, für meine damalige und gleichzeitig jetzige Partnerin jedoch keine Wesenswandlung vollzog. An mir selbst konnte ich nicht beobachten, dass ich nach der Beschneidung andere, mehr auf mich selbst bezogene sexuelle Techniken entwickelte, die zum Ziel hatten, vor allem zu meinem eigenen Orgasmus zu kommen. Im Gegenteil, ich genieße es, meiner Partnerin mehrere Orgasmen zu schenken, nicht vorzeitig zu kommen. Ich will sagen, ich ticke nach der Beschneidung nicht anders. Meine Frau hätte mir das gesagt.

    Es scheint mir mehr bei Euch dahinter zu sein. Wichtig finde ich die Wahrnehmung seiner Frau als attraktive Frau, als Verbündete, als Geliebte. Es ist nicht einfach über die Jahre hinweg das zu bewahren, das weiß ich selbst und höre es aus Deinen Worten. Besonders auch, wenn Kinder das sind. Aber Du versuchst immer wieder, Momente der Zweisamkeit zu schaffen, während das für Deinen Partner offensichtlich beliebig geworden ist. Man muss sich die Lust aufeinander wirklich bewahren, das ist nicht einfach.

    Eine Diskussion dieses Themas mit anderen Paaren, von denen ich weiß, dass der Mann beschnitten ist, geht nicht leicht über die Lippen. Aber die Partenerinnen von diesen Paaren machten auf mich oft einen fröhlichen, zufriedenen Eindruck. Sagen wir mal, als hätten Sie guten Sex. Gleichgestellt mit Paaren, von denen ich weiß, dass der Partner intakt ist. Also nicht weniger glücklich.

    Kommt Dein Mann vielleicht aus einem anderen Kulturkreis? Du schreibst, ihr seid eine multikultureller Freundeskreis. Vielleicht ist er anders aufgewachsen, andere Werte. Viele Fragezeichen ….

    Einen schönen Abend noch!

    • Tante Jay schreibt:

      Glaubst du nicht, dass die Frauen das wissen? Und dass sie versuchen, so zu handeln, aber die Signale die zurückkommen, einfach nicht passen? Sie stimmen nicht mit dem überein, was man kennt.

      Man muss erst lernen, was sonst intuitiv über die Bühne geht.

      • heiko152 schreibt:

        Das habe ich auch so verstanden, dass die Signale, die zurückkommen, nicht passen. Das kann jedem passieren. Das wäre sicher ein Grund daraüber nachzudenken, ob das der richtige Partner ist. Aber immerhin sind die beiden 20 Jahre zusammen …
        Deinen letzten Satz verstehe ich nicht, Tante Jay. Das sagt alles und nichts.

  42. Anais schreibt:

    @Tante Jay, was Du schreibst auf die Auswirkung in der Welt, darauf hat mich eine Freundin auch schon aufmerksam gemacht, ihr ist das auch aufgefallen und sie hat irgend wo gelesen, dass die Männer auch oft für den Kriegseinsatz extra beschnitten wurden.
    @Haiko, Du warst 39 Jahre intakt, ich denke dass sich da dein Carakter nicht mehr wegen der Beschneidung ändern wird, außerdem war es Dein eigender Wille und Dir wurde nur 1 von 3 erogenen Zonen weggeschnitten also hast Du noch 2.
    Meine Schilderungen sind so schwarz/ weiß, weil ich leider niemand persönlich kenne, die mit der Beschneidung ihres Mannes zufrieden ist, ich hab eine Freundin die Beschnittene Männer bevorzugt, wundert sich aber warum sie beim Sex schmerzen hat.
    Bei mein Mann ist es ähnlich, er wurde mit 13 beschnitten, davor hatte er einmal Sex im Mädchenklo, mit einer 13 jährigen, in der Schule, dass war sein „bestes“ mal, so guten Sex hatte er niewieder. Ich hab ihn gefragt, warum er mit ihr nicht zusammengeblieben ist, wenn sie so toll war, aber sie war ihm zu dick… aber es liegt nicht an der Beschneidung, nein…

  43. elgin schreibt:

    Wie in diesem Forum angesprochen: Die Art der Beschneidung ist entscheidend. Wurden inneres Vorhautblatt und Frenulum fast vollständig entfernt (wie bei mir mit 12), ist der Sensibilitätsverlust dramatisch, ich würde sagen 99 % gingen verloren. Die allermeisten Männer, die in dieser Weise lange vor der Pubertät beschnitten wurden, erfahren ja nie den Gefühlsunterschied bei der Selbstbefriedigung bzw. Sex vor und nach ihrer Beschneidung. Sie wissen also gar nicht, wie unsensibel/gefühlsblind sie gemacht worden sind, solange sie noch mechanisch irgendwie zur Ejakulation kommen (auch ein Farbenblinder kann ja noch sehen).
    Für einen Freund, dem mit 11 nur der vorderste Teil der Vorhaut entfernt wurde und dessen Frenulum unbeschädigt blieb (Vorhauterweiterung durch triple Inzision nannte man das bei ihm), rollte sich die Vorhaut in der Pubertät allmählich zu einem Wulst hinter der Eichel zusammen 8die dann dauerhaft frei lag) : Das sieht zwar im Vergleich „bescheiden“ aus, die Sensibilität blieb bei ihm aber weitgehend erhalten.

    Mich würde mal von den hier im Forum schreibenden Frauen interessieren, inwieweit sie sich vor einer Beschneidung ihres Sohnes (bzw. Partners) mit Konsequenzen von Beschneidungsstilen (-formen) befasst haben, wenn ihre Meinung gefragt war. Kann es sein, dass oftmals vorrangig nur Fragen des späteren Aussehens diskutiert wurden ?

  44. heiko152 schreibt:

    Ich möchte gern unseren Gedankenaustausch wieder aufnehmen.
    @Karin: Danke, dass Du uns diese Plattform bereitstellst. Der Gastbeitrag hier war für mich Anlass, Beiträge von Dir zu lesen. Fand ich sehr interessant, vor allem die Berichte zum Intimpiercing. Habe mich noch nie damit befasst, muss mal mit meiner Partnerin sprechen :-).
    @Johanna: Vielen Dank für Deinen Beitrag, ich finde ihn mutig und gut gelungen. Ich kann Dir sehr gut folgen und teile Deine Ansicht. Der Beitrag regte mich an, die Meinungen hier zu lesen und mich selbst zu äußern.
    @Anais: Ich glaube Dir gern Deine Sorgen und Deinen Frust. Für mich war, bis ich auf diese Plattform stieß, nicht vorstellbar, dass es Männer (und deren Partnerinnen) gibt, die unter der Penisbeschneidung derart leiden. Wie ich schon sagte, kenne ich nur die positiven Effekte und bin da eher nahe der Johanna.
    @Tante Jay: Tut mir leid, ich wollte Dich nicht verprellen mit meiner Äußerung. Ich schätze Deine fundierten Kenntnisse. Nur ist es mein Eindruck, dass mehr Männer ein lustvolles Erleben haben als unter der Penisbeschneidung leiden. Nun habe ich keine wissenschaftliche Informationen wie Du parat. Weil dies hier auch kein Penisbeschneidungsforum ist, hatte ich mich auf einem solchen umgetan, dort hat sich auch mein gerade beschriebener Eindruck geprägt. (240904.forumromanum.com) Dort äußerten sich vor allem Männer, aber auch Frauen, weitesgehend zufrieden. Auch ich selbst hatte mich dort auf die Beschneidung eingestimmt. Wobei ich Dir auch recht gebe, Tante Jay, im Intenet finden wir auch grausame Gegenbeschreibungen…
    @elgin: Sehr interessant, die Diskussion, die Du anregst. Es würde mich freuen, wenn sich dazu noch jemand äußert!

    • Tante Jay schreibt:

      Ich hab leider keine Emailadresse von dir, daher hier die Antwort, in Kurzform:

      Wenn ein Erwachsener das machen läßt, in voller Kenntnis der Folgen, voll aufgeklärt und alle Risiken gegeneinander abgewogen hat: Okay, have fun. Dein gutes Stück.

      Kinder? Nope. Njet. Niemals.

      • heiko152 schreibt:

        Ich will das ja nicht gleich bei mir ausführen lassen. Es war für mich interessant im Sinne von horizonterweiternd. Selbst trage ich keine Piercings und bin im Moment auf der Position des Abstands. Die eine Veränderung mit der Penisbeschneidung ist mir gerade genug. Bei Kindern stimme ich Dir natürlich bei! Was weißt Du über Folgen und Risiken? Ich bin da recht unwissend.

      • Tante Jay schreibt:

        Nur eins: Babies kann man nicht betäuben.

        Die Keratinisierung setzt von frühester Kindheit ein, was oft dazu führt, dass ab 30 bei den Männern nicht mehr viel geht (oft – nicht immer).

        Guck doch mal auf meiner Webseite, da ist ein Impressum und eine emailadresse, über die du mich erreichen kannst. 😉

      • Cutting schreibt:

        Genau. Als Erwachsener weiß man vor der OP, was danach sein wird und was nicht mehr. Es kann ein medizinischer Grund vorliegen oder aber man möchte freiwillig seine Vorhaut los werden. Was ja für die meisten Männer vo Vorteil ist.
        Aber bei kleinen Kindern sollte man die Finger davon lassen und erst bei der Pubertät, wenn der Penis ausgewachsen ist, ob alles OK ist entscheiden.
        Zum Thema „Lob…“ : Ja, aber nur …!

    • Anais schreibt:

      Hallo Heiko,

      hab jetzt erst gesehen, dass Du wieder geschrieben hast.
      Danke für den Link, ich hab jetzt schon ziemlich viel dort gelesen. So wie es aussieht lassen sich die meisten Männer beschneiden um besseren Sex zu haben um mehr zu fühlen, was wohl auch bei den meisten funktioniert.
      So langsam wird mir einiges klar! Weiß nur noch nicht wie ich das in Worte fassen soll.
      Sex ist die normalste Sache der Welt, jeder weiß ungefähr wie es funktioniert und es fühlt sich meist auch gut an und doch ist da so ein kleines Gefühl, dass einem sagt; da geht noch mehr, dass war noch nicht alles! Andere Technik, andere Frau neuer Versuch aber es ist auch noch nicht das, was man denkt, was man fühlen könnte.
      Dann liegt es wohl an der Vorhaut, also 50% Haut weg, 20.000 Nervenenden und somit 70% Gefühl, es sieht toll aus, die Frauen stehen darauf und es ist super Hygenisch und Risikoarm für Krankheiten, man n fühlt sich toll und nach den überstanden Strapazen ist auf einmal alles viel viel besser!
      Wirklich?
      Vielleicht wenn vorher eine krankhafte Veränderung da war, dann kann das schon sein aber bei einem gesunden Penis?
      Mein erster Freund hatte eine sehr schwere Kindheit, der Vater war Alkoholiker, er schlug Kinder samt Frau. Er hatte eine Stelle am Nacken die ich nicht berühren durfte, er wurde sofort aggressiv. Wir haben es geschafft diese Blockade bei ihm zu lösen, wärend wir uns geliebt haben, er brach weinend auf mir zusammen weil es ein so überwältigendes Gefühl für ihn war. Von da an könnte er Liebe zeigen und zulassen.
      Und doch hat es noch einige Jahre gedauert, bis wir rausfanden, dass es noch mehr Gefühle gibt als diese.
      Heute weiß ich warum, in der Vorhaut sind ganz viele Nerven, die auf unterschiedliche Reize reagieren und dies muss mal als Frau rausfinden wie man sie unterschiedlich stimmuliert und dann hat der Mann so einen überwältigenden Höhepunkt, dass er niemal auf die Idee kommen würde etwas von seinem besten Stück freiwillig abzuschneiden.
      Heutzutage ist jeder im Stress überarbeitet, die Beziehungen sind oft oberflächlich, da weiß wohl niemand mehr wie man Sex richtig genießen kann, Äußerlichkeiten sind wichtiger geworden.
      Ich weiß, wie es geht, dass ein Mann so viel fühlen kann, bei jedem Intakten war es möglich, dass er so viel fühlt, aber noch nie bei einem beschnitten und mit meinem Mann bin ich 20 Jahre zusammen, ich hatte also genügend Zeit alles möglich auszuprobieren.
      Deshalb, bevor man zum Skalpell greift, erst mal überprüfen ob eine Blockate vorhanden ist und dann langsam mit viel Gefühl ausprobieren, was für ein edles Stückchen Haut die Vorhaut ist, sie Steckt voller Überraschungen und vor allem voller überwältigenden Gefühle!

      • heiko152 schreibt:

        Hallo Anais,

        Jetzt komme ich mal zum Antworten. Hin und her, sicher können manche Menschen Blockaden haben oder hatten eine schlechte Kindheit. Warum erwachsene intakte Männer auf die Idee kommen können, sich freiwillig beschneiden zu lassen, liest man oft in solchen Foren. Ich meine, oft spielen auch die Partnerinnen eine Rolle. So manche findet es gut und ermutigt Ihren Mann zu solch einen Schritt. Es ist oft persönlicher Geschmack, so manche empfinden offensichtlich eine dauerhaft freiliegende Eichel als erotisch. Offensichtlich gibt es beim vaginalen Verkehr lustvolle Empfindungen. Aber es ist alles sehr individuell. Wenn eine Frau, wie Du einen intakten Mann bevorzugt, weil sie mit der Vorhaut so viel Lustempfinden erzeugen kann, ist es doch ok! Hauptsache ist, dass man seinen Partner liebt, ob nun beschnitten oder intakt. Ein jeder soll ein erfüllendes Sexleben finden!

  45. heiko152 schreibt:

    Hallo Johanna, es ist erstaunlich, welchen Meinungssturm Du hier mit Deinem Gastkommentar ausgelöst hast. Das zeigt, dass dieses Thema die Menschen ganz schön beschäftigt. Es wird ein Diskurs auf äußerst breiter Ebene geführt. Sicher mehr, als ursprünglich von Dir beabsichtigt :-).

    • hakisu schreibt:

      Ja es wird zu wenig über das Thema Vorhaubeschneidung beim Mann gesprochen. Dadurch entstehen Vorurteile, falsche Ansichten, religiöse Meinungen und mehr.
      Wenn jeder Mann, der beschnitten ist, sich zu Wort melden würde, und sicher nicht Jeder nur positive Meinungen hat, würden viele Vorurteile darüber abgebaut und sicher würden sich auch viel mehr Männer freiwillig beschneiden lassen.
      Gerne würde ich mich, als beschnittener Mann mit der Autorin austauschen.
      Ich selbst kann von mir sagen, dass in meinem Umfeld fast Niemand davon weiß, ja sicher Mancher darauf keine sinnvolle Antwort hätte.
      Es sollte vielmehr Beiträge, natürlich in sinnvoller Art, über das Thema veröffentlich werden, damit es zum einen seinen Schrecken verliert und wie von der Autorin soschön berichtet, auch beim Sex einige Vorteile bringt.

  46. Edwin schreibt:

    Was das für ein Vorteil sein soll, wenn man sich ¾ der Nerven am Penis amputieren lässt, ist mir nicht klar. Man muss wohl Beschneidungsfetischist oder Masochist sein.

  47. Andreas Ullmann schreibt:

    Muss mein Penis auch die Vorhaut weg. Wenn die über der Eichel ist ganz wie einEElefant ruessel.

  48. Wolli schreibt:

    Wieso muss man sich immer gleich beschneiden lassen, wenn man eine freiliegende Eichel wegen der angeblichen Vorteile haben will. Eine ständig zurückgeschobene Vorhaut erfüllt m. M. nach den selben, sogar bessern Zweck. Vorausgesetzt natürlich die Vorhaut lässt sich problemlos zurückschieben. Bei mir klappt das sehr gut, und ich genieße beide Zustände. Ein Penis mit freiliegender Eichel sieht erotischer aus.

    • Tante Jay schreibt:

      Weil man auf dem Weg eine Paraphimose riskiert. Die Vohaut ist nicht dazu gedacht, ständig zurückgeschoben zu sein. Der Blutfluß stimmt dann nicht mehr, das gestaute Blut läßt die Vorhaut anschwellen: Paraphimose, mit der man u.a. den gesamten Penis riskiert.

      Will man nicht.

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